Weihnachtsmarkt an der Fähre Caputh

4 Dez
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Weihnachtsmarkt-an-der-seilfaehre-caputh © postconnections.com

 

Schön, daß es in diesem Jahr wieder mal den ganz besonderen Weihnachtsmarkt in Caputh, Brandenburg gibt. Die Hauptrolle spielt hierbei die Fähre über das Caputher Gemünde.
Einheimische, Nachbarn und übersetzende Fahrgäste feierten dieses Jahr am 3. und 4. Dezember wieder mal an der Fähre.
Auch die freiwillige Feuerwehr des Ortes war dabei.

Während die Abenddämmerung gegen 16:00 einsetzte kamen auch die letzten Boote vom Schwielowsee durch den einsetzenden Nebel zurück in den schützenden Hafen.
Auch die winterlichen -5° heute Nacht passen gut zur Vorweihnachtszeit.

Weihnachten Caputh

Weihnachten Caputh © postconnections.com

Kammerode bei Ferch, Brandenburg

19 Nov
Der idyllische Ort Ferch

Der idyllische Ort Ferch/Kammerode

Erstmals wurde der Frecher Ortsteil Kammerode 1267 erwähnt. Wie auch der Ort Ferch selbst wurde Kammerode 1452 vom Kloster Lehnin als lehnspflichtig erworben. Die durch die Eiszeit geprägte, hügelige Waldlandschaft am Südende des Schwielowsee zeichnet sich durch dünenartige, bewaldete Hügel aus, die um 1540 als Weidefläche für Schafe genutzt wurde, die so genannte Cammerodische Heide.

Erst gut hundertfünfzig Jahre später begann die zögerliche Besiedlung.

Kamerode Brandenburg

Bauernhaus bei Kammerode © gemeinfrei

Später wurde ein Teil dieses Gebietes als „Kemnitzer Heide“ vom Gut Kemnitz in der Nähe von Werder übernommen und um 1750 zur Forstfläche entwickelte.
Im 20. Jahrhundert, als Ferch an das Straßennetz angeschlossen wurde, sowie der Bahnhof Lienewitz den Betrieb aufnahm, kamen die ersten Touristen und Wochenendausflügler aus Berlin und Potsdam. Kammerode selbst blieb fast ausschließlich von Forstarbeitern und Bauern bewohnt.

Am 10. April 1945 wurde die 12. deutsche Armee unter Oberbefehlshaber Walther Wenck bei Beelitz neu formiert, mit Angriffsziel Berlin. Kriegsschauplatz sind die Wälder von Beelitz bis Ferch und südlich von Beelitz, die Bahnlinie bei Elsholz.

Siehe zuvor : Schlachtfeld bei Ferch im 2. Weltkrieges.

Nach der Evakuierung der 9. Armee aus dem Kessel von Halbe war die Uferstrasse in diesem Gebiet Hauptrückzugstrasse in Richtung Tangermünde.

Siehe zuvor :  Evakuierung der 9. Armee aus Halbe

Etwas östlich der Ortschaft wurden Stellungen ausgebaut um den Rückzug vor den nachdrückenden sowjetischen Truppen zu sicher. Am heutigen Radwanderweg R1, von Calais in Südfrankreich bis nach  St. Petersburg verlaufend, sind heute noch die Gräben und Verschanzungen der Infanterie zu erkennen.

Stellungen Kamerode 1945

Stellungen Kammerode 1945

Im Westen der kleinen Ortschaft erstrecken sich idyllische Obstplantagen, die Vorboten der riesigen Anbaugebiete um Werder. In wenigen Minuten ist der Schwielowsee erreicht und die Anleger von Ferch und dem „Haus am See“, wo sich einst der Berliner Flugzeugingenieur Alfred Mehlhemmer, ein Widerstandskämpfer im 3.Reich, eingemietet hatte. In einem spektakulären Mordfall wurde selbiger später in Petzow ermordet.

