Nudersdorf, Sachsen Anhalt, Quarzsand, Badekurort und Kämpfe 1945

22 Jan
Schloss in Nudersdorf

Schloss in Nudersdorf

Nudersdorf ist ein einige Kilometer nordwestlich liegender heutiger Ortsteil der Lutherstadt Wittenberg, einst Badeort mit Kurbetrieb ist er heute ein aufgeräumter Ort in Sachsen Anhalt.
Aus der nicht besiedelten Sumpfgegend Brückes Busch entstand so um 1530 ein Rittergut mit Forstbetrieb und Mühle, etwa 30 Jahre später kommt das erste Schlossgebäude hinzu. (Etwa an der heutigen Lindenstrasse, wo auch erste Reihenhäuser erbaut werden.) Ein typisch lehenpflichtiges Arbeitsverhältnis zwischen Rittergut und Gesinde entsteht.
1703 entsteht das neue Schloss, größer und moderner. 1852 hat Nudersdorf bereits 31 Häuser und 275 Einwohner. ( Quelle: Flächennutzungsplan )

Und Nudersdorf hatte noch einen weiteren wirtschaftlichen Vorteil. Es liegt direkt an der damaligen Handelstrasse der Börsenstadt Leipzig in Richtung Hamburg. Kost und Logis Betriebe, Schmieden und andere wichtige Dienstleister, die den reibungslosen Verkehr auf der Hauptstraße begleiten, siedeln sich an. Handel entsteht. Tuch aus Wittenberg, landwirtschaftliche Güter der Region, oder Quertransporte nach Straach.

Im 19. Jahrhundert baut man die heimische Industrie auf. Reichhaltige Rohstoffvorkommen, wie Ton oder Lehm werden in Ziegel- oder Kachelbrennereien zur Exportware. Die nötige Energie kommt schon bald aus der in der Umgebung gefundenen Kohle.

Um 1850 wird Nudersdorf Bade- und Kurort. Die schwefelhaltigen Quellen speisen ein Bad im Schlossgarten. Ein Badearzt berät die Touristen von nah und fern. Quellwasser wird sogar in Flaschen abgefüllt und bis nach Berlin exportiert.

Nudersdorf, stillgelegte Bahnlinie

Nudersdorf, stillgelegte Bahnlinie

Doch schon wenigen Jahre später ist hier Feierabend. Die Luftbelastung durch die Ausbeutung der Kohle wird zu groß.
1911 wird die Eisenbahnlinie Wittenberg Straach in Betrieb genommen, die ab 1915 das Stickstoffwerk Reinsdorf versorgt. Hier wird in der Folge Salpeter für die Munitionsproduktion hergestellt.
1924 kommt die Förderung des begehrten Quarzsands hinzu, der auch heute noch Nudersdorf prägt. (Glas) Die Quarzsandwerke sind bis heute der größte Arbeitgeber in Nudersdorf.

Durch die benötigten Arbeitskräfte erfolgt ein Bauboom im Gebiet Ring 1 und 2. Häuser schießen wie Pilze aus dem Boden. 1938 wohnen hier bereits 1300 Menschen.

Am 24.April 1945, der 2. Weltkrieg geht zu Ende, nähern sich die Kämpfe dem Raum Nudersdorf, Straach. Die rote Armee kämpft sich den Weg entlang der Reichsstraße B2 frei. In Straach verteidigt die Sturmgeschützbrigade 1170 sowie Einheiten der 1. Division Scharnhorst. Ein Tag später müssen Nudersdorf, Schmilkendorf und Braunsdorf aufgeben werden. Die Bevölkerung flüchtet aufs Land.

Zu DDR Zeiten wird die Landwirtschaft belebt, die zuvor in der Region eher unwichtig war. Das Erscheinungsbild des Ortes hat sich in jener Zeit wenig verändert. Nach 1990 und der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten hat sich Nudersdorf zu einer ansehnlichen Gemeinde herausgeputzt, deren Einwohner heute vornehmlich in Wittenberg arbeiten, aber auch bis in den Berliner Raum pendeln.

Geocacher finden hier im Bereich der alten Industrieanlagen ihre Verstecke.

