„Zur Alten Laterne“ in Berlin – Köpenick

24 Mrz
Zur Alten Laterne Berlin - Köpenick

Zur Alten Laterne Berlin – Köpenick

Wer kennt ihn nicht, den Hauptmann von Köpenick. Fast wie in dem gleichnamigen Film mit Heinz Rühmann ergeht es dem Besucher der „Zur alten Laterne“ in Berlin Köpenick auch heute noch.
Die urige Alt-Berliner Kneipe eignet sich hervorragend um zu zweit bei gutem Berliner Bier und einer deftigen Mahlzeit zu plaudern. Die Wände sind gespickt mit Relikten der Vergangenheit aus dem alten Berlin, Schildern, Fotos und Zeitungsausschnitte legen Zeugnis ab.
Ein Besucher:
„Ich wohne im Kiez und ich bin fast jeden Monat einmal hier. Wense mal wat juutes futtern wollen, dann sind se hier jenau richtig“!

Auf der eigenen Internetseite steht dann auch das Motto der Alt-Berliner Kneipe:
Wo Küche noch von kochen kommt.
Wie sagt der Hauptmann: „Na denn Prost!“
http://www.altelaterne.de

Deftiges deutsches Urberliner Essen und Berliner Bier, da lohnt ein Besuch!
Reservierung nicht vergessen.

Anfahrt :
Alt-Köpenick 33, 12555 Berlin S-Bhf Köpenick, TRAM 62, Richtung Schloss Köpenick

Ganz in der Nähe : Schmöckwitz

Berlin Schmöckwitz Idylle am Zeuthener See

17 Jan
Berlin Schmökwitz

Dorfkirche Berlin Schmöckwitz © eigene

Nördlich des Zeuthener Sees und fast gänzlich umflossen von der Dahme liegt der heutige Berliner Stadtteil Schmöckwitz. Ursprünglich ein Fischerdorf  auf einer Insel mit slawischen Wurzeln, wird Schmöckwitz im dreißigjährigen Krieg durch einen Brand zerstört.
Um 1800 wird eine Landverbindung hergestellt sowie die heutige Dorfkirche errichtet. Mitte des 19.Jahrhunderts beginnt eine leichte Industrialisierung in Form einer  Wattefabrik. Um 1900 gründet ein berliner Bankier eine Villenkolonie, im Jahr 1912 wird die Uferbahn eingeweiht. Hier betreibt die BVG heute sicherlich eine der landschaftlich interessantesten Linien im Raum Berlin. Sie führt vom Bahnhof Köpenick über Grünau bis nach Schmöckwitz.( „Schmöckwitz-Grünauer Uferbahn“, heute Straßenbahn 68 )

Straßenbahn 68 Schmökwitz

Straßenbahn 68 Schmöckwitz © gemeinfrei

1920 wird Schmöckwitz in den Berliner Bezirk Köpenick eingemeindet.
1942 beginnt am Adlergestell der Bau des Berliner Reifenwerks. Zunächst wird hier nur runderneuert, nach der Zerstörung und Wiederaufbau nach 1945 kommt die Produktion von Neureifen hinzu.1953 wird die Fabrik enteignet und ein volkseigener Betrieb der DDR. (  Teil des VEB Kombinat Plast- und Elastverarbeitung) Bis zur Wiedervereinigung war der VEB Berliner Reifenwerk für die gesamte Runderneuerung von PKW-Reifen in der DDR zuständig. Nach 1990, bis zur Insolvens, arbeitet man unter dem Namen Berliner Reifenwerk GmbH weiter.
Direkt an der Schmöckwitzer Brücke gab es bereits vor 600 Jahren angeblich eine Schenke. Um 1870 entstand an gleicher Stelle der „Gasthof zur Palme“. Heute erinnert nur noch eine verwaiste Treppe an das Lokal.

