Alte Ruhestätte Ruhlsdorf. Vergessene OrteVergessene Orte in Brandenburg

14 Feb
Geocache in Ruhlsdorf

Geocache in Ruhlsdorf

Alte Ruhestätte Ruhlsdorf

Alte Ruhestätte Ruhlsdorf

Mitten im Wald liegt er. Ein alter längst vergessener Friedhof. Folgt man dem Feldweg von der Genfhagener Strasse gen Osten, so erreicht man diesen verwunschenen Ort nach etwa 400m.
Warum diese Gräber hier sich selbst überlassen wurden ist unklar. Allerdings scheint ab und an tatsächlich noch jemand Blumen abzustellen.
Die allermeisten Steine unleserlich geworden und verfallen.

Logbar auf Geocaching.com

Geocaching Brandenburg

6 Aug
Geocaching Brandenburg

Geocaching Brandenburg

Brandenburg, ein Flächenland. Ein Land mit viel Wald alten Kriegsrelikten und Geschichte. Ein Land zum Entdecken und Durchwandern, zum Radfahren, Bootfahrten oder GEOCACHEN.
Geo wie geographisch und Cache wie verborgene Lage. Geocaching ist eine moderne internetgesteuerte weltweite Art der Schnitzeljagd. Das läuft folgendermaßen ab. Man meldet sich bei einer guten Geocaching Plattform an und ist ab sofort in der Lage Aufgaben zu stellen oder zu erfüllen. ( Gut: opencaching.de )( kostenfrei )

Und nun geht es auch schon los. Es empfiehlt sich ein GPS Gerät oder ein smartphone einzusetzen ( Kostenlose Programme verfügbar ) und dann begibt man sich zur ersten Koordinate der genannten Aufgabe. Findet man diesen „Schatz“ so trägt man sich in das Logbuch ein und meldet den Schatz als gefunden.
Diese Art des „geführten“ Spazierengehens mögen weltweit immer mehr Menschen und gelangen durch diese Tipps oft zu unbekannten und interessanten Zielen.

 

 

 

Löwendorfer Berg und Aussichtsturm / Reste von Artillerie Stellungen 1945

5 Aug
Aussichtsturm Löwendorfer Berg Trebbin

Aussichtsturm Löwendorfer Berg Trebbin

Trebbin, Ortsteil Löwendorf. Auf einer Sanddüne steht hier ein spektakulärer Aussichtsturm, der bei gutem Wetter Blicke bis nach Berlin, oder gen Osten bis zur CargoLifterhalle in Brand  ermöglicht.
Bei Baubeginn am 13.02.2012 quälten sich die Baufahrzeuge den sandigen Waldweg empor, um 4 Monate später den 20 Meter hohen Turm fertigzustellen. Die  Aussichtsplattform bietet etwa 30 Personen Platz.
Der Berg war wurde zunächst für von Gummiseilen in die Luft katapultierten  Gleitflugzeuge genutzt. Diese glitten dann ins Tal und landeten dort.
Direkt benachbart ist heute der Flugplatz Schönhagen ( EDAZ als Kennung ). Vom Turm lassen sich die startenden und landenden Flugzeuge gut beobachten. Doch was ist auf diesem Hügel noch zu finden ?
In der heutigen Zeit hinterlassen Geocacher bei ihren kleinen Schnitzeljagdten, Ziele auch hier, ihre Spuren. Doch schon vor 70 Jahren wurden hier Spuren hinterlassen. Kriegsspuren. Die Wehrmacht nutzte den Hügel um die nach Trebbin einbrechenden russischen Truppen zu beschießen. Fundamente von leichter Artillerie sind auf dem Hügel heute noch zu finden.

Fundamente Löwendorf

Fundamente Löwendorf

Dem Besucher erschließt sich erst die Problematik dieser Zeit, wenn man einen Blick auf die ungefähren Kriegshandlungen Anfang 1945 wirft. Die Lage war aussichtslos.
( Quellen, 2 Zeitzeugen aus Löwendorf )
Dazu 3 Artikel die die Lage erklären helfen:
Die Schlacht bei Ferch und Beelitz
Ausbruch der 9. Armee aus dem Kessel von Halbe
Dobbrikow, südlich von Berlin

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Kaiser-Wilhelm-Blick in Potsdam

4 Aug
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Kaiser-Wilhelm-Blick … Foto-M.Friedrich 2014

Eine Aussichtplattform auf dem Brauhausberg, errichtet um 1900, trägt den Namen Kaiser-Wilhelm-Blick. Ob er dort je stand und sein Potsdam bewunderte, ist nicht überliefert. Die Aussicht ist trotzdem kaiserlich. Der Blick reichte von der Heilig-Geist-Residenz über den Alten Markt  bis zum Monopteros der Stiftung Großes Waisenhaus. Sehr markant auf diesem Rundblick das Potsdamer Stadtschloß, welches in der Bombennacht im April 1945 so stark beschädigt wurde, dass es später komplett abgerissen wurde und nach der Wiedervereinigung wieder aufgebaut wurde.

Und natürlich, noch markanter, die von Karl Friedrich Schinkel entworfene und 1837 eröffnete Nikolaikirche. Diese wurde in der Bombennacht im April 1945, erstaunlicher Weise, nur leicht beschädigt. Bei den Kämpfen Ende April 1945, unter starkem Artelleriebeschuß durch die Rote Armee, stürzte dann die Kuppel ein. Brand und Einsturz hinterließen starke Schäden, ausser an Kanzel und Altar. Die Nikolaikirche wurde nach dem Krieg langwierig wieder aufgebaut und 2010 dann endlich fertiggestellt.

Dieser schöne Anblick blieb den Besuchern der Aussichtsplattform aber lange verborgen. Sie wucherte zu DDR-Zeiten immer mehr zu, dass gerade einmal noch ein paar Findlinge zu sehen waren. Es bestand von Seiten der SED auch kein Interesse, am Fuße ihrer Bezirksleitung auf dem Brauhausberg und oberhalb des Schwimmbades, Wanderer anzulocken.

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Namenstafel … Foto-M.Friedrich 2014

2008 wurden dann von den Stadtwerken Potsdam Mittel bereitgestellt, diesen Platz wieder zugänglich und nutzbar zu machen. Die Plattform wird durch eine Natursteinmauer begrenzt und  auch der Bodenbelag wird mit Natursteinen geplant. Das Freischneiden der Aussicht übernimmt das städtische Grünflächenamt.

Heute ist der Kaiser-Wilhelm-Blick mit Gedenkstein und Tafel ein zu empfehlendes Ziel für Wanderer.

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Plattform Kaiser-Wilhelm-Blick … Foto-M.Friedrich 2014

 

 Listing: http://opencaching.de/OC123F3