„Zur Alten Laterne“ in Berlin – Köpenick

24 Mrz
Zur Alten Laterne Berlin - Köpenick

Zur Alten Laterne Berlin – Köpenick

Wer kennt ihn nicht, den Hauptmann von Köpenick. Fast wie in dem gleichnamigen Film mit Heinz Rühmann ergeht es dem Besucher der „Zur alten Laterne“ in Berlin Köpenick auch heute noch.
Die urige Alt-Berliner Kneipe eignet sich hervorragend um zu zweit bei gutem Berliner Bier und einer deftigen Mahlzeit zu plaudern. Die Wände sind gespickt mit Relikten der Vergangenheit aus dem alten Berlin, Schildern, Fotos und Zeitungsausschnitte legen Zeugnis ab.
Ein Besucher:
„Ich wohne im Kiez und ich bin fast jeden Monat einmal hier. Wense mal wat juutes futtern wollen, dann sind se hier jenau richtig“!

Auf der eigenen Internetseite steht dann auch das Motto der Alt-Berliner Kneipe:
Wo Küche noch von kochen kommt.
Wie sagt der Hauptmann: „Na denn Prost!“
http://www.altelaterne.de

Deftiges deutsches Urberliner Essen und Berliner Bier, da lohnt ein Besuch!
Reservierung nicht vergessen.

Anfahrt :
Alt-Köpenick 33, 12555 Berlin S-Bhf Köpenick, TRAM 62, Richtung Schloss Köpenick

Ganz in der Nähe : Schmöckwitz

Elbebrücke Vockerode A9 Reichsautobahn Bundesautobahn

11 Mrz
Vockerode bei Dessau. Autobahnbrücke A9

Vockerode bei Dessau. Autobahnbrücke A9 © Jens Winkelmann CC-BY-SA-3.0

1913 bis 1921 wurde im Deutschen Reich mit der AVUS, der Auto-Verkehrs- und Übungsstrasse, südlich von Berlin Richtung Dreilinden führend, die erste Autobahn überhaupt errichtet. Diese reine Teststrecke diente der Erprobung von Fahrzeugen und Straßenbelägen und ist heute Teil der A115, Berlin – Anschluss südlicher Berliner Ring.
Ende der Zwanziger Jahre kamen im Reichsgebiet einige kurze Teilstrecken hinzu, die jedoch durch die Folgen der weltweiten Wirtschaftskrise nur zum Teil vollendet wurden.
1935 waren das ganze 108 Kilometer. Quelle Wikipedia.

Nach den gewonnen Reichstagswahlen im September 1932 wird die NSDAP stärkste Kraft in Deutschland und nach der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler am 30. Januar 1933, legt er bereits 5 Monate später das „Gesetz über die Errichtung eines Unternehmens Reichsautobahnen“ unter der Leitung von Fritz Todt vor.
( * 1891 † 8.2.42, Flughafen Rastenburg, Ostpreußen )
Todt wurde Generalinspekteur des Straßenwesens, leitete ab 1938 die gleichnamige Bauorganisation Todt und wurde ab 1940 Reichsminister für Bewaffnung und Munition.
Im September 1933 startete Reichskanzler Hitler das Programm in Frankfurt/Main mit dem ersten Spatenstich. Geplant waren 1000km pro Jahr fertigzustellen.

Reichsautobahn_mit_Tankstelle

Reichsautobahn©gemeinfrei

Die Elbbrücke Vockerode bei Dessau wurde 1937/38 fertiggestellt und ist Teil der Stecke Berlin Leipzig.  ( Geplant von Paul Bonatz )Die 654 Meter lange Balkenbrücke überspannte die Elbe. Spannbeton kam erst in den kommenden Jahren und nach dem zweiten Weltkrieg vermehrt zum Einsatz, heute werden Brücken zumeist mit vorgespanntem Beton konstruiert.

