Baustopp BER

21 Sep
BER Baustopp

BER Baustopp

Wie soeben gemeldet wurde hat die staatliche Baubehörde einen Baustopp über den neuen Flughafen in Berlin BER verhängt.

2012 sollen zu schwere Ventilatoren in der Decke der Abfertigungshallen verbaut worden sein. Jetzt ist zu klären, ob Einsturzgefahr besteht. Die statischen Berechnungen müssen jetzt Klarheit bringen. Solange wird die Fertigstellung gestoppt.

Da is nicht nur ein Wurm drin, dass muß eine ganze Familie sein.

Lenin – Auferstanden aus Brandenburger Sand

10 Sep
„Berlin, Tatra T6A2+T6A2+B6A2 (2)“ von Felix O - Leninplatz, Berlin with Tatra KT4D tram,. August 1990. Lizenziert unter CC BY-SA 2.0

Berlin, Tatra T6A2+T6A2+B6A2 (2)“ von Felix O – Leninplatz, Berlin with Tatra KT4D tram,. August 1990. Lizenziert unter CC BY-SA 2.0

 

Kurz vor seinem hundertsten Geburstag wurde sein Denkmal am 19. April 1970 feierlich auf den heutigen Platz der Vereinten Nationen  enthüllt.

Wladimir Iljitsch Lenin, geboren am 22.April 1870 in Uljanowsk und gestorben am 21.Januar 1924. Als Führungsperson der Revolution im damaligen Russland verehrt und natürlich auch in der DDR hoch geschätzt.

„Lenin“ von Unbekannt Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons

„Lenin“ von Unbekannt Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons

1968 fand die Grundsteinlegung zur Neugestaltung des Platzes statt, welcher dann mit der Enthüllung des Lenindenkmals zeitgleich als Leninplatz eingeweiht wurde. Er sollte ein Zeichen des überragenden Wohnungsbau in der DDR sein.

1991 wurde das Lenindenkmal von der Denkmalliste der DDR entfernt und auch vom Leninplatz, der kurz mal, auf den Schilder jedenfalls, Ritter Runkel Platz hieß. (Ritter Runkel ist eine Figur aus einem der wenigen DDR-Comics, „Mosaik“)

Das Denkmal wurde im Südosten Berlins vergraben und der Platz dafür geheimgehalten und dann vergessen worden. Heute wurde der Kopf wieder ausgegraben und abtransportiert. (Der rbb berichtete heute darüber). Der Sandsteinkopf wurde in die Berliner Zitadelle gebracht und soll ab 2016 – auf einem Sockel ruhend – Teil der Ausstellung „Enthüllt. Berlin und seine Denkmäler“ sein.

„Lenin-office-1918“ von Ocup, P.A.. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons -

„Lenin-office-1918“ von Ocup, P.A.. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia

Garnisonskirche Potsdam

24 Aug

Nach der Nicolaikirche und der Heiliggeistkirche in Potsdam, soll auch eine weitere Kirche in Potsdam erwähnt werden, die einmal auf der gedachten Linie zwischen den beiden Kirchen stand. Die heute nicht mehr existierende Garnisonskirche.

Garnisonkirche_in_Potsdam zeno.org - Contumax GmbH & Co. KG im Märkischen Museum Berlin

Garnisonkirche in Potsdam   Foto: zeno org – Contumax GmbH & Co.KG                          Original im Märkischen Museum Berlin

 

Sie wurde von Philipp Gerlach entworfen und von 1730 bis 1735 errichtet. Die dort vorher stehende Kirche musste abgerissen werden, weil sie im Untergrund teilweise absagte und mit Rissen einzustürzen drohte. Daher ließ König Friedrich Wilhelm I. für die Angehörigen seines Hofstates und der Garnison diese Kirche errichten. Der Turm hatte eine Höhe von über 88 Meter dessen obere Holzetage ziert an der Spitze eine Wetterfahne.

Potsdam_–_GK-Spitze Unbekannt Author wrote the Story but he used and didn't breate the fotos or pictures before

Potsdam Garnisonskirchenspitze            Unbekannter Author   wrote the Story but he used and didn’t breate the fotos or pictures before

 

In diesen Turm kam damals das, von Paul Meuer um fünf Bassglocken erweiterte, Glockenspiel der 1722 geweihten ersten Garnisonskirche.

