Internationale grüne Woche in Berlin

20 Jan
Grüne_Woche Berlin

Grüne_Woche Berlin © gemeinfrei

 

Vom 19. bis 28. Januar findet die diesjährige Grüne Woche in Berlin statt, eine Nahrungs- und Genussmittel Messe mit Tradition. Bereits seit 1926 treffen sich Aussteller aus der ganzen Welt in Berlin und ihre Erzeugnisse und Produktionserrungenschaften zu präsentieren.
Messebesucher sollten verehrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen, denn Parkplätze sind rar.

 

Weiße Weihnachten an der weißen Elster

26 Dez

Zu Weihnachten wird es windig in Deutschland, starke Böen sind angesagt. Dazu gibt es eine Orkanwarnung für die Gebirge und Mittelgebirge. Weiter bleibt es oft sonnig und erst auf der Rückseite kann es in den Gipfellagen der Mittelgebirge zu etwas Schneefall kommen. Temperaturen um die 5°Celsius. Lediglich an der weißen Elster, wenige hundert Meter östlich der deutsch-tschechischen Grenze, soll es weiße Weihnachten geben.
*** Frohe Weihnachten 2017 ***

Weiterführende Links :
Schneekatastrophe 1978
Weihnachten
Brocken

Weiße Elster

Weiße Elster © gemeinfrei

 

Flugplatz Saarmund, Brandenburg Flucht 1979

22 Dez
Flugplatz Saarmund, Brandenburg

Flugplatz Saarmund, Brandenburg

Nahe vor den Toren Berlins liegt der Feldflugplatz Saarmund. Die leicht unebene Landebahn für Kleinflugzeuge bis 2 Tonnen liegt direkt an der Saarmunder Düne, nördlich der A10 Südlicher Berliner Ring. Die Saarmunder Düne gehört zum Saarmunder Endmoränenbogen. )
Er besitzt die Zulassung als Sonderlandeplatz und verfügt über 1000m Start / Langstrecke. Weiter ist Drachenfliegen erlaubt, sowie ein Modellflugplatz vor Ort.
Bereits in de 1920 ziger Jahren beginnt hier der Flugbetrieb. Zunächst sind es einfache Gleitflüge von der Düne, jedoch findet ab 1933 eine systematische Flugausbildung der Hitler Jugend statt.
Nach Ende des zweiten Weltkriegs und der Kapitulation Deutschlands wird der Flugbetrieb noch bis ins Jahr 1979 weitergeführt. Dann ist Schluß.
Ein Segelflugzeug aus Saarmund nutzt die Gelegenheit und fliegt über die Deutsch-Deutsche Grenze nach West Berlin. Republikflucht.
Für die 20km Strecke bis zur Stadtgrenze war bei einer mittleren Gleitzahl von 25 immerhin noch eine Anfangshöhe von realistisch 2 Kilometern nötig. Aus dem Windenschlepp kommt ein Segelflugzeug zumeist mit etwa 300m Startüberhöhung in den Gleitflug.
Das wäre dem ehemalige NVA-Offiziersanwärter Wolfgang Seiler zum Verhängnis geworden, denn die Überwachungsfunktionen des sowjetischen Radars hätte die Kursänderung sofort angezeigt.
Nach Seilers Ausführungen nutzt er zunächst die Aufwinde der warmen Düne um auf 800m zu steigen. 600m waren offiziell erlaubt, die Anflugroute zur, nach Osten geneigten Landebahn 07L in Schönefeld (SXF) überquert Saarmund in 900m.
Die Orientierung konnte einfacher nicht sein. Seiler nimmt Kurs auf den Fernsehturm auf dem Schäferberg, nördlich von Potsdam. Da hinter liegt der britische Militär Flugplatz Gatow.

Flugdaten : 24.06.1979 SZD-30A Pirat, DM-1801 der GST
Gelandet in Berlin-Gatow gegen 15:00 Uhr

Erst nach 1990  bekommen zwei Luftsportvereine die Genehmigung den Flugbetrieb wieder aufzunehmen.

Flugplatz Saarmund, Brandenburg

Flugplatz Saarmund, Brandenburg

Saarmunder_Berg_2013

Saarmunder_Berg_2013 © Lutki CC BY-SA 3.0

Quellen : Wikipedia, Einheimische

Ludwigsfelde Struveshof, frühere Erziehungsanstalten für Waisen und vernachlässigte Kinder

13 Dez
Ludwigsfelde Struveshof

Ludwigsfelde Struveshof

Ludwigsfelde um 1890. Die Stadt Berlin bricht aus allen Nähten und braucht dringend Platz für die Abwässer der Kanalisation. Nördlich von Ludwigsfelde entstehen Rieselfelder in großer Ausdehnung. Im Vorwerk ( anderes Wort für Gutshof ) „Struveshof“ entsteht zunächst eine Schule mit einer Klasse für alle Stufen.

