Schloss-Sanssouci. Friedrich der Große, der alte Fritz und seine Windspiele, Potsdam

30 Jul
Schloss-Sanssouci.  Potsdam, Brandenburg

Schloss-Sanssouci. Potsdam, Brandenburg

Schloss Sanssouci, frz.sans souci = ohne Sorge.

Für Brandenburg und Potsdam Besucher ist es ein MUSS, das Hohenzollernschloss Sanssouci im Lennè Park im Herzen der Landeshauptstadt. Preußen 1745. Der Preußen König Friedrich II fertigt eigene Entwürfe für seinen Freizeitwohnsitz an und beauftragt den Architekten Knobelsdorff mit der Planung des „kleinen Sommerschloss.“ Persiens erstellt die Bauplane, siehe auch Römische Bäder. Die gesamte Anlage wird auch als preußisches Versailles bezeichnet und wird 1990 Weltkulturerbe. Die terrassenförmige Anlage ist im Wesentlichen seither erhalten.

Der alte Fritz selbst war ein König, der Dinge nicht gerne dem Zufall überlassen wollte. So griff er in viele Bauunternehmen in Potsdam und Berlin selbst ein, holte sich Rat oder ließ Entwürfe und Bauplanungen überarbeiten. Er drängte auf Fertigstellung. Am 01.05.1747 war das kleine Sommerschloss bezugsfertig. Die Bauzeit betrug 2 Jahre
Zu empfehlen der Film “ Der große König“ mit Otto Gebühr.

Vor fast jeder Schlacht verfügte Friedrich II ein neues Testament. Das letztendlich gültige besagte, er wolle im Park Sanssouci, ohne Pomp und bei Nacht beerdigt werden.

„Ich habe als Philosoph gelebt und will als solcher begraben werden, ohne Gepränge, ohne feierlichen Pomp, ohne Prunk. Ich will weder geöffnet, noch einbalsamiert werden. Man bestatte mich in Sanssouci auf der Höhe der Terrassen in einer Gruft, die ich mir habe herrichten lassen  Sterbe ich in Kriegszeiten oder auf der Reise, soll man mich am ersten besten Ort beisetzen und im Winter nach Sanssouci an die bezeichnete Stätte bringen.“

Jedoch kam es anders. Der Nachfolger des Preußenkönigs, Friedrich Wilhelm II, lies den Sarg des „Alten Fritz“ ausgerechnet  in der Garnisonkirche zu Potsdam, neben dem verhassten Vater Friedrich Wilhelm I ( „Soldatenkönig“ ) beerdigen; noch dazu in einer Kirche, wo der „Friedrich der Große“ keinesfalls hätte beerdigt  werden wollen.
Doch damit ging der Irrweg seiner Gebeine erst richtig los. 1943 nahm die Bedrohung der Stadt Potsdam durch feindliche Bomber erheblich zu. Reichsmarschall Hermann Göring liess die beiden Särge in einen schützenden Bunker überstellen.
1945, die Rote Armee hatte die Oder bei Frankfurt überquert und im Süden der Hauptstadt tobten bereits schlimmste Kämpfe,
( 9. Armee Ausbruch, Kessel von Halbe ) ( 12. Armee, Kämpfe bei Ferch und Beelitz ) entschied man sich die beiden Königssärge in Richtung Thüringen abzutransportieren. Das Kalibergwerk bei Bernterode schien Versteck genug zu sein. Dort lagerten die Überreste in über 550m Tiefe. Die US-Besatzungstruppen verfrachteten die Särge dann nach Marburg ( Hessen ) und wieder wurden beide in einer Kirche beigesetzt.
( Elisabethkirche in Marburg )
Erst im August 1991 war es soweit. Nach der Wiedervereinigung der Deutschen Besatzungszonen und 205 Jahre nach dem Tode des „Alten Fritz“, konnte er am 17. August 1991, pünktlich um Mitternacht, in die Gruft am Schloss-Sanssouci seine letzte Ruhe finden. Noch heute legen Passanten fast täglich Blumen und die einheimischen Kartoffeln auf die Gräber des Königs und seiner Hunde.

Die Kartoffeln
Als in Preußen eine Reihe von Weizenmissernten auftraten, befahl Friedrich der Große den Anbau von den bis dahin in Preußen unbekannten Kartoffeln. Dazu stellte die Regierung kostenfrei Saatkartoffeln zur Verfügung. ( 1746 )

Friedrich der Große

Scan meiner Film DVD


Quellen und weiterführende Links:
Eigene Recherche
http://www.spsg.de/schloesser-gaerten/objekt/schloss-sanssouci/
http://www.daserste.de/information/wissen-kultur/w-wie-wissen/sendung/kartoffel-geschichte-102.html

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