Die neue Garnisonskirche dann wurde am 17.August 1732 geweiht und 1740 wurde die Gruft der Garnisonskirche zur letzten Ruhestätte Friedrich I. Auch sein Sohn Friedrich II. wurde in dieser Gruft beigesetzt, allerdings gegen seinen ausdrücklichen Willen. Während der Besatzung Potsdams durch Napoleon 1806 stellte dieser aus Respekt vor der Grabstätte Friedrichs des Großen, die Garnisonskirche unter seinen persönlichen Schutz und sie wurde nicht, wie die Heiliggeistkirche und die Französische Kirche, zweckentfremdet.

Nach den Befreiungskriegen gegen Frankreich, Österreich und Dänemark wurden eroberte Fahnen und Standarten in der Garnisonskirche ausgestellt. Diese verschwanden 1919 spurlos aus der Kirche, obwohl sie hätten gemäß Versailler Vertrags hätten zurückgegeben werden müssen.

Potsdam_Garnisonskirche_um_1900 Album von Potsdam und Umgegend. Globus Verlag Berlin, 1904 Urheber unbekannt

Potsdam Garnisonskirche um 1900     Album von Potsdam und Umgegend. Globus Verlag Berlin, 1904    Urheber unbekannt

 

Zwischen 1856 und 1918 fanden dann diverse Umbauarbeiten und Renovierungen im Inneren der Garnisonskirche statt. Der Architekt Friedrich Laske musste auch neuzeitliche Forderungen zur Beleuchtung, zur Heizung und zum Brandschutz in die optisch aufzuwertenden Umbauten mit einfließen lassen.

Karl Daubitz hatte dann von 1925 bis 1930 die Leitung der größeren äußeren Instandsetzungen.

Nach dem Reichstagsbrand 1933 fand die Eröffnungsfeier des Reichstages am 21. März 1933 in der Garnisonskirche statt, die eigentliche Eröffnungssitzung fand am gleichen Tag im Berliner Krolloper statt.

Während des Zweiten Weltkrieges 1943 wurden die Särge Friedrich I. und seines Sohnes Friedrich des Großen aus Angst vor Angriffen in einen bombensicheren Bunker evakuiert. Bei den Luftangriffen auf Potsdam am 14. und 15. April 1945 wurde die Garnisonkirche nicht getroffen, aber der lichterloh brennende benachbarten „Lange Stall“ löste auch Feuer in der Garnisonskirche aus. Sie brannte komplett aus und durch die enorme Hitze des Brandes explodierte dann auch noch ein im Kirchenschiff liegender Blindgänger. Es stand also nur noch der gemauerte Turm (ohne seine hölzerne Spitze Reste des Kirchenschiffs. Einige Gegenstände konnte noch während des Brandes vom Altar gerettet werden.

1949 wurde die Garnisonskirche zur Heilig-Kreuz-Kirche umbenannt und 1950 konnte eine im Turm eingerichtete Kapelle von der Gemeinde genutzt werden. 1967 besuchte Walter Ulbricht Potsdam und forderte die Beseitigung dieser preußischen Kriegsruine. Das geschah dann im April 1968 durch mehrere Sprengungen. 1971 wurde dann an dem Platz der Garnisonskirche das Datenverarbeitungszentrum Potsdam (DVZ) errichtet.

Garnisonkirche1966potsdam Foto Ulamm

Potsdam Garnisonkirche 1966 Foto Ulamm

 

Nach der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten gab es viel Hin und Her um einen eventuellen Wiederaufbau. Der Stiftung Garnisonskirche Potsdam hatte z.B. im Juli 2013 die Baugenehmigung für den Turm der Garnisonskirche am alten Platz. Im März 2014 startete dann ein Bürgerbegehren für ein „Potsdam ohne Garnisonskirche“ in dessen Folge die Stadtverordnetenversammlung beschloss, den Versuch zu unternehmen die „Stiftung Garnisonkirche Potsdam“ aufzulösen. Es entstand die bundesweite Initiative „Christen brauchen keine Garnisonkirche“. Es gibt also bis zum heutigen Tag keine neue Garnisonskirche in Potsdam.

