Badewitzbrücke Kleinmachnow, Sprengung, Kampf, Wiederaufbau

23 Jun
Baewitzbrücke, heute Friedensbrücke

Badewitzbrücke, heute Friedensbrücke

Ursprünglich war die Badewitzbrücke eine Überquerung mit Fahrbahn, Gehweg und Gleis für Treidellokomotiven. Diese waren zum Bewegen der Kähne vor der Kleinmachnower Scheuse eingesetzt. ( …zu treideln )
( 1904 )
Beim Anmarsch der Roten Armee 1945 wurde sie von der Wehrmacht gesprengt.

24. April 1945: Die 3.Gardepanzerarmee der 1.Ukrainischen Front will über den Teltowkanal stürmen. ( siehe auch: Armee Wenck ) Dazu nehmen sie die Engstellen östlich des Machpower Sees ins Visier. Es bieten sich hier die Badewitzbrücke und die Rammrathbrücke etwas östlicher an. An der Harkeburg lag ein deutsches Sturmgeschütz, an der Brücke langen Verbände der Wehrmacht und des Volkssturms.

Laut Zeitzeugen: Deutsche Schützenlöcher an der Brücke

Laut Zeitzeugen: Deutsche Schützenlöcher an der Brücke

Aber der Widerstand hielt nicht lange, denn die Sowjetischen Truppen bildeten mehrere Brückenköpfe, die sich schnell verbinden ließen. Am 25. April war Kleinmachnow von der Roten Armee eingenommen.
Verluste :
etwa 570 Soldaten der Roten Armee, etwa 200 Deutsche Soldaten.
( Schätzung nach Anzahl der Gräber auf den Friedhöfen Kleinmachnow, Stahnsdorf und Teltow. )

Nach dem Krieg zunächst als Fußgängerbrücke repariert, 1977 durch eine Stahlkonstruktion ersetzt und 1994 endlich durch die heutige Brücke neu errichtet, die auch moderne Verkehrsbelastungen aushalten kann.  Der heutige Name ist Friedensbrücke. Im Hintergrund ist die Schleuse Kleinmachnow zu sehen.

Betontrümmer am Ufer

Betontrümmer am Ufer

In unmittelbarer Nähe liegt die Hakenburg. Im Dritten Reich von der Reichspost genutzt und zu DDR-Zeiten Parteischule.

Sabinchenstadt Treuenbrietzen, Massaker und Gegenwart

22 Jun
Treuenbritzen Brandenburg

Treuenbritzen Brandenburg

Erstmals erwähnt 1208, Lage im Norden dies niederen Fläming, Brandenburg. 1290 Erhalt des Stadtrechts. Das kleine Treuenbrietzen war eine moderne Stadt, dic sich schnell mit einer Stadtmauer zu schützen wußte. Die  bis heute erhaltenen Parkanlagen wurden im 18.Jahrhundert errichtet und machten Treuenbrietzen über die lokalen Grenzen hinaus bekannter. Hinzu kam der industrielle Standort, man produzierte Tuch und Stoffe, die günstige Lage an der heutigen Bundesstrasse 2 zwischen Potsdam, Jüterbog und Wittenberg, sowie die baldige Anbindung an das Eisenbahnnetz.
Allerdings blieb Treuenbrietzen bis zum Anfang des 20.Jahrhunderts verträumt und dehnte sich im Laufe der Zeit in der Fläche wenig aus.

Im 3. Reich wurde Wehrindustrie angesiedelt. ( Munitionsfabriken ) und mit ihnen brauchen die Arbeiter Wohnraum. 1937 wurde das Allgemeine Krankenhaus der Stadt zum Lungenzentrum spezialisiert, wie auch die Beelitz Heilstätten.

1945 gab es in Treuenbrietzen unfassbare Massaker an der Zivilbevölkerung. Die folgende Stichwortchronik versucht einen Überblick über die Wirren der Endschlacht um Berlin zu geben.