Siehe : Der Fall Mehlhammer

Auch japanisches gibt es in der Umgebung. Der Bonsai Garten von Ferch liegt nur wenige Autominuten vom Kammerode:  Bonsai Haus Ferch

Der Hafen Ferch bietet kleine Motorboote zu günstigen Preisen sowie einen praktischen Imbiss. Haltestelle „Ferch, Strandbad“

Auch Geocacher kommen hier auf ihre Kosten, beginnen doch in der Umgebung gleich zwei schwierige „trails“.

Beide Ortsteile sind mit dem BUS 607 aus Werder und Potsdam gut zu erreichen.

Ferch in Brandenburg

Ferch in Brandenburg © gemeinfrei

Quelle : Eigene / Bürger

R1 Radwanderweg bei Beelitz

21 Aug
R1 Radwanderweg bei Beelitz

R1 Radwanderweg bei Beelitz

Der Radwanderweg R1, von Calais in Südfrankreich bis nach  St. Petersburg verlaufend, führt auch ein großes Stück durch Brandenburg. Er folgt dem Elbtal Richtung Belzig, Beelitz, Potsdam, Berlin bis zur Märkischen Schweiz und durch den Oderbruch weiter nach Polen.

Die Strecke Beelitz – Kammerode  ist leicht hügelig aber durchaus gut zu fahren.  Vorbei an Heidelandschaften und abwechslungsreichen Wäldern führt die Trasse in die Nähe des Schwielowsee und quert geschichtsträchtige Schlachtfelder des 2. Weltkrieges.

Die Gegend ist nur dünn besiedelt und recht verkehrsarm.

Tipp 1 : Bootstouren auf dem Schwielowsee ab Hafen Ferch.
Tipp 2 : Beelitz Heilstätten
Tipp 3 : Auf Geocacher wartet am Hafen Ferch ein T5 trail per Boot.

Strecke : 16 KM
Schwierigkeit ( 1-10 )  :  2
Verkehr : nein, reine Fahrradstrasse

Quelle und Foto : ©eigene

Teltow Knesebeckbrücke 1945, Schifffahrtskontrollstellen der DDR

6 Jun

Knesebeckbrücke
Die Knesebeckbrücke, die den Teltower Damm mit Zehlendorf-Schönow verbindet und so den Verkehr aus Teltow über den Teltowkanal führt, wurde 1906 als Fachwerkbrücke errichtet.
( Namensgebung:  Knesebeck, Zu Ehren der Familie wurde 2007 eine Bronzetafel an der Brücke montiert. )

Beim Anmarsch der Roten Armee 1945 wurde die Brücke von der Wehrmacht gesprengt.

24. April 1945: Die 3.Gardepanzerarmee der 1.Ukrainischen Front stürmt auf den Teltowkanal. ( siehe auch: Armee Wenck )
Dazu nehmen sie die Engstellen östlich des Machnower Sees ins Visier um an Engstellen überzusetzen. Es bieten sich hier die Badewitzbrücke und die Rammrathbrücke sowie die  Knesebeckbrücke etwas östlicher an.
An der Harkeburg lag ein deutsches Sturmgeschütz, an den Brücken lagen Verbände der Wehrmacht und des Volkssturms eingegraben in der UferbefestigungLaut Zeitzeugen: Deutsche Schützenlöcher an der Brücke

Zeitzeugen: Deutsche Schützenlöcher an der Brücke

Durch die enorme  Übermacht der Sowjets gelang es Brückenköpfe auf der Nordseite zu bilden und sich Richtung Stadtzentrum vorzukämpfen. Am Morgen des 24. April 1945 liegt die Front an den Kiebitzbergen und der Rammrathbrücke, wo man deutsche Stellungen erkannt hatte, später am Bahnhof Düppel.