Für konkretere Informationen empfehle ich Wikipedia Die Garnisonskirche (Potsdam)

Gemeinde Mühlenfließ

21 Aug

Es gibt Gemeinden, die nie erwähnt werden, aber doch erwähnenswert sind. So die 2002 neu gegründete Gemeinde Mühlenfließ. Sie besteht aus den Gemeinden Schlalach, Grabow, Haseloff, Nichel, Niederwerbig und Jeserig.

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Grabow Kirche mit Friedhof

 

Sie befindet sich südlich von Potsdam zwischen Niemegk und Brück. Bis an die A9 in Höhe der Raststätte Fläming Ost.

Tanneberg Haus Grabow 1938

Grabow 1938 Dorfteich und Haus Fa. Tanneberg an der Kirche

Was macht diese Gemeinde nun erwähnenswert?  In Schlalach gibt es ein Gräberfeld der Urgeschichte und Siedlungsreste der Bronzezeit und heute noch die Reste der Papiermühle. Grabow kann einen Mittelalterlichen Dorfkern und eine entsprechend alte Kirche vorzeigen. Haseloffs Dorfkirche stammt aus der ersten Hälfte des 13.Jahrhunderts und die Windmühlen sollen auch erwähnt werden. In Nichel wurde für, die im April 1945 auf ihrem Todesmarsch ermordeten italienischen Zwangsarbeitern, 1995 ein Gedenkstein errichtet und die 1868 von F.A.Stüler entworfene Kirche soll auch nicht unerwähnt bleiben. Auch die Dorfkirchen in Niederwerbig und Jeserig gehören zu den Baudenkmählern der Gemeinde.

Wer also mit Rad einen interessanten Ausflug in das Waldgebiet am Nordrand des Hohen Fläming, vielleicht von Osten kommen aus dem Naturpark Nuthe-Nieplitz, machen möchte, findet eine wundervolle Landschaft mit geschichtsträchtigen kleinen Ortschaften.

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Neue Orangerie – Orangerieschloß in Potsdam

20 Aug

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Orangerieschloß Potsdam

Am Nordrand des Parks Sanssouci, in der Nähe der Historischen Mühle steht ein oft von Potsdambesucher übersehenes kleines feines Schloß.

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Orangerie im Sommer 2014

Dieses Schloß, auch Neu Orangerie, wurde auf Geheiss von Friedrich Wilhelm IV von 1851 bis 1864 erbaut. Die italienische Stil der Renaissance wurde von den Architekten Friedrich August Stüler und Ludwig Ferdinand Hesse nach Friedrich Wilhelms Skizzen umgesetzt.

An den Mittelbau, mit Gemäldesaal, schließen sich rechts und links die Pflanzenhallen an. Im Winter werden dort die Pflanzen aus dem Park Sanccouci überwintert. Die Hallen haben eine Kanalheizung unter dem Ziegelsteinboden. Der Boden hatte und hat dadurch eine konstante Themperatur von 6°C bis 8°C. Somit stehen dann im Winter über 1000 Kübelpflanzen.

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Der Gemäldesaal wurde mit ca. 50 Kopien von Bildern des Malers Raffael ausgestattet. Weiterhin befanden sich im Mittelbau Gästeappartments, die gern von internationalen Adligen genutzt wurden.

Die Kämpfe um Potsdam im April 1945 schadeten der Orangerie zum Glück fast nicht. 1949 zog dann das Brandenburgische Landesarchiv bis 2010 teilweise in die Orangerie ein. Heute stehen wieder im Winter die Pflanzen in den Pflanzenhallen und im Mittelbau befinden sich Büroräume.

Der Säulenhof wird für Konzerte genutzt, wie bei den beliebten Potsdamer Musikfestspielen.

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Weitere sehr gute Infos findet man unter https://de.wikipedia.org/wiki/Orangerieschloss_%28Potsdam%29

Die Orangerie ist auf jeden Fall einen Besuch wert.

