AVUS Die unvollendete Südkurve, Berlin A115

10 Apr
Autorennen Avus Berlin an der Zonengrenze

Bundesarchiv B 145 Bild-F003014-0006, Berlin, Autorennen auf der Avus@CC BY-SA 3.0 de


Geschichte der AVUS

Die AVUS, eingeweiht 1921, war die erste nur für Autos vorgesehen Strasse Europas und gleichzeitig eine rund 19 km lange Autoversuchs und Übungsstrecke.

Während der vielen spektakulären Rennen, die auf der AVUS ausgetragen wurden, war besonders die hohe Nordkurve der Strecke ein Publikumsmagnet. Gleichzeitig war sie Schauplatz dramatischer Unfälle und „fast“ Unfällen.

Doch was passierte im Süden der Strasse? Dort zog es nur wenige Zuschauer hin, denn das Gegenstück zur Nordkurve war eine ebene Umkehrschleife, auf der die Tourenwagen langsam, geradezu bedächtig wieder die Gegenrichtung einschlugen.
Dabei sollte die AVUS eigentlich auch eine Südsteilkurve erhalten. Kurz vor Ausbruch des zweiten Weltkriegs waren die Planungsarbeiten für diesen Prestigebau abgeschlossen und die Arbeiten nahe der heutigen Anschlussstelle Dreilinden ( Später Grenzübergang zur DDR ) begannen.

Zunächst wurde ein Plattenmodell im Maßstab 1:100 in den Waldboden verlegt, dann der  haushohe Wall der Kurve aufgeschüttet. ( Bild unten ).
Um Kriegsressourcen nicht zu verschwenden wurde der Bau allerdings nie vollendet und blieb ein Sandwall im Grunewald.
1945, im Endkampf um Berlin, verschanzte sich die 4. schwere Flackabteilung 605 hinter den dicken Sandwänden. Als die russischen Angreifer nicht mehr aufzuhalten waren evakuierte die Wehrmacht Richtung Strandbad Wannsee .

Nach 1945 nutzen die Westalliierten die Kurve als Schließplatz.
Heute ist das Relikt aus vergangenen Tagen Ziel für Vogelkundler und Geocacher.

Unvollendete Südkurve der AVUS

Unvollendete Südkurve der AVUS

 

 

 

 

Die Geschichte der AVUS, Berlin

18 Okt
AVUS Berlin

AVUS Berlin

Die AVUS, eingeweiht 1921, war die erste rein für Autos vorgesehen Strasse Europas und gleichzeitig eine rund 19 km lange Auto Versuchs und Uebungs Strecke. Unterbrochen durch den Ersten Weltkrieg dauerte die Fertigstellung, der in ihrer längsten Ausdehnung 8,3 Kilometer erreichenden geraden Strecke, 12 lange Jahre. Zwei ausgedehnten Kurven bildeten das jeweilige Ende der Rennbahn. Heute ist davon nur noch wenig zu spüren, denn die AVUS ist  ein Teil der A115, der südlichen Ausfall- Autobahn in Richtung Potsdam. ( Siehe Bilder im Vergleich )

Allerdings war die Bauweise der AVUS mehr als mangelhaft. Die Strassendecke bestand aus dem damals üblichen Makadam, einer Schotterschicht unterschiedlicher Körnung, leicht mit Teer verbunden. Auch heute trifft man ab und an noch auf diese Bauart. Sie hat allerdings den entscheidenden Nachteil, dass sie hohe Belastungen bei Hitze schlecht aushält. Daher wurde die AVUS schnell mit einer geschlossenen Schicht aus Asphalt überzogen.

Die für Deutschland verheerenden Folgen des ersten Weltkriegs, die Deflation und die ausbleibende Industrieproduktion mit hoher Arbeitslosigkeit, brachte die Einwohner Berlins dazu die stillgelegte AVUS abzutragen und den Asphalt zu verheizen. 1926 gab es zwar noch einmal ein Rennen, allerdings war der Strassenbelag derart schlecht, dass Todesopfer zu beklagen waren.

