Mauerbau am 13.August.1961 DDR Grenze

13 Aug
an der ehemaligen innerdeutschen Grenze, DDR BRD

an der ehemaligen innerdeutschen Grenze, DDR BRD

Im Jahr 1960, 15 Jahre nach Beendigung des zweiten Weltkriegs, ist Deutschland nach wie vor in 4 Besatzungszonen aufgeteilt und so auch Berlin. Zwar ist es möglich vom Westteil der Stadt in den Ostsektor zu gelangen, in ein Gebiet, welches die Hauptstadt der anderen deutschen Republik ist, aber in diesem Jahr nutzten fast 200.000 DDR Bürger die offene Grenze zur endgültigen Übersiedlung in die BRD.
Die wirtschaftliche Lage der DDR wurde durch den Verlust der Bürger nicht gerade einfacher, hatte doch die SED Staatspartei 1958 erst beschlossen, bis 1961 allerorts die Überlegenheit des Sozialismus gegenüber dem westlichen Kapitalismus zu demonstrieren. Das Gegenteil war nun der Fall. Zu Ostern 1961 schnellt die Flüchtlingszahl in die Höhe und erreicht einen neunen Rekord. Im Aufnahmelager in Berlin-Marienfelde treffen in diesen Tage Tausende ein. Bis zum Ende des Monats werden es fast 20.000 zumeist Menschen unter 25 Jahren.  Diese Zahl wird auch in den kommenden Monaten nicht weniger, die DDR blutet aus.
Am 13. August ist es dann soweit. Der Vorsitzender des Nationalen Verteidigungsrates der DDR und Staatsgründer, Walter Ulbricht, gibt den Befehl Ostberlin abzuriegeln. Zuvor hatte er in einem Interview am 15.Juni 1961, ohne direkt gefragt zu werden geantwortet:
“ Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten…“
Mit Rückendeckung der sowjetischen Truppen beginnen die Grenztruppen der DDR zusammen mit den Kampfgruppen in Berlin Barrikaden zu errichten, die wenige Tage später durch einen Stacheldrahtzaun ersetzt werden. Am 24. Juni 1961 wird der erste Flüchtling, bei einem Versuch in den Westen zu gelangen, erschossen.In den kommenden Jahren verschärft sich die Situation erheblich, ohne das die Wirkungen auf die DDR Wirtschaft deutlich zutage tritt. Fast genau 28 Jahre später bekommt dieser Eiserne Vorhang erste ungefährliche Löcher. Ungarn baut im August 1989 Grenzsicherungsanlagen nach Österreich ab und am 19.08.1989 öffnet sich bei beim „25.Paneuropäischen Picknick“ zwischen dem ungarischen Sopronkőhida und dem österreichischen St. Margarethen das Grenztor. Mindestens 600 DDR-Bürger nutzen diese Veranstaltung zur Flucht über Österreich Erst am 9.November 1989 fällt die, bis dahin entlang der gesamten Staatsgrenze zum Todesstreifen gewordene Grenzbefestigung entgültig.

Jeder Westdeutsche, der die Zeit vor diesem 9.November 1989 kennt, kann sich bestens an neugierige Blicke der DDR Grenztruppen erinnern, als man sich der Grenze näherte. Jeder Ostdeutsche weiß noch zu genau, wie strikt das Grenzgebiet abgeriegelt war. In Berlin konnten sich Ost- und Westbürger oft direkt gegenseitig ins Wohnzimmer schauen, so nah lagen Ost und West, nur durch eine gesperrte Strasse getrennt, aneinander.

Der Fotograph des folgenden Fotos steht auf ehemaligem DDR Grenzgebiet. Die Bevölkerung durfte die parallel zur Grenze verlaufende Straße betreten, aber nicht mehr die Grundstücke direkt an der Grenze. Im Hintergrund sieht man bereits das Ortsschild von Berlin. Die Mauer ging unmittelbar hinter den Bäumen entlang.

ehemaliges Grenzgebiet DDR Mauer

ehemaliges Grenzgebiet DDR Mauer

Lisa Spreckelmeyer  / pixelio.de

Lisa Spreckelmeyer / pixelio.de

Quelle u.a.
Die beste Chronik über den gesamten Mauerbau und die Zeit davor finden Sie hier
Sehr zu empfehlen.

