Schwerste Gewitter über Brandenburg

16 Aug
Achtung Unwetter Brandenburg

Achtung Unwetter

Unwetter über Potsdam, 17:30.
Jetzt stimmte die Wettervorhersage doch einmal. Innerhalb weniger Minuten verdunkelte sich gegen 17:30 nahe Potsdam der Himmel. Platzregen und Hagel mit massivem Blitzschlag zog über das Land, während die Besucher der Straßenkaffees versuchten sich vor den Wassermassen zu retten. Starke Böen ließen Äste abknicken und wirbelten alles über die Straßen, was nicht niet und nagelfest war.
Innerhalb von Minuten sank die Temperatur von 33° auf etwa 20° und brachte teils leichte Nebelschwaden.
Während bereits gestern der Hauptbahnhof von Magdeburg überflutete, wird auch in Berlin Brandenburg mit erheblichem Regen in der Nacht gerechnet. Alles in Allem ein Hochsommer der Extreme. Erst im Juli hatte es Hitzerekorde um 40,3°C gegeben, aber auch Frost in der Eifel.

Unwetterzentrale.de

Unwetterzentrale.de

Bei dem immer schwerer einschätzbarem Wetter, insbesondere des Sommers 2015, empfiehlt sich ein Blick auf die Seiten der Unwetterzentrale.

Berliner Fernsehturm und Telespargel

12 Aug
Berlin Alexanderplatz Fernsehturm

Berlin Alexanderplatz Fernsehturm

Der Fernsehturm in Berlin, im früheren Ostberlin, Hauptstadt der DDR, Alexanderplatz. Das ist schon mal eine passende Beschreibung des im Umgangston genannten „Telespargel“. Die Technischen Details sind ebenso beeindruckend, schließlich ist der Fernsehturm , mit seinen 368 Metern, das höchste Bauwerk Deutschlands.
Baujahr 1965 bis 1969, damals absolute Weltklasse mit seinen Schnellaufzügen und dem beliebten Drehrestaurant, symbolisierte die riesige Kugel im Sommer 2006, zur Weltmeisterschaft in Deutschland, einen überdimensionalen Fußball.
Der Fernsehturm ist alles in Einem. Wahrzeichen, Baudenkmal, Treffpunkt, Titelbild und auf jeden Fall ein Muss für jeden Berlin Touristen.
In unmittelbarer Nähe liegt das Nikolaiviertel, das älteste Berliner Viertel. Von hieraus starten eine Vielzahl von Spree Touren durch die Hauptstadt.

Alle Details bei Wikipedia

 

 

12. Armee Wenck rettet sich nach Tangermünde 1945

11 Aug

 

12.Armee Wenck Tangermünde

Es waren die letzten entscheidenden Tage, die die Rettung der 12. Armee bringen sollten. Nachdem General Wenck den Befehl Hitlers, nach Berlin einzumarschieren, nicht mehr befolgen konnte und bei Ferch/ Schwielowsee ein anderer Plan verfolgt wurde, hieß es erst einmal Zeit zu gewinnen. Die Sowjetarmee hatte Berlin eingeschlossen und die 9. Armee bei Halbe ebenfalls.

Bitte lesen Sie zunächst diese beiden Artikel auf die hier aufgebaut wird:
12. Armee Wenck vor Berlin 
9. Armee eingeschlossen in Halbe, Aufbruch zur Armee Wenck

Bis zum 7. Mai 1945 verteidigte sich die Armee Wenck zusammen mit den Resten der 9. Armee, im Schlepptau viele Zehntausende Flüchtlinge und Verwundete, an der Tangermünder Elbbrücke. Die Sowjetarmee hatte die Reichsstrassen besetzt und man hatte es zuletzt per Schleichweg oder Kahn über die Havel bis hierher geschafft. Noch schlimmer kam es am 2. Mai 1945, als russische Panzereinheiten bei Havelberg durchbrachen. Doch die Armee Wenck konnte sich bis zum 3. Mai 1945 nach Tangermünde evakuieren.