Balkenbrücke

Erste Spannbetonbrücke/ Koblenz/208m/ erbaut 1965 ©Holger Weinandt – CC BY-SA 3.0 de

Von 1996 bis 2000 wurde die Elbbrücke bei Vockerode durch die heutige neue Konstruktion im Zuge des sechsspurigen Ausbaus der BAB 9, Verkehrsprojekt Deutsche Einheit 12, ersetzt. Jahrelange Staus auf der Strecke waren die Folge, obwohl 4 Spuren fast durchgehend geöffnet waren.
Der Turm auf der Nordseite der Elbe blieb erhalten. Ursprünglich war er als Aussichtsturm mit Parkplatz geplant, wurde aber nicht ganz fertiggestellt. Das Konzept der Reichsautobahnen sah Parkplätze an besonders sehenswerten Stellen vor. Der ehemals offene Turm bekam zu DDR Zeiten sein Dach. Auch bekam er den berühmten Werbespruch „Plaste und Elaste aus Schkopau“ an der Nordseite montiert, der heute im Deutschen Historischen Museum in Berlin ausgestellt ist.
Der nicht ganz fertiggestellte Parkplatz war zu Zeiten der DDR ein Autobahn Stützpunkt der Volkspolizei. Er beheimatete zur deren Verpflegung einen kleinen Kiosk. ( Bild ganz oben )

Elbbrücke A9 Vockerode Dessau

Elbbrücke A9 Vockerode Dessau © eigene

 

 

 

Brikettfabrik LOUISE 04924 Uebigau-Wahrenbrück

23 Feb
Brikettfabrik LOUISE

Brikettfabrik LOUISE

Brikettfabrik Louise

Brikettfabrik Louise

September 1882, das Wetter ist in diesem Monat, mit im Durchschnitt 15°C, schon herbstlich, nimmt die Brikettfabrik Louise in Uebigau-Wahrenbrück, östlich der Elbe, ihren Betrieb auf. Hier wird Rohbraunkohle das dem brandenburgischen Tagebau zu Briketts verarbeitet.
Zunächst arbeiten zwei große Pressen in der Backsteinhalle, weitere fünf kommen später hinzu. Getrocknet wird per Röhrentrocknern. 1896 kann eigener Strom produziert werden und ab 1908 kommt eine Kraftwerkshalle hinzu, die bis 1938 ausgebaut und erweitert wird.
Die Tagesleistung der Fabrikabrik beträgt 1938 360 t. ( Quelle Wikipedia )

Brikettfabrik Louise

Brikettfabrik Louise

1945 erreicht die Rote Armee über Spremberg kommend die Elbe. Hunderttausende sind auf der Flucht. ( siehe: die Hölle von Spremberg )
Jedoch wird in der Brikettfabrik weiterproduziert und die Produktion sogar bis 1991 erhöht. Dann wird die Fabrik abgewickelt. 1991 „rollte das letzte Brikett vom Band“.
Heute ist die Louise zu besichtigen.

Dampftage 2017

Sonntag 23. April 2017 von 10:00 – 16:00 Uhr;

Sonntag 02. Juli 2017 von 10:00 – 16:00 Uhr;

Sonntag 10. September 2017 von 10:00 – 16:00 Uhr;

an allen Dampftagen finden Führungen im 30 Minutentakt statt

Quellen: Vor Ort. Wikipedia.

DR Eisenbahn Katastrophe Genshagener Heide 1982

23 Feb
Bhf Genshagener Heide

Bhf Genshagener Heide

Am 31.Oktober 1982, kurz nach 19 Uhr verlässt die Lok 132 431 der Deutschen Reichsbahn der DDR den Rangierbahnhof Neuseddin in Richtung Osten, Richtung Berlin. Es herrscht dichtester Nebel mit Sichtweiten unter 50 Metern. Was er nicht weiß: Ein mit 800 Personen besetzter Personenzug ( P 11485 ) fährt unmittelbar vor ihm mit gedrosselter Geschwindigkeit auf Grund einer Signalstörung durch die Dunkelheit. Der Führer des Personenzuges wendet das vorgeschriebene Verfahren für „permissives Fahren bei schlechten Sichtbedingungen“ an. Somit ist bei Dunkelheit und Nebel eine Höchstgeschwindigkeit von 10km/h oder weniger vorgeschrieben. Der Kollege des Güterzugs, hinter ihm, hatte eine Geschwindigkeit von 50km/h in den Kontrollhebel der Diesellok eingerastet.

