Berliner Reichstag Sehenswürdigkeit Berlin

21 Aug
Reichstag, Berlin

Berliner Reichstag

Der Berliner Reichstag, Top 10 Sehenswürdigkeit in der Hauptstadt, Zeitzeuge der keimenden Demokratie nach dem 1.Weltkrieg, des Zusammenbruchs in den Bombennächten des 2. Weltkriegs, Bau der Berliner Mauer und Wiedervereinigung nach 1989.

Nach seiner Fertigstellung 1894 zogen zunächst die Abgeordneten des „Reichstags des Deutschen Kaiserreiches“ ein, nach dem verlorenen Weltkrieg war das monströse Gebäude im Stadtteil Mitte Sitz des „Reichstag der Weimarer Republik.“
Nach 1933 kam es zum, bis heute nicht ganz, geklärten Reichstagsbrand, bei dem unter anderem der Plenarsaal ausbrannte.
Die Abgeordneten mußte in die Krollhaare ausweichen und das Gebäude blieb bis nach dem 2. Weltkrieg wenig saniert. Während der Kämpfe um Berlin war der Reichstag u.a. Lazarett.
Das stark zerstörte Bauwerk, dicht am ebenso zerstörten Brandenburger Tor gelegen, wurde nach der Kapitulation sich selbst überlassen. Das gesamte Areal zwischen Reichstag, Siegessäule und Potsdamer Platz war eine einzige Wüstenei. Der Tiergarten zerstört oder abgeholzt, wurde nach 1945 zur Ackerfläche der Berliner. Hier wurden durch die Notleidende Zivilbevölkerung Lebensmittel angebaut.
Erst 1955 machte die Westdeutsche Regierung einen Plan zum Wiederaufbau des Reichstags. 1973 stand eine „Billigversion“ des ursprünglichen Gebäudes. Allerdings wurde ein großer Plenarsaal eingebaut, in dem laut Willen der Alliierten aber keine Parlamentssitzungen stattfinden durften, so zog ein Museum ein.
Die Berliner Mauer lief vom Brandenburger Platz kommend auf der Westseite des Brandenburger Tores entlang und dann direkt zur Hinterseite des Reichstages. Das Gebäude der heutigen Parlamentarischen Gesellschaft lag also bereits im Osten.
Auf einer Bootstour auf der Spree passiert der Besucher genau diese Stelle.

Am 4. Oktober 1990 fand erstmals nach 57 Jahren wieder eine Parlamentssitzung im Reichstag statt. Am 20.Juni 1991 erhitzen sich die Gemüter im Bonner Wasserwerk. Es ging um den Sitz des Deutschen Bundestag im wiedervereinten Deutschland. Die Stadt Bonn machte massiv mobil gegen die Hauptstadt. Mit Plakaten „Bock auf Bonn“ schwanden die Chancen für Berlin zusehends. Wolfgang Schäuble, der heutige Finanzminister, überzeugte in einer beeindruckenden Rede den Bundestag von der Rolle Berlins in den nachfolgenden Jahren. Damit wurde Berlin schließlich zum Regierungssitz gewählt.
Es begann eine gewaltiger Umbaumarathon. 1999, nach der Sommerpause trat der Bundestag dann im fertigen Reichstag zusammen.

Siehe auch :
Neue Orangerie in Potsdam
Kaiser Wilhelm Blick
Nikolaikirche in Potsdam

Quellen. Eigene Erinnerungen und,
wer es noch genauer wissen möchte: Wikipedia

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

12. Armee Wenck rettet sich nach Tangermünde 1945

11 Aug

 

12.Armee Wenck Tangermünde

Es waren die letzten entscheidenden Tage, die die Rettung der 12. Armee bringen sollten. Nachdem General Wenck den Befehl Hitlers, nach Berlin einzumarschieren, nicht mehr befolgen konnte und bei Ferch/ Schwielowsee ein anderer Plan verfolgt wurde, hieß es erst einmal Zeit zu gewinnen. Die Sowjetarmee hatte Berlin eingeschlossen und die 9. Armee bei Halbe ebenfalls.

Bitte lesen Sie zunächst diese beiden Artikel auf die hier aufgebaut wird:
12. Armee Wenck vor Berlin 
9. Armee eingeschlossen in Halbe, Aufbruch zur Armee Wenck

Bis zum 7. Mai 1945 verteidigte sich die Armee Wenck zusammen mit den Resten der 9. Armee, im Schlepptau viele Zehntausende Flüchtlinge und Verwundete, an der Tangermünder Elbbrücke. Die Sowjetarmee hatte die Reichsstrassen besetzt und man hatte es zuletzt per Schleichweg oder Kahn über die Havel bis hierher geschafft. Noch schlimmer kam es am 2. Mai 1945, als russische Panzereinheiten bei Havelberg durchbrachen. Doch die Armee Wenck konnte sich bis zum 3. Mai 1945 nach Tangermünde evakuieren.

