BER : Nordlandebahn fertig

25 Okt
BER : Nordlandebahn fertig

BER : Nordlandebahn fertig©gemeinfrei

Fast ein halbes Jahr hat es gedauert, doch nun ist sie fertig und in Betrieb. Die Nordlandebahn des BER, dem Hauptstadtflughafen Schönefeld. Ursprünglich war die Nordbahn einmal die Südbahn des alten Flughafens Schönefeld, jedoch hat der Neubau des Airports die Verhältnisse des Landebahnsystems vollkommen verändert. Heute früh um kurz vor 06:00 Uhr Ortszeit landete das erste Flugzeug auf dem frischen Asphalt. Damit geht nun wohl auch die Zeit zu Ende, in der sich die Luftraumstruktur der Berliner Luft- Kontrollzone nach Süden verschoben hatte und die Hobbyflieger im Süden der Hauptstadt einschränkte. Jedoch ist damit das Ende der Skandale der BER noch nicht abzusehen. Erst heute wurde wieder veröffentlicht, dass einer Firma ein Teilauftrag entzogen wurde auf Grund von Qualitätsproblemen.
Siehe auch: Tempelhof wird abgewickelt

 

Baustopp BER

21 Sep
BER Baustopp

BER Baustopp

Wie soeben gemeldet wurde hat die staatliche Baubehörde einen Baustopp über den neuen Flughafen in Berlin BER verhängt.

2012 sollen zu schwere Ventilatoren in der Decke der Abfertigungshallen verbaut worden sein. Jetzt ist zu klären, ob Einsturzgefahr besteht. Die statischen Berechnungen müssen jetzt Klarheit bringen. Solange wird die Fertigstellung gestoppt.

Da is nicht nur ein Wurm drin, dass muß eine ganze Familie sein.

Flugplatz Sperenberg Sperrgebiet und Drehkreuz der Sowjettruppen. Bald doch BER ?

24 Jul
Flugplatz Sperenberg

Flugplatz Sperenberg

Flugplatz Sperenberg, Sperrgebiet und Ort mit vielen Fragezeichen. Lediglich aus der Luft kann man einen Blick auf einen der geheimnisvollsten Orte Brandenburgs werfen. Aber Vorsicht ist auch hier angesagt, denn bei Kummersdorf-Gut ist eine Flugverbotszohne eingerichtet, das sogenannte ED-R-56. Überflug verboten. Direkt südlich des Flugfeldes liegt ein weiteres Sperrgebiet: Vers Gottow, Versuchsanstalt des Militärs bis 1945. Auch hier ist das Betreten nicht nur gefährlich, sondern ebenfalls streng verboten.

Aber zurück nach Sperenberg. Zwar sieht der Flugplatz aus der Luft alt und vermodert aus, doch dar Anblick täuscht. 1870 wurden in der Umgebung von Kummersdorf-Gut militärische Versuchsreihen angelegt. Später kam eine Trainingsstätte für Eisenbahn Pioniere hinzu.  1903 fuhr ein Militärzug hier 210 hm/h, der schnellste Zug der Welt. Aus dieser Zeit stammt sicher auch das Gerücht, dass im Schumkasee immer noch eine alte Dampflok liegt. Weiter gab es hier auch das tiefste Bohrloch der Welt
Einen Flugplatz gab es hier nicht. Erst die Sowjetarmee erbaute Sperenberg-Flugplatz, zu geteilten Kosten mit der DDR, im Jahre 1958. Sinn und Zweck war es den Hauptstadtflugplatz der DDR, Berlin Schönefeld ( SXF in Zukunft dann BER ) zivil zu halten und den Militärverkehr in Sperenberg abzuwickeln. Erst 1974 wurden die 2 Landebahnen in der heutigen Konfiguration fertig.Neben der militärischen Infrastruktur entstand auch eine russische Siedlung mit Zuganbindung nach Moskau oder Potsdam. Sperenberg war etwa das, was im Westen Rammstein war. Antonov Transportmaschinen, Hubschrauber oder Aufklärer hoben hier ab. Damit war der Flugplatz ein absolutes Transport Drehkreuz für die in der DDR stationierten Sowjettruppen.

1994 verließen die sowjetischen Soldaten die Basis, bauten praktisch alles ab was transportiert werden konnte und hinterließen eine gigantische Ruine. Einer der letzten prominenten Passagiere war der zuvor in Beelitz Heilstätten behandelte Erich Honnecker. ( Ab Dezember 1990 ) Dieser wurde 1991 im wiedervereinten Deutschland per Haftbefehl gesucht und wurde über Sperenberg von der roten Armee, wahrscheinlich nach Moskau, ausgeflogen.

Von 1990 bis 1995 war Sperenberg dann als Hauptstadtflugplatz im Gespräch. Sogar eine Transrapid Anbindung an die Hauptstadt war im Gespräch. Aber der sich immer noch im Bau befindliche Flughafen Berlin Schönefeld  machte damals das Rennen. Allerdings ist heute schon klar, dass schon nach der baldigen Eröffnungen in den kommenden Jahren der BER bereits an seine Kapazitätsgrenzen stoßen wird. Seit 2012 ist Sperenberg deshalb wieder im Gespräch, der wirklich endliche Hauptstadtflughafen zu werden.

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