Schwerste Gewitter über Brandenburg

16 Aug
Achtung Unwetter Brandenburg

Achtung Unwetter

Unwetter über Potsdam, 17:30.
Jetzt stimmte die Wettervorhersage doch einmal. Innerhalb weniger Minuten verdunkelte sich gegen 17:30 nahe Potsdam der Himmel. Platzregen und Hagel mit massivem Blitzschlag zog über das Land, während die Besucher der Straßenkaffees versuchten sich vor den Wassermassen zu retten. Starke Böen ließen Äste abknicken und wirbelten alles über die Straßen, was nicht niet und nagelfest war.
Innerhalb von Minuten sank die Temperatur von 33° auf etwa 20° und brachte teils leichte Nebelschwaden.
Während bereits gestern der Hauptbahnhof von Magdeburg überflutete, wird auch in Berlin Brandenburg mit erheblichem Regen in der Nacht gerechnet. Alles in Allem ein Hochsommer der Extreme. Erst im Juli hatte es Hitzerekorde um 40,3°C gegeben, aber auch Frost in der Eifel.

Unwetterzentrale.de

Unwetterzentrale.de

Bei dem immer schwerer einschätzbarem Wetter, insbesondere des Sommers 2015, empfiehlt sich ein Blick auf die Seiten der Unwetterzentrale.

Mauerbau am 13.August.1961 DDR Grenze

13 Aug
an der ehemaligen innerdeutschen Grenze, DDR BRD

an der ehemaligen innerdeutschen Grenze, DDR BRD

Im Jahr 1960, 15 Jahre nach Beendigung des zweiten Weltkriegs, ist Deutschland nach wie vor in 4 Besatzungszonen aufgeteilt und so auch Berlin. Zwar ist es möglich vom Westteil der Stadt in den Ostsektor zu gelangen, in ein Gebiet, welches die Hauptstadt der anderen deutschen Republik ist, aber in diesem Jahr nutzten fast 200.000 DDR Bürger die offene Grenze zur endgültigen Übersiedlung in die BRD.
Die wirtschaftliche Lage der DDR wurde durch den Verlust der Bürger nicht gerade einfacher, hatte doch die SED Staatspartei 1958 erst beschlossen, bis 1961 allerorts die Überlegenheit des Sozialismus gegenüber dem westlichen Kapitalismus zu demonstrieren. Das Gegenteil war nun der Fall. Zu Ostern 1961 schnellt die Flüchtlingszahl in die Höhe und erreicht einen neunen Rekord. Im Aufnahmelager in Berlin-Marienfelde treffen in diesen Tage Tausende ein. Bis zum Ende des Monats werden es fast 20.000 zumeist Menschen unter 25 Jahren.  Diese Zahl wird auch in den kommenden Monaten nicht weniger, die DDR blutet aus.
Am 13. August ist es dann soweit. Der Vorsitzender des Nationalen Verteidigungsrates der DDR und Staatsgründer, Walter Ulbricht, gibt den Befehl Ostberlin abzuriegeln. Zuvor hatte er in einem Interview am 15.Juni 1961, ohne direkt gefragt zu werden geantwortet:
“ Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten…“
Mit Rückendeckung der sowjetischen Truppen beginnen die Grenztruppen der DDR zusammen mit den Kampfgruppen in Berlin Barrikaden zu errichten, die wenige Tage später durch einen Stacheldrahtzaun ersetzt werden. Am 24. Juni 1961 wird der erste Flüchtling, bei einem Versuch in den Westen zu gelangen, erschossen.In den kommenden Jahren verschärft sich die Situation erheblich, ohne das die Wirkungen auf die DDR Wirtschaft deutlich zutage tritt. Fast genau 28 Jahre später bekommt dieser Eiserne Vorhang erste ungefährliche Löcher. Ungarn baut im August 1989 Grenzsicherungsanlagen nach Österreich ab und am 19.08.1989 öffnet sich bei beim „25.Paneuropäischen Picknick“ zwischen dem ungarischen Sopronkőhida und dem österreichischen St. Margarethen das Grenztor. Mindestens 600 DDR-Bürger nutzen diese Veranstaltung zur Flucht über Österreich Erst am 9.November 1989 fällt die, bis dahin entlang der gesamten Staatsgrenze zum Todesstreifen gewordene Grenzbefestigung entgültig.