Auf der Westseite der Elbe standen Truppen der US-Amerikanischen-Truppen, dem Ziel des deutschen Trosses aus den Resten mehrerer Armeen und Einheiten. Viele Tausende waren in den letzten Tage gefallen oder wurden einfach abgeschlachtet. Doch Organisation und Logistik funktionierten noch.
Für General Wenck war nun der Zeitpunkt gekommen, vor der US-Armee ehrenvoll zu kapitulieren und ihren Feinden die Lage der Armee, der Zivilisten und der Verwundeten u.a. aus Beelitz Heilstätten klar zu machen.

Wehrmacht Tangermünde

Im Rathaus von Stendal wurde am 4. Mai 1945 darüber verhandelt, wer, wie und was die Elbe über die, bis auf einen Holzsteg, zerstörte Brücke passieren durfte.
Dabei gab es 4 Punkte zu klären:
Übernahme der deutschen Verwundeten ( Wehrmacht ),
Evakuierung der deutschen Flüchtlinge,
Evakuierung der deutschen Soldaten,
Deutsche Verbände kommen in US Gefangenschaft.
Besonders dramatisch wurde es , als die Amerikaner die Flüchtlinge nicht über die Elbe lassen wollten, doch am 5.Mai1945 könnte an mehreren Stellen das Übersetzen beginnen. Parallel dazu hatten sich die deutsche Armeen während der ganzen Zeit weiter gegen die Rote Armee versucht zu verteidigen. Und dies in fürchterlichen Kämpfen, bis hin zu Kämpfen Mann gegen Mann.
Offenbar hatten die Verbände der US-Armee und die Rote Armee keinen Kontakt zueinander.
Schlimmer noch: Die amerikanischen Verbände leisteten den deutschen Soldaten, auch den Zivilisten keinerlei Hilfe.
Nach Angaben des Generals Wenck setzten 100.000 Soldaten und 300.000 Flüchtlinge innerhalb der nächsten 2 Tage über, während die Rote Armee verzweifelt versuchte dieses Manöver zu unterbinden. (Heute noch gut bekannte ehemalige deutsche Soldaten, Dieter Hildebrand und Hans-Dietrich Genscher, überlebten dadurch dieses Inverno.)

Entgegen der Stendaler Abmachungen, wurden später wahrscheinlich etwa 10.000 deutsche Soldaten an die Rote Armee ausgeliefert.

Tangermünde Armee Wenck 1945

Tangermünde Armee Wenck 1945

 

Stendal Übergang Armee Wenck

Stendal Übergang Armee Wenck

Quellen: SZ.de, Recherche im Rathaus Tangermünde/ Stendal/ Zeitzeugen, Fotos Fotalia

Spreefahrt Berlin Schiffstour durch die Hauptstadt

10 Aug
Spreefahrt durch Berlin

Spreefahrt durch Berlin

Jedes Jahr fahren hunderttausende Touristen per Schiffchen durch die deutsche Hauptstadt Berlin. Die Spreefahrten bilden für viele Besucher einen absoluten Höhepunkt ihres Aufenthalts. Aber auch die Berliner selbst gönnen sich von Zeit zu Zeit mal einen Auffrischungsturn. Die allermeisten Fahrten auf der Spree starten in der Nähe vom Berliner Dom / Humboldt Forum, dem früheren Palast der Republik. Die  Haltestelle Jannowitzbrücke ist problemlos über Bus und Bahn erreichbar, bietet aber wenig öffentliche Parkmöglichkeiten. Dafür häufen sich die Sehenswürdigkeiten und viele davon sind beeindruckend per Schiff zu steifen.

Sehr zu empfehlen sind folgende lange bis kurze Touren:
Brückenfahrt.
Entweder von der Friedrichstraße oder der Jannowitzbrücke  geht es unter 40 Brücken hindurch. Man passiert auf dem Weg folgende Stationen :
Oberbaumbrücke ,Schloss Charlottenburg, Potsdamer Platz,  Schloss Bellevue, Bundeskanzleramt, Reichstag, sowie die Museumsinsel nahe des Doms.
Preis ca. 38,-  Dauer fast 4 Stunden.

