Schwerste Einschläge im Raum Rothenburg Oberlausitz

13 Jun
Jürgen Nießen_pixelio

Jürgen Nießen_pixelio.de

Schwere Gewitter und Hunderte von Blitzeinschläge verzeichnet zur Stunde die Oberlausitz im Raum Rothenburg/Brandenburg, die Kleinstadt im Landkreis Görlitz.
Rothenburg, umgeben von Heidelandschaft und dichten Wäldern liegt direkt an der heutigen polnischen Grenze und im Tal der Lausitzer Neiße.
1268 erstmal urkundlich erwähnt wurde Rothenburg schon bald durch Handwerk und Landwirtschaft dominiert. 1815 wurde  Rothenburg, Preußen zugesprochen
( Wiener Kongress )
Es entstand der Landkreis Rothenburg. In den Kriegswirren 1945wurde Rothenburg stark zerstört, zumal hier die 2.polnische Armee versuchte über die Neiße zu gelangen. Da die Stadt 1945 nun direkt an der strategischen  Außengrenze zu Polen lag, wurde Rothenburg der Status der Kreisstadt aberkannt. Seither heißt der Landkreis “ Weißwasser“, nach der gleichnamigen Stadt.

Zu Kriegszeiten hatte Rothenburg ein sogenannten Notlandeplatz. Dieser wurde 1960 für die Luftstreitkräfte der Nationalen Volksarmee stark ausgebaut und 1990 entmilitarisiert, da er wiederum direkt an der Grenze lag.
Ende der 1990 ziger Jahre flogen Lufthansa Piloten hier Platzrunden um ihre Lizenzen zu erlangen.

Homepage Rothenburg Stadt

Flugplatz Rothenburg Görlitz

 

Die Soehnelwerft am Teltowkanal, Biergarten per Bootstour

10 Jun
Soehnel Werft Berlin

Soehnel Werft Berlin

Eigene Werft und Bootsverleih sowie Anleger , eigener Biergarten, Restaurant Konditorei und eine eigene Manufaktur bietet die Soehnelwerft seinen Gästen. Nach 2 Jahren des Umbaus und des Neubaus erstrahlt die Traditionswerft in neuem Glanz.
Von Potsdam aus in den Teltow Kanal einfahrend, an Babelsberg vorbei kommt man an die Abzweigung Teltow Kanal, Griebnitzkanal. Direkt an der Landzunge und hinter den nächsten Brücken des Teltowkanals kann man bestens anlegen und die Soehnelwerft besuchen. Die Mitarbeiter sind ausgesprochen freundlich und helfen auch gerne beim Anlegen.
Hier läßt es sich unter schattigen Bäumen angenehm bei einem Mittagessen auf die Öffnung des Griebnitzkanals warten und die Weiterfahrt in Richtung Wannsee.
( Pfaueninsel Schwanwerder ) Denn der ist eine „Einbahnstrasse“. Kommt man also vom Teltowkanal, so ist die Durchfahrt geöffnet von 30 Minuten nach jeder vollen Stunde und die Gegenrichtung wird von jeder vollen Stunde bis 20 Minuten danach freigegeben. Dazwischen liegen jeweils 10 Minuten Pufferzeit. Grund, Der Griebnitzkanal ist an einigen Stellen einfach zu eng. Nur wenn Ihr Boot richtig schlang, also weniger als 2m breit ist können Sie diese Beschränkung ignorieren.

