Palast der Republik Ost Berlin. Ein Ort an dem sich die Geister scheiden

29 Jul
Palast der Republik Berlin

Manfred_pixelio.de

Selten war ein Abriss so umstritten wie der Abriss des Palastes der Republik, Sitz unter anderem der Volkskammer der DDR. Sicher wurde viel Astbest verbaut und eine Sanierung wäre unglaublich teuer geworden, doch das hat man bei anderen Projekten durchaus in Kauf genommen.
Es geht vielmehr um die politische oder kulturelle Frage. Das wiedervereinigte Deutschland wollte einfach dieses Machtzentrum der DDR loswerden, 2006-2008 wurde der Koloss abgerissen. Bis 2019 soll das „Humboldt Forum“ an gleicher Stelle entstehen. Es wird äußerlich dem ehemaligen Berliner Stadtschloss nachempfunden.
Was nach einer Retourkutsche der Systeme aussieht, ( Die DDR hatte nach dem Krieg 1950 das beschädigte Stadtschloss sprengen lassen und den Palast der Republik für 500 Mio DDR Mark bauen lassen, Walther Ulbricht ) ist in Wirklichkeit ein sich seit vielen Jahren quälend dahin ziehender Entscheidungsprozess aller Beteiligten, Behörden, Stiftungen, Banken und der Politik als Ganzes.
Aber zurück zum Palast, „Erichs Lampenladen“ ( wegen den vielen Kugelleuchten im Inneren ) genannt, war durchaus ein besonderes Gebäude. Es hatte eine absolut perfekte Akustik, war bestens mit Restaurants ausgestattet und lag perfekt im Machtzentrum der DDR, Ostberlin. Allerdings beherbergte es auch 5000 Tonnen Astbest, wie gesagt. Die Entsorgung dieses krebserregenden Brandschutz Stoffes kostete alleine später 87Millionen Euro.
Per Boot zu erreichen in einer Tour über die Spree, nahe Dom und Regierungsviertel

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