Die kurze Berlin Fahrt
Diese einstündige Spreerundfahrt beginnt entweder im Nikolaiviertel ( unweit vom Dom ) oder in der Friedrichstraße.
Man passiert auf dem Weg folgende Stationen : Reichstag mit Regierungsviertel, den ehemaligen Bundespressestrand, Richtung Hauptbahnhof. Vorbei geht es am sogenannten „Beamten Wurm“, ein geschwungener Komplex für Abgeordnete, zur Lutherbrücke und zurück. Von hieraus kann der Gast einen Blick auf die „Goldelse“ (goldene Figur der Siegessäule) sowie Schloss Bellevue werfen, dann geht es zurück Richtung Museumsinsel und wieder ins  Nikolaiviertel.
Preis ca. 11,-  Dauer etwa 1 Stunde.

Auf allen Schiffen ist für das leibliche Wohl bestens gesorgt und auch die Preise sind moderat. Ein Tipp noch zum Parken in der Gegend. Gegenüber dem Bundeskanzleramt, auf der Bahnhofsseite der Spree, gibt es einen Biergarten in der Elisabeth Abegg Strasse. Gegenüber befindet sich ein größerer Parkplatz.

Palast der Republik Ost Berlin. Ein Ort an dem sich die Geister scheiden

29 Jul
Palast der Republik Berlin

Manfred_pixelio.de

Selten war ein Abriss so umstritten wie der Abriss des Palastes der Republik, Sitz unter anderem der Volkskammer der DDR. Sicher wurde viel Astbest verbaut und eine Sanierung wäre unglaublich teuer geworden, doch das hat man bei anderen Projekten durchaus in Kauf genommen.
Es geht vielmehr um die politische oder kulturelle Frage. Das wiedervereinigte Deutschland wollte einfach dieses Machtzentrum der DDR loswerden, 2006-2008 wurde der Koloss abgerissen. Bis 2019 soll das „Humboldt Forum“ an gleicher Stelle entstehen. Es wird äußerlich dem ehemaligen Berliner Stadtschloss nachempfunden.
Was nach einer Retourkutsche der Systeme aussieht, ( Die DDR hatte nach dem Krieg 1950 das beschädigte Stadtschloss sprengen lassen und den Palast der Republik für 500 Mio DDR Mark bauen lassen, Walther Ulbricht ) ist in Wirklichkeit ein sich seit vielen Jahren quälend dahin ziehender Entscheidungsprozess aller Beteiligten, Behörden, Stiftungen, Banken und der Politik als Ganzes.
Aber zurück zum Palast, „Erichs Lampenladen“ ( wegen den vielen Kugelleuchten im Inneren ) genannt, war durchaus ein besonderes Gebäude. Es hatte eine absolut perfekte Akustik, war bestens mit Restaurants ausgestattet und lag perfekt im Machtzentrum der DDR, Ostberlin. Allerdings beherbergte es auch 5000 Tonnen Astbest, wie gesagt. Die Entsorgung dieses krebserregenden Brandschutz Stoffes kostete alleine später 87Millionen Euro.
Per Boot zu erreichen in einer Tour über die Spree, nahe Dom und Regierungsviertel

Verwandt:
Glienicker Brücke
Geisterbahnhof Potsdamer Platz Berlin 

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Geisterbahnhof Berlin Potsdamer Platz, direkt unter Todesstreifen 1945 1961 1989

29 Jul

Eigentlich war der Potsdamer Platz einst eine Megakreuzung mehrerer Straßen und unter ihm, einiger Bahnlinien. Er gehörte zu den verkehrsreichsten Plätzen weltweit. Da es ständig zu zum Teil schweren Unfällen kam, wurde auf dem Potsdamer Platz eine der ersten Ampeln eingeführt. Allerdings waren die Lichter, die heute noch die Gleiche Bedeutung haben, nicht vertikal sondern nebeneinander angeordnet. Bis 1945 war der Platz eines der Zentren Berlins, Kaufhäuser, Restaurants, oder Kneipen gab es allerorts.
In den verheerenden Bombennächten wurde auch der Potsdamer Platz stark beschädigt und damit alle seine Anlieger. Es blieb nach dem Krieg ein Ort zwischen den 3 Sektoren, die seit der Kapitulation die Stadt teilten.
Siehe auch : Armee Wenck, letzte Schlacht südlich von Berlin