Verluste :
etwa 570 Soldaten der Roten Armee, etwa 200 Deutsche Soldaten.
( Schätzung nach Anzahl der Gräber auf den Friedhöfen Kleinmachnow, Stahnsdorf und Teltow. )

Nach dem Ende des Krieges lag die fast zerstörte Brücke brach. Der Kanal, der eigentlich zu Berlin West und damit zum amerikanischen Sektor gehörte, bleibt gesperrt.

Im Jahr 1978 verhandeln die deutschen Unterhändler Günter Gaus (Westdeutschland) und Kurt Nier (DDR) über die für Westberlin wichtige Wasserstraße. Im November 1981 ist es schließlich soweit. Nach über 30 Jahren Sperrung wird der Kanal wieder für die Schifffahrt geöffnet.

Auch in der Nähe der Knesebeckbrücke entsteht eine der Schifffahrtskontrollstellen der DDR. Frachtschiffe, die den Teltowkanal benutzten, wurden hier kontrolliert und in ca. 5 km Entfernung, bei Dreilinden (heute Campingplatz), noch einmal.
Unter der Wasseroberfläche konnten Gitter abgesenkt werden, die ein unkontrolliertes Durchdringen der Anlage verhinderten. ( Siehe auch: Bertini Enge Potsdam ) Zu beiden Seiten standen Wachtürme um die Überwachung zu gewährleisten.

GÜST Teltowkanal

Blick vom Überwachungsturm Foto:© Zeisig, Teltow

Nach dem Fall der Mauer entsteht eine Brücke für den Kontrollweg der GÜST, den Radfahrer und Passanten zunächst als Überweg über den Kanal nutzen konnten. Diese Brücke befand sich in etwa dort, wo heute ein Rohr den Teltowkanal überquert.

1990 wird die heutige  Knesebeckbrücke errichtet. Der Teltowkanal bildet hier die Grenze zwischen Berlin und Brandenburg.

In der Nähe:
BadewitzbrückeSchleuse Kleinmachnow , Teltow Werft

Quellen :
Zeitzeugen,
Zeisig, Teltow.

Kurhaus Ferch, FDGB Heim und Lazarett 1945

10 Mrz
FDGB Heim Ferch

Kurhaus /FDGB Heim Ferch ©Verlag Karl Scheffel, Caputh a.H gelaufen 1915

Ferch
Das kleine Dorf Ferch, am malerischen Südufer des Schwielowsee und Teil der Gemeinde Schwielowsee, wird 1317 erstmals erwähnt. Die ganze Gegend gehörte damals dem Kloster Lehnin und wurde 1375 an die Adelsfamilie von Rochow verkauftDie  Einwohner des Ferchs waren bis in das 19. Jahrhundert lehnpflichtig.
Im 20. Jahrhundert, nach Anschluss an das Straßennetz, sowie dem Bahnnetz, am Bahnhof Lienewitz, wurde das expandierende Dorf schnell zu einem beliebten Ziel für Touristen und Wochenendausflügler aus Berlin und Potsdam.
Bereits im 17.Jahrhundert existierte an der südlichsten Ausdehnung des Schwielowsee eine Art Kneipenbetrieb für Reisende und Besucher, dem Dorfkrug.
Nach deutlicher Expansion wechselte der Name in „Gasthof zur Erholung“ und in seiner Glanzzeit im 19.Jahrhundert in „Kurhaus“.
1936 richtete Berlin die 10.Olympischen Spiele neuer Zeitrechnung aus und die japanische Delegation wählte das Kurhaus als Unterkunft.
Ferch boomte und prominente Gäste, wie Emil Jannings, Marika Röck oder Hans Albers, waren oft gesehene Gäste.
Ende 1945, Berlin war eingeschlossen, drang die 12. Armee Wenck von der Elbe kommend bis nach Ferch vor. Der eigentliche Befehl, noch bis ins Stadtzentrum Berlin vorzurücken, wurde von General Keitel und General Wenck verworfen und statt dessen wurde in Ferch eine der größten Rettungsaktionen der 9. Armee in Halbe sowie hunderttausender Zivilisten gestartet.