Am Morgen des 24.4.1945, die Rote Sowjetarmee steht kurz vor Berlin, sprengt ein Kommando der Waffen SS, buchstäblich in letzter Minute, die „Neue Brücke“ über die Dahme. Nachmittags setzen die Sowjets per Pontonbrücke über, während die Wehrmacht in Richtung Niederlehme evakuiert. Einige Anwohner erschießen sich, Volkssturmmänner kommen zu Tode. Eiligst wird im Schmöckwitzer Forst, „Im Jagen 40“, kurz vor dem Adlergestell, der längsten Straße Berlins, der Notfriedhof Karolinenhof angelegt, auf dem in der Folge 107 zivile Kriegsopfer beerdigt werden. ( Gegenüber der heutigen Tankstelle )

Ein Abtransport der Toten zum Friedhof Grünau ist durch zerstörte Oberleitungen der Strassenbahn 68 nicht mehr möglich.
Zu DDR Zeiten wird der Friedhof stillgelegt und heute erinnert fast nichts mehr an ihn. Eine 1947 errichtete Notbrücke wird erst 1960/63 durch die heutige Stahlkonstruktion ersetzt.
Heute ist Schmöckwitz mit seinen Häfen und Badestellen ein beliebtes Ausflugsziel für Berliner und Freizeitskipper.
„Rauchfangswerder“, die Südspitze Berlins, Wasserport Idyll der Berliner, Waldgebiet und Geocacher Paradies, liegt etwa 3 Kilometer östlich von Schmöckwitz.

1743 beginnt die spärliche Besiedlung Rauchfangswerders durch Landkauf. Die Büdner Barnack, Mielitz und Guthke gründen Ländereien auf der Halbinsel und im Laufe der kommenden Jahrzehnten expandiert die Land- Forst- und Fischwirtschaft deutlich.
( Bündnerei = ländliches Anwesen )
Um 1870 kommt es zu Parzellierung und Verkauf von Grundstücken an Siedler.
Ab etwa 1935 zieht es massiv Künstler in die einzigartige Landschaft zwischen Wasser und Wäldern. Schauspieler wie Walter Plathe oder Heinz Behrens engagieren sich für das  Gemeinwesen Rauchfangswerders.
Die Gegend bietet sich für ausgedehnte Wanderungen oder Fahrradtouren um die Halbinsel, mit seinen unzähligen Badestellen, geradezu an.
Anreise über „Schmöckwitzer Damm“ Buslinie 168.
Südlichste Gaststätte Berlins : Gaststätte Kajüte

Nördlich von Schmöckwitz schlängelt sich die Dahme in Richtung Langer See und Seddinsee. Von Schmöckwitz überquert eine von der BVG betriebene Fähre in der Sommersaison, außer Montags, die Dahme in Richtung Krampenburg. Gleichzeitig ist der Wasserweg die einzige Möglichkeit per PKW den Campingplatz „Große Krampe“ zu erreichen. Entsprechende Waldwege sind im Sommer gesperrt. Die Fahrzeit beträgt eine viertel Stunde und ist ebenfalls ein heißer Tipp für eine günstige Seenfahrt. Die Fahrscheine der öffentlichen Nahverkehrs gelten auch auf der Fähre.

Winterlandschaft Schmökwitz

Winterlandschaft Schmöckwitz ©gemeinfrei

Quellen :  Anwohner und Bezirksamt Treptow-Köpenick

 

Michendorf. Immer wieder Unfälle Dreieck Nuthetal

12 Dez
Unfall A10 Berliner Ring

Unfall A10 Berliner Ring

Auf der A10 Südlicher Berliner Ring gibt es seit der Riesenbaustelle Richtung Dreieck Potsdam fast täglich Unfälle. Auch heute Abend rasten wieder Autos in einander und verursachten Massenstaus. Zwischen Ludwigsfelde-West und Dreieck Nuthetal geht wieder einmal nichts mehr. Die Baustelle, die den Berliner Ring verbreitern soll wird frühestens 2018 für Entspannung sorgen. Frühestens. Die Autobahn wurde in den 1930 Jahren erbaut und 1990 auf 3 Spuren erweitert. Das Dreieck Nuthetal wird 2007 erneuert. Zuvor war es als Dreieck Drewitz bekannt.