Jeder Westdeutsche, der die Zeit vor diesem 9.November 1989 kennt, kann sich bestens an neugierige Blicke der DDR Grenztruppen erinnern, als man sich der Grenze näherte. Jeder Ostdeutsche weiß noch zu genau, wie strikt das Grenzgebiet abgeriegelt war. In Berlin konnten sich Ost- und Westbürger oft direkt gegenseitig ins Wohnzimmer schauen, so nah lagen Ost und West, nur durch eine gesperrte Strasse getrennt, aneinander.

Der Fotograph des folgenden Fotos steht auf ehemaligem DDR Grenzgebiet. Die Bevölkerung durfte die parallel zur Grenze verlaufende Straße betreten, aber nicht mehr die Grundstücke direkt an der Grenze. Im Hintergrund sieht man bereits das Ortsschild von Berlin. Die Mauer ging unmittelbar hinter den Bäumen entlang.

ehemaliges Grenzgebiet DDR Mauer

ehemaliges Grenzgebiet DDR Mauer

Lisa Spreckelmeyer  / pixelio.de

Lisa Spreckelmeyer / pixelio.de

Quelle u.a.
Die beste Chronik über den gesamten Mauerbau und die Zeit davor finden Sie hier
Sehr zu empfehlen.

 

 

 

 

Wölfe in Brandenburg ( canis lupus )

12 Aug
Wölfe in Brandenburg (Canis lupus)

Wölfe in Brandenburg (Canis lupus)

Vor dem 18. Jahrhundert besiedelte der Wolf nahezu die gesamte Nordhalbkugel. Die Verfolgung durch den Menschen führte bis Mitte des 19. Jahrhunderts zur Ausrottung in weiten Teilen Europas. Seit Deutschland und Polen den Wolf unter Schutz gestellt haben und Abschüsse unter Strafe stehen, wanderten Mitte der neunziger Jahre vermehrt Tiere nach Deutschland ein. Insbesondere in Brandenburg wurden Wölfe gesichtet, die sich in alten Bunkeranlagen auf verlassenen Truppenübungsplätzen angesiedelt hatten.

“ Ich hatte meine Tochter gerade in den Kindergarten gefahren und bin mit meinem Hund auf einem Waldweg Gassi, da stand in einiger Entfernung ein hochbeiniger hagerer Kerl. Ich erkannte sofort, dass es sich um einen Wolf handeln mußte. Ich hatte in früheren Zeiten viel in Alaska zu tun und kannte Wölfe recht gut. Mittags rief ich einen Jäger aus der Region an, der meine Annahme bestätigte. Das der Wolf aber derart nahe an einem Wohngebiet gesichtet worden war erstaunte ihn.“

Hier eine Übersicht des Landesamtes Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz.

Doch so froh die einen über die Wiederansiedlung der Wölfe sind, desto mehr regt sich bei anderen Widerstand gegen die Tiere. Besonders Bauern beklagen den Verlust von eigenen Tiere durch Wölfe. Die Schlagzeilen häufen sich. Der NDR widmete dem Thema gleich mehrere Reportagen. NDR Artikel. Doch reißen die Wölfe wirklich im großen Stiel Nutztiere ?

Das Jagdverhalten der Wölfe ist ausgefeilt und gut organisiert. Ein Rudel jagt immer gemeinsam, was ein besondere, soziale Aufgabe der Gemeinschaft darstellt und den Zusammenhalt fördert. Während Einzeltiere nur kleine Tiere jagen können, wie etwa Kaninchen, kann sich ein Rudel an größere Tiere heranwagen. Durch einen gezielten Biss wird das Opfer getötet und dann nach Rangordnung gefressen.

