Hans Joachim Oskar Fichtner, Raketeningenieur V2 und NASA

8 Sep
Hans Fichtner

Hans Fichtner im Team Wernher von Brauns / NASA © gemeinfrei ( Mitte zweite Reihe, schaut nach links vom Betrachter aus gesehen )

Vor genau 100 Jahren wurde er in Leipzig geboren.
Hans Joachim Oskar Fichtner. * 8. September 1917; † 21. Oktober 2012 in Huntsville, Alabama,USA )
Im Jahr 1939 begann in Peenemünde unter der Leitung von Wernher von Braun das weltweit erste Raketenprogram. Mit dem Aggregat 4 (A4) konstruierte man hier die erste ballistische Boden-Boden Rakete der Welt.
In dem, auf der Insel Usedom gelegenem Sperrgebiet, erfolgte die Erprobung, die Entwicklung und die strategische Ausrichtung der neuen „Wunderwaffe“.

V2 beim Start

V2 Rakete beim Start © gemeinfrei

Hans Fichtner war an der Entwicklung des Kontrollsystems für die Steuerung massgeblich beteiligt und baute bei dem Nachfolger V2 die elektrischen  Bordsysteme zur Kontrolle der Rakete mit. Durch den Einsatz von Zwangsarbeitern konnte eine enorme Produktion erreicht werden. Peenemünde verfügte über eine eigene KZ Außenstelle in Karlshagen.
( Station 5 )

Nach dem 2. Weltkrieg, im November 1945, gelangte Fichtner im Team um Wernher von Braun in die USA und baute fortan weiterhin an der Elektronik der Raketen „Redstone“, „Mercury“, „Jupiter“ und der Mondrakete „Saturn-V“.
Auch seine Arbeit führte im Wettlauf zwischen den USA und der Sowjetunion dazu, dass die USA den ersten Astronauten auf den Mond fliegen konnte.

Mondlandung 1969

Mondlandung 1969 © gemeinfrei

Ein kurzer Deutschlandfunk Hörbericht ist hier anzuhören

Quellen : Deutschlandfunk, Wikipedia