Siehe auch Michendorf …

Erste elektrische Straßenbahn der Welt in Lichterfelde

10 Jan
Erste elektrische Straßenbahn

Erste elektrische Straßenbahn ©gemeinfrei

 

Die erste elektrische Straßenbahn der Welt nahm  in Lichterfelde ( Berlin ) am 16. Mai 1881 in Lichterfelde bei Berlin den Dienst auf. Gebaut wurde die Tram  von Werner von Siemens-
( 2,5 km Gleißtrasse, Geschwindigkeit 20 km/h.) Die Stromversorgung erfolgte über beide Schienen, was heute undenkbar wäre. Ab 1883 verkehrte die Bahn zwischen der preußischen Kadettenanstalt Lichterfelde und dem Regionalbahnhof Lichterfelde Ost.

Quelle: Gedenktafel Lichterfelde Ost

Weihnachtsmärkte geöffnet in Berlin

24 Nov
Weihnachtsmarkt Berlin Gendarmenmarkt

Weihnachtsmarkt Berlin Gendarmenmarkt © gemeinfrei

Gestern wurden in Berlin die Weihnachtsmärkte eröffnet.  Die Stimmung ist durchwachsen. Soll man in diesen Zeiten diese Publikumsmagneten meiden, oder gerade nicht? In den vergangenen Jahren gab es immer mal wieder Schlagzeilen über Taschendiebe, vergiftete Getränke oder ähnliches.
Allerdings waren all dies Einzelfälle, wenn man sich vor Augen führt wieviel Berliner und Touristen in den Wochen vor Weihnachten wirklich die Weihnachtsmärkte besuchen.
Über die dunklen Tage hilft die Lichterschau allemal hinweg.

 

Schärfere Sicherheitsbestimmungen in Berlin

24 Nov
Polizeibeamte im Einsatz

Schärfere Sicherheitsbestimmungen  in Berlin © fotalia

Noch vor Monaten hätten sich die Bürger gewundert was die plötzliche Polizeipräsenz auf den Straßen der Hauptstadt bedeuten solle.
Heute mittlerweile Alltag auch der Berliner. Beamte der Bundespolizei sind auf den Straßen unterwegs und verschärfte Kontrollen werden wohl zunächst die Regel bleiben.

Berlin Steinstücken Der Teerofen der Albrechts

24 Nov
Teerofen Steinstücken Berlin

Teerofen Steinstücken Berlin

In Berlin Steinstücken, der alten Exklave West Berlins aus den Zeiten des kalten Krieges, birgt so einige Geheimnisse. Dort gibt es neben längst vergessenen Autobahnabschnitten und Drehorten von Cobra11, Untertunnelungen des Teltowkanals  für Spionagetätigkeiten, auch einen alten Teerofen.
Teeröfen mitten im Wald? Gerade! Das Bild oben zeigt die alte Gaststätte auf dem Gelände des Teerofens der Familie Albrecht. Auch die Ära ist schon wieder vorbei.

Auf diesem Gelände stand also im 18.Jahrhundert die Teerbrennerei Albrecht. 1924 wurde das alte Gebäude abgerissen und machte der Gaststätte Platz.Bei  den Arbeiten fand man die alten Teerklumpen vor dem Haus in der Baugrube und auf dem Gelände.

Teerklumpen vor dem Haus der späteren Gaststätte.

Verschüttete Teerklumpen vor dem Haus der späteren Gaststätte.

( Die Stelle ist auch oben auf der linken Seite des Gebäudes zu sehen, unter dem Schild.)
Der Teer wurde damals unter Luftabschluss aus Nadelhölzern destilliert. Die so genannte Teergalle konnte dann in offenen Kesseln weiterverarbeitet werden.
Produkte : Holzkohle, Kienöl, Pech, Ruß, Wagenschmiere.
Die Stilllegung erfolgte Ende des 18.Jahrhunderts aus Holzmangel.