10. April 1945  die 12. deutsche Armee bei Beelitz neu formiert. Ziel Berlin.
11. April 1945 Treuenbrietzen Einmarsch der 13. Armee der Roten Armee.
21. April 1945 das 51. Gardepanzerregiment der 1 Ukrainischen Front
besetzt Treuenbritzen und löst die 13. Armee ab, die in Richtung Elbe zieht.
( Wie fast überall kommt es zu Vergewaltigungen und Übergriffen )
23. April 1945 Armee Wenck erobert Treuenbrietzen zurück.
23. April 1945 Wehrmacht oder Waffen SS  erschießen beim Dorf Nichel italienische Zwangsarbeiter.
23. April 1945 Die Rote Armee erobern Treuenbrietzen zurück.
23. April 1945 1000 Zivilisten werden von den Truppen der UdSSR erschossen.( Männer )
30. April 1945 Generalfeldmarschall Keitel informiert Hitler aus Ferch, das die 12. Armee feststeckt. siehe Keitel
Im Anschluss werden Verteidigungslinien entlang der Bahn Beelitz Jüterbog ausgebaut um den Abzug der 12. Armee Wenck zu sichern. siehe Elsholz
Die Front bleibt hier westlich von Treuenbrietzen, sodass die Stadt unter Sowjetische Besatzung fällt.

Zu DDR Zeiten wird die Munitionsindustrie in Mechanische Industrie umfunktioniert.
Nach 1990 ist die Stadt abgewirtschaftet. Die Grundsanierung dauert bis heute an und hat aus Treuenbrietzen ein schöne, handwerklich orientierte Stadt gemacht. Ein absolutes Muss für den Brandenburg Reisenden.

Moritat vom „Sabinchen“
Eine Geschichte von Untreue, Spitzname der Stadt Treuenbrietzen.
Hier eine Hörprobe
Hier die offizielle Seite zur Industriellen Ausbildung 

Die Wahlergebnisse 2014 :
SPD 10 %
CDU  17,9%
DIE LINKE 9,7%
FDP 4,7%
PIRATEN   2,6 %
BIV  26,1%
TBV 29,0%
ohne Gewähr

Restauriert: Treuenbrietzen

Restauriert: Treuenbrietzen

Siehe: Die Friedrichstrasse von Treuenbrietzen

( Quellen : Jeweils verlinkt Treuenbrietzen.de, Zeitzeugen. )

Burg Rabenstein Hoher Fläming Brandenburg

20 Jun
Burg Rabenstein Hoher Fläming

Burg Rabenstein Hoher Fläming

Erbaut 1209 bis 1212. Anlass des Baus dieser leichten Befestigungsanlage war die  Kontrolle der Strasse Brandenburg an der Havel nach Wittenberg.
1377 wurde das kleine Dorf Raben, am Fuße der auf einem Hügel stehenden Burg, erstmals in den Aufzeichnungen erwähnt.
Heutiger Besitzer : Gemeinde Rabenstein/Fläming

Im Dreißigjährigen Krieg wurde Rabenstein von Schweden besetzt und geplündert.

1935 wurde die Burg grundsaniert. Nach dem 2. Weltkrieg wurde sie enteignet und zu Ausbildung von Forstpersonal genutzt.

Am 23. April 1945 Niemegk liegt in der Hauptkampflinie 32, wird mehrfach beschossen aber nicht eingenommen. Siehe Armee Wenck

1956 wurde sie Jugendherberge und wurde  Ziel vieler Klassenreisen.
Heute beherbergt die Burg eine Gaststätte und ein einfaches Hotel ( Herberge )
In der Adventszeit wird alljährig ein Weihnachtsmarkt aufgebaut, natürlich im mittelalterlichen Stil.
Anfahrt am besten per Auto über die A9 Abfahrt  Ausfahrt 6 „Klein Marzehns“ Von dort ist der Weg ausgeschildert und in 5 Autominuten zu erreichen.