In den USA kennt man sich mit Wölfen offenbar deutlich besser aus. Rob Wielgus und Kaylie Peebles ( Large Carnivore Conservation Laboratory/ Washington State University ) stellten fest, dass Wölfe eine eher geringe  Bedrohung für Viehbestände darstellen.  Wölfe seinen demzufolge nur für  0,1 bis 0,6 Prozent der Todesfälle von Nutztieren verantwortlich.
Wenn dann jagen Wölfe zumeist unbewachte Nutztiere.

 

 

Nikolaikirche in Potsdam

6 Aug
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Nikolaikirche 2014 … Foto-M.Friedrich

Es gibt einen Platz in Potsdam, Am alten Markt, gleich neben dem Potsdamer Stadtschloß, an dem der Besucher vor einem imposanten Gebäude stehen bleibt. Karl Friedrich Schinkel erschuf die Pläne  von 1830 bis 1837 und von 1843 bis 1850 wurde danach die evangelische Kirche St.Nikolai erbaut. Dieses 77m hohe Gebäude ragte damals weit über die Dächer von Potsdam hinaus. Diese Kirche wurde auf bereits heiligem Boden errichtet. Bereits im 14.Jahrhundert stand auf dieser Stelle eine romanische katholische Basilika. 1539 wurde dann in der Mark Brandenburg die Reformation durchgesetzt. Nun evangelisch, bekam die damalige Kirche eine Kanzel. 1563 erhielt der romanische Turm eine neue Haube.

Bis 1721 wurde die Kirche betrieben, wurde aber zu klein, für das immer weiter wachsende Potsdam. Sie wurde abgerissen und es wurde, auf Wunsch Friedrich Wilhelm I., eine barocke Kirche erbaut. Diese wurde dem Heiligen Nikolaus geweiht und hatte einen imposanten 85m hohen Glockenturm.  Zwei weitere Kirchen wurden noch in der Umgebung errichtet. (Garnisonskirche und Heiligengeistkirche)

Am 3. September 1795 viel diese Kirche dann einem Brand zum Opfer. Die Reste, bis auf die Fassade wurden abgetragen. 1811 wurden dann die letzte Reste dieser Fassadenruine abgetragen und eine Grünfläche angelegt.

Friedrich Wilhelm III. beauftragte dann 1826 Karl Friedrich Schinkel eine neue Kirche zu planen. Am 17.September 1837 wurde die Kirche dann feierlich eingeweiht. Bereits 1843 wurde dann mit einem weiteren Umbau begonnen. Es wurde das Dach abgetragen und das Kuppelgewölbe erbaut.

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Nikolaikirche, Filmmuseum, Stadtschloß 2014 … Foto-M.Friedrich

Beim Luftangriff am 14.April 1945 und der Schlacht um Berlin wurde die Nikolaikirche sehr stark beschädigt. Nach dem Krieg und wärend der DDR wurde die Kirche in einzelnen Schritten wieder aufgebaut. Im März 2010 erhielt sie auch noch 4 neue Glocken.

Das wunderschöne Gebäude fügt sich hervorragend ins Potsdamer Stadtbild ein. Selbst vom Kaiser-Wilhelm-Blick auf dem Brauhausberg ist sie noch gut zu bewundern.

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Geocaching Brandenburg

6 Aug
Geocaching Brandenburg

Geocaching Brandenburg

Brandenburg, ein Flächenland. Ein Land mit viel Wald alten Kriegsrelikten und Geschichte. Ein Land zum Entdecken und Durchwandern, zum Radfahren, Bootfahrten oder GEOCACHEN.
Geo wie geographisch und Cache wie verborgene Lage. Geocaching ist eine moderne internetgesteuerte weltweite Art der Schnitzeljagd. Das läuft folgendermaßen ab. Man meldet sich bei einer guten Geocaching Plattform an und ist ab sofort in der Lage Aufgaben zu stellen oder zu erfüllen. ( Gut: opencaching.de )( kostenfrei )

Und nun geht es auch schon los. Es empfiehlt sich ein GPS Gerät oder ein smartphone einzusetzen ( Kostenlose Programme verfügbar ) und dann begibt man sich zur ersten Koordinate der genannten Aufgabe. Findet man diesen „Schatz“ so trägt man sich in das Logbuch ein und meldet den Schatz als gefunden.
Diese Art des „geführten“ Spazierengehens mögen weltweit immer mehr Menschen und gelangen durch diese Tipps oft zu unbekannten und interessanten Zielen.