Doch es kam schlimmer. 1961 wurde die „Mauer“, die Ostberlin fortan von Westberlin trennte, quer über den Potsdamer Platz errichtet. Somit war der einst beliebte Platz jetzt ein Geisterort oder militärisches Ost Gebiet. Es sollte bis zum 9.November 1989 dauern, bis sich diese Trennmauer wieder öffnen sollte. Bis dahin blieb der unterirdische Bahnhof, der angeblich einen direkten Zugang zur unmittelbar benachbarten Reichskanzlei in der Vossstrasse ( DDR Gebiet ) hatte, ein Geistesbahnhof. Züge durchquerten den Bahnhof doch hielten nicht. Solche Durchgangsbahnhöfe gab es viele, denn die Berliner S-Bahn, zunächst noch von der DDR Betrieben, unterfuhr im täglichen Betrieb ständig die Deutsch Deutsche Grenze.  Siehe S-Bahn Berlin, 57 Jahre bis zum Normalbetrieb

Die Situation des S-Bahn und U-Bahnnetzes in der Nachkriegszeit ist sicherlich einzigartig . Züge fuhren von Berlin West in Richtung Osten und bekamen Ansagen zu hören wie : „Letzter Bahnhof im amerikanischen Sektor.“ „Letzter Bahnhof im Westsektor.“ und später dann „Letzter Bahnhof in Westberlin.“
„Dit muß man sich so vorstellen.“
erzählt ein BVGler. ( BVG Berliner Verkehrs Gesellschaft)
„Die Bahn fuhr unterirdisch in die Ost-Zone ein und durfte hier aber nicht halten. Sie durchquerte einen oder mehrere Geistesbahnhöfe und fuhr dann wieder in den Westen. Auf diesen fast dunklen und gesperrten DDR Bahnhöfen standen Grenzsoldaten der DDR Truppen und wachten über die ganz langsam durchfahrenden Züge.“

1990 begann der Wiederaufbau des Potsdamer Platzes in den alten Grundrissen. Dabei titelte die Bildzeitung einige Jahre später, mitten während der Bauarbeiten im Untergrund:
„Führerbunker entdeckt.“

Wieder ein Zeitzeuge: “ Nach der Schlagzeile sind wir gleich zum Potsdamer Platz gefahren. Dort gingen wir über den ehemaligen Todesstreifen, der jetzt ein abgeräumter Erdstreifen war. Einige junge spielten an einem Haufenbund liefen weg, als sie uns kommen sahen. Wir passten sie auf der anderen Seite eines Hügels ab, boten ihnen eine Mark, schon wußte wir wo am Tag zuvor ein Loch in die Unterwelt entdeckt wurde.
Es lag direkt am Eingang  zum Bahnhof, Ecke Ebertstrasse,Leipziger Strasse. Die enge Treppe runter waren alte Schilder zu erkennen, etwas Wasser stand in den Gängen. Wir brachen ab, da wir Angst vor Gas hatten und keinerlei Taschenlampen. Am Folgetag waren wir zwar ausgerüstet, aber schon Stunden nach unserem ersten Besuch im Bunkereingang war eine schwere Betonplatte über den Eingang gelegt worden, der die nächsten Jahre auch dort liegen blieb.Ein weiterer Eingang lag noch bis zum Bau der Fall of Berlin auf einem Trümmergrundstück.“

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Göring Bahn Bahnhof Wildpark 1945 Sonderzug Robinson des OKL

27 Jul
Göring Bahn bei Potsdam

Göring Bahn bei Potsdam, Kaiserbahnhof Wildpark

Im OT Geltow der Gemeinde Schwielowsee, Wildpark Werder ( heute Wildpark West ), unter dem großen „Entenfängerberg“ lag bis 1945 das Oberkommando der Deutschen Luftwaffe. Die Bunkeranlage trug den Code-Namen „Großer Kurfürst“.  Der Chef der Anlage war Reichsluftfahrtminister Herman Göring.
Angegliedert an das OKL ( Oberkommando Luftwaffe ) war eine Militärflugschule samt Flugplatz in Werder, das LKS III. Der Weg zu dem heute fast verschwundenen Objekt geht über die Baumgartenbrücke in den Westen der brandenburgischen Stadt, direkt am Zernsee. Für den Besuch des Reichsluftfahrtminister in Potsdam gab es einen eigenen Bahnanschluss, der den Sonderzug von Hermann Göring bis in das OKL brachte. Der Tarnnamen der wahrscheinlich 4 Züge war „Robinson“. Offenbar waren diese zumeist im Bahnhof Wildpark abgestellt um der feindlichen Aufklärung keine Anhaltspunkte zu bieten.