Auch Berlin braucht vermehrt Erziehungsanstalten für Waisen und Kinder die durch ihre Eltern stark vernachlässigt werden. In Ludwigsfelde „Struveshof“ scheint ein geeigneter Platz für den Bau des „Landerziehungsheims der Stadt Berlin“ gefunden.  Ziel ist es Jungen zwischen 12 und 18 Jahren hier unterzubringen, auszubilden und zu erziehen. Der landwirtschaftliche Betrieb der Anlage ist einige Jahre später in der Lage sich wirtschaftlich selbst zu tragen.

1943, am Ende des 2. Weltkrieges, bombardieren Alliierte Bomber die Flugzeugmotorenwerke Genshagen, nahe Ludwigsfelde und treffen das Wohnheim. Die Anlage selbst bleibt einigermaßen unbeschadet und diente den sowjetischen Besatzern ab 1945 als Lazarett und Kommandantur. Später wird ein „Jugendwerkhof“ durch die regierende SED eingerichtet, der bis 1960 besteht.
Ab 1962 wird das Werk sitz des „Zentralinstitut für Weiterbildung der Lehrer, Erzieher und Schulfunktionäre“, Schirmherrin ist Margot Honnecker.

Nach 1990 und dem Zusammenbruch der DDR wird die Einrichtung zunächst geschlossen und ist heute, frisch renoviert, das „Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg“.

Struveshof

Struveshof

Quellen: eigene, LISUM,Wikipedia
Foto:eigene

 

SG 38 Schulgleiter

3 Dez
SG 38 Schulgleiter

SG 38 Schulgleiter ( © CC BY-SA 2.0 )

Deutschland 1938. Nach dem verlorenen 1. Weltkrieg und der Demilitarisierung durch die Siegermächte, der Weltwirtschaftskrise 1929, mit resultierender innenpolitischer Zerstrittenheit, Elend und Arbeitslosigkeit, kommt es nach den Reichstagswahlen 1933 zum Umbau der Republik in einen Führerstaat durch den Reichskanzler Hitler.

Durch die Belebung der Rüstungsindustrie und Vergrößerung der „Reichswehr“, die fortan „Wehrmacht“ heißt, expandiert auch die Luftwaffe stark. Der Bedarf an Nachwuchsflugzeugführern für den zivilen und militärischen Bedarf zieht enorm an.

Eines der neuen Schulflugzeuge ist der Schulgleiter SG 38 .
Er wird das meist gebaute Trainingsgerät der Luftwaffe, das bereits ab 1936 entwickelt wurde. Der SG 38 ist ideal für die Anfängerschulung. Das Gleitflugzeug zeichnet sich durch enorme Gutmütigkeit aus, Fehler verzeihend und robust. Hersteller ist die Firma „Schneider“ in Grunau.  Tausende von Piloten machen ihre ersten Hopser auf einem SG 38.

Idealerweise wird das Flugzeug an einem Hang per Gummistartseil gestartet. Dabei erreicht es etwa 50 – 60 km/h und eine Höhe von wenigen Metern. Je nach Länge und Abfall der Anhöhe kann der Schulgleiter nun einige hundert Meter gleiten.
( Gleitzahl von 8,3. Das bedeutet von einem 100m hohen Hügel bis zu 800m im Idealfall. )

Startposition SG38 Flugplatz Saarmund

Startposition SG38 Flugplatz Saarmund

Gelandet wird der Schulgleiter SG 38 auf seiner Kufe. Die meisten Flugschüler kommen aus der militärisch aufgebauten Hitlerjugend. Dementsprechend gedrillt wird der Start immer und immer wieder geübt, :

Fertig zum Start passiert folgendes:
„Ausziehen“  –  Die Startmannschaft zieht das Gummiseil V förmig vor dem Flugzeug aus.
„Laufen“  –  Die Seilmannschaft rennt den Berg hinunter und spannt das Seil stärker und stärker, während die Haltemannschaft das Flugzeug an einem Seil hinter dem Schulgleiter hält.
„Los“  –  Die Haltemannschaft läßt das Seil los und das Flugzeug wird auf Startgeschwindigkeit beschleunigt. der SG 38 Schulgleiter hebt ab, überfliegt die so genannten „Gummihunde“ und klingt das Gummiseil aus.

HJ, Reichssegelschule

HJ, Reichssegelschule CC BY-SA 3.0 de

Hitlerjugend, Segelfliegen

Hitlerjugend, Segelfliegen Grunau Baby CC BY-SA 3.0 de

© Fotos Bundesarchiv gemeinfrei / eigene

 

Herbst trotz Wärme

17 Okt

Ein Tag wie heute, sollte uns nicht vergessen lassen: Mitte Oktober ist Herbst.

Dieses Wetter lässt uns die Natur im Herbst besonders genießen. 

 Schöne Färbungen der Blätter, Pilze in Unmengen. Wer sonst nur Pilze suchen war ist in diesen Tagen beim Pilze sammeln. 

Bitte aber nur Pilze, die man genau kennt. Wer sich unsicher ist, sollte nur das farbige Laub in den Wäldern genießen.

Auch geocaching wäre bei diesem Wetter ein idealer Zeitvertreib.