Griebnitzkanal Berlin

Griebnitzkanal Berlin

 

Geht die Reise dagegen in Richtung Osten, entlang des Teltowkanals, so erreichen Sie nach etwa 10 Minuten Bootsfahrt die Teltower Schleuse. Sie durchfahren historisches Gebiet des Kalten Krieges. Kurz vor der Autobahn Brücke der AVUS überquert der Kanal die ehemalige Grenze der DDR/BRD. Kurz zuvor kommt eine alte Autobahnbrücke der ehemaligen Autobahn. Dann kommt links ein Zeltplatz, dann die blaue Brücke der heutigen Autobahn.

http://www.soehnelwerft.com

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Schloss Petzow, seine Schinkelkirche und der Mord an Mehlhemmer

8 Jun
Schinkelkirche Petzow

Schinkelkirche Petzow

Petzow. Zuerst erwähnt 1419. Der 700 hundertste Geburtstag steht also bevor. Von der Schinkelkirche ( 1842 erbaut, von Friedrich WilhelmIV eingeweiht und bis 1994 restauriert.. ) geht man nur wenige Schritte durch das Dorf bis zum Schiffsanleger der „Weißen Flotte“. Hier bestehen Verbindungen nach Potsdam, Werder und Ferch. Direkt am Wasser liegt das Schloss Petzow, welches zur Zeit gerade restauriert wird, perfekt gelegen um über den Schwielowsee zu blicken. Besitzer des Schlosses war  seit 1814 Amtsrat und Gutsbesitzer Kaehne.
Auf der Südseite des Dorfes liegt ein kleiner See ( der Haussee ) mit schönem Rundweg. Hier liegt auch eine zum Stil passende Fischerhütte und das Waschhaus, sowie die alte Schmiede, heute Restaurant ( sehr zu empfehlen ).
Die Parkanlage um den See wurde, wie könnte es anders sein von Peter Joseph Lennè entworfen.
Schaut man von der Kirchen auf dem Wellenberg in Richtung Werder, also nach Westen, so erlebt man einen spektakulären Blick auf den Glindower See. Auch nah, aber nicht direkt sichtbar, die Glindower Alpen.

Mord am Haussee.

Der Berliner Flugzeugingenieur Alfred Mehlhemmer war ein Widerstandskämpfer im 3.Reich. Er gehörte zu einer Gruppe, die in Ferch ein Haus gemietet hatten. Der damalige Besitzer des „Haus am See“ ( beliebtes Restaurant und Pension ) in Ferch war ein Freund Mehlhammers und Pächter des Haussees in Petzow.
Daher war es auch Mehlhammer möglich, hier ab und an zu angeln. Am 10.3.1943 entdeckte er blutiges Werkzeug im Schilf und rief die Polizei.
Diese setzte einen Suchtrupp ein an dem sowohl Kaehne, als auch Mehlhemmer teilnahmen. Es wurde ein Losungswort ausgegeben. Mehlhemmer wurde während der Suche eine Falle gestellt, er kannte das Losungswort nicht und wurde mit 8 Schüssen getötet. Es wurde auf Notwehr und auf Irrtum plädiert. Der Angeklagte Kaehne wurde freigesprochen

Zu DDR Zeiten wurde die Ermordung von A.Mehlhemmer propagandistisch genutzt, so wurde ein Gedenkstein am Haussee errichtet. 1986 aufgestellt.

Auch wichtig in der Region: Die letzte große Schlacht bei Ferch/Beelitz 1945

Luftbild Petzow Schwielowsee

Luftbild Petzow Schwielowsee

Zu Beginn diesen Jahres wurde begonnen, das am Schwielowsee gelegene Schloss Petzow zu restaurieren. Das Dach wurde zum Teil entfernt und die Schlossanlagen gerodet.

Teufelssee Potsdam Rehbrücke und der Napoleon Graben

1 Jun
Teufelssee und Napoleongraben

Teufelssee und Napoleongraben

Die Fakten:

Der See liegt südlich von Potsdam/ Waldstadt in der Verlängerung des Caputter Heuwegs. Von Potsdam Waldstadt braucht man zu Fuss etwa 30 Minuten. Der See ist einigermaßen ausgeschildert, aber in Zeiten der Smartphones und Google Maps, kein Problem. Der Teufelssee ist etwa 20.000 Jahre alt und ist ein sogenanntes Todeisloch. Ein Todeisloch entstand durch abbrechende Gletscherteile, die dann zunächst  durch abtauenden Matsch zugedeckt wurden und erst wesentlich später abschmelzen. Hierbei bildet sich der See. Also in Kurzform. Ein gewaltiges Stück Eis im Matsch.