Burghund aus Raben

Burghund aus Raben

 

Burg Rabenstein

Burg Rabenstein

Perleberg. Der Norden Brandenburgs, 300 Jahre Militär, Pest und Krieg überstanden

19 Jun
Günter Hommes pixelio.de

Günter Hommes pixelio.de

Perleberg, Kreisstadt und die Perle der Prignitz.  Perleberg ist wahrscheinlich entstanden aus der Nikolaisiedlung/ Stammessiedlung im frühen Mittelalter, 12.Jahrhundert. Durch die günstige Lage siedelten sich im Raum Perleberg vielerlei Betriebe und Handwerker an.  Die Stadt wurde zügig zum Verkehrsknotenpunkt und Geschäftszentrum.
Am 12.10.1239 bekam man das Stadtrecht.

1539 kamen auch die Thesen von Martin Luther nach Perleberg, was zu Kämpfen mit Katholiken in der Stadt führte.1546 wurde die geistliche Gerichtsbarkeit abgeschafft. Damit war  Perleberg protestantisch.
Wenige Jahre später wütete die Pest in der Stadt.1627 kam der 30 jährige Krieg nach  in die Region und hinterließ Plünderungen, Brände und Elend. 1636 tobte die Schlacht von Wittstock und  Perleberg wurde zur Lazarettstadt. Weiterhin starben viele tausend Menschen an der Pest. Von diesen Ereignissen erholte sich die Prignitz nur schwer.

Ab 1724 war Perleberg  Garnisonsstadt. 1806 Krieg gegen Napoleon, bei dem die Kürassiere den französischen Truppen unterlagen. Damit wurde Frankreich Besatzungsmacht mit allen schrecklichen Auswirkungen.

Wieder ein Jahrhundert später und ein Krieg weiter, im Deutsch Französischen Krieg  1870/1871 hatte  Perleberg wenig Auswirkungen zu ertragen und beherbergte lediglich einige Kriegsgefangenen.

Der erste Weltkrieg brachte  Perleberg neben Inflation und Arbeitslosigkeit, Wohnungsnot und die Radikalisierung der politischen Lager.
Ab 1933 ging es wirtschaftlich aufwärts. Der zweite Weltkrieg endete für die Region mit Bombenangriffen auch der Besetzung durch die Sowjettruppen. Diese nutzen  Perleberg als Garnisonsstadt ab 1945. Gleichzeitig lag die NVA in der Stadt mit der Unteroffiziersschule Egon Schultz.

Nach 1990 und der Wiedervereinigung der beiden DeutschenStaaten  wurde die Stadt  Perleberg dem Land Brandenburg zugeordnet.

Salzbrunn, Brandenburger Perle und Kriegsgräber

18 Jun
Salzburg ist einfach niedlich

Salzburg ist einfach niedlich

In den im 16.Jahrhundert entdeckten Salzquellen ist auch die Namensgebung des kleinen Orts südlich von Beelitz begründet. 1748 ordnet Friedrich II, König von Preußen in Potsdam an, den Landstrich zu besiedeln. Etwa 12 Familien wurden angesiedelt.
Wahrscheinlich hat sich der Ort in den letzten Jahrhunderten nur sehr wenig verändert.
Nach der letzten Schlacht um Berlin und der Schutzfront zur Evakuierung von Beelitz Heilstätten und der Armee Wenck, direkt an der Bahnlinie wurden offensichtlich die deutschen Soldatenopfer in Salzbrunn beerdigt. In Wittbrietzen lag zu diesem Zeitpunkt bereits die Rote Armee, während die 9. Armee versuchte zu Wenck durchzubrechen.