Auf der Westseite der Elbe standen Truppen der US-Amerikanischen-Truppen, dem Ziel des deutschen Trosses aus den Resten mehrerer Armeen und Einheiten. Viele Tausende waren in den letzten Tage gefallen oder wurden einfach abgeschlachtet. Doch Organisation und Logistik funktionierten noch.
Für General Wenck war nun der Zeitpunkt gekommen, vor der US-Armee ehrenvoll zu kapitulieren und ihren Feinden die Lage der Armee, der Zivilisten und der Verwundeten u.a. aus Beelitz Heilstätten klar zu machen.

Wehrmacht Tangermünde

Im Rathaus von Stendal wurde am 4. Mai 1945 darüber verhandelt, wer, wie und was die Elbe über die, bis auf einen Holzsteg, zerstörte Brücke passieren durfte.
Dabei gab es 4 Punkte zu klären:
Übernahme der deutschen Verwundeten ( Wehrmacht ),
Evakuierung der deutschen Flüchtlinge,
Evakuierung der deutschen Soldaten,
Deutsche Verbände kommen in US Gefangenschaft.
Besonders dramatisch wurde es , als die Amerikaner die Flüchtlinge nicht über die Elbe lassen wollten, doch am 5.Mai1945 könnte an mehreren Stellen das Übersetzen beginnen. Parallel dazu hatten sich die deutsche Armeen während der ganzen Zeit weiter gegen die Rote Armee versucht zu verteidigen. Und dies in fürchterlichen Kämpfen, bis hin zu Kämpfen Mann gegen Mann.
Offenbar hatten die Verbände der US-Armee und die Rote Armee keinen Kontakt zueinander.
Schlimmer noch: Die amerikanischen Verbände leisteten den deutschen Soldaten, auch den Zivilisten keinerlei Hilfe.
Nach Angaben des Generals Wenck setzten 100.000 Soldaten und 300.000 Flüchtlinge innerhalb der nächsten 2 Tage über, während die Rote Armee verzweifelt versuchte dieses Manöver zu unterbinden. (Heute noch gut bekannte ehemalige deutsche Soldaten, Dieter Hildebrand und Hans-Dietrich Genscher, überlebten dadurch dieses Inverno.)

Entgegen der Stendaler Abmachungen, wurden später wahrscheinlich etwa 10.000 deutsche Soldaten an die Rote Armee ausgeliefert.

Tangermünde Armee Wenck 1945

Tangermünde Armee Wenck 1945

 

Stendal Übergang Armee Wenck

Stendal Übergang Armee Wenck

Quellen: SZ.de, Recherche im Rathaus Tangermünde/ Stendal/ Zeitzeugen, Fotos Fotalia

Heiliggeistkirche Potsdam

10 Aug

 

Bundesarchiv, Bild 170-153 / Max Baur / CC-BY-SA [CC BY-SA 3.0 de (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons

Heiliggeistkirche in Potsdam  Foto:Bundesarchiv, Bild 170-153 / Max Baur / CC-BY-SA [CC BY-SA via Wikimedia Commons

Diese wundervolle Kirche findet der Besucher heute nicht mehr. Sie überlebte die Potsdamer Bombennacht 1945, fiel dann aber beim Einmarsch durch die Rote Armee in Potsdam, beim Kampf um Berlin, den Flammen zum Opfer.

Das, was diesen Brand überstand, lag bis 1960 als Ruine an der Havel. Es wurde der noch nicht zusammengefallene Rest des Kirchenschiffs abgerissen. Der noch verbliebene Turmstumpf wurde 1974 gesprengt und abtransportiert. Aus einem Teil der Mauersteine, wurden nach dem Reinigen vier Klassenräume an die zu erweiternde Schule in Wilhelmshorst errichtet.

Die Kirche wurde von 1726 bis 1728 auf Wunsch Königs Friedrich Wilhelm I. an den Platz der ehemaligen slawischen Burg „Poztupini“ erbaut. Zu diesem Zeitpunkt noch ohne Turm. Dieser Turm wurde 1734 errichtet. Er war 87m hoch und überragte somit die Nikolaikirche.  Der untere Teil war gemauert und der obere Teil war ein mit Kupfer beschlagenes Holzkonstukt. Das Kupfer wurde später von Soldaten teilweise gestohlen und wurde mit verzinktem Eisenblech ersetzt. Johann Sebastian Bach gab in der Heiliggeistkirche am 8.Mai 1747 ein beeindruckendes Orgelkonzert.

In der Besatzungszeit durch Napoleon I. wurde die Kirche dann als Pferdemagazin genutzt.

Heute steht an Stelle der Heiliggeistkirche die 1997 erbaute Seniorenresidenz „Heilig-Geist-Park“

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Heilig-Geist-Kirche_%28Potsdam%29

Flugplatz Berlin Tempelhof. Ein historischer Ort wird abgewickelt.