Die Sage vom Teufelssee

Wenden haben hier offenbar ( der Sage nach ) ihre Geister und Götter verehrt. Da sie dies nach der Christianisierung weiter heimlich und nur Nachts taten, merkten Sie nicht, dass der Teufel die heiligen Symbole gegen seine eigenen austauschte.  ( wie hinterhältig )
Also beteten die Wenden den Teufel an. Da dass natürlich undenkbar war, liess der Bischhof von Brandenburg einen Exortzisten rufen, der das Teufelsbildnis vernichtete. Es versank im Waldboden und bildetet den heutigen See. Natürlich verschwand damit das Böse nicht vollkommen. Es blieb etwas in diesem See ( Buh )

Napoleon und der Teufelssee

Wieder so ein Gerücht.
Den Truppen von Napoleon war langweilig. Und da das nicht gut ist für eine Armee, erzählte Napoleon seinen Truppen es läge ein Schatz im See. Sollten die Truppen den Schatz finden gehöre er Ihnen. Damit waren die Männer beschäftigt einen Graben zu schaufeln der das Wasser des Sees abließe.
Da der aber 7 m tief ist war dies nicht möglich. Er konnte nicht entleert werde, da das Gefälle gen Osten nicht tiefer als 7m war.
Der Graben ist heute noch zu sehen ( Bild unten )
Bei Versuchen dennoch an den Schatz zu gelangen, ertranken mehrere Soldaten.

Der Graben geht vom See am Baum mit dem Kreuz vorbei nach rechts den jetzt erlaubten Weg hinunter.
Loch Ness in Schottland ist übrigens 220m tiefer.

Napoleon Graben Teufelssee Potsdam

Napoleon Graben Teufelssee Potsdam

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Schlacht um Berlin : 12. Armee Wenck bei Ferch und die Rettung

26 Mai
Der idyllische Ort Ferch

Der idyllische Ort Ferch

Ferch
Das Kleine Dorf Ferch liegt am Südufer des Schwielowsee und ist ein Ortsteil der Gemeinde Schwielowsee. Der Ort wird 1317 erstmals erwähnt. Die Gegend gehörte damals dem Kloster Lehnin.  Um 1375 wechselte der Besitzer. Die  Adelsfamilie von Rochow war fortan der Eigentümer Ferchs und die Einwohner des Dorfs waren bis in das 19. Jahrhundert der Familie lehnpflichtig.
Im 20. Jahrhunderts nach Anschluss an das Straßennetz sowie dem Bahnnetz am Bahnhof Lienewitz, wuchs Ferch schnell. Schon bald war das Dorf ein beliebtes Ziel für Touristen und Wochenendausflügler aus Berlin und Potsdam.
Die ersten Wochenendhäuser entstanden am Schwielowsee und der Wohlstand wuchs durch Tourismus und Forstindustrie.

Ferch im 2. Weltkrieg, Letzte Schlacht, Ziel Berlin

Am 10. April 1945 wurde die 12. deutsche Armee unter Oberbefehlshaber Walther Wenck bei Beelitz neu formiert. Sie war eine der letzten Möglichkeiten die Umklammerung Berlins durch die sowjetischen Truppen zu durchbrechen.  Am 26. April 1945 nehmen die einzelnen Divisionen auf Befehl Wencks ihrer Angriffsformationen ein. Kriegsschauplatz sind die Wälder von Beelitz bis Ferch und südlich von Beelitz, Elsholz. Im Raum Ferch, Seddin, Michendorf erfolgte der Vorstoß bis kurz vor Neuseddin.  Ziel war es die Autobahn bei Michendorf und weiter nach Berlin freizukämpfen. Die Division „Ulrich von Hutten“ stellte die Angriffsspitze. Bereits am Abend erreichte man Linthe und machte 18 Km Geländegewinn.

