Grenzstadt Frankfurt/Oder Polenmarkt Teilung und Grenzkriminalität

16 Jun
Frankfurt/Oder

Frankfurt/Oder

Natürlich war Frankfurt/Oder und die heutige Stadt Slubice ( vor 1945 Dammvorstadt ) einst eine Stadt, durch die die Oder floß. Aber Zeiten und Grenzen ändern sich. Nicht umsonst war die Anerkennung der Oder/Neiße Grenze durch Deutschland für die Polen extrem wichtig. Erst 1972 Hatten die beiden Staaten wieder diplomatische Beziehungen nach dem 2. Weltkrieg aufgenommen. Freundschaftlicher wurde die Beziehung erst nach dem 14.11.1990, Deutschland war gerade wiedervereinigt ( 3.10.1990 ), als die Bundesregierung die Westgrenze Polens anerkannte. ( Bundeskanzler Helmut Kohl )
Im 2.Weltkrieg blieb Frankfurt zunächst verschon. Erst 1944 gab es erste Luftangriffe.
Am 16.4.1945 begann die Großoffensive der roten Armee auf Berlin, die Dammvorstadt wurde geräumt und die Oderbrücke gesprengt. Am 23.April wurde Oberst Alexejew Stadtkommandant. Durch Bombenangriffe und späteres legen von Bränden wurde Frankfurt zu über 90% zerstört.
( Siehe auch Nachrichten Bunker in Wünsdorf )
Die Sünden der Nachkriegsarchitektur sieht man heute noch allerorts. Plattenbauten und russische Embleme sind noch reichlich vertreten in Frankfurt.
Die Wahlergebnisse aus 2014 spiegeln die Lage der heutigen Grenzstadt wieder. So erreichte zum Beispiel die „Linke“ 30,5 % und die „Alternative für Deutschland“ 11,6%.

Kriminalität in der Grenzregion

In Frankfurt/Oder steigt die Kriminalität dramatisch, titelte eine Tageszeitung im Frühjahr 2013. Offene Grenzen und schnelle Verkehrswege in Nachbarland machten Frankfurt und Brandenburg stark zu schaffen.

„Es reicht“, sagt der parteilose Frankfurter Oberbürgermeister Martin Wilke , „auf diese aktuelle Situation muss reagiert werden.“
Eine Polizeikooperation zwischen den Dienststellen, beiderseits der Grenze, macht Dieben das Leben etwas schwerer. Erste Erfolge scheinen sich einzustellen. Auf der anderen Seite der Grenzen, in Slubice ist die polnische Polizei ebenfalls präsenter. Auch sieht man deutsche Polizeieinheiten auf polnischen Strassen.

Polenmarkt

Die Verlockung ist groß. Nur wenige Autominuten trennen die Bürger und Besucher Frankfurts von den sog. Polen Bazars in Slubice. Was hier verkauft wird darf nicht unbedingt und in jeder Menge nach Deutschland eingeführt werden. Warnansagen in deutsch informieren die Besucher darüber, keine illegalen Waren einzukaufen. Hier geht es zumeist um gefälschte Kleidung oder andere Artikel großer Markennamen. Auch Treibstoffe sind günstiger, aber die Zollbestimmungen zur Einfuhr sind eindeutig. Wer zum Beispiel ein Auto mit Dieselmotor fährt und etwa Benzin einführt, macht sich schon schuldig. Besonders günstig sind immer noch Lebensmittel und Zigaretten. Auch der Besuch beim Friseur, oder das Schnitzel mit Pommes kostet deutlich weniger als westlich der Oder.

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