3 Aug
Berlin - Airport Tempelhof

Berlin – Flughafen Tempelhof

Innerhalb weniger Minuten war man da. Per Taxi, per Bus, Auto oder zu Fuß. Am Zentralflughafen Tempelhof, damals, 1923, als es hier los ging mit dem Flugbetrieb. Zuvor war das Gelände als Flugfeld und davor als Militärgelände genutzt worden. Um 1930 war Tempelhof die Nummer 1 des europäischen Luftverkehrs.
Im 3. Reich wurden die Infrastruktur, sowie Hallen neu gebaut und erweitert
( Ernst Sägebiel ) um für etwa 6 Millionen Passagiere pro Jahr Platz zu haben. Gleichzeitig war der Flugplatz Ort der Reichsflugschauen und Reichsflugtage.
( Film Ernst Udet “ Wunder des Fliegens „)
Bis zur Schließung, im Jahr 2008 ( politische Bewertung sparen wir uns ), hat sich die Konstruktion des überdachten Vorfelds enorm bezahlt gemacht. Hier konnten die Passagiere zu Fuß zu den Flugzeugen gelangen ohne nass zu werden, die Flugzeuge konnten aber ebenso trocken stehen, ohne dass sie später vor dem Start teuer enteist werden mussten, sobald die entsprechende Wetterlage herrschte.
Zu Kriegsende wurde der Flugplatz durch die rote Armee kampflos eingenommen. Es gibt vielerlei Gerüchte was unter dem Flugplatz sein könnte. Fest steht, dass er erheblich unterkellert ist und im 3. Reich und im kalten Krieg ein „wichtiger“ Standort war.
http://berliner-unterwelten.de/flughafen-tempelhof.319.0.html

Am 4. Juli 1945 übernahmen die Amerikaner den Flugplatz und nutzten ihn bald darauf als Militärflugplatz. 1948 kam es zur sogenannten Berlin-Blockade von Berlin. Grund hierfür war die Einführung der West Mark. Nahrungsmittel, Medikamente und Heizmaterial, sowie alle Arten von Versorgungsgütern konnten nicht mehr durch die SBZ (Sowjetische Besetzungszone), spätere DDR, gebracht werden. West-Berlin war abgeschnitten. Vom 24. Juni 1948 bis zum 27. August (Berlin-Blockade endete am 12. Mai 1949) wurden in einer unglaublichen Aktion alle Güter durch die westalliierten Besatzungsmächte durch die sogenannte Luftbrücke eingeflogen. ( Flugplätze : Tempelhof Tegel und Gatow )

1962 wurde der Passagierbetrieb wieder aufgenommen, 1975 wurde Tempelhof für den Passagierverkehr geschlossen, da der neue Flughafen Tegel fertig wurde.  Jedoch wurde er 1985 wieder für Passagierflüge genutzt und nach der Wiedervereinigung boomte der Flugbetrieb mit 400.000 Passagieren pro Jahr wieder.

Seit den Anfang 2000 Jahren gab es in Berlin einiges Geschacher um die Schließung des Flugplatzes. Auch gab es wohl einige Manöver, die ein Volksbegehren aushebeln sollte. Eine sehr unwürdige Geschichte für den legendären Flugplatz. Dazu mehr unter Wikipedia.

Tempelhof Hauptstadtflughafen

Tempelhof Hauptstadtflughafen

Flugplatz Sperenberg, der neue BER ?
Flugplatz Welzow
Letzte Schlacht um Berlin
EDAZ Fliegen in Berlin

 

9. Armee Halbe Ausbruch aus Kessel zur Armee Wenck Beelitz Elsholz

28 Jul

Militärisch ist eine Einkesselung einer Armee die gefährlichste, die aussichtsloseste und die unberechenbarste Situation eines Kampf Kommandanten. Deutschland, 40 km südlich von Berlin bahnte sich in den letzten Kriegstagen 1945 genau diese Situation der 9.Armee, unter General Busse, an. Die Oderfront war bei Frankfurt/Oder durchbrochen und die Sowjetarmee setzte über. Zweck, die Deutsche Wehrmacht einzukesseln, wo es nur ging.  Viele Amerikanische LKW, die Studebaker US6, von den USA durch den sog. „Persischen Korridor“ an die UdSSR geliefert, wurden übergesetzt. Es entstand ein wandernder Kessel, ähnlich einer Blase, die von allen Seiten weiter zusammengedrückt und verengt wurde. Aus über 1000 Quadratkilometern wurden schnell ca. 80 Quadratkilometern im Raume Märkisch Buchholz, Spreewald. Die Versorgung wurde kritisch. Treibstoff und Munition, Verbandsmaterial und Nahrung gingen zu Ende.

Die Deutsche Wehrmacht :
Gesamt etwa 140.000 Mann, davon 50.000 Kampftruppen und 10.000 Mann Volkssturm 120 Panzer und 1000 Geschütze und Werfer.

Die Sowjetische Übermacht:  
Reichlich Munition und Treibstoff 1500 Flugzeuge, Bomber, 7400 Geschütze, 280 Panzer, und…..280.000 reine Kampftruppen. Die Zahl der Logistiktruppen ist uns nicht bekannt, aber es werden sicher weitere 100.000 Mann gewesen sein.

