Bahnkatastrophe In Forst Zinna 1988 mit T72 Panzer

18 Mai

Im Januar 1988 ereignete sich das schwerste Reichsbahnunglück der DDR bei dem sechs Menschen starben und 33 Menschen zum Teil schwer verletzt wurden.

Am 19. Januar 1988 fährt  D716 von Leipzig Hbf über Berlin nach Stralsund. Bald wird es schon dunkel im winterlichen Deutschland. Während der Zug seine Reise antritt werden in Forst Zinna einige russische Besatzungssoldaten zu einer Panzerfahrstunde auf dem Panzer vom Typ T-72 eingeteilt. Es geht darum Nachts zu fahren.

Unser Bild zeigt ein Nachfolgemodell : PT 76 Gewicht 40 Tonnen

ich/pixelio.de

 

Die Strecke Leipzig-Berlin nennen die Lokführer auch die Kanonenbahn. Warum? Sie führt an Jüterbog vorbei wo 40.000 Sovietsoldaten mit schwerem Gerät stationiert sind. Fahrschüler Ochapow fährt in der Nähe der Bahnstrecke von D716 den T-72. Plötzlich verlässt der Panzer die geplante Route und steuert auf die Bahnstrecke Bahnstrecke Leipzig-Berlin zu. Trotzdem der Fahrlehrer versucht einzugreifen reagiert der Schüler nicht. Später werden Sprachprobleme vermutet, die durch die unterschiedliche Herkunft innerhalb der UdSSR verursacht worden sein könnten.

Der Panzer fährt den Bahndamm hinauf und offenbar in Panik würgt der Fahrschüler der roten Armee den Motor des 40 Tonnen Ungetüms ab. Fahrlehrer und Schüler retten sich als sie D716 auf sich zuraten sehen, jedoch hat D716 keinerlei Chance.
Mit 120km/h fahr der Zug frontal in den stehenden, dunklen Panzer.
Auch die deutsche Kripo schaltet sich schnell ein und nimmt die beiden Panzerfahrer mit nach Jüterbog.
Schnell fallen den deutschen Beamten die Sprachproblem der beiden auf.
Nach 10 Stunden kann der eigentlich geheime Panzer von der NVA abtransportiert werden. Er wurde eingehend untersucht und man stellte einige Defekte fest, wie u.a. die Notbremseinrichtung für den Lehrer.

Die Panzerbesatzung wird vor ein sowjetisches Militärgericht gestellt.

Siehe auch: Jüterbog, Schlacht um Berlin, Treuenbrietzen

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