Salzbrunn Kirche Kriegsgräber

Salzbrunn Kirche Kriegsgräber

Wittbrietzen, Brandenburg, Ortsteil von Beelitz und Kriegsschauplatz

18 Jun
Widersetzen bei Beelitz

Widersetzen bei Beelitz

Wittbrietzen liegt direkt südlich von Potsdam und ist ein Ortsteil von Beelitz. .
( Gründung im 13. Jahrhundert ) Auch hier gibt es in den Sommermonaten Spargel im Überfluss. Das Ortleben der etwa 550 Einwohner wirkt ruhig und beschaulich.
Doch das war mal ganz anders. 1945 schlugen die Ausläufer der letzten großen Schlacht um Berlin bis nach Beelitz und Wittbrietzen.
Während die 9 Armee aus dem Kessel von Halbe zur Armee Wenck durchbrechen mußte waren die Kämpfe direkt vor der Haustür.
Übersicht der Lage 1945 im Raum Beelitz und Wittbrietzen
 Kriegsgräber in Salzbrunn
Die Verkehrsanbindung durch die Bundesstrasse 2 Richtung Potsdam und Berlin, sowie die Bahnlinie nach Beelitz und weiter über Potsdam in die Hauptstadt, macht auch Wittbrietzen zu einer ländlichen, aber Pendler freundlichen Ortschaft.

Örtlicher Internetauftritt mit Infos über Vereine, Kultur, Gastronomie und angesiedelten Formen finden Sie gerne hier:   Wittbrietzen.de

Bunkerstadt Wünsdorf, Bunker Zeppelin Sperrgebiet ab 1945

16 Jun
Bunkerstadt Wünsdorf

Bunkerstadt Wünsdorf

Der Bunker Wünsdorf Zeppelin, im Auftrag de Oberkommando des Heeres in Auftrag gegeben, für die deutsche Reichspost bestimmt, wurdevon 1937-39 nördlich der Ortschaft Wünsdorf errichtet. Hier entstand die Nachrichtenzentrale  „Zeppelin“ ( Codename Amt 500 ) Der Bunker war mit leichten LKWs befahrbar und als Gebäude der Reichspost ausgestattet. Auf seiner Oberseite wurden zur Tarnung eine Landhaussiedlung errichtet. Diese wird heute, renoviert, wieder bewohnt. Damals war diese Siedlung Teil des Stabsquartier des Oberkommandos des Heeres.
„Zeppelin“ war bis 1945 der modernste und größte Nachrichten Knotenpunkt der Wehrmacht. Als die rote Armee bei Frankfurt/O die Oder überschritt und schnell nach Westen vorrückte wurde Wünsdorf besetzt. ( Siehe Armee Wenck )Der Gesamte Nachrichtenknoten gelangte unter sowjetische Kontrolle.

Die Bunker „Maybach I“ und „Maybach II“ ( Oberkommando des Heeres ) wurden 1946 gesprengt. „Zeppelin“ wurde geplündert.

1953 wurde Zossen/Wünsdorf Sperrgebiet. Das Oberkommandos der GSSD ( Gruppe der sowjetischen Streitkräfte in Deutschland ) zog ein. „Zeppelin“ wurde ausgebaut. „Rannte“ entstand. Die Nachrichtenzentrale „Ranet“ war eins in die NVA integriertes Nachrichtennetzwerk, welches letztendlich im Ministerium in Berlin endete.
Nach 1990 wurde erneut demontiert und in die Sowjetunion zurückverlegt.
Heute sind die Wohnsiedlungen renoviert und wiederbewohnt.

(Siehe auch: Zwangsarbeiter in Michendorf )

( Siehe auch Teufelsberg Berlin. Abhörstation der USA )

( Siehe auch: High Tech Schmiede Hakeburg, Fernsehtorpedos und mehr )

Verbindung zum OKLuftwaffe u Göring Bahn

 

Tarnung als Landhaus

Tarnung als Landhaus

gesprengter Maybachbunker

gesprengter Maybachbunker

 

Post rote Armee

Postausgabe der roten Armee

Eingang zum Bunker in Wünsdorf Zossen

Eingang zum Bunker in Wünsdorf/Zossen

 