Eine Zeitzeugin aus Reesdorf erinnert sich:
„Ich erinnere mich genau als die ersten Russen kamen. Sie suchten Schmuck und Frauen. In einer Scheune hatten sich ein SS Offizier aus Halbe mit zwei jungen Soldaten versteckt, die er mitgebracht hatte. Die Russen nahmen die Soldaten fest, der SS-Mann wurde zu Tode getreten und brauchte noch einen halben Tag, bis er tot war. Wir flüchteten per Pferdewagen aufs Land, kehrten aber nach Tagen zurück, schon wegen den Tieren.“

Am 27.4.45 Erreichte die I.D Scharnhorst Reesdorf und eroberte das Dorf durch furchtbarste Kämpfe.
Am 28.4.45 waren Mittags bereits 6 Ortschaften und die Beelitzer Heilstätten zurückerobert. Sowjettische Soldaten hatten sich in den Kellern und unterirdischen Gängen festgesetzt und leisteten erbitterten Widerstand. Unmittelbar nach der Einnahme der Heilstätten wurde begonnen die 3000 Verwundeten abzutransportieren. Glücklicherweise war Personal des Internationalen Roten Kreuzes anwesend, die später die Übernahme der Verletzten durch die US- Armee vermitteln konnten.

Am 29.4.45 wird es ernst um Berlin. Daher schreibt Hitler um 23:00 ein Funkspruch an Generaloberst Jodl.
1.) Wo Sitze Wenck?
2.) Wann tritt er an?
3.) Wo 9. Armee?
4.) Wo Gruppe Holste?
5.) Wann tritt er an?

Am 30.4 konnten schwerste Angriffe abgewiesen werden und am 1.Mai hielt man Wittbrietzen.

Furchtbarste Kämpfe in Reesdorf

Furchtbarste Kämpfe in Reesdorf

Fichtenwalde
Um Ferch zu erreichen wurden nach Zeitzeugen Aussagen folgende Wege benutzt:
I.D. Schill nahm die Bundesstrasse bei Klaistow und unterquerte die Autobahn. 30.4.45
I.D. v. Hutten durchquerte die Ortschaft Fichtenwalde über die heutige L88 und die Lessingstrasse ggf. zusätzlich über die Tulpenstrasse in Richtung Autobahn.

( Nach dieser Fotokopie die wir eingescannt haben trifft der Angriff der Division Hutten von Fichtenwalde ausgehend genau nördlich des Autobahn Kreuzes nach Hannover auf die rote Armee und kämpft Ferch frei.  )

Krieg bei Ferch 1945

Angriff bei Ferch 1945

 

Neuseddin/Lienewitz
Das 5. mechanisierte Korps der 1.Ukrainischen Front kontrollierte bereits den östlichen Bahndamm der Trasse bei Neuseddin. ( Endsiegtrasse genannt )

Bei Lienewitz ( Karte ) waren geringe  Kampfhandlungen zu verzeichnen. Hier sind heute noch Gräber im Wald zu finden. Bis 1990  bestand diese Grabstätte eines deutschen Gefreiten aus einem Holzkreuz mit seinem Stahlhelm, welches von der Bevölkerung seit 1945 gepflegt wird. Aufnahme 28.5.2015.

Kriegsgräber Michendorf. Hier ruht ein deutscher Gefreiter

Kriegsgräber Michendorf.
Hier ruht ein deutscher Gefreiter

Ferch Lienewitz, Verteidigungslinien 1945

Ferch Lienewitz, Verteidigungslinien 1945

In den Wäldern zwischen Lienewitz und Beelitz trafen die Divisionen erneut auf die Rote Armee. In schlimmsten Waldkämpfen starben Tausende.