Paneuropäisches Picknick 1989

18 Aug
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Paneuropäisches_Picknick 1989 Foto:Wik1966total

Einen Tag vor dem ungarischen Nationalfeiertag am 20.August sollte an der Grenze zwischen Ungarn und Österreich das „25. Paneuropäisches Picknick“ stattfinden. Es sollte eine Friedensdemonstration und ein Zeichen für das zusammenwachsen Europas werden. Niemand ahnte am Morgen des 19.August 1989, wie bedeutend dies für das Zusammenwachsen von Europa werden sollte. Das Grenztor zwischen Sankt Margarethen in Österreich und Sopron in Ungarn wurde an diesem Tag für drei Stunden symbolisch geöffnet.

Von diesem geplantem Picknick erfuhren natürlich auch viele DDR-Bürger, die sich zu dieser Zeit in Ungarn aufhielten. Viele harrten in diesem Sommer in Ungarn aus und hofften auf eine Möglichkeit, über diese Grenze nach Österreich, diesen „Eisernen Vorhang“, der am 13.August 1961 mit dem Bau der Berliner Mauer, nur mit Gefahr für Leib und Leben bezwungen werden konnte, zu durchbrechen.

Mittags wurde von Mária Filep der Stachedraht symbolisch durchtrennt. Was niemand erwartete geschah um 12:05 Uhr. Ca.30 junge DDR-Bürger kamen am Tor an, rissen es auf und rannten auf die österreichische Seite der Grenze. Gegen 15:00 Uhr wurde das Tor erneut aufgedrückt und weitere DDR-Bürger rannten über die Grenze. Zum Glück für alle reagierten die ungarischen Grenzsoldaten sehr beherzt. Sie ließen die Flüchtenden einfach vorbei und verhinderten dadurch eine Eskalation der Situation.

Bei dieser kurze Öffnung am 19.08.1989 gelang ca.700, zumeist jungen DDR-Bürgern die Flucht in den „Westen“. Danach wurde die Bewachung wieder verstärkt und es gelang nur Wenigen die Flucht. Am 11.September 1989 öffnete Ungarn dann entgültig seine Grenzen für DDR-Bürger, die zu tausenden in Ungarn warteten oder nach Ungarn unterwegs waren.

Wir können uns alle an die Bilder im Sommer 1989 errinnern, an die „Belagerung“ der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Budapest, an die in Ungarn und vor der österreichischen Grenze abgestellten Trabbis und die vielen flüchtenden DDR-Bürger.

Für mich ist dieser 19.August 1989, der Tag, der den Untergang der DDR und die Wiedervereinigung Deutschland indirekt eingeleitet hat.

Danke, den Organisatoren des Paneuropäischen Picknicks und den Grenzsoldaten der damaligen Volksrepublik Ungarn.

IF

Foto: Cuchulainn

Gedenkstätte Paneuropäisches Picknick: Grenzübergang St.Margarethen (Bgld) / Sopronköhida – Blick nach Österreich 20 Jahre nach dem 25.Paneuropäischen Picknicks am 19.August 1989

 

 

 

 

Heiliggeistkirche Potsdam

10 Aug

 

Bundesarchiv, Bild 170-153 / Max Baur / CC-BY-SA [CC BY-SA 3.0 de (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons

Heiliggeistkirche in Potsdam  Foto:Bundesarchiv, Bild 170-153 / Max Baur / CC-BY-SA [CC BY-SA via Wikimedia Commons

Diese wundervolle Kirche findet der Besucher heute nicht mehr. Sie überlebte die Potsdamer Bombennacht 1945, fiel dann aber beim Einmarsch durch die Rote Armee in Potsdam, beim Kampf um Berlin, den Flammen zum Opfer.

Das, was diesen Brand überstand, lag bis 1960 als Ruine an der Havel. Es wurde der noch nicht zusammengefallene Rest des Kirchenschiffs abgerissen. Der noch verbliebene Turmstumpf wurde 1974 gesprengt und abtransportiert. Aus einem Teil der Mauersteine, wurden nach dem Reinigen vier Klassenräume an die zu erweiternde Schule in Wilhelmshorst errichtet.

