Griebnitzkanal und Strandbad Wannsee

16 Okt
Griebnitzkanal Berlin Zehlendorf

Griebnitzkanal Berlin Zehlendorf

Der Griebnitzkanal hieß eigentlich einmal ganz anders. Zwar verbindet er in Zusammenarbeit mit dem Teltowkanal, den Griebnitzsee mit dem Großen Wannsee, aber 1906 hieß er zunächst dann Prinz-Friedrich-Leopold-Kanal. 1992 begann dann in Berlin das große Umtaufen der Infrastruktur. Sie hieß der Kanal ab sofort Griebnitzkanal, die S-Bahn Station „Olympiastadt“ wurde zur Haltestelle Griebnitzsee.

Die 3,6km lange Bundeswasserstrasse bietet für Bootsfahrer so einige Besonderheiten. Die romantische Fahrt durch den Ausläufer des Grunewalds und die angrenzenden alten Stadtteile durchläuft 3 sehenswerte alte Brücken. Im Norden die Wannseebrücke der Bundesstrasse 1, dann die Alsenbrücke und schließlich die Hubertusbrücke nahe der Soehnelwerft und der Abzweigung zum Teltowkanal.
Da der Kanal doch recht eng ist gilt eine Durchfahrtsbeschränkung für Boote über 2,5m Breite. So darf pro Richtung einerseits nur die ersten 20 Minuten der angefangenen Stunde eingefahren werden, der Gegenrichtung werden folglich die Minuten von 30 bis 50 nach der vollen Stunde eingeräumt.
Doch die Lustfahrten der Bootssportler war nicht der einzige Grund für den Bau des Griebnitzkanals. Das große, ehemalige  KDF ( Kraft durch Freude ) Wannseebad liegt genau gegenüber der Mündung des Griebnitzkanals in den Grossen Wannsee. Um hier die Wasserqualität in wasserarmen Sommern zu sichern wurde das Prinzip der „Kommunizierenden Röhren“ angewandt, wonach der Griebnnitzkanal ggf. frisches Wasser aus dem Teltowkanal in Richtung Strandbad Großer Wannsee pumpt.

Strandbad_Wannsee

©Axel Mauruszat CC Lizenz

Strandbad Wannsee

©Axel Mauruszat CC Lizenz

Quellen: Eigene, Wasser und Schifffahrtsamt Berlin, Wikipedia

Schreibe einen Kommentar

WordPress spam blockiert CleanTalk.