Quelle: Flächennutzungsplan, Anwohner.

Berlin Schmöckwitz Idylle am Zeuthener See

17 Jan
Berlin Schmökwitz

Dorfkirche Berlin Schmöckwitz © eigene

Nördlich des Zeuthener Sees und fast gänzlich umflossen von der Dahme liegt der heutige Berliner Stadtteil Schmöckwitz. Ursprünglich ein Fischerdorf  auf einer Insel mit slawischen Wurzeln, wird Schmöckwitz im dreißigjährigen Krieg durch einen Brand zerstört.
Um 1800 wird eine Landverbindung hergestellt sowie die heutige Dorfkirche errichtet. Mitte des 19.Jahrhunderts beginnt eine leichte Industrialisierung in Form einer  Wattefabrik. Um 1900 gründet ein berliner Bankier eine Villenkolonie, im Jahr 1912 wird die Uferbahn eingeweiht. Hier betreibt die BVG heute sicherlich eine der landschaftlich interessantesten Linien im Raum Berlin. Sie führt vom Bahnhof Köpenick über Grünau bis nach Schmöckwitz.( „Schmöckwitz-Grünauer Uferbahn“, heute Straßenbahn 68 )

Straßenbahn 68 Schmökwitz

Straßenbahn 68 Schmöckwitz © gemeinfrei

1920 wird Schmöckwitz in den Berliner Bezirk Köpenick eingemeindet.
1942 beginnt am Adlergestell der Bau des Berliner Reifenwerks. Zunächst wird hier nur runderneuert, nach der Zerstörung und Wiederaufbau nach 1945 kommt die Produktion von Neureifen hinzu.1953 wird die Fabrik enteignet und ein volkseigener Betrieb der DDR. (  Teil des VEB Kombinat Plast- und Elastverarbeitung) Bis zur Wiedervereinigung war der VEB Berliner Reifenwerk für die gesamte Runderneuerung von PKW-Reifen in der DDR zuständig. Nach 1990, bis zur Insolvens, arbeitet man unter dem Namen Berliner Reifenwerk GmbH weiter.
Direkt an der Schmöckwitzer Brücke gab es bereits vor 600 Jahren angeblich eine Schenke. Um 1870 entstand an gleicher Stelle der „Gasthof zur Palme“. Heute erinnert nur noch eine verwaiste Treppe an das Lokal.

Am Morgen des 24.4.1945, die Rote Sowjetarmee steht kurz vor Berlin, sprengt ein Kommando der Waffen SS, buchstäblich in letzter Minute, die „Neue Brücke“ über die Dahme. Nachmittags setzen die Sowjets per Pontonbrücke über, während die Wehrmacht in Richtung Niederlehme evakuiert. Einige Anwohner erschießen sich, Volkssturmmänner kommen zu Tode. Eiligst wird im Schmöckwitzer Forst, „Im Jagen 40“, kurz vor dem Adlergestell, der längsten Straße Berlins, der Notfriedhof Karolinenhof angelegt, auf dem in der Folge 107 zivile Kriegsopfer beerdigt werden. ( Gegenüber der heutigen Tankstelle )

Ein Abtransport der Toten zum Friedhof Grünau ist durch zerstörte Oberleitungen der Strassenbahn 68 nicht mehr möglich.
Zu DDR Zeiten wird der Friedhof stillgelegt und heute erinnert fast nichts mehr an ihn. Eine 1947 errichtete Notbrücke wird erst 1960/63 durch die heutige Stahlkonstruktion ersetzt.
Heute ist Schmöckwitz mit seinen Häfen und Badestellen ein beliebtes Ausflugsziel für Berliner und Freizeitskipper.
„Rauchfangswerder“, die Südspitze Berlins, Wasserport Idyll der Berliner, Waldgebiet und Geocacher Paradies, liegt etwa 3 Kilometer östlich von Schmöckwitz.