Siehe: Ferch, Rettung der 9. Armee.

Siehe: Ausbruch der 9. Armee aus Halbe. Ziel Beelitz

Siehe : Radwanderweg R1 bei Ferch

Nach dem 15.April 1945, die Verwundeten Aufnahme der „Charité“ Berlin war abgeschnitten, wurde im Kurhaus Ferch das „SS-Teillazarett Ferch“ eingerichtet. Nachdem die 12. Armee Beelitz Heilstätten evakuierte und versuchte 3000 Verwundete in Richtung amerikanischer Linien zu schaffen, wurde auch in Ferch abtransportiert. Ziel: Tangermünde.

Nach dem Krieg, Ende 1945, übernahm der Freie Deutsche Gewerkschaftsbund das Gebäude und nutzte es als Schulungsort.
Ab 1959 wurde das FDGB-Heim „Pierre Semard“ zur Erholung von „Werkstätigen“ umgebaut, das bis zur Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten 1990 dazu diente.
( Ein Gästeprospekt ist hier als PDF einzusehen.)

1992 ließen Investoren das intakte Haus abreißen. Ein Neubau ist heute unmöglich, da die Grundstücke an Einzelpersonen veräußert wurden.

Quellen : Eigene, Bürger, Band II der „Wahren Geschichten“ des Arbeitskreises Heimatgeschichte vom Kulturforum Schwielowsee, Wolfgang Vopersal, SS-Lazarett Berlin, BA-MA N 756

 

 

Bertini Enge Havel Potsdam, Grenzübergang

17 Jan
Bertini Enge Potsdam

Bertini Enge Potsdam

Die Bertini Enge der Havel, ganz in der Nähe des Cecilienhofes Potsdam, war eigentlich ein  parkähnliches Ufergebiet vor den Toren der Stadt. Noch heute zeugen die alten verbliebenen Häuser von der Pracht Preußens. Hier liegen unter anderem die Villa Hagen und die Villa Jacobs.
Allerdings sind die meisten erst in den letzten Jahren restauriert worden. Zuvor befanden sie sich seit 1961 ( Bau der Mauer ) in militärischem Sperrgebiet, der Grenzübergangsstelle für den Binnenschiffsverkehr in Richtung Berlin.
Bis zu 1000 Grenzsoldaten waren alleine hier stationiert um die Enge zu sichern.

Bis zur verfeindeten Westdeutschen Grenze waren es von hieraus lediglich 1200 Meter.
( Hintergrund Bild oben. ) Der Jungfernsee wurde deshalb mit einem Sperrwerk aus Pontons abgeriegelt, um es für Schiffe und Taucher unmöglich zu machen West Berlin zu erreichen.

Grenzübergangsstelle Bertini Enge

Grenzübergangsstelle Bertini Enge © Plakat am Wachturm

In der Villa Hagen ( Bertinistraße 23 ) war die Computerzentrale des Grenzbatallions eingerichtet worden. Weiter gab es eine Hundestaffel, eine Wartungseinheit für die Schnellbootflotte, den dazugehörige Hafen aus Spundwänden, sowie das nötige Kasernengebäude.
Heute führt von der alten Meierei ( u.a. Biergarten ) ein Uferweg durch das ehemalige  Sperrgebiet entlang des Jungfernsees.