19821031-DR-Unfall-Genshagener-Heide-Fahrt-Frei-00

19821031-DR-Unfall-Genshagener-Heide-Fahrt-Frei-00

Der Güterzug holt den Personenzug ein und fährt mit einem Geschwindigkeitsüberschuß von 40 km/h auf. Durch den ungebremsten Aufprall verkeilt sich der letzte Waggon mit der Diesellok. Obwohl Helfer der Volkspolizei, Feuerwehr, Transportpolizei, Rettungskräfte und Zivilverteidigung sofort den hoch aufgeschütteten Bahndamm erreichen, kommt für sieben Reisende sowie für den Lokführer jede Hilfe zu spät. 49 weitere Personen werden verletzt.
Schnell werden die Verletzten auf die Krankenhäuser Potsdam, Königs Wusterhausen und Ludwigsfelde verteilt.
Eine damals 19 jährige Praktikantin im Krankenhaus Ludwigsfelde kommt am 1. November 1982 um 5:30 Uhr zu ihrem ersten Dienst. Sie erinnert sich genau an die vielen Einlieferungen mit zum Teil schweren Verletzungen. Eine sehr stille Frau hatte ihr Kind verloren, leicht Verletzte wurden später von der Aktuellen Kamera interviewt.
Mittags um 12:55 kann der eingleisige Betrieb wieder aufgenommen werden, abends wird wieder in beiden Richtungen gefahren.

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Gens-heide-stellwerk2©Global Fish

Quellen : Neues Deutschland, eigene

Deutscher Flugzeugbau im Berliner Umland – Bücker Flugzeugbau

22 Feb

Der ehemalige Marineflieger des Ersten Weltkriegs, Carl Clemens Bücker, gründete 1921 die Svenska Aero in Schweden. Nach den Versailler Vertrag, durften in Deutschland zu dieser Zeit keine Militärflugzeuge gebaut werden. Er begann mit dem lizensiertem Bau von Flugzeugen der Casparwerke und Henkel.

Von Alan D R Brown – Gallery page httpwww.airliners.netphotoZlin-Z-381-%28C-106%290235205LPhoto http://cdn-www.airliners.netaviation-photosphotos5020235205.jpg

Nach dem Ende der Weimarer Republik, 1933, gründete er die Bücker Flugzeugbau. 1935 zog er dann in eine größere, im Bauhaus-Stil erbaute, Werksanlage nach Rangsdorf

Auch sein schwedischer Chefkonstrukteur, Anders J. Anderson folgte ihm. Es entstanden Flugzeuge, die den Namen „Bücker“ weltweit bekannt machten. So die Bü131 „Jungmann“ und die Bü133 „Jungmeister“. Bücker 133C Jungmeister (Baujahr 1937) bei den Bautzener Flugtagen 2016  Von Fiver, der Hellseher – Eigenes Werk, CC-BY-SA 4.0,

Die Deutsche Luftwaffe hatte aber nur Interesse an Schulungsflugzeugen über 80PS. Um doch mit von Richthofen ins Geschäft zu kommen entstand die Bü131B mit einem 105PS Motor. Der größe Durchbruch blieb aber aus. Es  wurden nur wenige Bü131 und Bü133 verkauft. Offenbar war der Preis von 12.000RM bzw. 14.000RM ausschlaggebend. Lediglich die Klemm Kl25 war noch günstiger in der Anschaffung (10.600RM).

Dafür kamen ab 1935 viele Aufträge aus dem Ausland. (u.a. Rumänien, Ungarn, Niederländisch-Indien, Schweiz und Japan) Am 21.Mai 1939 wurden bei einem Absturz eines „Stieglitz“ der benachbarten Reichsschule für Motorflug ca. 50 fertige Flugzeuge zerstört. Militärisch erlangten die Bücker-Flugzeuge kaum Bedeutung. Man empfahl die Entwicklung eines Volksflugzeuges. Der „Student“ stellte einige Weltrekorde auf, dennoch gab es für dieses Flugzeug keine großen Abnehmer. Ende 1937 wurde dann das Schulflugzeug Bü181 entwickelt, bei der Lehrer und Schüler erstmals nebeneinander saßen. Diese wurde dann endlich ein Erfolg und zum Standartschulflugzeug der Luftwaffe.                                                                       Bü 181                                                               Von Alan D R Brown – Gallery page httpwww.airliners.netphotoZlin-Z-381-%28C-106%290235205LPhoto httpcdn-www.airliners.netaviation-photosphotos5020235205.jpg, GFDL, https://commons.wikimedia.orgwindex.phpcurid=27346411-2

Im Zweiten Weltkrieg wurden dann Teile für den Sturzkampfbomber JU87, die Focke-Wulf Fw190 und für Bombenleitwerke hergestellt.

