Scheinanlage Stücken Bahnhof Neu Seddin

28 Okt
Scheinbahnhof Stücken

Scheinbahnhof Stücken

Um den Neu Seddiner Bahnhof, sowie die gesamte Rangieranlage gegen nächtliche Luftangriffe zu schützen, wurde bei Fliegeralarm sofort und total verdunkelt. Im gleichen Moment gingen die Scheinwerfer und Lichtanlagen auf einem Feld, nahe der südbrandenburgischen Ortschaft Stücken, an.
Bauwerke aus Holz und Strohballen imitierten den größten Umschlagbahnhof in der Region. Lichtmasten simulierten die beleuchteten Gleisanlagen und sogar künstliche Lichtblitze täuschten den Angreifern regen Zugverkehr vor.
Es wurden auch Flakscheinwerfer positioniert, als würde man ein wichtiges Ziel schützen wollen. In den letzten Kriegsjahren konnten so viele Angriffe vom eigentlichen Umschlagbahnhof Neu Seddin fehlgelenkt werden.
Spätestens bei Beelitz gerieten die Bomberverbände dann in den Bereich der Höhenflak.

Lage ehemaliger Scheinbahnhof

Lage ehemaliger Scheinbahnhof

Ab 1943 war es den Alliierten dann möglich durch Radarführung das Ziel der Bomber genauer anzufliegen und so wurde die Anlage mehr und mehr wirkungslos.

Bei den Reichstagswahlen 1933 wählten die Stückener noch zu 75% die NSDAP. Doch der Krieg brachte neben den Menschenverlusten der beteiligten Soldaten auch den Bombenkrieg in das ehemalige Gutsdorf. Auch die Kirche wurde in den letzten Kriegstagen 1945 stark zerstört und erst in den Anfang 1990 Jahren wieder vollständig restauriert.

Quelle: Eigene Wikipedia
Foto gemeinfrei

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