Fazit :
Gerät:  1120 gegen über 10.000  Verhältnis 1 : 10 eine aussichtslose Materiallage, zumal die deutsche Luftwaffe nicht mehr vorhanden war um Bomberangriffe auf den Kessel zu stören.
Kampftruppen etwa 1 : 5

Verteidigung ( Zeitzeugenaussagen )
Der Kessel wurde vielerorts von SS-Divisionen, darunter die 502te SS_Panzerabteilung
( aus Seelow kommend ), dann Infantriedivisionen , SS-Gebirgskorps ( aus Beskow kommend ) und Volkssturm verteidigt. Weiter der SS-Panzerdivision „Frundsberg“ im Süden, weitere Infantriedivisionen, Marine, Luftwaffe und viele weitere Einheiten. Trotzdem war der Kessel gegen die anrennenden UdSSR Truppen kaum zu halten.Die einzige Chance bestand in einem gewagten Ausbruch nach Westen. Eine ausbrechende Truppe muß sehr schnell und beweglich sein, hohe Feuerkraft besitzen und eine schnelle Logistik an den Tag legen.

Der Ausbruch
Am 28.April 1945, abends 18.00 Uhr befiehlt General Theodor Busse den Ausbruch. An der Spitze stehen die SS-Panzer Divisionen mit 14 verbleibenden Tiger II Panzern. Allerdings hatte die sowjetische Führung die Pläne der Deutschen schnell erkannt und in der Gemeinde Halbe ( Landkreis Dahme Spree ) eine Art Fangnetz aufgespannt. Russische Artillerie, Panzer und Truppen warteten auf die ausbrechende deutsche 9.Armee. Eine schwere Panzersperre am Ortseingang hielt die Wehrmacht auf und bot der roten Armee praktisch ein Tontaubenschießen. ( Auch Phosphor wurde verschossen. )
Mehr darüber : Flugplatz Brand/ Gemeinde Halbe, CargoLifter Halle, heute Tropical Islands

Ortseingang Halbe von Märkisch Buchholz kommend

Ortseingang Halbe von Märkisch Buchholz kommend

Hätte man die Falle umgehen können? Das fragen sich sicher schon Generationen, aber die Antwort ist relativ klar. Man hatte so gut wie keine Aufklärung mehr zu diesem Zeitpunkt und der Gegner besaß Luftbilder, sozusagen im Stundentakt. Ebenso gibt es in dieser Gegend Brandenburgs nur relativ wenige Ost-West Verbindungsstraßen.
Transport : Des weiteren muß erwähnt werden, dass den Kampfspitzen ein Heer an Personal, Flüchtlingen und Verwundete folgten. Diese vielen Menschen in einem derart engen Kessel nach Westen zu bringen scheint heute schier unmöglich.
Eine weitere Frage drängt sich einem auf. Warum so viele Opfer, warum hat man sich nicht ergeben? Zeitzeugen sagen fast geschlossen. Der roten Armee wollte sich keiner „anvertrauen“, man fürchtete Schlimmstes. Auch waren wichtigste Kampfeinheiten  der verbleibenden 9. Armee SS-Einheiten. Diese Spezialeinheiten wurden häufig sofort erschossen.

Zerschossene Fassade eines Bahnhofsgebäudes

Zerschossene Fassade eines Bahnhofsgebäudes

Zur rettenden 12.Arme unter General Walter Wenck, der zu diesem Zeitpunkt in Beelitz lag waren es noch gute 60 Kilometer.
Siehe:
12. Armee bei Ferch und Beelitz
Kurhaus Ferch: SS-Lazarett ab 15. April.1945

Erinnerungstafel am Friedhof Halbe

Erinnerungstafel am Friedhof Halbe

 

Kriegsgräber in Halbe

Kriegsgräber in Halbe


In den frühen Morgenstunden des 29.April 1945 gelang es der beinahe zusammengeschossenen deutschen 9.Armee die sowjetischen Stellungen am Ortseingang zu überrennen. Quellen sprechen von bis zu 8000 Opfern. Man sammelte sich am Forsthaus Massow, bereits westlich der Autobahn Dresden Berlin. Das Forsthaus ist heute verschwunden, in Massow war zu DDR Zeiten die Staatssicherheit stationiert. Da sich auf dem Gelände ein Schießplatz befindet ist es wahrscheinlich, dass die 9.Armee sich hier neu geordnet hat. ( Zeitzeugen )

Staatssicherheit Massow

Staatssicherheit Massow

Nach Neuformierung konnte der zweite Sperrring der roten Armee, an der B96 nördlich Baruth, gestürmt werden. Hier liegen ganz exakte Aussagen von Bewohnern Küchendorfs vor.
“ Die Deutschen trafen auf sehr viel Widerstand und sowjetische Panzer. Viele T34 Panzer wurden abgeschossen. 3 standen entlang der Hauptstrasse, zwei im Ortskern
( Kreuzung ). Waffen SS räumte das Dorf und die Armee kämpfte sich weiter Richtung Kummersdorf- Gut. Als alles vorbei waren spielten die Kinder in den zerschossenen Panzern“

