Altes Lager bei Jüterbog Militärflugplatz Sperrgebiet und Wohnort

8 Jul
Altes Lager bei Jüterbog

Altes Lager bei Jüterbog

Der Name ist schon recht ungewöhnlich. Altes Lager. Kommt man über die Bundesstrasse aus Treuenbrietzen, so wundert man sich über die kilometerlangen Betonplattenzäune auf der linken Seite. Ihr abblätterndes Grau deutet auf vergangene Sowjetnutzung hin. Und bis 1994 verbarg sich auch genau das hinter dieser Absperrung. Nach wenigen Minuten erreicht der Besucher die Ortschaft Altes Lager. Weiter geht es nach Jüterbog, was innerhalb von Minuten erreicht wird.

Geschichte in Kurzform. Durch Landerwerb des Militärs 1860 wurde 4 Jahre später der Truppenübungsplatz Jüterbog angelegt. Einrichtung eines Luftschiffhafen auf dem riesigen Militärgelände und Schießplatz Altes Lager. Nach 1933 wurde daraus ein Fliegerhorst mit der  Versuchsabteilung der Luftwaffe, sowie der Fliegertechnische Schule der Luftwaffe. Am 20. April 1945 kam es zur Besetzung durch die Sowjettruppen, Nutzung als Fliegerhorst mit Abzug 1994.

Siehe :
Spremberger Kesse und die Katastrophe
Ferch, letzter Angriff der Armee Wenck
Flucht der 9.Armee aus dem Kessel Halbe

Flugplatz Altes Lager

Flugplatz Altes Lager

Nach dem Amarsch der roten Armee konnte die zivile Nutzung als Wohnort beginnen. Der Flugplatz ist heute ein Drachenflieger Fluggelände. Die Landebahn ist teilweise demontiert worden.
Für den Besucher der Ortschaft öffnet sich ein fast idyllische Wohnlage in unmittelbarer Nähe Jüterbogs.
Deutschstämmige Spätaussiedler zogen 1993 in renovierte Militärgebäude. Heute wirkt Altes Lager wie ein ganz normales Dorf Brandenburgs, in dem alle sozialen Einrichtungen geschaffen wurden.

 

 

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