1743 beginnt die spärliche Besiedlung Rauchfangswerders durch Landkauf. Die Büdner Barnack, Mielitz und Guthke gründen Ländereien auf der Halbinsel und im Laufe der kommenden Jahrzehnten expandiert die Land- Forst- und Fischwirtschaft deutlich.
( Bündnerei = ländliches Anwesen )
Um 1870 kommt es zu Parzellierung und Verkauf von Grundstücken an Siedler.
Ab etwa 1935 zieht es massiv Künstler in die einzigartige Landschaft zwischen Wasser und Wäldern. Schauspieler wie Walter Plathe oder Heinz Behrens engagieren sich für das  Gemeinwesen Rauchfangswerders.
Die Gegend bietet sich für ausgedehnte Wanderungen oder Fahrradtouren um die Halbinsel, mit seinen unzähligen Badestellen, geradezu an.
Anreise über „Schmöckwitzer Damm“ Buslinie 168.
Südlichste Gaststätte Berlins : Gaststätte Kajüte

Nördlich von Schmöckwitz schlängelt sich die Dahme in Richtung Langer See und Seddinsee. Von Schmöckwitz überquert eine von der BVG betriebene Fähre in der Sommersaison, außer Montags, die Dahme in Richtung Krampenburg. Gleichzeitig ist der Wasserweg die einzige Möglichkeit per PKW den Campingplatz „Große Krampe“ zu erreichen. Entsprechende Waldwege sind im Sommer gesperrt. Die Fahrzeit beträgt eine viertel Stunde und ist ebenfalls ein heißer Tipp für eine günstige Seenfahrt. Die Fahrscheine der öffentlichen Nahverkehrs gelten auch auf der Fähre.

Winterlandschaft Schmökwitz

Winterlandschaft Schmöckwitz ©gemeinfrei

Quellen :  Anwohner und Bezirksamt Treptow-Köpenick

 

Michendorf. Immer wieder Unfälle Dreieck Nuthetal

12 Dez
Unfall A10 Berliner Ring

Unfall A10 Berliner Ring

Auf der A10 Südlicher Berliner Ring gibt es seit der Riesenbaustelle Richtung Dreieck Potsdam fast täglich Unfälle. Auch heute Abend rasten wieder Autos in einander und verursachten Massenstaus. Zwischen Ludwigsfelde-West und Dreieck Nuthetal geht wieder einmal nichts mehr. Die Baustelle, die den Berliner Ring verbreitern soll wird frühestens 2018 für Entspannung sorgen. Frühestens. Die Autobahn wurde in den 1930 Jahren erbaut und 1990 auf 3 Spuren erweitert. Das Dreieck Nuthetal wird 2007 erneuert. Zuvor war es als Dreieck Drewitz bekannt.

Siehe auch Michendorf …

Bieber im Berliner Tiergarten

12 Dez
Bieber im Tiergarten

Bieber im Tiergarten

Im Berliner Tiergarten haben Bieber in diesem Jahr offenbar bereits 40 große Bäume gefällt. Der Schaden ist hierbei nicht unerheblich, sind doch die Bäume bereits Jahrzehnte alt. Aber es scheint einen satten Weg der Eindämmung in Berlin zu geben. Gefährdete Bäume mit frischen Bissspuren werden mit einer Spezialversiegelung aus einem Sand Gemisch eingestrichen. Das mögen die Tiere gar nicht, würde doch der Leim die Zähne stumpf machen.

In klaren kräftigen Farben verabschiedet sich die Sonne am Montag Abend über Berlin.. Die Wetteraussichten für die Vorweihnachtszeit sind allerdings eher trübe.

 

Otto Lilienthals erste Startbahn der Welt

12 Dez


Von hieraus hob das erste Fluggerät der Welt ab.Der Derwitzer Spitzberg war damals unbewaldet. Im September 1891 führte Otto Lilienthal hier die ersten Flüge bis zu 30 m Weite durch.Seine wissenschaftlichen Untersuchungen über die Aerodynamik von Vögeln und der  Thermik waren Grundlagen der Entwicklung seines Gleiters.


Foto Himweisschild am Derwitzer Spitzberg.