Im 3. Reich wurde auf der AVUS wieder eifrig trainiert, getestet und entwickelt. Da im boomenden Berlin der Platz knapp wurde, baute man am Nordende der AVUS eine Steilkurve mit 43 Grad Neigung. Somit konnte besonders in diesem Bereich auch die fahrbare Geschwindigkeit erhöht werden. Auch der Zielrichtungsturm und die Tribünen kamen hinzu, von dem aus schon bald die ersten Fernsehaufnahmen in die Innenstadt gesendet wurden.

Ab 1940 wurde die AVUS an Dreilinden ( später DDR Grenzübergang ) und Potsdam bis Michendorf mit dem Berliner Ring verbunden und wurde somit für den öffentlichen Verkehr freigegeben. Ab 1951 wurden zwar wieder Rennen gefahren, allerdings verursachte die Nordkurve verheerende Unfälle und wurde 1967 abgerissen. Nach Mauerbau 1961 diente die AVUS den Westberlinern als Ausfahrtsstrecke für ihre PKWs, denn bis zum DDR Schlagbaum gab es keiner Geschwindigkeitsbeschränkungen.

Erst 2011 erfolgte in wenigen Monaten eine spektakuläre Erneuerung der gesamten AVUS.

Bundesarchiv_B_145_Bild-P016402,_Berlin,_Rennen_auf_der_Avus

Bundesarchiv_B_145_Bild-P016402,_Berlin,_Rennen_auf_der_Avus

© CC-BY-SA 3.0

 

Quellen: Zeitzeugen, Wikipedia

S-Bahnhof Dreilinden der Friedhofsbahn Berlin

22 Sep
S-Bahnhof Dreilinden Friedhofsbahn

S-Bahnhof Dreilinden Friedhofsbahn

Im boomenden Berlin der Zwanziger Jahre wurde, wie auch heute, langsam der Platz knapp. Man versuchte zu Dezentralisieren. Was „raus konnte“ mußte verlegt werden. Unter anderem kam es so zur Neuordnung des Friedhofwesens und der Auslagerung einiger Friedhöfe aus dem Stadtgebiet. Einer davon fand im südlichen Stahnsdorf einen geeigneten Platz. In Kooperation mit den ansässigen Eisenbahngesellschaften mußte nun der Zugverkehr nach Stahnsdorf für diese Zwecke neu geregelt werden und so zweigte südlich des Bahnhofs Wannsee die so genannte Friedhofsbahn ab. Bei Dreilinden wurde ein Zwischenbahnhof einrichtet, der einzige Stopp für die spezialisierten Züge, die sowohl Passagiere, als auch Särge transportieren konnten.
In den Kämpfen um Berlin wurde unter anderem die Eisenbahnbrücke über den Teltowkanal zerstört und so wurde Dreilinden  Endbahnhof. Ab 1948 konnte wieder bis Stahnsdorf durchgefahren werden aber am 13.August 1961, dem Tag des Mauerbaus, wurde der Verkehr eingestellt. In den 1970′ ziger Jahren wurden Gleise und Bahnanlagen abgebaut oder abgerissen. 1969 wurde die ehemalige Autobahn ( Anschluss AVUS ) in Richtung Osten verlegt, dem heutigen Verlauf gleich. Heute sind die Reste der S-Bahn und der ehemaligen Autobahn durch dichtes Gestrüpp verdeckt.

ehemaliger Bahnsteig S-Bahnhof Dreilinden

ehemaliger Bahnsteig S-Bahnhof Dreilinden

Eisenbahnbrücke Friedhofsbahn am S-Bahnhof Dreilinden

Eisenbahnbrücke Friedhofsbahn am S-Bahnhof Dreilinden

Quellen: Wikipedia und eigene