Französische Kirche Potsdam, Brandenburg

7 Sep
Französischer Dom Potsdam, Brandenburg

Französischer Dom Potsdam, Brandenburg

In Potsdam, die Landeshauptstadt Brandenburgs, vereinten sich schon immer viele Kulturen und Architekturen. 1752 wurde die Kirche nach den Entwürfen von Knobelsdorff für die aus Frankreich vertriebenen Hugenotten errichtet und ist heute die älteste erhaltene evangelische Kirche in Potsdams Stadtgebiet. Im April 1945, in den letzten Tagen des zweiten Weltkrieges, passiert das unfassbare. Unter dem Codenamen ‚Crayfish‘ starten britische Bomber mit Ziel Potsdam um mit ihrer tödlichen Fracht die militärisch vollkommen unwichtige Stadt zu zerstören. Ziel ist das Gebiet um das Bahnhofsviertel. Angriffszeitpunkt 22:50, ein Zeitpunkt wo die Bevölkerung zu hause ist.
512 ( ! ) Lancaster Bomber machen den Stadtkern und die umliegenden Wohngebiete dem Boden gleich. Noch heute sieht man Straßenzüge in Potsdam, wo ein Haus alt, das nächste neu erbaut wurde, dann folgt wieder ein Haus aus der Jahrhundertwende. Genau das ist der Takt, in dem die Bomben die Schächte verlassen haben.
Doch die Französische Kirche bleibt weitestgehend verschont. Ein Wunder.

Rote Armee in Potsdam

Rote Armee in Potsdam


Am 24. April 1945 erreicht die in Zeitnot geratene Rote Armee Potsdam und versucht den Ring um Berlin zu schließen. Im Stadtzentrum kommt es zu Kämpfen, die mit dem Abzug der Garnison Potsdam zur 12. Armee Wenck enden.
Zu DDR Zeiten wird die Kirche nur sehr notdürftig und unzureichend repariert. Dadurch kommt es bis 1990 zu weiterem Verfall und schweren Schäden. Heute kann die Kirche, restauriert und modernisiert, täglich besucht werden und es werden regelmäßig Gottesdienste abgehalten.

Quellen: Anwohner, Eigene, Schilderung der Angriffe, MAZ-Online

 

Nuthe Wanderweg in Brandenburg

2 Sep
Nuthe Wanderweg

Nuthe Wanderweg

Der Nuthewanderweg bei Saarmund. Ein eher inoffizieller Wanderweg südlich von Potsdam. Dafür ein Paradies für Geocacher und Naturliebhaber. Entlang der Nuthe erstreckt sich der, im Sommer nicht immer gut zugängliche, Trampelpfad und führt den Wanderer durch fast unberührte Natur. Bieber, Riesenbaumpilze oder seltene Vögel, wie Trappen, wurden hier gesichtet. Der Pfad selbst führt fast überall an der Nuthe entlang, allerdings auch unter den örtlichen Autobahnen hindurch, wo der Wanderer dann seinen Rückweg antreten muss. Einstiege bei Saarmund, Trebbin und Nuthe-Urstromtal.

Nuthe Wanderweg

Nuthe Wanderweg, Riesen Baumpilz

Weinberg in Werder,Havel Brandenburg

1 Sep
Weinberg in Werder, Havel

Weinberg in Werder, Havel

Südlich von Berlin und Potsdam liegt die Inselstadt Werder. Vieles ist hier schon passiert und doch wartet Werder für den Besucher stets mit neuen Überraschungen auf. Neben den vielen Veranstaltungen passend zu den alljährlichen Apfel- oder Kirschernten, dem Bootssport, oder der Weinlese.

Weinlese in Brandenburg?
Schon der alte Fritz lies an seinem Schlösschen Sanssouci ( „ohne Sorge“ ) an den Terrassen Wein anbauen. Das trockene Wetter der Region und die hohen Sommertemperaturen lassen den Wein bestens gedeihen. Mit Hitzerekorden um fast 40 Grad war diese Jahr besonders heiß und auf dem Weinberg in Werder verspricht man sich einen besonderen Jahrgang.

Weinlese Brandenburg

Weinlese Brandenburg

Das Weingut Lindicke bietet neben einem atemberaubenden Ausblick auf die Havel, Werder, den Schwielowsee und die Baumgartenbrücke, bis hin zu den Glindower Alpen und dem Glindower See, eine idyllische Gastronomie und nette Leute.
Ein Online Shop macht das Bestellen von Weinen leicht.