Schlachtfeld westlich Müchendorf

Schlachtfeld westlich Müchendorf

Von Mückendorf  führt ein sandiger Waldweg Richtung Norden zu einem ehemaligen Walddorf. Seit dem Jahr 1945 hat sich hier so gut wie gar nicht verändert. Getarnt im Wald gelegen, diente das  Walddorf Wunder offenbar als Treffpunkt aller Verbände. Laut Zeitzeugen suchte eine Panzergruppe der roten Armee dort nach den Deutschen und verwüstete das Dorf vollkommen. Es wurde nicht wieder aufgebaut. Heute erinnert nur noch ein Schild und eine Lichtung an „Wunder“.

Walddorf Wunder

Walddorf Wunder

Sowjetischer Ehrenfriedhof

Sowjetischer Ehrenfriedhof nördlich Baruth/Mark

In der Nacht zum 30.4.1945 stößt die 9.Armee erneut vor und erreicht Kummersdorf-Gut. Als Treffpunkt mit der 12.Armee wird Beelitz vereinbart. Am Morgen des 1.5.1945 erreichten lediglich noch 2 „Königstiger“ ( Tiger II Panzer ) Hennickendorf, 10 Kilometer vor Beelitz und südlich des Flugplatzes Schönhagen.
Über die Landstraße Dobbrikow-Rieben geht es durch den Wald unter Beschuss ( Trichter ) nach Schönefeld, kurz vor Beelitz. Jedoch muß am Pfefferfließ in Dobbrikow eine Panzersperre genommen werden. Siehe Kämpfe in Dobbrikow

Strasse nach Schönefeld

Strasse nach Schönefeld

Es galt hier die Brücke nach Zauchwitz zu sichern, wo bereits russische Artillerie stand und Beelitz beschoss. ( Zeitzeugen )
Hier wurde der vorletzte „Königstiger“ gegen 5 Uhr früh, 300m südöstlich der Schafbrücke, abgeschossen. Der Fahrer, ein SS Mann wird später in Stücken vernommen und gerät in Gefangenschaft. ( Foto: Panzer stand rechts 300m von der Brücke entfernt )

Schafbrücke bei Zauchwitz

Schafbrücke bei Zauchwitz

Am 1.5.1945 stehen die Spitzen an der Funkanlage Schönefeld ( heute eine Tierpension ). Der letzte Tiger II Panzer muß aus Benzinmangel hier mit Diesel betankt werden. Er schafft es noch entlang der Fischerstrasse nach Elsholz und überquert die B2 und Bahnlinie zur 12. Armee, die zu diesem Zeitpunkt die Ortschaft Elsholz hält.

Durchbruch an der B2

Durchbruch an der B2

Siehe :
12. Armee bei Elsholz, Treffpunkt 9. Armee
zuvor: 9. Armee an den Seelower Höhen
Rettung in Tangermünde

Die Front hielt bis zum 5.5.1945 und ermöglichte den Abzug von etwa 100.000 Soldaten und Flüchtlingen nach Westen.

Mehr darüber : Am 27.4.45. Eine riesige FW200 Condor will in Gatow landen stürzt aber in Wilhelmshorst in ein Wohngebiet

 

 

 

Wilhelmshorst 27.April 1945 Flugzeugabsturz einer FW200 Condor

24 Jul

Es ist der 27.April 1945. Tage vorher war das Wetter sehr schlecht. Sturm, Schnee und starker Wind. Der Freitag ist besser. Es zeigt sich der Vollmond. Die 9.Armee ist in Halbe/Spreewald eingekesselt und der Krieg ist eigentlich verloren. Der Oberbefehlshaber  dieses sinnlosen Krieges sitzt in seinem Bunker in Berlin und versucht verzweifelt das Rad der Geschichte doch noch zu wenden. Er mobilisiert alle militärischen Reste, die ihm noch geblieben sind. Seine Offiziere flüchten aus dem eingekesselten Berlin und versuchen ihre Habe zu retten.

Focke-Wulf_Fw_200 © gemeinfrei Bundesarchiv

Focke-Wulf_Fw_200 © gemeinfrei Bundesarchiv

An diesem Tag startet eine  Focker-Wulf 200Condor der Marine mit 19 Mann Besatzung in Richtung Berlin . Sie sollen entweder die eingekesselte Wehrmacht unterstützen oder Offiziere aus der eingekesselten Stadt ausfliegen. Der Flug sollte nach Gatow gehen. Als die Maschine dort landen will, ist der Flugplatz bereits von der Roten Armee besetzt.

