Simson SR1 SR2 SR2E Hühnerschreck ein DDR Liebling

24 Jul
Simson SR2 Hühnerschreck

Simson SR2 E Hühnerschreck BJ 1962

Es begann 1955. Der VEB Fahrzeug- und Jagdwaffenwerk Ernst Thälmann in Suhl nimmt die Produktion des legendären Simson Mopeds auf. Die Namensgebung ist eine Abkürzung aus „Simson“ und „Rheinmetall“, SR1. Wobei nicht wirklich der westdeutsche Konzern Rheinmetall Teile lieferte, sondern der VEB Büromaschinenwerk Sömmerda, Thüringen, der früher einmal zu Rheinmetall gehörte. Zwischen 1955 und 1957 wurden 152.000 Stück produziert. In den kommenden Jahren1957  bis 1959 wurde die Produktion des SR2 aufgelegt und auf 390.000 Exemplare erhöht.
Der SR2, eine Weiterentwicklung des Vorgängers, wurde niedriger und sportlicher. Aus 26 Zoll Rädern, eher einem Fahrrad gleichend, wurden 23 Zoll Felgen. Aus Gummifederungen wurden Metallfedern und viele weitere Verbesserungen, wie Tankgröße Schutzbleche und ein stabiler Gepäckträger wurden verbaut. Die Nachfrage nach diesem, liebevoll Hühnerschreck genannten Moped stieg enorm.
Grund für den Spitznamen war der laut knatternde Motor, der Hühner aufschreckte.
Ab 1960 bis ins Jahr 1964 kamen weitere Verbesserungen für den SR 2 E hinzu. Unter anderem wurde ein stärkerer Motor verbaut, was den „E“ zum Exportschlager machen sollte. ( E steht für Export ) Stückzahl in den letzten 4 Jahren mehr als 500.000 Stück.
Besonders konkurrenzfähig war der große Scheinwerfer, der Fahrlicht und Fernlicht abgeben konnte. Um die Lichtmaschine zu entlasten wurde und wird die Hupe allerdings mit Taschenlampen Batterien betrieben 🙂

 

 

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