Bunker östlich der Bahntrasse

Bunker östlich der Bahntrasse

Die Entscheidung
Nachdem das Einbrechen nach Berlin aussichtslos war, mußten die Infanterie Divisonen „Ulrich von Hutten“ und „Schill“ (nördlich von Beelitz ) und “ Scharnhorst“ ( südlich von Beelitz) den Abzug der 9.Armee  aus Halbe und der Garnison Potsdam nach Westen decken. Die 9. Armee versuchte zu diesem Zeitpunkt mit einem Wanderkessel aus Halbe zur 12. Armee zu stoßen.
Die gebildete Verteidigungslinie entlang der Eisenbahnstrecke Elsholz,( Wittbrietzen ) Ferch Lienewitz von 12km Länge musste nun halten. Beelitz Heilstätten war evakuiert, die Reste der total erschöpfte 9 Armee bei Luckenwalde. Ziel der 9.Armee war jetzt der Raum südlich von Beelitz, der ihnen von der 12. Armee als bester Durchbruchsweg genannt wurde. Am Morgen des 1.Mai brach die Spitze Busse mit 5 Siegerpanzern und 10 Schützenpanzern bei Wittbrietzen durch und öffnete den Weg für die 9. Armee.
Die Rote Armee stand dennoch vor Beelitz. Sowjetischer Beschuss aus Zauchwitz deckte den Angriff. In furchtbaren Nahkämpfen auf dem Beelitzer Friedhof wurde die Sowjets zurückgeworfen.

Einschüsse auf dem Friedhof von Beelitz

Einschüsse auf dem Friedhof von Beelitz ( Haus + alte Grabsteine )

Aus Wittbrietzen haben wir sehr genaue Aussagen von Zeitzeugen, die die Vorkommnisse wie folgt zusammenfassen.

„Zuerst kamen Deutsche Landser per Fahrrad um die Gegend zu erkunden. An den Rädern waren Panzerfäuste angebunden und Granaten ( wahrscheinlich die Munition der PF ) Wir sagten zu denen, haut bloss ab, ihr macht uns noch unglücklich.
Das taten die Deutschen dann sofort und verschwanden in Richtung Elsholz. Dann kamen völlig erschöpfte Soldaten und warfen ihre Granaten in den Dorfteich. Dann schleppten die sich über die Bahnlinie zur Armee Wenck. Es gab Luftangriffe und alle mussten in den einzigen Luftschutzkeller in der Ortschaft.'“
( Getroffen wurde nur eine Scheune ) „Dann war Gefechtsfeuer aus Beelitz zu hören und russische Truppen flüchten in den Ort und verschanzten sich. Dann blieb es ruhig. Später hörte man dann Gefechte von der Bahnlinie bei Elsholz.“ 

Zu diesem Zeitpunkt hatte die Rote Armee offenbar vor nicht mehr durch Beelitz (Häuserkampf) über die Bahnlinie zu gelangen sondern ihr Gerät über die beiden Bahnübergänge um Elsholz zu bringen.

Hauptangriffspunkte waren also der Bahnübergang Elsholz, südlich von Beelitz, und der Übergang am Bahnhaus 59.

BAHNGEBÄUDER VON ELSHOLS

Bahngebäude Elsholz

Bahnhaus59

Bahnhaus59

( Siehe auch Kanonenbahn )

Der Bahnhof Elsholz wurde zeitweilig von Deutschen und Sowjets besetzt. Die Toten dieses Abschnitts sind heute in Salzbrunn beigesetzt.

Am 30.4.45, als klar wurde dass die Mehrzahl der Verwundeten und die Soldaten der fliehenden Einheiten in Sicherheit waren, kam das AUS per Funkspruch. Wahrscheinlich aus der Post von Ferch. Keitel meldete die Aussichtslosigkeit der Operation. 4 Stunden später war Hitler tot.