Grenzstadt Frankfurt/Oder Polenmarkt Teilung und Grenzkriminalität

16 Jun
Frankfurt/Oder

Frankfurt/Oder

Natürlich war Frankfurt/Oder und die heutige Stadt Slubice ( vor 1945 Dammvorstadt ) einst eine Stadt, durch die die Oder floß. Aber Zeiten und Grenzen ändern sich. Nicht umsonst war die Anerkennung der Oder/Neiße Grenze durch Deutschland für die Polen extrem wichtig. Erst 1972 Hatten die beiden Staaten wieder diplomatische Beziehungen nach dem 2. Weltkrieg aufgenommen. Freundschaftlicher wurde die Beziehung erst nach dem 14.11.1990, Deutschland war gerade wiedervereinigt ( 3.10.1990 ), als die Bundesregierung die Westgrenze Polens anerkannte. ( Bundeskanzler Helmut Kohl )
Im 2.Weltkrieg blieb Frankfurt zunächst verschon. Erst 1944 gab es erste Luftangriffe.
Am 16.4.1945 begann die Großoffensive der roten Armee auf Berlin, die Dammvorstadt wurde geräumt und die Oderbrücke gesprengt. Am 23.April wurde Oberst Alexejew Stadtkommandant. Durch Bombenangriffe und späteres legen von Bränden wurde Frankfurt zu über 90% zerstört.
( Siehe auch Nachrichten Bunker in Wünsdorf )
Die Sünden der Nachkriegsarchitektur sieht man heute noch allerorts. Plattenbauten und russische Embleme sind noch reichlich vertreten in Frankfurt.
Die Wahlergebnisse aus 2014 spiegeln die Lage der heutigen Grenzstadt wieder. So erreichte zum Beispiel die „Linke“ 30,5 % und die „Alternative für Deutschland“ 11,6%.

Kriminalität in der Grenzregion

In Frankfurt/Oder steigt die Kriminalität dramatisch, titelte eine Tageszeitung im Frühjahr 2013. Offene Grenzen und schnelle Verkehrswege in Nachbarland machten Frankfurt und Brandenburg stark zu schaffen.

„Es reicht“, sagt der parteilose Frankfurter Oberbürgermeister Martin Wilke , „auf diese aktuelle Situation muss reagiert werden.“
Eine Polizeikooperation zwischen den Dienststellen, beiderseits der Grenze, macht Dieben das Leben etwas schwerer. Erste Erfolge scheinen sich einzustellen. Auf der anderen Seite der Grenzen, in Slubice ist die polnische Polizei ebenfalls präsenter. Auch sieht man deutsche Polizeieinheiten auf polnischen Strassen.

Polenmarkt

Die Verlockung ist groß. Nur wenige Autominuten trennen die Bürger und Besucher Frankfurts von den sog. Polen Bazars in Slubice. Was hier verkauft wird darf nicht unbedingt und in jeder Menge nach Deutschland eingeführt werden. Warnansagen in deutsch informieren die Besucher darüber, keine illegalen Waren einzukaufen. Hier geht es zumeist um gefälschte Kleidung oder andere Artikel großer Markennamen. Auch Treibstoffe sind günstiger, aber die Zollbestimmungen zur Einfuhr sind eindeutig. Wer zum Beispiel ein Auto mit Dieselmotor fährt und etwa Benzin einführt, macht sich schon schuldig. Besonders günstig sind immer noch Lebensmittel und Zigaretten. Auch der Besuch beim Friseur, oder das Schnitzel mit Pommes kostet deutlich weniger als westlich der Oder.

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Beelitz Heilstätten. Sterben die Beelitzer Geister aus?