 

 

 

Mörderische Hitze in Brandenburg bis 40°

6 Aug
Hitzewelle Brandenburg

Hitzewelle Brandenburg

Der Sommer 2015 hat es in sich, jedenfalls in Brandenburg. Für die kommenden Tage sind Temperaturen bis 40°C in der Lausitz vorhergesagt. Doch bereits heute steigt die Quecksilbersäule weit über 30°C. Damit ist es die 4. Hitzeperiode in diesem Jahr.
Kreislaufschwächen und Blaulichteinsätze der Feuerwehr Rettungswagen sind allerorts zu erleben. Aus den Wasserhähnen kommen nur noch Rinnsale auf Grund des fehlenden Wasserdrucks. In einigen Ortschaften wurde das sprengen der Gärten untersagt.
In den allermeisten Landesteilen herrscht Waldbrandwarnstufe 4, teils sogar bereits die höchste Stufe 5.  ( Räume kühlen ohne Klimagerät )

Der Schaden für die Natur scheint beträchtlich zu sein. So sprechen die Bauern des Landes bereits von Missernten, so mußte das Getreide etwa 4 Wochen früher geerntet werden.

Löwendorfer Berg und Aussichtsturm / Reste von Artillerie Stellungen 1945

5 Aug
Aussichtsturm Löwendorfer Berg Trebbin

Aussichtsturm Löwendorfer Berg Trebbin

Trebbin, Ortsteil Löwendorf. Auf einer Sanddüne steht hier ein spektakulärer Aussichtsturm, der bei gutem Wetter Blicke bis nach Berlin, oder gen Osten bis zur CargoLifterhalle in Brand  ermöglicht.
Bei Baubeginn am 13.02.2012 quälten sich die Baufahrzeuge den sandigen Waldweg empor, um 4 Monate später den 20 Meter hohen Turm fertigzustellen. Die  Aussichtsplattform bietet etwa 30 Personen Platz.
Der Berg war wurde zunächst für von Gummiseilen in die Luft katapultierten  Gleitflugzeuge genutzt. Diese glitten dann ins Tal und landeten dort.
Direkt benachbart ist heute der Flugplatz Schönhagen ( EDAZ als Kennung ). Vom Turm lassen sich die startenden und landenden Flugzeuge gut beobachten. Doch was ist auf diesem Hügel noch zu finden ?
In der heutigen Zeit hinterlassen Geocacher bei ihren kleinen Schnitzeljagdten, Ziele auch hier, ihre Spuren. Doch schon vor 70 Jahren wurden hier Spuren hinterlassen. Kriegsspuren. Die Wehrmacht nutzte den Hügel um die nach Trebbin einbrechenden russischen Truppen zu beschießen. Fundamente von leichter Artillerie sind auf dem Hügel heute noch zu finden.

Fundamente Löwendorf

Fundamente Löwendorf

Dem Besucher erschließt sich erst die Problematik dieser Zeit, wenn man einen Blick auf die ungefähren Kriegshandlungen Anfang 1945 wirft. Die Lage war aussichtslos.
( Quellen, 2 Zeitzeugen aus Löwendorf )
Dazu 3 Artikel die die Lage erklären helfen:
Die Schlacht bei Ferch und Beelitz
Ausbruch der 9. Armee aus dem Kessel von Halbe
Dobbrikow, südlich von Berlin

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Kaiser-Wilhelm-Blick in Potsdam

4 Aug
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Kaiser-Wilhelm-Blick … Foto-M.Friedrich 2014

Eine Aussichtplattform auf dem Brauhausberg, errichtet um 1900, trägt den Namen Kaiser-Wilhelm-Blick. Ob er dort je stand und sein Potsdam bewunderte, ist nicht überliefert. Die Aussicht ist trotzdem kaiserlich. Der Blick reichte von der Heilig-Geist-Residenz über den Alten Markt  bis zum Monopteros der Stiftung Großes Waisenhaus. Sehr markant auf diesem Rundblick das Potsdamer Stadtschloß, welches in der Bombennacht im April 1945 so stark beschädigt wurde, dass es später komplett abgerissen wurde und nach der Wiedervereinigung wieder aufgebaut wurde.