Kontakt: weinbau-lindicke.de

postconnections.com Brandenburg

Postconnections.com Bewertung

 

Weinbau Eindicke Werder, Havel

Weinbau Eindicke Werder, Havel

Otto Lilienthal, erster Mensch der flog. Brandenburg Derwitz Stölln

1 Sep

 

Otto Lilienthal

Otto Lilienthal Denkmal, Derwitz

Am 23.Mai 1848 erblickte Karl Wilhelm Otto Lilienthal in Anklam das Licht der Welt. 12 Jahre später, nach Krankheit und Tod des Vaters, einer gescheiterten Ausreise der Familie nach Amerika, besuchte Lilienthal das Gymnasium in Anklam und die Potsdamer Provinzialgewerbeschule.
Mit seinem Bruder experimentierte er erfolgreich an einem mit den Flügeln schlagenden Apparat, der allerdings nur wenig Gewicht tatsächlich in die Luft anhob. ( 1867 ) Die beiden erkannten, dass die ganze Sache etwas mit der Wölbung der Flügel zu tun haben mußte. Im November des gleichen Jahres begann Lilienthal ein Studium an der späteren   Technische Hochschule Charlottenburg, damals  Gewerbeakademie Berlin.
Es folgten Zeiten unterschiedlicher Erfindungen, Versuche diese zu vermarkten oder sie weiterzuentwickeln, doch im Sommer 1891 war es dann soweit. Das in seinem Buch zuvor zusammengefasste Wissen wurde Wirklichkeit. In Derwitz, Brandenburg, flog er 25 Meter den Hügel in Richtung Eisenbahn hinab.

Erster Start eines Flugzeuges

Erster Start eines Flugzeuges, im Hintergrund die Eisenbahnlinie

Ein Jahr später wechselte Lilienthal nach Berlin Steglitz und verbesserte seinen Flugapparat kontinuierlich. 1893 flog er in Stölln bereits 250 Meter weit.  Nach weiteren Versuchen in Berlin und Stölln ereignete sich, nahe des heutigen Flugfeldes Stölln, im August 1896 die tödliche Katastrophe. Wahrscheinlich war ein Strömungsabriss in 15 Metern Höhe Ursache für den Kontrollverlust des Piloten. Lilienthal starb am 10.August in Berlin und wurde in Lankwitz beerdigt.
Auf Flugplatz Stölln landete 1989 eine ausgediente Iluschin IL – 62 der Interflug und steht seither, ihm zu Ehren, auf dem Flugfeld.

Dorfkirche Derwitz

Dorfkirche Derwitz

Neben der Dorfkirche in Derwitz befindet sich ein kleines Lilienthal Museum, der „erste Flugplatz“ liegt einige Kilometer entlang der Straße nach Krielow und ist zu Fuß von der Straße aus in wenigen Minuten erreichbar.

Lilienthal Museum Derwitz

Schild des Lilienthal Museum Derwitz

Siehe auch:
Hans Grade , Flugpionier
Fliegen in Schönhagen
Flugplatz Werder
Flugplatz Spremberg
Flugplatz Rangdorf
Quellen : Informationen vor Ort und Wikipedia

 

 

 

 

 

Hans Grade Borkheide Flugzeugwerk und Autofabrik des Flugpioniers

26 Aug
Hans Grade Borkheide

Hans Grade Borkheide

 

Borkheide Brandenburg. Ein eigentlich beschaulicher Ort, jedoch „Know How Schmiede“ seit 1909.
Angefangen hatte alles mit Hans Grade, dem ersten Motorflieger. Ein deutscher Ingenieur der alten Schule. Schon 1907 baute der Visionär sein erstes Flugzeug, was 1908 seinen Jungfernflug machte, allerdings endete dieser mit einer “ harten Landung.“ Doch es ging weiter und 1909 zog der Erfinder nach Borkheide.( damals nur Bork) Schon ein Jahr später errichtete er hier seine Flugzeugfabrik mit angeschlossener Flugschule. Heute existiert eine gleichnamige Flugschule am Flugplatz Schönhagen ( EDAZ ). Hier wurden 80 Flugzeuge gebaut und 130 Schüler ausgebildet. ( Quelle Wikipedia )
Am 18. Februar 1912 der erste Postflug von Bork nach Brück statt und offenbar wurde später dann Post aus Berlin an den benachbarten Bahnhof geliefert und per Flugzeug von Grade befördert, und per Abwurf zugestellt.

In der Folge stellte Grade Höhenrekorde auf und landete das erste Wasserflugzeug im Blankensee bei Stangenhagen. Auf der eigenen 800m langen Graspiste ist heute ein Museum mit ehemaligen Interflug Maschinen zu bewundern.