 

 

 

 

Berliner Fernsehturm und Telespargel

12 Aug
Berlin Alexanderplatz Fernsehturm

Berlin Alexanderplatz Fernsehturm

Der Fernsehturm in Berlin, im früheren Ostberlin, Hauptstadt der DDR, Alexanderplatz. Das ist schon mal eine passende Beschreibung des im Umgangston genannten „Telespargel“. Die Technischen Details sind ebenso beeindruckend, schließlich ist der Fernsehturm , mit seinen 368 Metern, das höchste Bauwerk Deutschlands.
Baujahr 1965 bis 1969, damals absolute Weltklasse mit seinen Schnellaufzügen und dem beliebten Drehrestaurant, symbolisierte die riesige Kugel im Sommer 2006, zur Weltmeisterschaft in Deutschland, einen überdimensionalen Fußball.
Der Fernsehturm ist alles in Einem. Wahrzeichen, Baudenkmal, Treffpunkt, Titelbild und auf jeden Fall ein Muss für jeden Berlin Touristen.
In unmittelbarer Nähe liegt das Nikolaiviertel, das älteste Berliner Viertel. Von hieraus starten eine Vielzahl von Spree Touren durch die Hauptstadt.

Alle Details bei Wikipedia

 

 

Spreefahrt Berlin Schiffstour durch die Hauptstadt

10 Aug
Spreefahrt durch Berlin

Spreefahrt durch Berlin

Jedes Jahr fahren hunderttausende Touristen per Schiffchen durch die deutsche Hauptstadt Berlin. Die Spreefahrten bilden für viele Besucher einen absoluten Höhepunkt ihres Aufenthalts. Aber auch die Berliner selbst gönnen sich von Zeit zu Zeit mal einen Auffrischungsturn. Die allermeisten Fahrten auf der Spree starten in der Nähe vom Berliner Dom / Humboldt Forum, dem früheren Palast der Republik. Die  Haltestelle Jannowitzbrücke ist problemlos über Bus und Bahn erreichbar, bietet aber wenig öffentliche Parkmöglichkeiten. Dafür häufen sich die Sehenswürdigkeiten und viele davon sind beeindruckend per Schiff zu steifen.

Sehr zu empfehlen sind folgende lange bis kurze Touren:
Brückenfahrt.
Entweder von der Friedrichstraße oder der Jannowitzbrücke  geht es unter 40 Brücken hindurch. Man passiert auf dem Weg folgende Stationen :
Oberbaumbrücke ,Schloss Charlottenburg, Potsdamer Platz,  Schloss Bellevue, Bundeskanzleramt, Reichstag, sowie die Museumsinsel nahe des Doms.
Preis ca. 38,-  Dauer fast 4 Stunden.

Die kurze Berlin Fahrt
Diese einstündige Spreerundfahrt beginnt entweder im Nikolaiviertel ( unweit vom Dom ) oder in der Friedrichstraße.
Man passiert auf dem Weg folgende Stationen : Reichstag mit Regierungsviertel, den ehemaligen Bundespressestrand, Richtung Hauptbahnhof. Vorbei geht es am sogenannten „Beamten Wurm“, ein geschwungener Komplex für Abgeordnete, zur Lutherbrücke und zurück. Von hieraus kann der Gast einen Blick auf die „Goldelse“ (goldene Figur der Siegessäule) sowie Schloss Bellevue werfen, dann geht es zurück Richtung Museumsinsel und wieder ins  Nikolaiviertel.
Preis ca. 11,-  Dauer etwa 1 Stunde.

Auf allen Schiffen ist für das leibliche Wohl bestens gesorgt und auch die Preise sind moderat. Ein Tipp noch zum Parken in der Gegend. Gegenüber dem Bundeskanzleramt, auf der Bahnhofsseite der Spree, gibt es einen Biergarten in der Elisabeth Abegg Strasse. Gegenüber befindet sich ein größerer Parkplatz.

Flugplatz Berlin Tempelhof. Ein historischer Ort wird abgewickelt.