Der Treibstoff neigt sich dem Ende und die Maschine kreist über Berlin und Potsdam, um doch noch einen Platz zum Landen zu finden. Dabei gerät sie unter Beschuss der Flugabwehr der Roten Armee und wird über Potsdam getroffen. Der Pilot kann die Maschine nicht mehr halten. Aber kein Flugplatz in der Nähe. Der Pilot wählt den Wald südlich von Potsdam für eine Notlandung. Ob er Wilhelmshorst im Schein des Vollmondes sah und mit diesem großen Flieger nicht auf den Wohnort fallen wollte oder Wilhelmshorst nicht sah, wird nicht mehr zu klären sein.

Die Maschine gleitet an der nordwestlichen Grenze Wilhelmshorsts in den Wald und reist mit dem Flügel den Dachstuhl und den in Richtung Wald liegenden Teil der oberen Etage des am dichtesten am Wald stehenden Hauses weg und bleibt in diesem Waldstück liegen. Neun Insassen (2 Offiziere und 7 Soldaten) überleben diese Landung nicht. Der Rest der Besatzung wird zum Teil verletzt, von der Roten Armee, die gerade Wilhelmshorst besetzt hat, gefangen genommen oder kann fliehen. Leider ist auch ein Opfer in dem zerstörten Haus zu beklagen. Es ist ein 8-jähriges Mädchen aus Berlin, das im Haus zu Besuch war und im ausgebauten Dach schlief. Sie wurde verschüttet und getötet.

Am nächsten Tag, ein Samstag, werden die 9 Opfer aus der Focker-Wulf auf dem Friedhof in einem Grab, abgedeckt mit Reisig und Fallschirmseide bei strömendem Regen beigesetzt. Das Mädchen bekommt ihr eigenes Grab. Im Archiv der Kirchengemeinde sind die Namen der Getöteten verzeichnet. Auf dem Friedhof gibt es seit dem 8.Mai 1995 einen Gedenkstein. Ein damaliger junger Matrose, der diesen Absturz Überlebendte, Eginhard Schmiechen hielt zur Einweihung als Superintendent i.R. eine Andacht.

Friedhof in Wilhelmshorst

Friedhof in Wilhelmshorst

Das teilweise zerstörte Haus wird nach dem Krieg wieder aufgebaut, aber nicht im ursprünglichen Stil. Die obere Etage wird niedriger und statt dem Spitzdach bekommt das Haus nur ein flaches Dach.

Haus nach dem Wiederaufbau

Haus nach dem Wiederaufbau ca. 1962 (Ursula und Uwe Friedrich)

1959 wechselt das Haus seinen Besitzer. Neuer Besitzer ist die Familie Friedrich. Sie bewohnen erst die obere Etage. Dann, als die Mieter der unteren Etage ausziehen, wechselt die Familie nach unten und in der oberen Etage ziehen die Eltern (Georg und Marie Wendt) von Frau Friedrich ein.

1988 wechselt das Haus wieder seinen Besitzer. Bis heute ist die alte Ansicht des Hauses nicht wiederhergestellt.

So um 1971 findet der damalige Bewohner einen der Motoren der Focker-Wulf im hinteren Garten unter den Wurzeln eines Pflaumenbaums und bringt ihn zur Schrottannahmestelle. Auch später werden immer mal wieder einzelne kleine Teile der Maschine im Waldboden gefunden. Das Meiste der Maschine wurde wohl fortgeschafft. Die Ziegel des Daches liegen noch hinter dem Grundstück vom Waldboden bedeckt.

Absturzstelle heute

Absturzstelle heute

Ähnliche Artikel :
Badewitzbrücke Klein Machnow 1945
Hakeburg Klein Machnow, Forschungslabor für Wunderwaffen

Friedensstadt Glau Johannische Kirche WaffenSS und Gestapo

16 Jul
Friedensstadt Glau

Friedensstadt Glau

Die so genannte „Friedensstadt“ im Trebbiner Ortsteil Glau hat 100 Jahre stetigen Wechsel hinter sich. Kurz nach dem 1 Weltkrieg errichtete die Johannische Kirche des Gründers Joseph Weißenberg ( Gründung 1926 ) die Siedlung, bestehend aus etwa 40 Gebäuden, darunter eine Schule, eine Heilanstalt, ein Seniorenheim und natürlich eine Kirche.
Nach 1933 wurde die Kirche von der nationalsozialistischen Regierung verboten und die Gestapo kümmerte sich um die Auflösung der Siedlung. Ab 1938 wurde das Gelände von der SS genutzt. Es entstand die SS-Artillerieschule 2, Leiter Dr. Schwab.
Weitere SS Abteilungen kamen ebenfalls nach Glau. Wahrscheinlich handelte es sich um das  „Amt 8 FEP des SS-Führungshauptamts“ ( Forschung, Entwicklung, Patente) und gegen Ende des Krieges könnte das „Kampfstoffinstitut der Waffen-SS“ nach Glau verlegt worden sein.

Das Bild oben zeigt das letzte, im Bauhaus Stil errichtete Gebäude vor dem Verbot der Kirche. Es war als Schule geplant, die SS richtete 1940 eine Küche ein. Nach 1945 ziehen russische Soldaten in die Klassenräume.