Öffnungszeiten unverbindlich:
von März bis Oktober
Mi und Sa: 14 – 17 Uhr
So und Feiertags: 13-17 Uhr
Gruppen auch nach Vereinbarung
Tel. 033845/ 40210

Nach dem ersten Weltkrieg war die Produktion von Flugzeugen in Deutschland durch den Versailler Vertrag verboten. Daher sattelte man in Borkheide auf Kraftwagen um.  800 Arbeiter produzierten 100 Kleinwagen, den „Kleinen Grade“.

Bordheide Brandenburg Tafel von Hans Grade

Borkheide Brandenburg Tafel von Hans Grade

Selbst heute noch sensationelle 5 Liter auf 100Kilometer bei 105KM/h verbrauchte dieses Auto und hatte einiges an Extras zu bieten.
Allerdings war 1927, kurz vor der Weltwirtschaftskrise 1929, durch Kapitalengpässe, Produktionsende . Jedoch wurde seitdem in Borkheide vermehrt geforscht.
Am 16. November 1989 landete dann eine IL18 auf der Graspiste, das letzte Ziel dieses Flugzeuges. Heute ist diese Maschine Teil des Hans Grade Museums.

Flugplatz Borkheide Brandenburg

Flugplatz Borkheide Brandenburg 800m Grasbahn

Weitere Quellen: Anwohner und Zeitzeugen

Berliner Reichstag Sehenswürdigkeit Berlin

21 Aug
Reichstag, Berlin

Berliner Reichstag

Der Berliner Reichstag, Top 10 Sehenswürdigkeit in der Hauptstadt, Zeitzeuge der keimenden Demokratie nach dem 1.Weltkrieg, des Zusammenbruchs in den Bombennächten des 2. Weltkriegs, Bau der Berliner Mauer und Wiedervereinigung nach 1989.

Nach seiner Fertigstellung 1894 zogen zunächst die Abgeordneten des „Reichstags des Deutschen Kaiserreiches“ ein, nach dem verlorenen Weltkrieg war das monströse Gebäude im Stadtteil Mitte Sitz des „Reichstag der Weimarer Republik.“
Nach 1933 kam es zum, bis heute nicht ganz, geklärten Reichstagsbrand, bei dem unter anderem der Plenarsaal ausbrannte.
Die Abgeordneten mußte in die Krollhaare ausweichen und das Gebäude blieb bis nach dem 2. Weltkrieg wenig saniert. Während der Kämpfe um Berlin war der Reichstag u.a. Lazarett.
Das stark zerstörte Bauwerk, dicht am ebenso zerstörten Brandenburger Tor gelegen, wurde nach der Kapitulation sich selbst überlassen. Das gesamte Areal zwischen Reichstag, Siegessäule und Potsdamer Platz war eine einzige Wüstenei. Der Tiergarten zerstört oder abgeholzt, wurde nach 1945 zur Ackerfläche der Berliner. Hier wurden durch die Notleidende Zivilbevölkerung Lebensmittel angebaut.
Erst 1955 machte die Westdeutsche Regierung einen Plan zum Wiederaufbau des Reichstags. 1973 stand eine „Billigversion“ des ursprünglichen Gebäudes. Allerdings wurde ein großer Plenarsaal eingebaut, in dem laut Willen der Alliierten aber keine Parlamentssitzungen stattfinden durften, so zog ein Museum ein.
Die Berliner Mauer lief vom Brandenburger Platz kommend auf der Westseite des Brandenburger Tores entlang und dann direkt zur Hinterseite des Reichstages. Das Gebäude der heutigen Parlamentarischen Gesellschaft lag also bereits im Osten.
Auf einer Bootstour auf der Spree passiert der Besucher genau diese Stelle.

Am 4. Oktober 1990 fand erstmals nach 57 Jahren wieder eine Parlamentssitzung im Reichstag statt. Am 20.Juni 1991 erhitzen sich die Gemüter im Bonner Wasserwerk. Es ging um den Sitz des Deutschen Bundestag im wiedervereinten Deutschland. Die Stadt Bonn machte massiv mobil gegen die Hauptstadt. Mit Plakaten „Bock auf Bonn“ schwanden die Chancen für Berlin zusehends. Wolfgang Schäuble, der heutige Finanzminister, überzeugte in einer beeindruckenden Rede den Bundestag von der Rolle Berlins in den nachfolgenden Jahren. Damit wurde Berlin schließlich zum Regierungssitz gewählt.
Es begann eine gewaltiger Umbaumarathon. 1999, nach der Sommerpause trat der Bundestag dann im fertigen Reichstag zusammen.