3 Aug
Berlin - Airport Tempelhof

Berlin – Flughafen Tempelhof

Innerhalb weniger Minuten war man da. Per Taxi, per Bus, Auto oder zu Fuß. Am Zentralflughafen Tempelhof, damals, 1923, als es hier los ging mit dem Flugbetrieb. Zuvor war das Gelände als Flugfeld und davor als Militärgelände genutzt worden. Um 1930 war Tempelhof die Nummer 1 des europäischen Luftverkehrs.
Im 3. Reich wurden die Infrastruktur, sowie Hallen neu gebaut und erweitert
( Ernst Sägebiel ) um für etwa 6 Millionen Passagiere pro Jahr Platz zu haben. Gleichzeitig war der Flugplatz Ort der Reichsflugschauen und Reichsflugtage.
( Film Ernst Udet “ Wunder des Fliegens „)
Bis zur Schließung, im Jahr 2008 ( politische Bewertung sparen wir uns ), hat sich die Konstruktion des überdachten Vorfelds enorm bezahlt gemacht. Hier konnten die Passagiere zu Fuß zu den Flugzeugen gelangen ohne nass zu werden, die Flugzeuge konnten aber ebenso trocken stehen, ohne dass sie später vor dem Start teuer enteist werden mussten, sobald die entsprechende Wetterlage herrschte.
Zu Kriegsende wurde der Flugplatz durch die rote Armee kampflos eingenommen. Es gibt vielerlei Gerüchte was unter dem Flugplatz sein könnte. Fest steht, dass er erheblich unterkellert ist und im 3. Reich und im kalten Krieg ein „wichtiger“ Standort war.
http://berliner-unterwelten.de/flughafen-tempelhof.319.0.html

Am 4. Juli 1945 übernahmen die Amerikaner den Flugplatz und nutzten ihn bald darauf als Militärflugplatz. 1948 kam es zur sogenannten Berlin-Blockade von Berlin. Grund hierfür war die Einführung der West Mark. Nahrungsmittel, Medikamente und Heizmaterial, sowie alle Arten von Versorgungsgütern konnten nicht mehr durch die SBZ (Sowjetische Besetzungszone), spätere DDR, gebracht werden. West-Berlin war abgeschnitten. Vom 24. Juni 1948 bis zum 27. August (Berlin-Blockade endete am 12. Mai 1949) wurden in einer unglaublichen Aktion alle Güter durch die westalliierten Besatzungsmächte durch die sogenannte Luftbrücke eingeflogen. ( Flugplätze : Tempelhof Tegel und Gatow )

1962 wurde der Passagierbetrieb wieder aufgenommen, 1975 wurde Tempelhof für den Passagierverkehr geschlossen, da der neue Flughafen Tegel fertig wurde.  Jedoch wurde er 1985 wieder für Passagierflüge genutzt und nach der Wiedervereinigung boomte der Flugbetrieb mit 400.000 Passagieren pro Jahr wieder.

Seit den Anfang 2000 Jahren gab es in Berlin einiges Geschacher um die Schließung des Flugplatzes. Auch gab es wohl einige Manöver, die ein Volksbegehren aushebeln sollte. Eine sehr unwürdige Geschichte für den legendären Flugplatz. Dazu mehr unter Wikipedia.

Tempelhof Hauptstadtflughafen

Tempelhof Hauptstadtflughafen

Flugplatz Sperenberg, der neue BER ?
Flugplatz Welzow
Letzte Schlacht um Berlin
EDAZ Fliegen in Berlin

 

Räume ohne Klimagerät kühlen, Hitzewelle in Brandenburg und Berlin

3 Aug
Hitzewelle in Berlin Brandenburg

Hitzewelle in Berlin Brandenburg


Wenn Ihnen das jetzt gleich spanisch vorkommt, dann liegen Sie schon ganz richtig. Im spanischen Granada/Andalusien steht die Alhambra, eine im maurischen Stil erbaute Stadtfestung, deren Anfänge ins 13. Jahrhundert zurückreichen.
Da es verständlicherweise in Südspanien in den Sommermonaten sehr heiß werden kann, wäre ein Leben auf dem Sabikah-Hügel ( Alhambra ) mehr als unangenehm.
Kühlung musste her, doch wie ?
Die Baumeister der Alhambra haben auf beeindruckende Weise ein weites Geflecht aus eng gelegten und sich stets immer wieder verzweigenden Rinnsalen in die Fußböden und Wege eingearbeitet, sodass stets und überall ein leichter Wasserdurchflugs herrscht. Die Verdunstungskälte kühlt Stein und Bewohner gleichermaßen.
Hängt man feuchte Wäsche auf einen Wäscheständer und läßt einen Luftstrom daran vorbeigehen ( Ventilator ) so kühlt die verdunstenden Feuchtigkeit die Luft erheblich ab.
Der gleiche Effekt ergibt sich, wenn ein heißer Rasen vor dem Haus, eine heiße Steineinfahrt, oder auch nur ein Vordach einige Zeit feucht gehalten wird.
( Auf Wasserschäden achten ) Bei in Brandenburg zu erwartenden Temperaturen bis 40 Grad in den kommenden Tagen, ist dies eine vielleicht rettende Maßnahme.  🙂