Dort wird heute, 2015 eifrig gebaut und auch der große Wasserturm wird saniert.

Ehemaliger Bahndamm der Göring Bahn Potsdam

Ehemaliger Bahndamm der Göring Bahn Potsdam ( Kurve vom Hauptgleis )

Aus dem Oberkommando der Luftwaffe richtete die Deutsche Reichspost Telefonleitungen in alle benachbarten Nachrichten Zentralen ein. Jüterbog, Nachrichtenbunker „Zeppelin“ in Wünsdorf,  Hochbunker in Treuenbrietzen LV12, Dallgow, Olympisches Dorf Sommerspiele 1936 ) Das Verstärkeramt 4 für die Einspeisung liegt in unmittelbarer Nähe der Straße nach Geltow.

Straße Potsdam Geltow, Brandenburg

Straße Potsdam Geltow, Brandenburg

 

Werder Havel : Flugplatz wandelt sich in Wohnpark mit Bootsanleger

21 Jul
Flugplatz Werder

Flugplatz Werder

Das Foto stammt aus dem Jahr 2007. Es zeigt den Zernsee im Vordergrund, die Insel der Stadt Werder, rechts dann den Glindower See und im Hintergrund den Schwielowsee.
Am rechten unteren Bildrand sieht man eine Art Kanal, davor ein Feld. Hier lag das 1957 geschlossene Flugfeld Werder/ Havel. In der unmittelbaren Umgebung des Schornsteins sind alte Kasernengebäude auszumachen, die heute nach und nach in Wohnraum umgebaut werden.
Doch wo heute Freiheitskipper anlegen war früher eine wichtige Ausbildungsstätte des Reichsluftfahrtministerium (RLM) für Luftwaffenpiloten. Es wurde ab 1934 hier nicht nur ein Flugfeld eingerichtet, sondern auch Unterkünfte und Lehrsäle für Schüler und Lehrer. Diese Schulen mit dem Namen „Luftkriegsschulen“ gab es bereits in Dresden ( LKS1 ) und in Berlin Gatow ( LKS2 ).In Werder ( LKS3 ) kam als zusätzliche Funktion noch die geheime Kommandozentrale der Luftwaffe ( Hermann Göring ) hinzu, die über die Baumgartenbrücke ( Hintergrund ) per PKW innerhalb von 15 Minuten erreicht werden konnte und südlich von Potsdam bei Geltow „Wildpark“ eingerichtet wurde.
Das Flugfeld selbst wurde 1945 von der Roten Armee übernommen. Allerdings nutzte sie es lediglich als Kasernenstandort.
Heute nennt sich der Standort „Havelauen“ und die meisten ehemaligen Kasernen Gebäude wurden abgerissen um Platz für Neubauten zu schaffen. Die unmittelbare Lage zur schiffbaren Havel macht die Wohnlage interessant und die nahen Marinas bieten die Möglichkeit per Boot die Havel zu erkunden.

 

Flämingskate längstes Radwegenetz Europas, Radfahren in Brandenburg, Fläming Skate

17 Jul
Fläming Skate

Fläming Skate bei Gottow

Sich schnell endende Landschaften, interessante Ortschaften und sonniges Wetter wünscht sich der Radsportler. Und genau das bietet der Flämingskate, ein Radwegsystem im Süden Brandenburgs. Nicht nur Skate kommen auf ihre Kosten, Radfahrer sind ebenso vertreten. Seit 2001 besteht das 220 Kilometer lange Netz und führt in unterschiedlich großen Rundkursen durch den Niederen Fläming. Die Bahn selbst ist etwa 3 m breit und mit einer besonders feinen Beschichtung ausgestattet.