KZ  Sachsenhausen Außenstelle Glau

Ab 1942 kam eine Außenstelle des KZ Sachsenhausen hinzu. Die bis zu 180 Insassen waren politisch oder religiös Verfolgte sowie Kriegsgefangene.

1931 entsteht das Lokal/Pension „Goldene Sonne“ mit einem 600 Plätze fassenden Saal. Nach 1945  Offiziersheim der Pioniereinheiten der GSSD, 1970 kommt ein Kino der roten Armee hinzu:

Goldene Sonne Glau

Goldene Sonne Glau

 

Siehe auch:
9.Armee und Flucht aus dem Kessel von Halbe
Armee Wenck bei Ferch
Flugplatz Schönhagen 
Vogelschutzgebiet Stangenhagen

Quellen: Gespräche u Info Tafeln vor Ort,
https://de.wikipedia.org/wiki/Friedensstadt_Weißenberg

 

 

Werder/Havel 1945 Kampflose Übergabe der Stadt an die Rote Armee

6 Jul
Werder Havel

Werder Havel

Idyllisch liegt es an der Havel. Die Stadt Werder. 1945 gehörte Werder allerdings zum eingeschlossenen Gebiet rundum der Hauptstadt Berlin.
In der Nacht vom 23.zum 24.April hatte die Rote Armee die Hauptstadt versucht in die Zange zu nehmen. Der nördliche Ring stand kurz vor Nauen ( westlich Berlins ). Von Süden kam bereits die 2.Zangenberwegung und stieß von Lehnin bis Brandenburg/Havel vor. Berlin war fast isoliert. Die heutige A9 und A2 sowie die heutigen Bundesstrassen 1 ( nach Westen, Spandau Nauen ) und die B2 Michendorf, Beelitz waren in der Hand der sowjetischen Truppen. Ebenso lag der Verschiebebahnhof Seddin in russischer Hand.
Es wurde also sehr eng.

Zudem militärisches Desaster. Die 9.Armee war in Halbe, 40 Kilometer südlich von Berlin, eingeschlossen. Die Armee Wenck wandte sich gegen die US-Truppen, also auf die Elbe zu.
25.April, die rote Armee steht bei Ketzin an der Havel, und in Torgau an der Elbe. Man trifft sich auf der Brücke von Torgau mit den US Truppen. Die Umsegelung Berlins ist also faktisch abgeschlossen.
Aber es gab überall noch eingeschlossene, kampfbereite deutsche Truppen. In Werder lag die 1. Marschkompanie des Volkssturms, zugegeben keine voll ausgebildete Armee, aber durchaus respektiert von den sowjetischen Truppen.
Für die 1.Marschkompanie in Werder war jegliche Gegenwehr vollkommen zwecklos, als erhielt sie den Befehl sich einzeln nach Brandenburg/Havel abzusetzen und durch die Linien zu brechen. Aussichtslos und viel zu gefährlich, entschied Ludwig Zimmermann, der Kompaniechef. Stattdessen stellte er seine Kompanie frei und befahl zivil, die einzig mögliche Rettung.
Werder wurde kampflos übergeben.

Doch die wirklichen Kämpfe standen noch bevor. Die 9.Armee war in Halbe mußte aus ihrem Kessel ausbrechen und mit ihr zig Tausende. Es gab nur noch eine Armee, die dies unterstützen konnte. Die Armee Wenck. Dabei war diese Armee zusammengestellt und trainiert worden unter eiligsten Bedingungen.

Das Gespräch vom Chef des Wehrmachtsführungsstabes Generaloberst Jodl mit dem zum Luftwaffengeneral Koller scheint der Anstoß des Angriffs Wenck zu sein.
( Anmerkung: Die deutsche Luftwaffe war bereits kaum noch vorhanden. Im Kessel von Halbe kämpften ebenso Luftwaffen Verbände am Boden )

„Wir werden die 12. Armee gegen Osten zum Angriff gegen die linke Flanke der 3. russischen Panzerarmee 2 herumdrehen, ganz gleichgültig, was der Amerikaner daraufhin an der Elbe unternimmt. Viel- leicht ist es möglich, den anderen durch eine solche Tat zu beweisen, dass wir nur gegen die Sowjets kämpfen wollen.“

Siehe:
Armee Wenck un der Angriff bei Ferch, Seddin, Beelitz
Letzte Hoffnung für die eingeschlossenen 9. Armee
Auch auf dem Bild, Einfahrt zum Glindower See, ein Bootssport Mekka

 

 

 

Sabinchenstadt Treuenbrietzen, Massaker und Gegenwart

22 Jun
Treuenbritzen Brandenburg

Treuenbritzen Brandenburg

Erstmals erwähnt 1208, Lage im Norden dies niederen Fläming, Brandenburg. 1290 Erhalt des Stadtrechts. Das kleine Treuenbrietzen war eine moderne Stadt, dic sich schnell mit einer Stadtmauer zu schützen wußte. Die  bis heute erhaltenen Parkanlagen wurden im 18.Jahrhundert errichtet und machten Treuenbrietzen über die lokalen Grenzen hinaus bekannter. Hinzu kam der industrielle Standort, man produzierte Tuch und Stoffe, die günstige Lage an der heutigen Bundesstrasse 2 zwischen Potsdam, Jüterbog und Wittenberg, sowie die baldige Anbindung an das Eisenbahnnetz.
Allerdings blieb Treuenbrietzen bis zum Anfang des 20.Jahrhunderts verträumt und dehnte sich im Laufe der Zeit in der Fläche wenig aus.

