Mauerbau am 13.August.1961 DDR Grenze

13 Aug
an der ehemaligen innerdeutschen Grenze, DDR BRD

an der ehemaligen innerdeutschen Grenze, DDR BRD

Im Jahr 1960, 15 Jahre nach Beendigung des zweiten Weltkriegs, ist Deutschland nach wie vor in 4 Besatzungszonen aufgeteilt und so auch Berlin. Zwar ist es möglich vom Westteil der Stadt in den Ostsektor zu gelangen, in ein Gebiet, welches die Hauptstadt der anderen deutschen Republik ist, aber in diesem Jahr nutzten fast 200.000 DDR Bürger die offene Grenze zur endgültigen Übersiedlung in die BRD.
Die wirtschaftliche Lage der DDR wurde durch den Verlust der Bürger nicht gerade einfacher, hatte doch die SED Staatspartei 1958 erst beschlossen, bis 1961 allerorts die Überlegenheit des Sozialismus gegenüber dem westlichen Kapitalismus zu demonstrieren. Das Gegenteil war nun der Fall. Zu Ostern 1961 schnellt die Flüchtlingszahl in die Höhe und erreicht einen neunen Rekord. Im Aufnahmelager in Berlin-Marienfelde treffen in diesen Tage Tausende ein. Bis zum Ende des Monats werden es fast 20.000 zumeist Menschen unter 25 Jahren.  Diese Zahl wird auch in den kommenden Monaten nicht weniger, die DDR blutet aus.
Am 13. August ist es dann soweit. Der Vorsitzender des Nationalen Verteidigungsrates der DDR und Staatsgründer, Walter Ulbricht, gibt den Befehl Ostberlin abzuriegeln. Zuvor hatte er in einem Interview am 15.Juni 1961, ohne direkt gefragt zu werden geantwortet:
“ Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten…“
Mit Rückendeckung der sowjetischen Truppen beginnen die Grenztruppen der DDR zusammen mit den Kampfgruppen in Berlin Barrikaden zu errichten, die wenige Tage später durch einen Stacheldrahtzaun ersetzt werden. Am 24. Juni 1961 wird der erste Flüchtling, bei einem Versuch in den Westen zu gelangen, erschossen.In den kommenden Jahren verschärft sich die Situation erheblich, ohne das die Wirkungen auf die DDR Wirtschaft deutlich zutage tritt. Fast genau 28 Jahre später bekommt dieser Eiserne Vorhang erste ungefährliche Löcher. Ungarn baut im August 1989 Grenzsicherungsanlagen nach Österreich ab und am 19.08.1989 öffnet sich bei beim „25.Paneuropäischen Picknick“ zwischen dem ungarischen Sopronkőhida und dem österreichischen St. Margarethen das Grenztor. Mindestens 600 DDR-Bürger nutzen diese Veranstaltung zur Flucht über Österreich Erst am 9.November 1989 fällt die, bis dahin entlang der gesamten Staatsgrenze zum Todesstreifen gewordene Grenzbefestigung entgültig.

Jeder Westdeutsche, der die Zeit vor diesem 9.November 1989 kennt, kann sich bestens an neugierige Blicke der DDR Grenztruppen erinnern, als man sich der Grenze näherte. Jeder Ostdeutsche weiß noch zu genau, wie strikt das Grenzgebiet abgeriegelt war. In Berlin konnten sich Ost- und Westbürger oft direkt gegenseitig ins Wohnzimmer schauen, so nah lagen Ost und West, nur durch eine gesperrte Strasse getrennt, aneinander.

Der Fotograph des folgenden Fotos steht auf ehemaligem DDR Grenzgebiet. Die Bevölkerung durfte die parallel zur Grenze verlaufende Straße betreten, aber nicht mehr die Grundstücke direkt an der Grenze. Im Hintergrund sieht man bereits das Ortsschild von Berlin. Die Mauer ging unmittelbar hinter den Bäumen entlang.

ehemaliges Grenzgebiet DDR Mauer

ehemaliges Grenzgebiet DDR Mauer

Lisa Spreckelmeyer  / pixelio.de

Lisa Spreckelmeyer / pixelio.de

Quelle u.a.
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