Hier die grobe Aufstellung der Rundkurse:

Rundkurs1, 95 Kilometer lang, Jüterbog Kolbenburg Ließen Wiepersdorf Jüterbog.
Rundkurs2, 12 Kilometer lang, Luckenwalde Jänickendorf Luckenwalde.
Rundkurs3, 11 Kilometer lang, Jüterbog Kloster Zinna.
Rundkurs4, 43 Kilometer lang, Werder Oehna Kloster Zinna.
Rundkurs5, 50 Kilometer lang, Luckenwalde Neuhof Werder Wahlsdorf Jänickendorf.
Rundkurs6, 49 Kilometer lang, Langenlipsdorf Wiepersdorf Wahlsdorf Hohengörsdorf.
Rundkurs7, 39 Kilometer lang, Hohenseefeld Wahlsdorf.
Rundkurs8, 84 Kilometer lang, Wahlsdorf Golßen Baruth Petkus, z.T nicht asphaltiert.

Plan der Fläming Skates

Plan der Fläming Skates( Schild )

Hakeburg Kleinmachnow, Hightech Zentrum, Fernseh-Torpedos und Staatsgäste

23 Jun
Hightech Zentrum Hakeburg

Hightech Zentrum Hakeburg

1906 im Neo-Renaissance-Stil von der Familie v.Hake erbaut, am Teltow Kanal unweit der ehemaligen Badewitzbrücke gelegen, Kriegsschauplatz, Hightech-Forschungszentrum und später Parteischule der DDR.
( Familiengruft der Familien v. Hake -> Friedhof Kleinmachnow )
Diese Epochen geben bis heute Rätsel auf, war doch das Gelände ( 50h ) ab 1937 bis 1990 hermetisch abgeriegelt.

1937 ging die Hakeburg an die Reichspost.
Der Reichsminister Ohnesorge kaufte dem in Geldnot geratenen Dietloff v. Hake das Schlösschen 1937 kurzerhand ab. Er ließ die Hakenburg abriegeln und akriebisch bewachen. Ihm unterstand auch das Reichspostforschungsanstalt (RFP), welche die Nachrichten und die Fernsehtechnik für die militärische Nutzung aufbereiten und weiterentwickeln sollte. Hierbei wurde u.a. die UKW Technik zur Führung von Panzerverbänden ausgearbeitet. ( siehe Wünsdorf-Bunkerstadt )

Damit die Wissenschaftler geschützt und geheim arbeiten konnten gab Ohnesorge weitere Forschungsgebäude in Auftrag, die auf dem Gelände bald entstanden, getarnt und gebunkert. Die Burg selbst wurde zum Behördengebäude. Hakenkreuze im Parkett stellten die Sache für den Besucher klar. Am Machpower See entstand sogar ein Badehaus für die Familie, denn Ohnesorge wohnte in seinem Amtsgebäude.

Badehaus der Post?

Badehaus der Post?

Während des Krieges kamen weitere Forschungsaufträge hinzu. So wurde 1940 ein Fernseh-geleiteter-Torpedo entwickelt. Man versprach sich durch die Live Bilder chirurgische Präzision, was wir aus den heutigen Kriegen ja zur Genüge kennen. Weitere Projekte : Infrarot-Nachtsicht, Raketenführung, Abhörtechniken.

Allerdings kamen diese Techniken nicht mehr zu Einsatz. 1942 meldete Ohnesorg den  Geheimcode des Nachrichtenverkehrs zwischen den USA und England geknackt zu haben. Hitler bekam seither die Abschriften der Funkgespräche der beiden verfeindeten Staatenlenker.
1945 transportierten die Sowjetfunktionäre alles noch brauchbare ab.
( siehe auch: Armee Wenck in Ferch )

1947 übernahm die SED das Gebäude und die Parteihochschule Karl-Marx zog ein, Harkenkreuze u.v.m wurden entfernt.
Später wurde die Hakenburg zum Gästehaus der DDR. Michail Gorbatschow, Nikita Chruschtschow und Fidel Castro waren hier.

Nach 1990 zog ein Hotel und Gastronomie ein. Hochzeiten konnten gebucht werden. Doch das Hotel ging pleite und seither steht die Burg erneut zum Verkauf.

Doch wann werden die letzten Geheimnisse dieses Gebäudes gelüftet?
Während 1990 in den Wirren der Perestroika bereits aus russischen Archiven vieles  bekannt wurde ( Goebbels Tagebücher u.v.m ) liegt über die Hakenburg noch so manches im Dunkeln. Eigentlich sollen die amerikanischen Archive 2015, 70 Jahre nach Kriegsende, geöffnet und mehr ans Licht bringen, aber wer weiß.