Pegida. Wir sind das Volk. 25 Jahre später in Dresden

14 Dez

Die  PEGIDA von sich reden.  In den Hauptstadt Foren werden immer mehr Fragen gestellt, ob auch in Brandenburg die PEGIDA Veranstaltungen, sogenannte Spaziergänge plant.

Auch der Ex SPD Finanzsenator von Berlin,  TILO SARRAZIN meint „Die Politik muss die Ängste ernst nehmen.“
Während  offenbar die überwiegende Mehrheit der Teilnehmer aus der bürgerlichen Mitte stammen und sich die Organisatoren von ultra rechtem Gedankengut distanzieren, macht die ganze Sache den Eindruck, als wenn in der Bevölkerung doch einiges an Überfremdung Angst präsent ist.

Während die AfD ebenfalls  Verständnis äußert scheinen andere Parteien drastische Ablehnung zu bekunden.

Morgen am 15.12.2014 ist in Dresden der nächste „Spaziergang“ geplant.

( Redak. eigene )

Politische Einschätzungen ( die uns hier fern liegen ) lesen Sie unter dem Stichwort PEGIDA bei Google. Ein Artikel  der Schwäbischen Zeitung folgt :

PEGID Demo Dresden

 

 

Schwäbische Zeitung: Die Sorgen ernst nehmen ( presseportal.de )

Ravensburg (ots) – Zwei beunruhigende Dinge sind geschehen: In Bayern wurde eine unbewohnte Unterkunft für Asylbewerber in Brand gesteckt. Und eine anti-islamische Initiative wird immer stärker. Mit den Attentätern von Vorra in Bayern dürften die Strafverfolgungsbehörden schon fertig werden. Ganz anders verhält es sich mit dem Unbehagen verunsicherter Menschen aus der Mitte der Gesellschaft, die bei Pegida landen.

Der Brand in Bayern weckt Erinnerungen an die 1990er-Jahre, als in Mölln, Hoyerswerda und Rostock Flüchtlingsunterkünfte angezündet wurden und Menschen starben. Die Brandstifter in Vorra konnten zwar das Hakenkreuz richtig schmieren, scheiterten aber schon daran das Wort „Asylant“ richtig zu sprayen. Die Reaktionen auf den Anschlag bei Nürnberg zeigen eben auch, dass sich dieses Land verändert hat zum Guten, dass es offener geworden ist. Die Nachbarn des Heimes in Vorra sind entsetzt über den Anschlag und erklären, sie hätten sich auf die Ankunft der Flüchtlinge gefreut.

Manche Bürger, die sich stören an den Kämpfen zwischen Kurden und Salafisten in deutschen Fußgängerzonen, landen bei Pegida, der vollmundigen Protestbewegung „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“. Auch wenn deren Programm scheinbar tolerant daherkommt, ist Pegida doch fremdenfeindlich. Wer sich zudem als Hüter des Abendlandes aufspielt, gehört eigentlich nicht weiter ernstgenommen. Aber Pegida und auch die Alternative für Deutschland operieren mit der Angst der Menschen, sie bedienen das Unwohlsein gegenüber einer sich schnell verändernden Welt. Es sind Verschwörungstheorien, Panikmache und Hetze, mit denen Politik gemacht wird.

Ernstnehmen muss man aber die Sorge vieler Menschen, von einer komplizierten Welt überfordert zu werden und Konflikte in der Nachbarschaft ausbaden zu müssen, die den Menschen gefühlt von der Politik aufs Auge gedrückt wurden. Die Aufgabe geht an Politik, Schulen, Medien, Kirchen und Gemeinden: sie müssen die Menschen in der Mitte mit ihren Ängsten abholen.

Pressekontakt:

Schwäbische Zeitung
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