Im 3. Reich wurde Wehrindustrie angesiedelt. ( Munitionsfabriken ) und mit ihnen brauchen die Arbeiter Wohnraum. 1937 wurde das Allgemeine Krankenhaus der Stadt zum Lungenzentrum spezialisiert, wie auch die Beelitz Heilstätten.

1945 gab es in Treuenbrietzen unfassbare Massaker an der Zivilbevölkerung. Die folgende Stichwortchronik versucht einen Überblick über die Wirren der Endschlacht um Berlin zu geben.

10. April 1945  die 12. deutsche Armee bei Beelitz neu formiert. Ziel Berlin.
11. April 1945 Treuenbrietzen Einmarsch der 13. Armee der Roten Armee.
21. April 1945 das 51. Gardepanzerregiment der 1 Ukrainischen Front
besetzt Treuenbritzen und löst die 13. Armee ab, die in Richtung Elbe zieht.
( Wie fast überall kommt es zu Vergewaltigungen und Übergriffen )
23. April 1945 Armee Wenck erobert Treuenbrietzen zurück.
23. April 1945 Wehrmacht oder Waffen SS  erschießen beim Dorf Nichel italienische Zwangsarbeiter.
23. April 1945 Die Rote Armee erobern Treuenbrietzen zurück.
23. April 1945 1000 Zivilisten werden von den Truppen der UdSSR erschossen.( Männer )
30. April 1945 Generalfeldmarschall Keitel informiert Hitler aus Ferch, das die 12. Armee feststeckt. siehe Keitel
Im Anschluss werden Verteidigungslinien entlang der Bahn Beelitz Jüterbog ausgebaut um den Abzug der 12. Armee Wenck zu sichern. siehe Elsholz
Die Front bleibt hier westlich von Treuenbrietzen, sodass die Stadt unter Sowjetische Besatzung fällt.

Zu DDR Zeiten wird die Munitionsindustrie in Mechanische Industrie umfunktioniert.
Nach 1990 ist die Stadt abgewirtschaftet. Die Grundsanierung dauert bis heute an und hat aus Treuenbrietzen ein schöne, handwerklich orientierte Stadt gemacht. Ein absolutes Muss für den Brandenburg Reisenden.

Moritat vom „Sabinchen“
Eine Geschichte von Untreue, Spitzname der Stadt Treuenbrietzen.
Hier eine Hörprobe
Hier die offizielle Seite zur Industriellen Ausbildung 

Die Wahlergebnisse 2014 :
SPD 10 %
CDU  17,9%
DIE LINKE 9,7%
FDP 4,7%
PIRATEN   2,6 %
BIV  26,1%
TBV 29,0%
ohne Gewähr

Restauriert: Treuenbrietzen

Restauriert: Treuenbrietzen

Siehe: Die Friedrichstrasse von Treuenbrietzen

( Quellen : Jeweils verlinkt Treuenbrietzen.de, Zeitzeugen. )

Wittbrietzen, Brandenburg, Ortsteil von Beelitz und Kriegsschauplatz

18 Jun
Widersetzen bei Beelitz

Widersetzen bei Beelitz

Wittbrietzen liegt direkt südlich von Potsdam und ist ein Ortsteil von Beelitz. .
( Gründung im 13. Jahrhundert ) Auch hier gibt es in den Sommermonaten Spargel im Überfluss. Das Ortleben der etwa 550 Einwohner wirkt ruhig und beschaulich.
Doch das war mal ganz anders. 1945 schlugen die Ausläufer der letzten großen Schlacht um Berlin bis nach Beelitz und Wittbrietzen.
Während die 9 Armee aus dem Kessel von Halbe zur Armee Wenck durchbrechen mußte waren die Kämpfe direkt vor der Haustür.
Übersicht der Lage 1945 im Raum Beelitz und Wittbrietzen
 Kriegsgräber in Salzbrunn
Die Verkehrsanbindung durch die Bundesstrasse 2 Richtung Potsdam und Berlin, sowie die Bahnlinie nach Beelitz und weiter über Potsdam in die Hauptstadt, macht auch Wittbrietzen zu einer ländlichen, aber Pendler freundlichen Ortschaft.

Örtlicher Internetauftritt mit Infos über Vereine, Kultur, Gastronomie und angesiedelten Formen finden Sie gerne hier:   Wittbrietzen.de