Und natürlich, noch markanter, die von Karl Friedrich Schinkel entworfene und 1837 eröffnete Nikolaikirche. Diese wurde in der Bombennacht im April 1945, erstaunlicher Weise, nur leicht beschädigt. Bei den Kämpfen Ende April 1945, unter starkem Artelleriebeschuß durch die Rote Armee, stürzte dann die Kuppel ein. Brand und Einsturz hinterließen starke Schäden, ausser an Kanzel und Altar. Die Nikolaikirche wurde nach dem Krieg langwierig wieder aufgebaut und 2010 dann endlich fertiggestellt.

Dieser schöne Anblick blieb den Besuchern der Aussichtsplattform aber lange verborgen. Sie wucherte zu DDR-Zeiten immer mehr zu, dass gerade einmal noch ein paar Findlinge zu sehen waren. Es bestand von Seiten der SED auch kein Interesse, am Fuße ihrer Bezirksleitung auf dem Brauhausberg und oberhalb des Schwimmbades, Wanderer anzulocken.

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Namenstafel … Foto-M.Friedrich 2014

2008 wurden dann von den Stadtwerken Potsdam Mittel bereitgestellt, diesen Platz wieder zugänglich und nutzbar zu machen. Die Plattform wird durch eine Natursteinmauer begrenzt und  auch der Bodenbelag wird mit Natursteinen geplant. Das Freischneiden der Aussicht übernimmt das städtische Grünflächenamt.

Heute ist der Kaiser-Wilhelm-Blick mit Gedenkstein und Tafel ein zu empfehlendes Ziel für Wanderer.

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Plattform Kaiser-Wilhelm-Blick … Foto-M.Friedrich 2014

 

 Listing: http://opencaching.de/OC123F3

 

 

 

Der Spreewald ein verzaubertes Wasserlabyrinth

4 Aug
Spreewald Brandenburg

Spreewald Brandenburg

Auf sorbisch „Blota“ genannt, was soviel heißt wie Sümpfe, ist der Spreewald ein einzigartiges Feuchtgebiet, auf einer Fläche von  475 km2, im Osten Brandenburgs. Die lagunenartigen Fließgewässer, Kanäle und Sumpfgebiete sind Rückzugsgebiet für etwa 18.000 Tier und Pflanzenarten.
Auch heute leben im Spreewald noch verbreitet Sorben, viele Straßenschilder sind daher sowohl deutsch, als auch sorbisch gehalten.
Die Geschichte der Sorben enstand  im 6.Jahrhundert. Ursprüngliche Herkunft ist das heutige Polen und Russland. Die Hauptanlaufpunkte des beliebten und einzigartigen Gebietes und UNESCO-Bioshärenreservats Spreewald sind die Städte Lübben, Lübbenau und Bug. In Burg gibt es seit über 100 Jahren Tourismus, da das kleine Städtchen zügig ans Eisenbahnnetz angeschlossen wurde. Von Berlin kommend ist die Region innerhalb von 40 Minuten ebenso per Autobahn zu erreichen.

Lübbenau Spreewald

Lübbenau Spreewald

Die heimliche Hauptstadt der Spreewald Region ist dagegen Lübbenau mit seinem Schloss der gräflichen „Familie zu Lynar“.  Wilhelm Friedrich Graf zu Lynar wurde im Juli 1944 beschuldigt in das Attentat auf Adolf Hitler verwickelt gewesen zu sein. Die Familie wurde enteignet und der Graf hingerichtet. Nach dem Exil im Ausland kam die Familie 1992 in den Spreewald zurück. Das Schloss konnte rückübereignet werden und ist heute ein sehr schönes Hotel, was von der Familie geführt wird.