Die Kirche wurde von 1726 bis 1728 auf Wunsch Königs Friedrich Wilhelm I. an den Platz der ehemaligen slawischen Burg „Poztupini“ erbaut. Zu diesem Zeitpunkt noch ohne Turm. Dieser Turm wurde 1734 errichtet. Er war 87m hoch und überragte somit die Nikolaikirche.  Der untere Teil war gemauert und der obere Teil war ein mit Kupfer beschlagenes Holzkonstukt. Das Kupfer wurde später von Soldaten teilweise gestohlen und wurde mit verzinktem Eisenblech ersetzt. Johann Sebastian Bach gab in der Heiliggeistkirche am 8.Mai 1747 ein beeindruckendes Orgelkonzert.

In der Besatzungszeit durch Napoleon I. wurde die Kirche dann als Pferdemagazin genutzt.

Heute steht an Stelle der Heiliggeistkirche die 1997 erbaute Seniorenresidenz „Heilig-Geist-Park“

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Heilig-Geist-Kirche_%28Potsdam%29

Nikolaikirche in Potsdam

6 Aug
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Nikolaikirche 2014 … Foto-M.Friedrich

Es gibt einen Platz in Potsdam, Am alten Markt, gleich neben dem Potsdamer Stadtschloß, an dem der Besucher vor einem imposanten Gebäude stehen bleibt. Karl Friedrich Schinkel erschuf die Pläne  von 1830 bis 1837 und von 1843 bis 1850 wurde danach die evangelische Kirche St.Nikolai erbaut. Dieses 77m hohe Gebäude ragte damals weit über die Dächer von Potsdam hinaus. Diese Kirche wurde auf bereits heiligem Boden errichtet. Bereits im 14.Jahrhundert stand auf dieser Stelle eine romanische katholische Basilika. 1539 wurde dann in der Mark Brandenburg die Reformation durchgesetzt. Nun evangelisch, bekam die damalige Kirche eine Kanzel. 1563 erhielt der romanische Turm eine neue Haube.

Bis 1721 wurde die Kirche betrieben, wurde aber zu klein, für das immer weiter wachsende Potsdam. Sie wurde abgerissen und es wurde, auf Wunsch Friedrich Wilhelm I., eine barocke Kirche erbaut. Diese wurde dem Heiligen Nikolaus geweiht und hatte einen imposanten 85m hohen Glockenturm.  Zwei weitere Kirchen wurden noch in der Umgebung errichtet. (Garnisonskirche und Heiligengeistkirche)

Am 3. September 1795 viel diese Kirche dann einem Brand zum Opfer. Die Reste, bis auf die Fassade wurden abgetragen. 1811 wurden dann die letzte Reste dieser Fassadenruine abgetragen und eine Grünfläche angelegt.

Friedrich Wilhelm III. beauftragte dann 1826 Karl Friedrich Schinkel eine neue Kirche zu planen. Am 17.September 1837 wurde die Kirche dann feierlich eingeweiht. Bereits 1843 wurde dann mit einem weiteren Umbau begonnen. Es wurde das Dach abgetragen und das Kuppelgewölbe erbaut.

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Nikolaikirche, Filmmuseum, Stadtschloß 2014 … Foto-M.Friedrich

Beim Luftangriff am 14.April 1945 und der Schlacht um Berlin wurde die Nikolaikirche sehr stark beschädigt. Nach dem Krieg und wärend der DDR wurde die Kirche in einzelnen Schritten wieder aufgebaut. Im März 2010 erhielt sie auch noch 4 neue Glocken.

Das wunderschöne Gebäude fügt sich hervorragend ins Potsdamer Stadtbild ein. Selbst vom Kaiser-Wilhelm-Blick auf dem Brauhausberg ist sie noch gut zu bewundern.

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Kaiser-Wilhelm-Blick in Potsdam

4 Aug
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Kaiser-Wilhelm-Blick … Foto-M.Friedrich 2014

Eine Aussichtplattform auf dem Brauhausberg, errichtet um 1900, trägt den Namen Kaiser-Wilhelm-Blick. Ob er dort je stand und sein Potsdam bewunderte, ist nicht überliefert. Die Aussicht ist trotzdem kaiserlich. Der Blick reichte von der Heilig-Geist-Residenz über den Alten Markt  bis zum Monopteros der Stiftung Großes Waisenhaus. Sehr markant auf diesem Rundblick das Potsdamer Stadtschloß, welches in der Bombennacht im April 1945 so stark beschädigt wurde, dass es später komplett abgerissen wurde und nach der Wiedervereinigung wieder aufgebaut wurde.