Nach 1945 übernahmen Spezialeinheiten der Roten Armee das Gelände. Sie nutzten es überwiegend für Hubschrauberstarts und die Wartung von Triebwerken.

Nach dem Abzug der Roten Armee wurde das Gelände nicht mehr genutzt. Der Förderverein Bücker-Museum Rangsdorf e.V. bietet bis heute Führungen an und kümmert sich so weit wie möglich um den Erhalt der noch vorhandenen Anlagen.

Quellen : Wikipedia, eigene

Daimler-Benz Flugmotorenwerk Genshagen, Motoren für die ME 109

22 Feb
Me 109 beim Start

Me 109 beim Start © Kogo CC BY-SA 2.0

 

Berlin 1934, Adolf Hitler ist seit einem Jahr Reichskanzler. Sein Parteifreund Hermann Göring ist Reichsminister der Luftfahrt. Aus seinem Ministerium kommt die Anfrage an Daimler Benz eine neue Fabrik für die Massenproduktion von Flugmotoren zu bauen. 1935 wird der Bau beschlossen, 1936 begonnen und nach einer Rekordzeit von 6 Monaten nimmt die modernste Fabrik Europas die Produktion auf. Das Daimler Werk in Untertürkheim plant und konstruiert die Motoren, in Berlin Marienfelde läuft die Vorserienproduktion während in Genshagen die Massenproduktion beginnt. In den folgenden Jahren läuft die Kriegproduktion für die Motoren der DB 600er-Serie an. Es werden hauptsächlich die Motoren DB605 für die spätere Version der Messerschmitt Bf 109, aber auch 110 und 111 hergestellt und ausschließlich auf den speziell errichteten Prüfständen getestet.

Messerschmidt BF 109G Triebwerk

Messerschmidt BF 109G Triebwerk © gemeinfrei

Während des zweiten Weltkriegs wird ca. jeder 7. deutsche Flugmotor in Genshagen produziert, geprüft und ausgeliefert. Daimler Genshagen beschäftigt 18.000 Menschen, davon etwa 4000 Zwangsarbeiter aus den besetzten Gebieten Osteuropas. Das Werk erreicht imposante Produktionzahlen von 10500 Motoren pro Jahr, insgesamt werden 34000 Triebwerke hergestellt, zuletzt verlässt alle 10 Minuten ein Flugmotor das Werk.

Am 6. August 1944, einem Sonntag und im Krieg regulären Arbeitstag, wird das Werk aus der Luft angegriffen, Die Schäden sind verheerend. Das Werk Genshagen wird so stark zerstört, dass keine Produktion mehr stattfinden kann. 104 Arbeiter sterben und werden in Ludwigsfelde beigesetzt.

Bombenangriff auf das Daimlerwerk Genshagen

Bombenangriff auf das Daimlerwerk Genshagen

Trümmer der Prüfstände der Flugmotoren

Trümmer der Prüfstände der Flugmotoren

Quellen: Wikipedia / Daimler / Zeitzeugen

Irissee Terrassen Wilhelmshorst. Werk des Architekten Albert Gessner

21 Feb
Irissee Terrassen Wilhelmshorst, Brandenburg

Irissee Terrassen Wilhelmshorst, Brandenburg

Der Irissee in Wilhelmshorst, südlich von Potsdam, ist Teil einer Schmelzwasserrinne von Michendorf bis Bergholz, früher weiter bis Berlin. Anfangspunkt ist der Lienewitzsee nahe Ferch am Schwielowsee.
Professor Albert Gessner ( 1868 – 1953 ), Berliner Architekt, plante 1911 die Landhauskolonie im Irisgrund, Wilhelmshorst. Verkehrsgünstig an der Bahnlinie Berlin-Leipzig gelegen, war eine der Hauptambitionen der Anlage eine naturverbundene, offene Lebensform mit großen Gärten umzusetzen. Mittelpunkt der Anlage waren die Irissee Terrassen, ein Treffpunkt der Bürger mit Blick auf den Irissee. Das Bild oben zeigt den Ort der Terrassen , von denen heute nichts mehr zu erahnen ist. Lediglich die Eingangslaternen sind erhalten.
Fast – Fertigstellung war etwa 1914.