Potsdam 2016. Immer noch Restaurierungsbedarf

10 Dez
Potsdam Wohnhäuser unrestauriert

Potsdam Wohnhäuser unrestauriert

Auch im Jahr 2016 findet man in der Landeshauptstadt Potsdam noch allerorts leerstehende Häuser mit Restaurierungsbefarf.  Dabei ist die Wohnsituation auch 26 Jahre nach der Wiedervereinigung angespannt. Leerstand gibt es in Potsdamt quasi nicht. Zwar sind die Mietpreise günstiger als in Berlin, allerdings höher als im Rest Brandenburgs. Nur etwa 2 bis 3 Prozent aller Wohnungen sind zur Zeit nicht vermietet. Die  Durchschnittsmiete bei liegt in Potsdam bei 5,42 Euro/Quadratmeter.
( Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen  BBU )

 

Weihnachtsmarkt an der Fähre Caputh

4 Dez
weihnachtsmarkt-an-der-seilfaehre-caputh

Weihnachtsmarkt-an-der-seilfaehre-caputh © postconnections.com

 

Schön, daß es in diesem Jahr wieder mal den ganz besonderen Weihnachtsmarkt in Caputh, Brandenburg gibt. Die Hauptrolle spielt hierbei die Fähre über das Caputher Gemünde.
Einheimische, Nachbarn und übersetzende Fahrgäste feierten dieses Jahr am 3. und 4. Dezember wieder mal an der Fähre.
Auch die freiwillige Feuerwehr des Ortes war dabei.

Während die Abenddämmerung gegen 16:00 einsetzte kamen auch die letzten Boote vom Schwielowsee durch den einsetzenden Nebel zurück in den schützenden Hafen.
Auch die winterlichen -5° heute Nacht passen gut zur Vorweihnachtszeit.

Weihnachten Caputh

Weihnachten Caputh © postconnections.com

Kapitulation Berlin Karlshorst 1945

26 Nov

 

Kapitulation Berlin Karlshorst

Kapitulation Berlin Karlshorst, Wehrmachtspionierschule 1945 

Berlin Karlshorst Dienstag 8.Mai.1945.
Bereits am Montag war in Reims die Kapitulation der Wehrmacht durch Generaloberst Alfred Jodl, Chef des deutschen Generalstabs, gegenüber dem amerikanischen General B. Smith ( Westfront ) und dem sowjetische Generalmajor Susloparow ( Ostfront ) unterzeichnet worden.

Generaloberst Alfred Jodl unterzeichnet in Reims

Generaloberst Alfred Jodl unterzeichnet in Reims © gemeinfrei

Kapitulationsurkunde/Reims

Einen Tag später trafen sich die Vertreter der Alliierten, der englische Air Marshal Tedder und der sowjetische Marschall Shukow im Offizierskasino der ehemaligen Wehrmachtspionierschule in Berlin Karlshorst.

General Schukow verliest die Kapitulationsurkunde

General Schukow © gemeinfrei


Chronologie des 8.Mai 1945

Über den Sender Flensburg gibt Reichspräsident und Großadmiral Karl Dönitz der Wehrmacht den Befehl zum Einstellen der Kämpfe.
44 000 Flüchtlinge werden durch die Kriegsmarine von der Halbinsel „Hela“ in der Danziger Bucht  evakuiert. Reichsmarschall Hermann Göring, wird in Kitzbühel durch die  US-Army interniert.

Aus technischen Gründen verschiebt sich in Berlin Karlshorst unterdessen die Unterzeichnung des Kapitulationsvertrages. Aus Reims waren einige Zeilen schlecht oder gar nicht übermittelt worden. Erst um 00.15 Uhr konnten die Unterschriften unter das Dokument gesetzt werden.

Feldmarschall Eitel bei der Unterschrift der Kapitulationsurkunde

Feldmarschall Keitel bei der Unterschrift der Kapitulationsurkunde © gemeinfrei


Chronologie des 9.Mai 1945

00.15 Uhr Pionierschule in Berlin-Karlshorst. Die Unterzeichnung der deutschen Kapitulation durch Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel, Chef des Oberkommandos der Wehrmacht (OKW),

Einstellung der Kämpfe an allen Fronten.