 

Reichskriegsschule Brauhausberg Potsdam

28 Nov
Reichskriegsschule Potsdam

Reichskriegsschule Potsdam © gemeinfrei

Der „Kreml“ in Potsdam, wie die Bevölkerung die alte Reichskriegsschule zu DDR Zeiten gerne nannten, wurde 1902  auf dem Brauhausberg gegenüber des heutigen Hauptbahnhofs fertiggestellt.
Ab 1902 wurden hier dann sofort preußische Offiziere ausgebildet. Mit Beginn des Ersten Weltkriegs wurde das Training verlegt und das Gebäude als Bataillonssammelstelle umfunktioniert.
Ab 1919, der Krieg war verloren und der Vertrag von Versailles in Kraft, waren jegliche Kriegsschulen in Deutschland verboten worden. Ein Archiv zog ein. Im dritten Reich wurde das Areal als Militärarchiv genutzt und 1945 bei einem Bombenangriff der Engländer auf Potsdam teilweise zerstört.
Von 1945 bis 1948 nutze die Rote Armee die ehemalige Schule.

SED Logo

SED Logo © gemeinfrei

Ab 1949 zog die SED
( Sozialistische Einheits Partei Deutschland ) ins Gebäude und damit die Landesleitung Brandenburg, später nach Abschaffung der Länder die SED-Bezirksleitung.
Das heute übermalte große Wappen auf der Vorderseite des Turmes zeugt von dieser Zeit.

Nach der deutschen Wiedervereinigung 1990 übernahm der brandenburgische Landtag bald darauf den Komplex.
Im November 2013 fand die letzte Landtagssitzung statt. Heute ist der Landtag im wieder neu erbauten Stadtschloss untergebracht.

Potsdam-Brauhausberg-Landtagsgebäude

Potsdam-Brauhausberg-Landtagsgebäude © gemeinfrei

Quelle: Wikipedia

Berlin Steinstücken Der Teerofen der Albrechts

24 Nov
Teerofen Steinstücken Berlin

Teerofen Steinstücken Berlin

In Berlin Steinstücken, der alten Exklave West Berlins aus den Zeiten des kalten Krieges, birgt so einige Geheimnisse. Dort gibt es neben längst vergessenen Autobahnabschnitten und Drehorten von Cobra11, Untertunnelungen des Teltowkanals  für Spionagetätigkeiten, auch einen alten Teerofen.
Teeröfen mitten im Wald? Gerade! Das Bild oben zeigt die alte Gaststätte auf dem Gelände des Teerofens der Familie Albrecht. Auch die Ära ist schon wieder vorbei.

Auf diesem Gelände stand also im 18.Jahrhundert die Teerbrennerei Albrecht. 1924 wurde das alte Gebäude abgerissen und machte der Gaststätte Platz.Bei  den Arbeiten fand man die alten Teerklumpen vor dem Haus in der Baugrube und auf dem Gelände.

Teerklumpen vor dem Haus der späteren Gaststätte.

Verschüttete Teerklumpen vor dem Haus der späteren Gaststätte.

( Die Stelle ist auch oben auf der linken Seite des Gebäudes zu sehen, unter dem Schild.)
Der Teer wurde damals unter Luftabschluss aus Nadelhölzern destilliert. Die so genannte Teergalle konnte dann in offenen Kesseln weiterverarbeitet werden.
Produkte : Holzkohle, Kienöl, Pech, Ruß, Wagenschmiere.
Die Stilllegung erfolgte Ende des 18.Jahrhunderts aus Holzmangel.

Quelle : Schautafel Steinstücken Kohlhausbund e.V.
Bilder:  Eigene

A 115 Dreilinden AVUS Grenzübergang. Die verlassene Autobahn RAB 51 Steinstücken

18 Nov
Dreinlinden AVUS Zubringer

Dreinlinden AVUS Zubringer RAB 51, Brücke über den Teltowkanal  © eigene

Eigentlich war die winzige Ortschaft Dreilinden zur Jahrhundertwende des 20. Jahrhunderts eine Wochenend-Siedlung am Stadtrand der Reichshauptstadt Berlin. Die Autoversuchsstrecke „AVUS“ verlief, in Nord-Süd Ausrichtung vom Messegelände kommend, direkt in eine lang gestreckte, ebene Umkehrkurve, um dann wieder zurück zum Messedamm zu führen.
Im Norden lag der Grunewald, im Süden der Teltowkanal. Ab 1933 wurde dieses Gebiet mit Wohnhäusern bebaut.
1940 wurde die Autobahn Lücke von der AVUS zum südlichen Berliner Ring durch den Zubringer Reichsautobahn 51 geschlossen. So konnte man aus Berlin kommend, an Dreilinden vorbei, über den Teltowkanal den südlichen Berliner Ring schnell erreichen und die Fahrzeit gen Süden verkürzte sich erheblich.
Direkt hinter der Brücke über den Kanal lag die kleine Autobahnraststätte.