Infotafel Irissee im Irisgrund Wilhelmshorst

Infotafel Irissee im Irisgrund Wilhelmshorst

Seit Beginn des 2. Weltkriegs verlandete der See und das Wohngebiet verfiel zusehends.
Zu Zeiten der DDR wohnten hier nur noch wenige Menschen.
Anwohner : „Da ist es total verloddert. Es hat sich niemand drum gekümmert. War total verwildert“.
Im Oktober 1991 plante man eine Sanierung und es gab sogar Mittel in Höhe von 1,65 Millionen Mark. Am 13.6.1992 wurde der erste sanierte Bauabschnitt feierlich mit Anwesenheit vom damaligen Umweltminister und späterem Ministerpräsidenten, Mathias Platzek, übergeben, trotz Fund einer Fliegergranate und deren Räumung lief es bis dahin gut.
Im Oktober 1995 war dann ein Oktoberfest mit feierlicher Übergabe. 1997 sank der Wasserspiegel, weil das Grundwasser sich in Wilhelmshorst um 2 Meter absenkte und nicht genug Oberflächenwasser nachfloss. Auch heute ist der Wasserstand des Sees deutlich zu gering.

Irissee Wilhelmshorst, Wasserstand zu gering

Irissee Wilhelmshorst, Wasserstand zu gering

Schloss Steinhöfel, Brandenburg

18 Feb
Schloss Steinhöfel

Schloss Steinhöfel Foto v Peter Dargatz

Schloss Steinhöfel, spätklassizistisches Schloss, etwa 30 Minuten östlich von Berlin.
Zunächst wird 1730 ein Herrenhaus errichtet. 1790, Oberhofmarschall Valentin von Massow kauft das Schloss, baut es im großen Stil um und erweitert es.
Bei einem Besuch des Kronprinzenpaar Friedrich Wilhelm und Luise sind diese derart begeistert von der Anlage, dass man das Schloss Paretz an der Havel in gleichem Stil in Auftrag gibt.
1759, während des siebenjährigen Kriegs, ist  Friedrich der Große zu Gast. Man diniert unter der 370 Jahre alten Königseiche im nordwestlichen Teil der Anlage, etwa 300m vom Hauptbaus entfernt. Wenig später erfährt er am 12.August 1759, in der Schlacht von Kunersdorf, (bis 1945 Cunersdorf geschrieben und heute ein Vorort von Slubice) eine herbe Niederlage. Rund 35.000 Mann sterben.

Schlacht von Cunersdorf

Schlacht von Cunersdorf 1759 © gemeinfrei

1930 wird der Landwirt Rudolf Peine neuer Besitzer. Am 19.April 1945 wird die Gemeinde vor den nahenden Truppen der Roten Armee geräumt. Frankfurt/Oder ist bereits besetzt und die Front an den Seelower Höhen überrannt.
Im Zuge der Bodenreform von 1945 wird das Schloss von der Kumune Steinhöfel enteignet. Die  russische Kommandantur hat das Sagen. Es dient fortan der Konsumgenossenschaft, dem Betreiber der Verkaufseinrichtungen mit dem Namen „Konsum“, als Lagerhaus. Im Laufe der kommenden Jahre verwahrlosen Grundstück und Schloss zusehends.

Im Park des Schlosses Steinhöfel.

Im Park des Schlosses Steinhöfel.©gemeinfrei

Von 2000 bis 2002 erfolgen aufwändige Sanierungsarbeiten an deren Abschluss die Eröffnung als „Schloßhotel Steinhöfel“ steht. Das 40ha große Areal ist zu etwa 90 Prozent noch im Originalzustand.

Adresse: 15518 / Steinhöfel, Schloßweg 04
E14°9.7509′ / N52°23.77133′
Quellen: Wikipedia, eigene

 

 

Hochbunker Königs Wusterhausen

15 Feb

 

Hochbunker Königs Wusterhausen

Hochbunker Königs Wusterhausen

In Zeesen, dem südlichen Stadtteil von Königs Wusterhausen befindet sich der ehemalige Hoch- und Schutzbunker für den Reichspostminister des dritten Reichs und ein benachbartes Trainingslager der Reichspost.  ( Führungsstelle am Berliner Fernkabelring ) Aufgrund kritischer Bodenverhältnisse konnte auf dem Gelände nicht im Erdreich verbaut werden. Das dreistöckige Gebäude mit seinen mehr als ein Meter dicken Wänden war mit den Postfernkabeln direkt verbunden, besaß eine Notstromeinrichtung sowie nötige Nachrichtentechnik. Offenbar ist die direkte Lage an der Kabeltrasse und die Nähe zu Berlin ein Grund dafür, dass dieser Bunker des  Führungsstabs der Post nicht näher an Wünsdorf lag, wo weitere große Nachrichtenbunker stehen. ( Später sowjetisches Sperrgebiet für Fernmeldewesen )

