Mord an Leutnant Klass 1825 / Nesselgrund Templin

14 Okt
Mord an Leutnant Klass 1825 Templin

Mord an Leutnant Klass 1825 Templin

Mord an Leutnant Klass 1825 Templin

Mord an Leutnant Klass 1825 Templin

Etwa auf halbem Wege zwischen der Raststätte/Biergarten Forsthaus Templin und der B2 Michendorf Potsdam findet der Aufmerksame ein allein stehendes Kreuz im Wald.
Einst stand hier ein Steinkreuz, doch 2014 wurde es durch ein Holzkreuz ersetzt.

Die eigentliche Handlung bleibt widersprüchlich. Sicher scheint folgendes:

Auf einer Waldstreife stellt der „Seconde Leutnant Louis Ernst von Klass“, vom Potsdamer Gardejägerbatallion, zwei Wilderer nahe der heutigen Bahntrasse, der sogenannten Kanonenbahn.
Wahrscheinlich handelte es sich ebenfalls um Angehörige der Gardejäger. Beide können schnell von den Polizeiorganen gefasst werden und werden später verurteilt.

Aus den Akten wird später lediglich ersichtlich: Todestag 1. November 1827.
Warum auf dem jetzigen Schild ein vollkommen anderes Datum steht ist z.Zt. unklar.

Quelle: Voigt, Chr. – Von märkischen Wilderern

Potsdamer Gardejäger Bataillon

Potsdamer Gardejäger Bataillon

Rangierbahnhof Neuseddin Transportweg und Schlachtfeld

26 Mai
Rangierbahnhof Neuseddin

Rangierbahnhof Neuseddin

Im Jahr 1873 beschloss die damalige preußische Regierung die Trasse Jüterbog-Wustermark-Dallgowin Auftrag zu geben und damit auch den damaligen Haltepunkt Seddin. Da der Rangierbahnhof Grunewald / Berlin aus allen Nähten quoll, wurde in dem relativ flachen Landstrich um Seddin zwischen Michendorf und Beelitz ein zusätzlicher Rangierbahnhof geplant. Durch die Kriegswirren des 1. Weltkriegs verzögerte sich die Fertigstellung doch in den Jahren 1916-17 war die Anlage betriebsbereit.
Um die durchfahrenden Züge auch warten zu können wurde das damals modernste Bahnbetriebswerk Europas errichtet.

2.Weltkrieg
Strategisch hoch wichtiger Umschlagpunkt. Hier wurden und werden ganze Züge auseinander genommen und neu zusammengestellt um ihre Reise fortzusetzen.
20.04.1945:  Britisch-amerikanische Bomberverbände fliegen verheerende Angriffe auf die Bahnanlage. Dabei wurden neben vielen Munitionszügen auch viele hundert Zivilisten, Kriegsgefangene, Flüchtlinge. 500 jüdische Mädchen verbrannte in Güterwaggons.
6 Tage später rückte die rote Armee ein.
Zwischen Seddin und Ferch tobte der Endkampf um Berlin. Die 12. Deutsche Armee unter General Walther Wenck war aus Beelitz kommend, bis Ferch vorgedrungen.
Die zahlenmäßig weit überlegene sowjetische Gardepanzerarmee mobilisierte alles um den deutschen Angriff  Richtung Caputh und Michendorf zum Stehen zu bringen.
Im Raum Seddin standen die Deutschen in schweren Waldkämpfen mit den Sowjets. Ein riesiges 1994 aufgestelltes Aluminium Kreuz erinnert an 80.000 Tote auf beiden Seiten.

Nach 1945
Die an die Sowjetunion zu leistenden Reparationsleistungen trafen auch die Reichsbahn. Hierzu wurden Kolonnen zusammengestellt ( Lokkolonne 13 ), die die beschlagnahmten Güter, zum Teil mit russischen Besatzungen durch Polen und die UdSSR fuhren. Der Werk wurde nach 1945 schnellst wie aufgebaut. Nach Mauerbau 1961 wurden die Züge aus der SBZ ( sowjetisch besetzte Zone ) nur von besonders geeigneten Maschinenbesatzungen gefahren.
Der Neubau der Westhalle wurde 1993 begonnen.

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