Und natürlich, noch markanter, die von Karl Friedrich Schinkel entworfene und 1837 eröffnete Nikolaikirche. Diese wurde in der Bombennacht im April 1945, erstaunlicher Weise, nur leicht beschädigt. Bei den Kämpfen Ende April 1945, unter starkem Artelleriebeschuß durch die Rote Armee, stürzte dann die Kuppel ein. Brand und Einsturz hinterließen starke Schäden, ausser an Kanzel und Altar. Die Nikolaikirche wurde nach dem Krieg langwierig wieder aufgebaut und 2010 dann endlich fertiggestellt.

Dieser schöne Anblick blieb den Besuchern der Aussichtsplattform aber lange verborgen. Sie wucherte zu DDR-Zeiten immer mehr zu, dass gerade einmal noch ein paar Findlinge zu sehen waren. Es bestand von Seiten der SED auch kein Interesse, am Fuße ihrer Bezirksleitung auf dem Brauhausberg und oberhalb des Schwimmbades, Wanderer anzulocken.

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Namenstafel … Foto-M.Friedrich 2014

2008 wurden dann von den Stadtwerken Potsdam Mittel bereitgestellt, diesen Platz wieder zugänglich und nutzbar zu machen. Die Plattform wird durch eine Natursteinmauer begrenzt und  auch der Bodenbelag wird mit Natursteinen geplant. Das Freischneiden der Aussicht übernimmt das städtische Grünflächenamt.

Heute ist der Kaiser-Wilhelm-Blick mit Gedenkstein und Tafel ein zu empfehlendes Ziel für Wanderer.

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Plattform Kaiser-Wilhelm-Blick … Foto-M.Friedrich 2014

 

 Listing: http://opencaching.de/OC123F3

 

 

 

Brandenburger Tor Potsdam

3 Aug

Das bekannteste Brandenburger Tor steht in Berlin. Dieses wird oft erwähnt, fotografiert und beschrieben. Nur einige Kilometer südlich, in Potsdam am Luisenplatz steht auch ein Brandenburger Tor. Nicht so groß und markant, aber auch sehenswert.

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Brandenburger Tor mit Luisenplatz … Foto M.Friedrich

1770/1771 wurde von Carl von Gontard und Georg Christian Unger an die Stelle eines ehemaligen Potsdamer Stadttores im Auftrag Friedrich II. ein Zeichen des Sieges des Siebenjährigen Krieges erbaut. Der Konstantinbogen in Rom stand wohl etwas Pate. Der romische Stil fällt dem architektonisch geschultem Auge sofort auf. Friedrich II. sah dieses Tor als Triumpfbogen. Die Arbeit zweier Architekten erkennt man auch an den unterschiedlich gestalteten Seiten. Die Stadtseite entwarf Carl von Gontard und die Landseite Georg Christian Unger. Diese verschiedenen Seiten, machen einen Besuch noch interressanter.

Um 1900 wurde die Stadtmauer abgerissen und das Tor stand nur noch alleine da. Es begrenzte die Brandenburger Strasse in Richtung Brandenburg. Daher der Name. Der Reisende aus der Stadt Potsdam mußte durch dieses Tor um nach Brandenburg zu reisen. Die Brandenburger Strasse ist heute eine beliebte Flaniermeile der Potsdamer und seiner Gäste. Der Besucher findet dort viele kleinere Geschäfte, das nach 1990 rekonstruierten Wertheimer Kaufhaus und viele Kaffee´s und Gaststätten, die den Besucher zum verweilen einladen.

Die andere Seite der Brandenburger Strasse wird durch die Peter-und-Paul-Kirche begrenzt. Das Brandenburger Tor wurde in der Bombennacht im April 1945 und den Kämpfen um Berlin und Potsdam auch beschädigt, nach dem Krieg wieder instandgesetzt, seinen alten Glanz erhielt es aber erst nach dem Ende der DDR wieder.

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20140814_184739 Brandenburger Tor und Peter-und-Paul-Kirche … Foto-M.Friedrich