Sturmtief „Xavier“ Ausnahmezustand in Berlin Züge stehen Flughäfen zu

5 Okt

Seit 16:00 fegt „Xavier“ über Berlin und legt den Verkehr lahm. Flugplätze geschlossen, die Züge stehen. Auf der A100 kippt ein LKW um. Ab 18:30 könnte es ruhiger werden, wenn der Kaltfrontdurchgang Berlin erreicht hat.

Xavier wütet in Berlin

Xavier wütet in Berlin

 

Teltow, Windhose

Teltow, Windhose © in Kürze …mit freundlicher Genehmigung

update:
Um 18:21 Uhr lichtet sich in der Gegend um Potsdam der Himmel und die Temperatur sinkt um 5°C. ( Kaltfrontdurchgang )
Die Nachrichtensender melden den vierten Sturmtoten.
Der Kudamm ist ab Joachimsthaler Straße in Fahrtrichtung Breitscheidplatz vollgesperrt.

Kaltfrontdurchzug Xavier

Kaltfrontdurchzug Xavier

Hans Joachim Oskar Fichtner, Raketeningenieur V2 und NASA

8 Sep
Hans Fichtner

Hans Fichtner im Team Wernher von Brauns / NASA © gemeinfrei ( Mitte zweite Reihe, schaut nach links vom Betrachter aus gesehen )

Vor genau 100 Jahren wurde er in Leipzig geboren.
Hans Joachim Oskar Fichtner. * 8. September 1917; † 21. Oktober 2012 in Huntsville, Alabama,USA )
Im Jahr 1939 begann in Peenemünde unter der Leitung von Wernher von Braun das weltweit erste Raketenprogram. Mit dem Aggregat 4 (A4) konstruierte man hier die erste ballistische Boden-Boden Rakete der Welt.
In dem, auf der Insel Usedom gelegenem Sperrgebiet, erfolgte die Erprobung, die Entwicklung und die strategische Ausrichtung der neuen „Wunderwaffe“.

V2 beim Start

V2 Rakete beim Start © gemeinfrei

Hans Fichtner war an der Entwicklung des Kontrollsystems für die Steuerung massgeblich beteiligt und baute bei dem Nachfolger V2 die elektrischen  Bordsysteme zur Kontrolle der Rakete mit. Durch den Einsatz von Zwangsarbeitern konnte eine enorme Produktion erreicht werden. Peenemünde verfügte über eine eigene KZ Außenstelle in Karlshagen.
( Station 5 )

Nach dem 2. Weltkrieg, im November 1945, gelangte Fichtner im Team um Wernher von Braun in die USA und baute fortan weiterhin an der Elektronik der Raketen „Redstone“, „Mercury“, „Jupiter“ und der Mondrakete „Saturn-V“.
Auch seine Arbeit führte im Wettlauf zwischen den USA und der Sowjetunion dazu, dass die USA den ersten Astronauten auf den Mond fliegen konnte.

Mondlandung 1969

Mondlandung 1969 © gemeinfrei

Ein kurzer Deutschlandfunk Hörbericht ist hier anzuhören

Quellen : Deutschlandfunk, Wikipedia

 

Treuenbrietzen, Sebaldushof, Gefangenenlager Nichel 1943 1945

7 Sep

Wegweiser im Lagergebiet, Nichel

Während der Zeit des 3. Reiches entstanden im märkischen Sand um Treuenbrietzen, wie auch im ganzen Land eine hohe Anzahl von Rüstungsfabriken, in denen Häftlinge unterschiedlichster Herkunft zwangsweise in der Produktion eingesetzt wurden. Darunter waren das Werk Dr. Kroeber & Sohn , heute Gerätewerk Leipziger Straße, das Werk Sebaldushof (das sogenannte „Werk A“) und die Munitionsfabrik Werk Selterhof („Werk S“)
Am 21. April 1945 gelang es einem Stosstrupp der Roten Armee das an der Reichsstraße 2 ( heute Bundesstrasse 2 ) gelegene Lager zu erreichen und neben anderen Nationen und Gruppen, eigene Landsleute zu befreien. Ziel des Stosstrupps waren die Munitionsfabriken und die Bahnlinie Treuenbrietzen Beelitz.
Etwa 3000 Menschen waren im den Baracken im Wald nahe der Produktionsstätte Sebaldushof interniert, darunter 150 italienische Gefangene. Am 9. September 1943 landeten westalliierte Truppen bei Salerno.

Nach dem Zusammenbruch Italiens, hatte der einstige Verbündete Deutschland den Krieg erklärt. Daraufhin wurden auch italienische Soldaten in Deutschland zu Kriegsgefangenen.
Zwei Tage nach dem Vorstoß der sowjetischen Soldaten verschob sich durch den Angriff der Wehrmacht die Frontlinie ruckartig in Richtung Osten.
Sebaldushof und das dazugehörige Lager waren erneut in deutscher Hand.

Weiterführend:
Erschießung italienischer Kriegsgefangener in Nickel, Treuenbrietzen.
Schlacht um Berlin.

Kellergewölbe der Fabrik „WerkA“ Sebaldushof

Gedenkstein im Lagergebiet


© Fotos eigene / Quellen: Wikipedia und eigene