Siehe auch :
Neue Orangerie in Potsdam
Kaiser Wilhelm Blick
Nikolaikirche in Potsdam

Quellen. Eigene Erinnerungen und,
wer es noch genauer wissen möchte: Wikipedia

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Idyllische verborgene Mühle bei Beelitz, Orte in Brandenburg

19 Aug
Mühle Brandenburg

Mühle Brandenburg

Es war einmal eine 1375 ( ! ) gebaute Mühle in Brandenburg, die heute fast unverändert noch in Betrieb ist. Unglaublich, oder? Doch genau so ist es….
Die Papiermühle ist in der Nähe von Beelitz und mit besten Vorraussetzungen errichtet worden. Genügend verfügbares Wasser, starkes Gefälle, Verkehrsanbindung nach Treuenbrietzen oder Potsdam. Dorthin wurde das dringend benötigte Papier per Pferdewagen innerhalb eines Tages gebracht. Im 15. Jahrhundert entwickelte der deutsche Johannes Gutenberg den Druck. Die Revolution für die Papier- und Buch Industrie. siehe auch Wiki
Erst 1974, nach 599 Jahren wurde die Produktion eingestellt.

Brandenburg Mühle

Durch die hohe Fließgeschwindigkeit des Mühlbaches bleibt das Wasser auch bei 40 Grad im Schatten ( Hitzewelle in Brandenburg ) stets kalt und der eine oder andere Dorfhund kühlt Leib und Gemüt gelegentlich. Die Weiten Brandenburgs haben sicher noch sehr viele dieser verschollenen Orte parat und wir, der Blog, freuen uns über jeden Hinweis. Danke 🙂

Papiermühle in Brandenburg

Danke für den Tipp an die Praxis Dimitrowa 🙂

Bad Saarow Scharmützelsee Heiltherme und Thermalquelle

17 Aug
Bad Saarow Thermaltherme

Bad Saarow Bahnhof

Bad Saarow Thermalquelle

Schon um 1900 war Bad Saarow (niedersorbisch: Zarow) für seine Thermalquelle und die heilende Wirkung der Moorbäder bei Hautkrankheiten bekannt. Resultierend daraus ist Bad Saarow seit 1923 ein „staatlich anerkanntes Bad“. Die Gemeinde liegt südöstlich von Berlin und ist in gut 45 Minuten zu erreichen. Die erste Thermalanlage entstand 1914 und wurde 1998 durch eine modernes „Resort“ ersetzt, das direkt am Scharmützelsee liegt. Einige Wege und Straßen erinnern an die Filmstars der zwanziger Jahre, die hier zur Erholung anreisten. Persönlichkeiten wie Max Schilling oder Maxim Gorki weilten hier ebenfalls gerne.
1933 heirateten Max Schmeling und Anny Ondra in Bad Saarow, knapp zehn Jahre später, 1942, fanden die letzten Filmaufnahmen für den Film „Untergang der Titanic“ hier statt.
Auch hier wurde in den Zeiten des 3. Reiches an geheimem Waffen geforscht.
Siehe auch  Hakeburg Highttec Zentrum, Vers Gottow und der Reaktor,
Aus Frankfurt/Oder angreifend besetzte die Rote Armee am 25. April 1945 Bad Saarow. Ziel war die 9. Armee bei Halbe, die fast eingeschlossen war und versuchte zur Armee Wenck durchzubrechen.
Die rote Armee blieb bis August 1994 und auch das Moorbad wurde fortan von sowjetischen Armeeteilen genutzt. Ebenfalls wurden viele DDR-Institutionen, u.a. Zentrallazaret der NVA und die Millitärmedizinische Akademie, angesiedelt, sodass die gesamte Gegend militärisch stark geprägt und für die Bürger nicht uneingeschränkt erreichbar war.
Seit 1998 ist die neue SaarowTherme eingeweht und Bad Saarow wurde ab sofort Heilbad. Neben dem Scharmützelsee und seiner Wasserlandschaft, den neuen Hotels und dem örtlichen Golf Resort, bietet auch eine Kurklinik den Gästen eine umfangreiche Infrastruktur mit charmantem Flair.

