Bertini Enge Havel Potsdam, Grenzübergang

17 Jan
Bertini Enge Potsdam

Bertini Enge Potsdam

Die Bertini Enge der Havel, ganz in der Nähe des Cecilienhofes Potsdam, war eigentlich ein  parkähnliches Ufergebiet vor den Toren der Stadt. Noch heute zeugen die alten verbliebenen Häuser von der Pracht Preußens. Hier liegen unter anderem die Villa Hagen und die Villa Jacobs.
Allerdings sind die meisten erst in den letzten Jahren restauriert worden. Zuvor befanden sie sich seit 1961 ( Bau der Mauer ) in militärischem Sperrgebiet, der Grenzübergangsstelle für den Binnenschiffsverkehr in Richtung Berlin.
Bis zu 1000 Grenzsoldaten waren alleine hier stationiert um die Enge zu sichern.

Bis zur verfeindeten Westdeutschen Grenze waren es von hieraus lediglich 1200 Meter.
( Hintergrund Bild oben. ) Der Jungfernsee wurde deshalb mit einem Sperrwerk aus Pontons abgeriegelt, um es für Schiffe und Taucher unmöglich zu machen West Berlin zu erreichen.

Grenzübergangsstelle Bertini Enge

Grenzübergangsstelle Bertini Enge © Plakat am Wachturm

In der Villa Hagen ( Bertinistraße 23 ) war die Computerzentrale des Grenzbatallions eingerichtet worden. Weiter gab es eine Hundestaffel, eine Wartungseinheit für die Schnellbootflotte, den dazugehörige Hafen aus Spundwänden, sowie das nötige Kasernengebäude.
Heute führt von der alten Meierei ( u.a. Biergarten ) ein Uferweg durch das ehemalige  Sperrgebiet entlang des Jungfernsees.

 

Erste elektrische Straßenbahn der Welt in Lichterfelde

10 Jan
Erste elektrische Straßenbahn

Erste elektrische Straßenbahn ©gemeinfrei

 

Die erste elektrische Straßenbahn der Welt nahm  in Lichterfelde ( Berlin ) am 16. Mai 1881 in Lichterfelde bei Berlin den Dienst auf. Gebaut wurde die Tram  von Werner von Siemens-
( 2,5 km Gleißtrasse, Geschwindigkeit 20 km/h.) Die Stromversorgung erfolgte über beide Schienen, was heute undenkbar wäre. Ab 1883 verkehrte die Bahn zwischen der preußischen Kadettenanstalt Lichterfelde und dem Regionalbahnhof Lichterfelde Ost.

Quelle: Gedenktafel Lichterfelde Ost

Abschuss des Lancaster Bombers über Klein Machnow

4 Jan
Avro_Lancaster_Bomber

Avro_Lancaster_Bomber©gemeinfrei

Am 2.Dezember 1943 fliegt die Royal Airforce weiterhin Luftangriffe auf die Hauptstadt Berlin. Auch die 460.Schwadron ist an diesen Angriffen beteiligt. 1000 Flugzeuge sind im Anflug. 90 werden den Angriff nicht überstehen. Pro Flugzeug sind 8 Mann Besatzung nötig. Eine der einfliegenden Maschinen ist die Lancaster mit der Seriennummer LM 316 und der Kennung AR-H2. Der Pilot ist der A.R.Mitchell, ein Australier und auch der norwegische Dichter und Kriegsberichterstatter Nordahl Grieg fliegt mit. (Grieg war angeblich Mitglied des englischen Geheimdienstes.)
Doch die Maschine kommt nicht bis Berlin. Vorm Machnower See erwischte die deutsche Flack das Flugzeug und es stürzte ans Nordufer des Sees im Teltowkanal.
Die Tragfläche klatsche ins Wasser. Alle Besatzungsmitglieder kommen ums Leben, die 460. verliert bei dem Einsatz 5 Lancaster.
Lange dient die Tragfläche den Kindern als Steg im Machnower See, andere kennen die Badestelle gar nicht, da das Wasser des Kanals als schmutzig galt. Dann war das Bauteil lange verschollen, bis es 2002 als Dach eines Schafstalls am Forsthaus wiederentdeckt wurde.
Dieses Tragflächenstück wird nachfolgend der Norwegischen Botschaft, Rauchstrasse Berlin, übergeben und wird dort ausgestellt.

Siehe auch:
Steinstücken
Schleuse Kleinmachnow

Quellen: Wikipedia, Verwandte, Zeitzeugen
Bild © gemeinfrei