Funkspruch Keitels an die Reichskanzlei 30.4.45

Inhalt :  Vormarsch bei Ferch/Schwielowsee zum Stehen gekommen.
Der Film „Der Untergang“ beschreibt diese Szene genau und möglicherweise hat gerade diese Nachricht zu Hitlers Selbstmord geführt.
Man zog in Richtung Amerikanischer Truppen und Elbe bei Tangermünde, um sich dort in Kriegsgefangenschaft zu begeben.
80 000 Opfer dieser letzten große Schlacht des 2. Weltkrieges lagen nach diesen Tagen in den Wäldern, bis heute konnte die meisten nicht identifiziert werden. Allerdings werden  noch Ausrüstung und Gebeine sichergestellt.
Ein Kreuz im Wald zwischen Ferch und Neuseddin erinnert an dies letzte Schlacht.  Es trägt die Aufschrift „In diesen Wäldern verbluteten im April 1945 80000 Gefallene der letzten Schlacht des Krieges 1939 – 1945“. Zunächst stand an dieser Stelle ein kleineres Kreuz, wurde aber durch die Initiative des Privatmannes Ernst Rose, dessen Bruder noch am 30. April 1945 bei Ferch fiel, mit einem 5m hohen Metallkreuz ersetzt.
IMG_4043 Laut eines Bahnarbeiters werden immer noch Munitionsteile in den Bahndämmen gefunden. Gerade in diesen Tagen wird die Strecke erneuert.

Bombenangriffe

Glaubt man den heute per DGM Filter von der Öffentlichkeit einsehbaren topographischen Karten des Brandenburg Viewer, so sind um den Bahnhof Elsholz und Umgebung sind keine nennenswerten Bombeneinschläge zu erkennen. Allerdings wurde das Eisenbahnkreuz südlich Seddin erheblich bombardiert. Daraus könnte man schließen, dass sich die Armee Wenck recht unauffällig bewegen konnte und keine massiven Luftangriffe auf sich gezogen hat.

Zuvor: 45000 Tote an den Seelöwen Höhen 1945

Fortsetzung: Die Flucht nach Tangermünde

Quellen. Befragung von Zeitzeugen, Gefechtsaufzeichnungen.

( Division = 10.000 bis 30.000 Mann )

SIEHE AUCH :
Lager in Michendorf
Siehe auch Nachrichten Bunker in Wünsdorf
Frankfurt/Oder 1945
High Tech Schmiede im 3.Reich
Hans Grade Bordheide Flugzeugwerke und Schulbetrieb
 Radwanderweg R1 bei Ferch

Zwangsarbeiter in Michendorf. Spurensuche und Zeitzeugen

17 Mai

Michendorf ab 1930, der Ort wird  Obstzüchterdorf. 1936 bekommt Michendorf die Anbindung an die Autobahn. Im 2. Weltkrieg Bombenangriffe in Bahnhofsnähe und schwere Kämpfe südlich der Gemeinde am Bahnhof Seddin sowie die letzte Schlacht um Berlin bei Ferch und der Bahnlinie bei Beelitz.  Im April 1945 wurde Michendorf von  sowjetische Truppen besetzt, die zuvor der Autobahn folgend über Frankfurt/Oder kamen.
( Siehe auch Bunker von Wünsdorf )
Auf der Seite der Gemeinde Michendorf ist eine Karten zu finden, in der ein nahezu unbekanntes Zwangsarbeiter Lager eingezeichnet ist. Wir wollen die Fakten weder bewerten noch kommentieren. Hier ist der Link : Gemeinde Michendorf, Karte

Wir sind den  Beschreibungen einmal nachgegangen und haben folgende Fotos machen können :

Alter Schießstand Michendorf

Alter Schießstand Michendorf

Das Bild zeigt den auf der Karte von 1945 markierten Schießstand.

Bahndamm bei Michendorf

Bahndamm bei Michendorf

Ganz im Hintergrund ist die Bahnstrecke am Seddiner Rangierbahnhof zu sehen. Von hier zweigte der neue Bahndamm ab. Zu erkennen ist noch der aufgeschüttete Bahndamm, der eine 90° Rechtskurve Richtung Lager macht. Das nächste Bild zeigt die Trasse durch den Wald.

Bahntrasse Michendorf Lager Zwangsarbeiter

Bahntrasse Michendorf Lager Zwangsarbeiter