Staatsanwaltschaft will bis zu 100 Leichen ausgraben lassen

9 Nov

Die Staatsanwaltschaft Oldenburg hat, im Rahmen des Mordprozesses gegen Niels H., einen ehemaligen Pfleger am Klinikum Delmenhorst, einen medizinischen Sachverständigen beauftragt Gutachten über mehr als 100 Todesfälle zu mother and child at graveyarderstellen.
Sollte sich der Verdacht bestätigen, käme der Angeklagte in einem neuen Prozess als Massenmörder vor Gericht.
Dem Angeklagten wird im laufenden Prozess fünffacher Mord vorgeworfen, die Ermittlungen ergaben jedoch eine auffallend hohe Zahl an Todesfällen während der Beschäftigung des Angeklagten auf der Intensivstation des Klinikums.
Niels H. wurde schon 2006 und 2008 wegen versuchten Mordes, versuchtem Totschlag und gefährlicher Körperverletzung zu 5 bzw. 7 Jahren Haft und lebenslangem Berufsverbot verurteilt, und sitzt seine Haftstrafe derzeit im Gefängnis ab.
Der 37 jährige arbeitete zunächst in Wilhelmshaven, später im Klinikum Oldenburg und von 2002 bis 2005 im Klinikums Delmenhorst. Schon während seiner Tätigkeit in Oldenburg, soll aufgefallen sein, dass der als engagiert und medizinisch kompetent geltende Pfleger, des öfteren bei Notfallsituationen, anwesend war. Niels H wurde seinerzeit von seiner Beschäftigung freigestellt und ihm wurde nahegelegt zu kündigen. Dem Pfleger wurde nach seiner Kündigung ein Zeugnis ausgestellt, in dem Umsichtigkeit, Verantwortungsbewusstsein und selbstständiges Arbeiten gelobt wurde.

Während der 2 bereits erfolgten Prozesse und im Rahmen des aktuellen Verfahrens, stellte sich heraus, dass es während der Anstellung von Niels H. in der Klinik 411 Todesfälle gab- 321 davon direkt nach oder während der Schichten des Angeklagten.

Sollten sich, durch die an die Exhumierung anschließenden Untersuchungen weitere Anklagepunkte ergeben, könnte darauf ein weiterer Prozess folgen und der Pfleger als Massenmörder angeklagt werden.

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