Geisterbahnhof Berlin Potsdamer Platz, direkt unter Todesstreifen 1945 1961 1989

29 Jul

Eigentlich war der Potsdamer Platz einst eine Megakreuzung mehrerer Straßen und unter ihm, einiger Bahnlinien. Er gehörte zu den verkehrsreichsten Plätzen weltweit. Da es ständig zu zum Teil schweren Unfällen kam, wurde auf dem Potsdamer Platz eine der ersten Ampeln eingeführt. Allerdings waren die Lichter, die heute noch die Gleiche Bedeutung haben, nicht vertikal sondern nebeneinander angeordnet. Bis 1945 war der Platz eines der Zentren Berlins, Kaufhäuser, Restaurants, oder Kneipen gab es allerorts.
In den verheerenden Bombennächten wurde auch der Potsdamer Platz stark beschädigt und damit alle seine Anlieger. Es blieb nach dem Krieg ein Ort zwischen den 3 Sektoren, die seit der Kapitulation die Stadt teilten.
Siehe auch : Armee Wenck, letzte Schlacht südlich von Berlin

Doch es kam schlimmer. 1961 wurde die „Mauer“, die Ostberlin fortan von Westberlin trennte, quer über den Potsdamer Platz errichtet. Somit war der einst beliebte Platz jetzt ein Geisterort oder militärisches Ost Gebiet. Es sollte bis zum 9.November 1989 dauern, bis sich diese Trennmauer wieder öffnen sollte. Bis dahin blieb der unterirdische Bahnhof, der angeblich einen direkten Zugang zur unmittelbar benachbarten Reichskanzlei in der Vossstrasse ( DDR Gebiet ) hatte, ein Geistesbahnhof. Züge durchquerten den Bahnhof doch hielten nicht. Solche Durchgangsbahnhöfe gab es viele, denn die Berliner S-Bahn, zunächst noch von der DDR Betrieben, unterfuhr im täglichen Betrieb ständig die Deutsch Deutsche Grenze.  Siehe S-Bahn Berlin, 57 Jahre bis zum Normalbetrieb

Die Situation des S-Bahn und U-Bahnnetzes in der Nachkriegszeit ist sicherlich einzigartig . Züge fuhren von Berlin West in Richtung Osten und bekamen Ansagen zu hören wie : „Letzter Bahnhof im amerikanischen Sektor.“ „Letzter Bahnhof im Westsektor.“ und später dann „Letzter Bahnhof in Westberlin.“
„Dit muß man sich so vorstellen.“
erzählt ein BVGler. ( BVG Berliner Verkehrs Gesellschaft)
„Die Bahn fuhr unterirdisch in die Ost-Zone ein und durfte hier aber nicht halten. Sie durchquerte einen oder mehrere Geistesbahnhöfe und fuhr dann wieder in den Westen. Auf diesen fast dunklen und gesperrten DDR Bahnhöfen standen Grenzsoldaten der DDR Truppen und wachten über die ganz langsam durchfahrenden Züge.“

1990 begann der Wiederaufbau des Potsdamer Platzes in den alten Grundrissen. Dabei titelte die Bildzeitung einige Jahre später, mitten während der Bauarbeiten im Untergrund:
„Führerbunker entdeckt.“

Wieder ein Zeitzeuge: “ Nach der Schlagzeile sind wir gleich zum Potsdamer Platz gefahren. Dort gingen wir über den ehemaligen Todesstreifen, der jetzt ein abgeräumter Erdstreifen war. Einige junge spielten an einem Haufenbund liefen weg, als sie uns kommen sahen. Wir passten sie auf der anderen Seite eines Hügels ab, boten ihnen eine Mark, schon wußte wir wo am Tag zuvor ein Loch in die Unterwelt entdeckt wurde.
Es lag direkt am Eingang  zum Bahnhof, Ecke Ebertstrasse,Leipziger Strasse. Die enge Treppe runter waren alte Schilder zu erkennen, etwas Wasser stand in den Gängen. Wir brachen ab, da wir Angst vor Gas hatten und keinerlei Taschenlampen. Am Folgetag waren wir zwar ausgerüstet, aber schon Stunden nach unserem ersten Besuch im Bunkereingang war eine schwere Betonplatte über den Eingang gelegt worden, der die nächsten Jahre auch dort liegen blieb.Ein weiterer Eingang lag noch bis zum Bau der Fall of Berlin auf einem Trümmergrundstück.“

