Sputnik – made in Germany ? Teil1

21 Feb

Erste Versuche mit Pulverraketen fanden in Deutschland bereits 1914 statt.

Hermann Julius Oberth veröffentlichte 1923 eines der ersten Bücher zum Thema Raketentechnik. „Die Rakete zu den Planetenräumen“ war sein erstes Buch, 1929 erschien dann sein bedeutendes Werk „Wege zur Raumschifffahrt.“ Dieses Werk regte eine große Zahl von Forschern an. Am 05.Juli 1927 trafen sich etwas 20 begeisterte Forscher im „Goldenen Zepter“ in Breslau und gründeten den „Verein für Raumschifffahrt“ Dieser Verein wuchs bald auf 500 Mitglieder. Man experimentierte bald in der Nähe von Berlin (Tegel) mit Flüssigkeitstriebwerken.

Hermann Oberth (in der Mitte im Profil) demonstriert sein Flüssigtreibstoffrakete in Berlin im Jahr 1930. Zweiter von rechts steht der 18-järige Student Wernher von Braun.

Bildquelle: National air and space museum, Washington DC

Es wurde dabei mit Alkohol und flüssigem Sauerstoff experimentiert. Raketenpionier Johannes Winkler versuchte etwas später auf der Ostseeinsel „Oie“
( Greifswalder Bodden ) einen Test mit einer Methanrakete. Der erste Start gelang ihm dann am 21.02.1931 bei Dessau.

1929 ließ Reichswehrminister Wilhelm Groener die militärische Verwendbarkeit von Flüssigkeitsraketen durch Prof Dr. Dr. Karl Becker testen.

Zeitgleich entwarf der damals 17 jährige Wernher v. Braun seine „Theorie der Fernrakete“. Im Frühjahr 1930 wurde Dipl. Ing. Walter Robert Dornberger von der Heereswaffenanstalt als Hilfsreferent eingestellt, Später wurde er zum Generalmajor der deutschen Wehrmacht  ernannt und war für das gesamte deutsche Raketenwaffen-Programm des Heereswaffenamts verantwortlich.

Raketentestes Ostseeinsel Die ( Greifswald )

Raketentestes Ostseeinsel Die ( Greifswald ) ©Chron-Paul CC BY-SA 3.0 de

Im Juli 1930 wird erstmals, die dann 1932 patentierte Kegeldüse für Flüssigtriebwerke geprüft. 1931 suchte das Heereswaffenamt dringend tüchtige und erfahrene Mitarbeiter  für die aufzubauende Versuchsstelle für Flüssigraketen in Kummersdorf. Dazu wurden Walter Dornberger, Ernst Ritter von Horstig und Oberst Karl Becker als Zivilisten getarnt auf den Raketenflugplatz Berlin Tegel geschickt.

Nach wiederholten Besuchen der drei wurden Rudolf Nebel und Wernher von Braun Angebote zur Zusammenarbeit gemacht, die sie dann auch annahmen.

Ende 1932 verlegte dann der „Verein für Raumschifffahrt“ wegen Platzproblemen seinen Sitz von Tegel nach Kummersdorf.

Der junge Wernher von Braun übernahm die technische Leitung und Walter Dornberger die militärische Leitung.

In Kummersdorf wurden dann die Aggregate A1, A2 und A3 zwischen 1933 und 1936 entwickelt

Adolf Hitler formulierte dann, nach der Machtübernahme der NSDAP, die Aufgabe sehr konkret. Es sollte eine Rakete entwickelt werden, die eine Tonne Sprengstoff über mindestens 175km zielgenau platziert transportiert.

Fortsetzung Teil 2

Selbstbedienungsschleuse Wendisch-Rietz ,Automatisierte Schleuse

21 Mai
Marc-Tollas_pixelio.de

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Ja auch so etwas gibt es. Eine Selbstbedienungsschleuse für Bootsfahrer. Die Schleuse wurde 1865 gebaut und 2004 automatisiert. Sie befindet sich in den Storkower Gewässern, dem Wasserweg von Berlin in den Scharmützelsee.

Um teures Personal einzusparen gibt es das so genannte automatisierte Schleusen. Der Bootsfahrer fährt an die Schleuse heran und meldet sich über ein en Knopf oder Hebel zu schleusen an. Daraufhin öffnet die Schleuse die Tore. In der Schleuse wird durch einen gleichen Vorgang das eigentliche Scheusen begonnen. Andere Systeme arbeiten über Bewegungsmelder in und vor den Kammern.

Der Teufelsberg in Berlin.

17 Mai
Uwe Wattenberg_pixelio.de

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Berge in Berlin? Im Flachland? Unmöglich!
Ist es nicht. Der heutige Teufelsberg ist ein Berg aus Trümmerschutt aus dem zweiten Weltkrieg und den Bombenangriffen der Alliierten auf die damalige Reichshauptstadt. 12 Millionen Kubikmeter Häuserreste lagern hier. 120 Meter ist er hoch. Lage Grunewald. Gar nicht so schlecht für den US-Geheimdienst, der hier seine wichtigste Abhörstation errichtete. Natürlich war der Teufelsberg Sperrgebiet bis zur Wiedervereinigung der beiden deutschen Sektoren 1990.

Auch heute ist der Teufelsberg noch eine Art Sperrgebiet, denn das Betreten ist nur in organisierten Touren ( 12-14 Uhr ) erlaubt.

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