Im späteren kalten Krieg wurde die Unterzeichnung der Kapitulation in Reims durch die Sowjets zum „vorbereitenden Protokoll“ erklärt, der eigentliche Grund warum als Datum der Unterzeichnung zumeist der 9. Mai erwähnt wird.
Allerdings gibt es auch einen durchaus realistischen Hintergrund:
In Reims unterschrieb der Chef des deutschen Generalstabs Jodl. Allerdings hatte Jodl keine Kommandogewalt. Das OKW wurde durch Keitel geleitet, der in Berlin unterzeichnete.
( OKW Oberkommando des Heeres, Sitz Wünsdorf bei Zossen, Berlin )

Zum Ende des ersten Weltkrieg hatte es eine ähnliche Konstellation gegeben. Damals wurde der Waffenstillstand durch einen unbekannten General und einen Politiker unterschrieben. Generalfeldmarschall von Hindenburg erklärte in der Folge, daß das
deutsche Heer im Felde unbesiegt sei, nur besiegt durch den Dolchstoß der Revolution.

Heute ist das Offizierskasino ein Deutsch Russisches Museum.
Zwieseler Str. 4, 10318 Berlin

 

Quellen: Wikipedia, Deutsch Russisches Museum Berlin Karlshorst.
Fotos © gemeinfrei  oder Fotalia 

Militärgebiet Forst Zinna , erst Wehrmacht dann Rote Armee

24 Nov
Militärlager bei Forst Zinna

Militärlager bei Forst Zinna

Deutschland 1934. Die NSDAP hatte die Reichstagswahlen ein Jahr zuvor  klar gewonnen und innerhalb des ersten Regierungsjahres wurde die Wiederaufrüstung des Deutschen Reiches beschlossen. Das ohnehin schon stark militärisch dominierte Gebiet um die Stadt Jüterbog herum wurde um ein weiteres Areal erweitert. Nach dem bereits bestehenden  „Alten Lager“, sowie dem „Neuen Lager“, wurde der neue Truppenübungsplatz zunächst „Lager III“ genannt.Nach Fertigstellung erhielt das Übungsgebiet den Namen „Adolf Hitler Lager“. Die Nutzung begann 1935 zunächst durch die Waffen SS. ( Zeitzeugen ), gefolgt von u.a. der Artillerieschule.

1937 kam ein Bahnhof hinzu.
Das großflächige Gebiet wird im Osten durch die Nuthe begrenzt, im Westen durch die Bahnlinie Berlin Leipzig Halle, auf der es 1988 zu einem der schwersten Zugunglücke der DDR kam, verursacht durch einen T72 Panzer der roten Armee.
Im Süden liegt die kleine Stadt Kloster Zinna etwa 4 Kilometer entfernt.

Nach dem 2. Weltkrieg zog die Rote Armee in die Anlage. Zunächst wurde hier eine Art Sammellager für Heimatlose eingerichtet. Versprengte Personen unterschiedlicher Nationen wurden hier konzentriert und später in Ihre Heimatländer zurückgesandt.

Ab 1947 beherbergte die Anlage wechselnde Organe der DDR, sowie der sowjetischen Besatzungsmacht bis 1970 das Baubataillon der roten Armee stationiert wurde.

Ehemaliges Militärareal Forst Zinna

Ehemaliges Militärareal Forst Zinna © Max-78

Nach der Deutsch-Deutschen Wiedervereinigung lag das Gelände zunächst brach. 2007 wurde der Abriss beschlossen, aber bislang nur bedingt durchgeführt. Seit 2015 ist das Gelände nicht mehr direkt erreichbar, da die neue Trasse der Bundesstrasse B101 die alten Zufahrtsstrassen abgeschnitten hat. (siehe Luftbild )

Freibad Militärlager Forst Zinna

Freibad Militärlager Forst Zinna © Max-78  Lizenz CC0 ( gemeinfrei )

Wandbild Militärlager Forst Zinna

Wandbild Militärlager Forst Zinna © Max-78 Lizenz CCo ( gemeinfrei )

Weitere Links :

Versuchsstelle Gottow
Treuenbrietzen
Flämingskate

Fotos : Eigene oder © genannt

Quellen: Eigene, Wikipedia, Zeitzeugen