14 Jun
Beelitz Heilstätten, Die Beelitzer Geister

Beelitz Heilstätten, Die Beelitzer Geister

Eigentlich unfassbar. Ein deutsches Kulturerbe verrottet. und zwar in Beelitz, Brandenburg. Noch heute ist es ein merkwürdiges Gefühl durch die Parkanlagen, die Klinikhöfe und Straßen von Beelitz Heilstätten zu gehen. Was haben hier für Menschen gelitten, Hoffnung geschöpft und geheilt worden. Und das Ganze hatte einen beeindruckenden Plan:

Die Landesversicherungsanstalt Berlin errichtete 1898 bis ins Jahr 1930 eine sogenannte Arbeiter Lungen Heilanstalt mit 60 Gebäuden. ( Heute Denkmal ) Der Standort kam nicht von ungefähr, denn das südliche Brandenburg hat extrem gute trockene Luft für Lungenkranke. Eine gute Bahnanbindung bestand. Besonders Kohlkumpel aus dem eher feuchten Ruhrgebiet fuhren entweder zur Ostsee oder nach Beelitz.

Im ersten und im zweiten Weltkrieg wurden die Heilstätten Lazarett. Am 9.10.1916 wurde der Gefreite Adolf Hinter hier eingeliefert. Er blieb bis zum 4.Dezember.
1942 wurde hier eine Spezialklinik für TBC eingerichtet, die bis 1998 betrieben wurde.

Im Dezember 1990, also kurz nach der Wiedervereinigung der deutschen Staaten, begab sich Erich Honecker zusammen mit seiner Frau Margot in die Beelitzer Kliniken. Im März 1991 wurde er nach Moskau ausgeflogen. Man erinnert sich an die Fernsehbilder von 1990, als der ehemalige Staatsratsvorsitzende in das von UdSSR Truppen kontrollierte Gebäude ging, Schutz vor den BRD Behörden suchend?

Bis 1994 dienten die Heilstätten der Roten Armee als Militärhospital.

Während den erbitterten Kämpfen um Berlin 1945 waren in Beelitz Heilstätten etwa 3000 Verletzte und Personal eingeschlossen. Die rote Armee stand vor den Toren der Stadt. Anstatt den Angriff auf Berlin zu beginnen befreite die Armee Wenck  Beelitz Heilstätten und evakuierte nach Westen in Richtung Elbe.

Schlacht um Berlin

Siehe hier die Ereignisse um Ferch, SeddinElsholz und Lienewitz.

verfallene Beelitz Heilstätten

verfallene Beelitz Heilstätten

Müll aus einem Jahrhundert

Müll aus einem Jahrhundert

 

Schwerste Einschläge im Raum Rothenburg Oberlausitz

13 Jun
Jürgen Nießen_pixelio

Jürgen Nießen_pixelio.de

Schwere Gewitter und Hunderte von Blitzeinschläge verzeichnet zur Stunde die Oberlausitz im Raum Rothenburg/Brandenburg, die Kleinstadt im Landkreis Görlitz.
Rothenburg, umgeben von Heidelandschaft und dichten Wäldern liegt direkt an der heutigen polnischen Grenze und im Tal der Lausitzer Neiße.
1268 erstmal urkundlich erwähnt wurde Rothenburg schon bald durch Handwerk und Landwirtschaft dominiert. 1815 wurde  Rothenburg, Preußen zugesprochen
( Wiener Kongress )
Es entstand der Landkreis Rothenburg. In den Kriegswirren 1945wurde Rothenburg stark zerstört, zumal hier die 2.polnische Armee versuchte über die Neiße zu gelangen. Da die Stadt 1945 nun direkt an der strategischen  Außengrenze zu Polen lag, wurde Rothenburg der Status der Kreisstadt aberkannt. Seither heißt der Landkreis “ Weißwasser“, nach der gleichnamigen Stadt.

Zu Kriegszeiten hatte Rothenburg ein sogenannten Notlandeplatz. Dieser wurde 1960 für die Luftstreitkräfte der Nationalen Volksarmee stark ausgebaut und 1990 entmilitarisiert, da er wiederum direkt an der Grenze lag.
Ende der 1990 ziger Jahre flogen Lufthansa Piloten hier Platzrunden um ihre Lizenzen zu erlangen.

Homepage Rothenburg Stadt

Flugplatz Rothenburg Görlitz