Quelle : Schautafel Steinstücken Kohlhausbund e.V.
Bilder:  Eigene

Sicherheitsvorkehrungen auf dem Berliner Gendarmenmarkt

19 Nov
Gendarmenmarkt Berlin

Gendarmenmarkt Berlin © gemeinfrei

Laut Berliner Polizei gelten ab sofort besondere Sicherheitsvorkehrungen in Berlin. Offenbar sind die Betreiber des alljährige Weihnachtsmarktes auf Trapp und haben auf ihrer Internetseite bereits informiert :
„Aufgrund der augenblicklichen Lage werden wir unsere Wachsamkeit nochmals erhöhen.“
„Wir führen Taschenkontrollen durch. Zur Sicherheit für unsere Besucher wird das Mitbringen von Koffern, Trollis und großen Rucksäcke ab sofort nicht mehr gestattet.“
Sicherlich stellt das den einen oder anderen Schnell-Besucher Berlins und des Weihnachtsmarktes vor ein Problem: Wohin mit meinem Koffer, denn ich reise ja gleich weiter…. Allerdings geht, wie überall die Sicherheit vor. Dafür gibt es von uns :

postconnections.com Brandenburg

Die Postconnections.com Bewertung

 

Die vergessenen Rieselfelder von Güterfelde Stahnsdorf

13 Nov
Berliner Rieselfelder Güterfelde

Berliner Rieselfelder Güterfelde © gemeinfrei

Berlin 1871, der Krieg gegen Frankreich ist vorbei. Die 830.000 Bewohner zählende Stadt wird Reichshauptstadt. Das siegreiche Preußen feiert den Sieg. Ein Bevölkerungs- und Entwicklungsboom setzte ein und schon kurze Zeit später wurde klar, dass die hygienischen Zustände der neuen Hauptstadt zu entgleisen drohten.
Alle Abwässer der Stadt flossen noch überirdisch, in den so genannten Rinnsteinen, den Flüssen entgegen.
Eine Lösung mußte her, denn die fehlende Kanalisation stellte die Stadtväter vor enorme Probleme. Berlin erwarb 1889 daher große Felder, unter anderem nahe dem heutigen Güterfelde. Eigens für diesen Zweck entwickelte Pumpwerke beförderten die großen und kleinen „Geschäfte“ der Berliner aufs freie Land. Rund um Berlin gab es mehrere solche Rieselfelder, die per fast 600 Kilometer Rohr mit der Hauptstadt verbunden wurden.
Das Sickerwasser wurde so gereinigt, die Überreste als Dünger weiterverwendet. Die DDR ließ sich den Import der Westberliner Fäkalien natürlich genauso gut bezahlen, wie auch den Import des Mülls, den die Westberliner Jahr für Jahr produzierten. Jeder, der in der Nähe wohnte, oder von Potsdam zum Flughafen Schönefeld fuhr, kann sich heute noch an die Geruchsentwicklung errinnern.

1906 wurde in Stahnsdorf eine Kläranlage erbaut, die 1970 erweitert wurde.
Dennoch wurde erst 1989, nach der Wiedervereinigung, die Berieselung ganz beendet.

Heute bietet sich ein idyllisches Wandergebiet zwischen den parzellierten Feldern.

Einbrüche im Berliner Speckgürtel

7 Nov
Einbrüche Berlin Brandenburg

Einbrüche Berlin Brandenburg © gemeinfrei

Berlin-Speckgürtel
Schnell und präzise wissen sie was zu tun ist. Innerhalb von Sekunden sind sie im Haus, innerhalb von Minuten ist alles vorbei. Was bleibt ist meist ein Chaos und die nackte Angst vor Wiederholung. Was in dieser Zeit in vielen Ballungsgebieten geschieht, verschont auch Berlin nicht.
Mittlerweile kennt praktisch jeder einen Nachbarn, der Opfer einer solchen Straftat wurde. Doch was geschieht dagegen? Angesichts der immer weiter steigenden Zahlen schließen sich auch immer mehr Nachbarschaften zusammen. Man passt wieder auf einander auf. Durch Technik wie WhatsApp ist es möglich. Jedoch ist die 110 immer die erste Wahl. Unterbesetzt und seit 1990 zusammengespart leisten hier Beamte auch oft sehr erfolgreich Ihren Dienst. Übrigens die letzte Waffe des Staates.
Die ehemals große Bundeswehr besteht nur noch aus gut 175.000 Mann.

Berliner Speckgürtel: Die Angst vor den Einbrecherbanden | Polizei&Justiz – Berliner Kurier – Lesen Sie mehr auf:
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