Wasserturm von Bad Saarow

Wasserturm von Bad Saarow errichtet 1908-1909

Scharmützelsee Bad Saarow

Scharmützelsee Bad Saarow

Quellen: Homepage von Bad Saarow, Zeitzeugen, eigene

 

 

Berlin Anhalter Bahnhof und seine Zerstörung 1945

16 Aug
Berlin Anhalter Bahnhof

Gerd Köhler_pixelio.de

Berlin boomte schon mit Beginn der Zwanziger Jahre und sowohl der Automobil Verkehr als auch der Schienenverkehr nahm gewaltig zu. Nach der Rezession um das Jahr 1929 und dem Regierungswechsel 1933 erfuhr die Stadt geradezu eine Verkehrsschwemme. Der Flughafen Tempelhof wurde zum Luftdrehkreuz und der Potsdamer Platz war wohl die verkehrsreichste Kreuzung Europas.
Der Alte Anhalter Bahnhof von 1841 war längst überlastet und war bereits 1880 durch einen Neubau ersetzt worden, dessen Ruinen heute noch stehen. Er war am 15.August 1880 von Otto von Bismarck und Kaiser Wilhelm I. fertig eingeweiht worden.
Fortan war der Anhalter Bahnhof mit seinen Gleisanschlüssen durch ganz Europa, später bis nach Istanbul, das Tor zur Welt.
Die Luxusreisewelle in den Zwanziger Jahren und die KDF- Fahrten im 3. Reich lasteten den Bahnhof vollkommen aus. Während der Olympischen Sommerspiele 1936 in Berlin fuhr offenbar alle 120 Sekunden ein Zug hier ab, oder kam an. Ab 1939 wurde der S-Bahn Betrieb unterhalb des Bahnhofs aufgenommen.

Der 2. Weltkrieg beendete das zivile Treiben spätestens ab 1942. Soldatentransporte und später Judentransporte waren Tagesroutine.
( Siehe: riesiger Rangierbahnhof Neuseddin )
Auf Hitlers Befehl wurde auch am Anhalter Bahnhof ein Hochbunker für Zivilisten errichtet, der 3000 Personen aufnehmen konnte.
Kurz vor dem Endkampf um Berlin kam es am 3. Februar 1945 zur Zerstörung durch alliierte  Bomberangriffe. Die vielen Tunnel unterhalt ( auch S-Bahn Tunnel ) des Bahnhofs wurden jetzt massiv als Luftschutzräume genutzt und boten gegen die näher kommenden gegnerischen Truppen einigermaßen Schutz.

Ein Offizier einer deutschen Panzereinheit berichtet:

„Neuer Gefechtsstand Anhalter Bahnhof. Bahnsteige und Schalterräume gleichen einem Heerlager. In Nischen und auf Winkeln drängen sich Frauen und Kinder. Andere sitzen auf ihren Klappstühlen. Sie horchen auf den Lärm der Kämpfe. Die Einschläge erschüttern die Tunneldecke. Betonstücke brechen herab. Pulvergeruch und Rauchschwaden in den Schächten. Lazarettzüge der S-Bahn, die langsam weiterrollen.“

– Tagebuch Panzer-Division Müncheberg: 26. April 1945
In der Folge kam es zu dramatischen Fluchtaktionen, 13.000 Zivilisten versuchen durch die Tunnel ( S-Bahn ) vor den sowjetischen Truppen zu fliehen.Nach den Verhandlungen zur Teilung Deutschlands und auch Berlins lag der Anhalter Bahnhof auf Westgebiet. 1948 kam der Verkehr durch die sowjetische Blockade Berlins vollkommen zum erliegen und wird 1952 vollkommen eingestellt.
Heute steht nur noch eine Fassade des alten Bahnhofs, während der seit 1939 bestehende S-Bahnbetrieb bis heute erhalten werden konnte.
Fahrten der S-Bahn durch Geistesbahnhöfe

Quelle Wikipedia, eigene Quelle und Zeitzeugen

Berliner Fernsehturm und Telespargel

12 Aug
Berlin Alexanderplatz Fernsehturm

Berlin Alexanderplatz Fernsehturm

Der Fernsehturm in Berlin, im früheren Ostberlin, Hauptstadt der DDR, Alexanderplatz. Das ist schon mal eine passende Beschreibung des im Umgangston genannten „Telespargel“. Die Technischen Details sind ebenso beeindruckend, schließlich ist der Fernsehturm , mit seinen 368 Metern, das höchste Bauwerk Deutschlands.
Baujahr 1965 bis 1969, damals absolute Weltklasse mit seinen Schnellaufzügen und dem beliebten Drehrestaurant, symbolisierte die riesige Kugel im Sommer 2006, zur Weltmeisterschaft in Deutschland, einen überdimensionalen Fußball.
Der Fernsehturm ist alles in Einem. Wahrzeichen, Baudenkmal, Treffpunkt, Titelbild und auf jeden Fall ein Muss für jeden Berlin Touristen.
In unmittelbarer Nähe liegt das Nikolaiviertel, das älteste Berliner Viertel. Von hieraus starten eine Vielzahl von Spree Touren durch die Hauptstadt.

Alle Details bei Wikipedia