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Olympiastadion Berlin Westend Olympiade 1936 bis heute

24 Jul
Olympiastadion Berlin

Olympiastadion Berlin

 

Baujahr 1934 bis 1936. Austragungsort der Olympischen Sommerspiele in Berlin am 01.08.1936. Entworfen wurde der Bau letztendlich von Albert Speer, nachdem dem Reichskanzler Hitler andere Entwürfe nicht zusagten. Architektonisch ähnelt das Stadion den Bauten der Antike. Ab sofort erklärte Hitler den Bau zur Reichssache und übernahm somit die Organisation der Olympischen Spiele. Zuvor war die Stadt Berlin zuständig.  Auf der Rückseite des Stadions erstreckt sich ein gigantisches Aufmarsch Gebiet, das so genannte Maifeld mit dem Führerturm, heute Glockenturm. Das Stadion bietet 100.000 Gästen Platz.
Während des zweiten Weltkriegs nutzte die „Blaupunkt“ die Kellergewölbe als Produktionsstätte für Zünder, auch wurden die Keller als Luftschutzkeller genutzt. Im Endkampf um Berlin fanden wahrscheinlich nur geringe Kampfhandlungen hier statt.
1947 wurde der stark beschädigte Glockenturm gesprengt und neu errichtet.

1974 fand in Westdeutschland die Fußball Weltmeisterschaft statt. Zuvor wurde die Arena zum Teil überdacht. Von 2000 bis 2004 wurde das Bauwerk weiter renoviert und für die nächste Weltmeisterschaft 2006 fit gemacht.
Ein Spaziergang um und durch die gesamte Anlage lohnt sich. Auch sind die angrenzenden Wohngebiete gut erhalten und architektonisch sehr interessant.

Anfahrt und Übersicht der Anlage

Öffentlicher Nahverkehr:

U-Bahn: Olympiastadion (Ost)
S-Bahn: Olympiastadion

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Hakeburg Kleinmachnow, Hightech Zentrum, Fernseh-Torpedos und Staatsgäste

23 Jun
Hightech Zentrum Hakeburg

Hightech Zentrum Hakeburg

1906 im Neo-Renaissance-Stil von der Familie v.Hake erbaut, am Teltow Kanal unweit der ehemaligen Badewitzbrücke gelegen, Kriegsschauplatz, Hightech-Forschungszentrum und später Parteischule der DDR.
( Familiengruft der Familien v. Hake -> Friedhof Kleinmachnow )
Diese Epochen geben bis heute Rätsel auf, war doch das Gelände ( 50h ) ab 1937 bis 1990 hermetisch abgeriegelt.

1937 ging die Hakeburg an die Reichspost.
Der Reichsminister Ohnesorge kaufte dem in Geldnot geratenen Dietloff v. Hake das Schlösschen 1937 kurzerhand ab. Er ließ die Hakenburg abriegeln und akriebisch bewachen. Ihm unterstand auch das Reichspostforschungsanstalt (RFP), welche die Nachrichten und die Fernsehtechnik für die militärische Nutzung aufbereiten und weiterentwickeln sollte. Hierbei wurde u.a. die UKW Technik zur Führung von Panzerverbänden ausgearbeitet. ( siehe Wünsdorf-Bunkerstadt )

Damit die Wissenschaftler geschützt und geheim arbeiten konnten gab Ohnesorge weitere Forschungsgebäude in Auftrag, die auf dem Gelände bald entstanden, getarnt und gebunkert. Die Burg selbst wurde zum Behördengebäude. Hakenkreuze im Parkett stellten die Sache für den Besucher klar. Am Machpower See entstand sogar ein Badehaus für die Familie, denn Ohnesorge wohnte in seinem Amtsgebäude.

Badehaus der Post?

Badehaus der Post?

Während des Krieges kamen weitere Forschungsaufträge hinzu. So wurde 1940 ein Fernseh-geleiteter-Torpedo entwickelt. Man versprach sich durch die Live Bilder chirurgische Präzision, was wir aus den heutigen Kriegen ja zur Genüge kennen. Weitere Projekte : Infrarot-Nachtsicht, Raketenführung, Abhörtechniken.