Raststätte Dreilinden

Raststätte Dreilinden © eigene

Alte Trasse der Reichsautobahn 51

Alte abgetragene Trasse der Reichsautobahn 51

Nach der Teilung Deutschlands und Berlins in Sektoren blieb die Trasse bis 1969 in Betrieb. Die schwer zu bewachende Führung der ehemaligen Reichsautobahn 51 im Bereich westlich von Dreilinden war den Grenztruppen der DDR ein Dorn im Auge. Die kleine Exklave „Steinstücken“ südlich des Teltowkanals, umschlossen vom Gebiet der DDR, warf erhebliche Probleme auf. Rein und Raus ging es nur über einen winzigen Weg unter Bewachung der Grenztruppen. 3 Amerikanische Soldaten waren ebenfalls hier stationiert.
Von DDR Seite waren die doppelten Maueranlagen mit einem speziellen Signalzaun (GSZ 83) versehen, der in einem Kabelschacht verbaut war.
Dieser dienten gleichzeitig als Untergrabvorrichtung der Maueranlagen.

Steinstücken

Steinstücken © gemeinfrei

Um den Transitverkehr von diesem Abschnitt abzuziehen wurde 1969 ein direkter Autobahnabschnitt gelegt und der alte Abschnitt  ( RAB 51 ) stillgelegt.
Zunächst blieb die alte Autobahn ungenutzt. Doch dann erlebte sie noch einmal eine Wiederbelebung. Der Autobahnabschnitt wurde für die Filmkulisse zur Fernsehserie „Alarm für Cobra 11“ genutzt und ab dem Jahr 1999 renaturiert. Heute ist die Trasse Teil des Berliner Mauerwegs.

alte Reichsautobahn 51

alte Reichsautobahn 51 @eigene

Siehe auch:
Friedhofsbahn, Wannsee-Stahnsdorf.
13. August 1961 begann der Bau der Mauer
Grenzübergang Drewitz

Quellen:  Eingene, Zeitzeugen aus Steinstücken, Wikipedia

Sportsbar in Berlin Wilmersdorf, der Route 66 Diner

9 Nov
Route 66 Diner Berlin

Route 66 Diner Berlin © Route66

„Welcome to the Route 66 Diner
Zurück ins Amerika der 50’er & 60’er Jahre, zu dieser Reise laden wir allabendlich unsere Gäste im Route 66 Diner in Berlin ein.“

So lädt diese legendäre Sportsbar allabendlich zu einem Erlebnis der amerikanischen Esskultur ein. Originale Deko-Elemente im US-Design entfalten ihre Wirkung und die Innenarchitektur mit der Empore und der typisch großen Treppe im Südstaaten Stil, läßt einen Hauch von Hollywood bis Country life erleben. Natürlich findet auch die deutsche Filmindustrie eine so authentische Bar schnell für ihre Filme und nutze die einzigartige Kulisse gerne für ihre Dreharbeiten.
Aber das wichtigste ist natürlich das Essen selbst. Und das ist ebenso original wie das gesamte Ambiente.
Weitere Eindrücke und Buchungsmöglichkeiten auf der Homepage vom Route 66 Diner Berlin.
Sportsbar Diner 66 Berlin

Quellen und Copyright : Postconnections und Diner 66  Pariser Straße 44, 10707 Wilmersdorf, Berlin, Germany