S-Bahnhof Berlin Zehlendorf

14 Apr
Bahnhof Zehlendorf

Bahnhof Zehlendorf©gemeinfrei

 

1838 erfolgte die Indienststellung des Bahnhofs Berlin-Zehlendorf. Damit ist er der älteste Bahnhof in Berlin. Von hieraus fuhren Züge auf eingleisiger Strecke zunächst in Richtung Potsdam. Innerhalb der kommenden Jahre vergrößerte sich die Bahnanlage und bekam um 1866 ein festes Bahnhofsgebäude.
Anfang des 20. Jahrhunderts wurde eine elektrische Versuchsstrecke eingerichtet, auf der ein einziger Zug beweisen sollte, dass die neue Antriebsart zukunftsweisend war. Allerdings scheiterte dieser Versuch und man blieb zunächst beim Dampfbetrieb, bis 1933 die Reichsbahn die Pläne letztendlich umsetzte.
Ein Jahr später erreichte die legendäre Baureihe 125 der Berliner S-Bahn bereits 120km/h auf der Strecke.

Während des zweiten Weltkriegs wurden hier unter anderem Wehrmachtszüge beladen, darunter Züge des Deutschen Afrika Korps. (Quelle: Wikipedia )
Einige Volltreffer in den Bombennächten von Berlin brachten den Eisenbahnbetrieb nur kurzzeitig zum Erliegen, allerdings wurde nach der Kapitulation der Betrieb zunächst gänzlich eingestellt, im Juni 1945 aber langsam wieder hochgefahren.

Nach dem Mauerbau 1961 änderte sich im Bahnbetrieb des Bahnhofs nur sehr wenig. Nach dem Eisenbahnerstreik im September 1980 wurde der S-Bahnhof geschlossen. Nachdem die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) die S-Bahn in West-Berlin übernommen hatte wurde der Betrieb wieder aufgenommen.

Bis heute ist der Bahnhof in einem baulich sehr schlechten Zustand. Im Jahr 2010 rammte ein schwerer Sattelzug die Brücke oberhalb des Teltower Damms, was zu einer längeren Sperrung sowohl des Bahnbetriebs, als auch des Straßenverkehrs am Nadelöhr S-Bahn Zehlendorf führte.

S-Bahnhof Zehlendorf

S-Bahnhof Zehlendorf

 

Quelle : Wikipedia, Schautafel

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AVUS Die unvollendete Südkurve, Berlin A115

10 Apr
Autorennen Avus Berlin an der Zonengrenze

Bundesarchiv B 145 Bild-F003014-0006, Berlin, Autorennen auf der Avus@CC BY-SA 3.0 de


Geschichte der AVUS

Die AVUS, eingeweiht 1921, war die erste nur für Autos vorgesehen Strasse Europas und gleichzeitig eine rund 19 km lange Autoversuchs und Übungsstrecke.

Während der vielen spektakulären Rennen, die auf der AVUS ausgetragen wurden, war besonders die hohe Nordkurve der Strecke ein Publikumsmagnet. Gleichzeitig war sie Schauplatz dramatischer Unfälle und „fast“ Unfällen.

Doch was passierte im Süden der Strasse? Dort zog es nur wenige Zuschauer hin, denn das Gegenstück zur Nordkurve war eine ebene Umkehrschleife, auf der die Tourenwagen langsam, geradezu bedächtig wieder die Gegenrichtung einschlugen.
Dabei sollte die AVUS eigentlich auch eine Südsteilkurve erhalten. Kurz vor Ausbruch des zweiten Weltkriegs waren die Planungsarbeiten für diesen Prestigebau abgeschlossen und die Arbeiten nahe der heutigen Anschlussstelle Dreilinden ( Später Grenzübergang zur DDR ) begannen.

Zunächst wurde ein Plattenmodell im Maßstab 1:100 in den Waldboden verlegt, dann der  haushohe Wall der Kurve aufgeschüttet. ( Bild unten ).
Um Kriegsressourcen nicht zu verschwenden wurde der Bau allerdings nie vollendet und blieb ein Sandwall im Grunewald.
1945, im Endkampf um Berlin, verschanzte sich die 4. schwere Flackabteilung 605 hinter den dicken Sandwänden. Als die russischen Angreifer nicht mehr aufzuhalten waren evakuierte die Wehrmacht Richtung Strandbad Wannsee .

Nach 1945 nutzen die Westalliierten die Kurve als Schließplatz.
Heute ist das Relikt aus vergangenen Tagen Ziel für Vogelkundler und Geocacher.

Unvollendete Südkurve der AVUS

Unvollendete Südkurve der AVUS