Allerdings kamen diese Techniken nicht mehr zu Einsatz. 1942 meldete Ohnesorg den  Geheimcode des Nachrichtenverkehrs zwischen den USA und England geknackt zu haben. Hitler bekam seither die Abschriften der Funkgespräche der beiden verfeindeten Staatenlenker.
1945 transportierten die Sowjetfunktionäre alles noch brauchbare ab.
( siehe auch: Armee Wenck in Ferch )

1947 übernahm die SED das Gebäude und die Parteihochschule Karl-Marx zog ein, Harkenkreuze u.v.m wurden entfernt.
Später wurde die Hakenburg zum Gästehaus der DDR. Michail Gorbatschow, Nikita Chruschtschow und Fidel Castro waren hier.

Nach 1990 zog ein Hotel und Gastronomie ein. Hochzeiten konnten gebucht werden. Doch das Hotel ging pleite und seither steht die Burg erneut zum Verkauf.

Doch wann werden die letzten Geheimnisse dieses Gebäudes gelüftet?
Während 1990 in den Wirren der Perestroika bereits aus russischen Archiven vieles  bekannt wurde ( Goebbels Tagebücher u.v.m ) liegt über die Hakenburg noch so manches im Dunkeln. Eigentlich sollen die amerikanischen Archive 2015, 70 Jahre nach Kriegsende, geöffnet und mehr ans Licht bringen, aber wer weiß.

 

Badewitzbrücke Kleinmachnow, Sprengung, Kampf, Wiederaufbau

23 Jun
Baewitzbrücke, heute Friedensbrücke

Badewitzbrücke, heute Friedensbrücke

Ursprünglich war die Badewitzbrücke eine Überquerung mit Fahrbahn, Gehweg und Gleis für Treidellokomotiven. Diese waren zum Bewegen der Kähne vor der Kleinmachnower Scheuse eingesetzt. ( …zu treideln )
( 1904 )
Beim Anmarsch der Roten Armee 1945 wurde sie von der Wehrmacht gesprengt.

24. April 1945: Die 3.Gardepanzerarmee der 1.Ukrainischen Front will über den Teltowkanal stürmen. ( siehe auch: Armee Wenck ) Dazu nehmen sie die Engstellen östlich des Machpower Sees ins Visier. Es bieten sich hier die Badewitzbrücke und die Rammrathbrücke etwas östlicher an. An der Harkeburg lag ein deutsches Sturmgeschütz, an der Brücke langen Verbände der Wehrmacht und des Volkssturms.

Laut Zeitzeugen: Deutsche Schützenlöcher an der Brücke

Laut Zeitzeugen: Deutsche Schützenlöcher an der Brücke

Aber der Widerstand hielt nicht lange, denn die Sowjetischen Truppen bildeten mehrere Brückenköpfe, die sich schnell verbinden ließen. Am 25. April war Kleinmachnow von der Roten Armee eingenommen.
Verluste :
etwa 570 Soldaten der Roten Armee, etwa 200 Deutsche Soldaten.
( Schätzung nach Anzahl der Gräber auf den Friedhöfen Kleinmachnow, Stahnsdorf und Teltow. )

Nach dem Krieg zunächst als Fußgängerbrücke repariert, 1977 durch eine Stahlkonstruktion ersetzt und 1994 endlich durch die heutige Brücke neu errichtet, die auch moderne Verkehrsbelastungen aushalten kann.  Der heutige Name ist Friedensbrücke. Im Hintergrund ist die Schleuse Kleinmachnow zu sehen.

Betontrümmer am Ufer

Betontrümmer am Ufer

In unmittelbarer Nähe liegt die Hakenburg. Im Dritten Reich von der Reichspost genutzt und zu DDR-Zeiten Parteischule.

Raub in Internetcafé

18 Jun

Polizeimeldung vom 17.06.2015Tempelhof – Schöneberg

Nr. 1442

Ein Unbekannter hat in der vergangenen Nacht in Schöneberg eine Angestellte eines Internetcafés überfallen. Der Mann bedrohte die 45-Jährige kurz vor zwei Uhr in dem Geschäft in der Eisenacher Straße mit einer Pistole und entnahm das Wechselgeld aus der Kasse. Er flüchtete in Richtung Grunewaldstraße. Die Frau blieb unverletzt.

Quelle: Polizei Berlin