 

Spreewald Brandenburg

Spreewald Brandenburg

Im April 1945 ereignete sich im Norden des Spreewald, bei Märkisch Buchholz, die Flucht der 9. Armee vor den sowjetischen Truppen in Richtung Westen. Ein dramatischer Wettlauf mit der Zeit sollte über das Schicksal von hunderttausenden Menschen entscheiden.
Auf der Rückfahrt nach Berlin passiert der Besucher eine weitere Attraktion. Tropical Islands, eine gigantische Zeppelinhalle auf dem Flugplatz Brand, umgebaut zu einer Tropenwelt mit Übernachtungsmöglichkeit am Strand. 🙂

Flugplatz Berlin Tempelhof. Ein historischer Ort wird abgewickelt.

3 Aug
Berlin - Airport Tempelhof

Berlin – Flughafen Tempelhof

Innerhalb weniger Minuten war man da. Per Taxi, per Bus, Auto oder zu Fuß. Am Zentralflughafen Tempelhof, damals, 1923, als es hier los ging mit dem Flugbetrieb. Zuvor war das Gelände als Flugfeld und davor als Militärgelände genutzt worden. Um 1930 war Tempelhof die Nummer 1 des europäischen Luftverkehrs.
Im 3. Reich wurden die Infrastruktur, sowie Hallen neu gebaut und erweitert
( Ernst Sägebiel ) um für etwa 6 Millionen Passagiere pro Jahr Platz zu haben. Gleichzeitig war der Flugplatz Ort der Reichsflugschauen und Reichsflugtage.
( Film Ernst Udet “ Wunder des Fliegens „)
Bis zur Schließung, im Jahr 2008 ( politische Bewertung sparen wir uns ), hat sich die Konstruktion des überdachten Vorfelds enorm bezahlt gemacht. Hier konnten die Passagiere zu Fuß zu den Flugzeugen gelangen ohne nass zu werden, die Flugzeuge konnten aber ebenso trocken stehen, ohne dass sie später vor dem Start teuer enteist werden mussten, sobald die entsprechende Wetterlage herrschte.
Zu Kriegsende wurde der Flugplatz durch die rote Armee kampflos eingenommen. Es gibt vielerlei Gerüchte was unter dem Flugplatz sein könnte. Fest steht, dass er erheblich unterkellert ist und im 3. Reich und im kalten Krieg ein „wichtiger“ Standort war.
http://berliner-unterwelten.de/flughafen-tempelhof.319.0.html

Am 4. Juli 1945 übernahmen die Amerikaner den Flugplatz und nutzten ihn bald darauf als Militärflugplatz. 1948 kam es zur sogenannten Berlin-Blockade von Berlin. Grund hierfür war die Einführung der West Mark. Nahrungsmittel, Medikamente und Heizmaterial, sowie alle Arten von Versorgungsgütern konnten nicht mehr durch die SBZ (Sowjetische Besetzungszone), spätere DDR, gebracht werden. West-Berlin war abgeschnitten. Vom 24. Juni 1948 bis zum 27. August (Berlin-Blockade endete am 12. Mai 1949) wurden in einer unglaublichen Aktion alle Güter durch die westalliierten Besatzungsmächte durch die sogenannte Luftbrücke eingeflogen. ( Flugplätze : Tempelhof Tegel und Gatow )

1962 wurde der Passagierbetrieb wieder aufgenommen, 1975 wurde Tempelhof für den Passagierverkehr geschlossen, da der neue Flughafen Tegel fertig wurde.  Jedoch wurde er 1985 wieder für Passagierflüge genutzt und nach der Wiedervereinigung boomte der Flugbetrieb mit 400.000 Passagieren pro Jahr wieder.

Seit den Anfang 2000 Jahren gab es in Berlin einiges Geschacher um die Schließung des Flugplatzes. Auch gab es wohl einige Manöver, die ein Volksbegehren aushebeln sollte. Eine sehr unwürdige Geschichte für den legendären Flugplatz. Dazu mehr unter Wikipedia.

Tempelhof Hauptstadtflughafen

Tempelhof Hauptstadtflughafen

Flugplatz Sperenberg, der neue BER ?
Flugplatz Welzow
Letzte Schlacht um Berlin
EDAZ Fliegen in Berlin