Checkpoint Bravo Grenzübergang Drewitz

3 Okt
Checkpoint Bravo Grenzübergang Dreilinden

Checkpoint Bravo Grenzübergang Drewitz/Dreilinden

Eigentlich war die winzige Ortschaft Dreilinden zur Jahrhundertwende des 20. Jahrhunderts eine Wochenendhaus Siedlung im Süden der Reichshauptstadt Berlin. Im Norden lag der Grunewald, im Süden der Teltowkanal. Im Westen verlief schon bald die Trasse der sogenannten Friedhofsbahn, Wannsee-Stahnsdorf. ( 1913 )

Ab 1933 wurden in diesem Gebiet vermehr feste Häuser errichtet und 1940 wurde die  Autobahn Lücke von der AVUS zum südlichen Berliner Ring, an Potsdam vorbei geschlossen, führe allerdings damals noch neben der Trasse der Friedhofsbahn durch den Wald Dreilinden.
Im Jahr 1945 und der Sprengung der Teltowkanal Brücken wurde Dreilinden schnell von der roten Armee eingenommen und später dem russischen Sektor zugeschlagen. Berlin war geteilt.
1949 wurde der Grenzkontrollpunkt Nowawes eröffnet und nach der Gründung der DDR am 7. Oktober in „Drewitz“ umgenannt und befand sich an der heutigen Rastanlage Parforceheide.
Am 13. August 1961 begann der Bau der Mauer zwischen beiden Deutschen Staaten. Damit endete unter anderem der Bahnverkehr Wannsee – Stahnsdorf Stammbahn. Die unübersichtliche Führung der ehemaligen Reichsautobahn 51 im Bereich der Ortschaft Dreilinden war den Organen der DDR ein Dorn im Auge, da sie schlecht zu kontrollieren war. Zwischen dem Ende der AVUS ( Auto Versuchs Strecke ) und dem Grenzpunkt der DDR wurde 1969 ein direkter Autobahnabschnitt eingezogen und der alte Abschnitt gesperrt. Im November 1989 wurden auch hier die Schlagbäume geöffnet und im Juli 1990 wurde die gesamte Grenzanlage stillgelegt. Heute ist das ehemalige Grenzgelände Dreilinden ein Gewerbepark.

Grenzmauer bei Dreilinden

Grenzmauer bei Dreilinden

Mauerweg Schild Dreilinden

Mauerweg Schild Dreilinden © Foto LAB

 

 

S-Bahnhof Dreilinden der Friedhofsbahn Berlin

22 Sep
S-Bahnhof Dreilinden Friedhofsbahn

S-Bahnhof Dreilinden Friedhofsbahn

Im boomenden Berlin der Zwanziger Jahre wurde, wie auch heute, langsam der Platz knapp. Man versuchte zu Dezentralisieren. Was „raus konnte“ mußte verlegt werden. Unter anderem kam es so zur Neuordnung des Friedhofwesens und der Auslagerung einiger Friedhöfe aus dem Stadtgebiet. Einer davon fand im südlichen Stahnsdorf einen geeigneten Platz. In Kooperation mit den ansässigen Eisenbahngesellschaften mußte nun der Zugverkehr nach Stahnsdorf für diese Zwecke neu geregelt werden und so zweigte südlich des Bahnhofs Wannsee die so genannte Friedhofsbahn ab. Bei Dreilinden wurde ein Zwischenbahnhof einrichtet, der einzige Stopp für die spezialisierten Züge, die sowohl Passagiere, als auch Särge transportieren konnten.
In den Kämpfen um Berlin wurde unter anderem die Eisenbahnbrücke über den Teltowkanal zerstört und so wurde Dreilinden  Endbahnhof. Ab 1948 konnte wieder bis Stahnsdorf durchgefahren werden aber am 13.August 1961, dem Tag des Mauerbaus, wurde der Verkehr eingestellt. In den 1970′ ziger Jahren wurden Gleise und Bahnanlagen abgebaut oder abgerissen. 1969 wurde die ehemalige Autobahn ( Anschluss AVUS ) in Richtung Osten verlegt, dem heutigen Verlauf gleich. Heute sind die Reste der S-Bahn und der ehemaligen Autobahn durch dichtes Gestrüpp verdeckt.

ehemaliger Bahnsteig S-Bahnhof Dreilinden

ehemaliger Bahnsteig S-Bahnhof Dreilinden

Eisenbahnbrücke Friedhofsbahn am S-Bahnhof Dreilinden

Eisenbahnbrücke Friedhofsbahn am S-Bahnhof Dreilinden

Quellen: Wikipedia und eigene