Siehe aus : Hakeburg Klein Machnow, High Tech Schmiede

Hochbunker Königswusterhausen

Hochbunker Königswusterhausen

Zu DDR Zeiten diente das Gebäude dem Zivilschutz. Die heute noch zu sehende Tarnbemalung im sowjetischen Stil wurde in den siebziger Jahren aufgetragen. Eine Netzersatzanlage (38 KVA) und eine Schleuse wurde ebenfalls hinzugefügt.
Heute ist der Bunker in einem erbärmlichen Zustand und Ziel von Hobby Historikern und Geocachern.

Hochbunker Königswusterhausen

Hochbunker Königswusterhausen

 

Quelle: Eigene, Rundgang mit Anwohnern

Weltrundfunk Sender Königswusterhausen

9 Feb

Von hier aus gehen die Wellen um die Erde!
Die riesige Mast- und Antennenanlage des Weltrundfunk-Senders Königswusterhausen, welcher auf der ganzen Erde gehört werden kann. ( Originalunterschrift des Fotos aus dem Bundesarchiv ) © CC BY-SA 3.0 de

Der „Funkerberg“ in Königswusterhausen, sicherlich eines der imposantesten Bauwerke des frühen 20. Jahrhunderts, hat eine äußerst wechselhafte Geschichte hinter sich. Wie bei den meisten technischen Innovationen steht auch hier die militärische Nutzung zunächst im Vordergrund.
1908 beginnen erste Versuche die neue Funktechnik zu nutzen. Mitten im Krieg geht der Sender Königswusterhausen auf Sendung, um Berlin mit den entfernten Fronten zu verbinden.
1919, der erste Weltkrieg ist verloren, geht die Anlage in den Besitz der Reichspost über. Königswusterhausen wird Hauptfunkstelle des Telegrammfunkverkehrs innerhalb Europas.

Fundament, Sendemast Funkerberg Königswusterhausen

Fundament, Sendemast Funkerberg Königswusterhausen

1925 wird der 243m hohe Mittelturm errichtet, der die Flächenantennen von sechs 210m hohen Sendemasten aufnimmt. Damit ist er weltweit das einzige Bauwerk dieser Art.
Fortan nennen die Einwohner der Stadt den Masten liebevoll den „Dicken“. Ab 1935 ziert der Turm sogar das Wappen der Stadt. Innerhalb der frühen zwanziger Jahre kommen weitere Sendedienste der Wirtschaft, des Luftverkehrs und der Küstenfunkstellen hinzu. Versuche der so genannten Drahtlostelephonie, also das Übertragen von Sprache, führten zur Übertragung des Weihnachtskonzertes am 22.12.1920.

1926 entsteht bereits das Sendehaus 3, indem mit neuster Röhrentechnik gearbeitet wird. Am 7. Januar 1926 beginnt hier die Deutsche Welle zu senden.

Sendehaus Funkerberg Königswusterhausen

Sendehaus Funkerberg Königswusterhausen

Sendehaus Funkerberg Königswusterhausen

Sendehaus Funkerberg Königswusterhausen

Nach dem verloreneren 2. Weltkrieg werden einige Anlagen demontiert. Ab 1949 strahlt von hieraus der sowjetische Militärsender „Wolga“ bis 1985 aus.
Am 13. November 1972 erreicht das Orkantief „Quimburga“ Deutschland. Der Kerndruck beträgt nur 975 Millibar. In Norddeutschland werden 167km/h, auf dem Brocken bereits 245km/h gemeldet. Ganze Waldgebiete knicken in der Folge um wie Streichhölzer. Auch der „Dicke“ in Königswusterhausen kann diesem Winddruck nicht standhalten und stürzt ein.
Nach 1990 und der deutschen Wiedervereinigung wird der Sendebetrieb mehr und mehr ausgelagert. Ab Ende der neuziger Jahre wird nur noch ein 1994 errichteter 67m hoher Sendeturm für Mobilfunk genutzt.
Heute befindet sich dort das Sendermuseum Königs Wusterhausen.

Sender Königswusterhausen

Sender Königswusterhausen, Relikte des Sendebetriebes

 

( Quellen: Wikipedia, Infotafel, Sendepersonal )