Die Jahrhundertflut 2002 in Deutschland

29 Okt
Die Oderflut 2002

Die Jahrhundertflut 2002

 

„Jahrhundertflut an der Elbe eint Deutschland“ titelten damals die Zeitungen

Im Sommer 2002 war Deutschland im Ausnahmezustand. Ein knappes Jahr zuvor war es in New York zur größten bekannten Terror Katastrophe überhaupt gekommen, indem mehrere Flugzeuge gezielt in die Türme des World Trade Centers gesteuert worden waren. Von den Ferieninseln Bali und Djerba wurden ähnliche Attentate gemeldet, die Einführung des Euros am 1. Januar 2002 war „geglückt“ und die  Bundestagswahlkampf am 22. September 2002 stand unmittelbar bevor.
Seit Anfang August hatte es stark und langanhaltend geregnet.  Das Tief „Ilse“ führte im Oderbruch sowie im Erzgebirge zu stark steigenden Pegelständen und einer Flutwelle, die durch das unangekündigte Öffnen der tschechischen  Stauwerke, unkontrolliert durch Sachsen, Sachsen Anhalt bis nach Hamburg tobte und ganze Landstriche überflutete. Sachen allein meldete 20 Tote, unendlich viel ertrunkenes Vieh, vernichtete Höfe und Ortschaften. Besonders hart traf es unter anderem Grimma in Sachsen. Die gerade erneuerte Infrastruktur glich einem Schlachtfeld.
Doch Deutschland funktioniert. Die Spendenbereitschaft ist groß, Hilfe rückt aus allen Landesteilen an, THW, Feuerwehren und Soldaten aus anderen Bundesländern sind zur Stelle. Unendliche viele Freiwillige schaufeln Säcke bis zur Erschöpfung voll Sand.

Während Edmund Stoiber, der CDU/CSU Kandidat gegen den Bundeskanzler Gerhard Schröder in München Interviews gibt, fährt Schröder selbst beherzt in das Katastrophengebiet. In Gummistiefeln verspricht er zügig Hilfe zu organisieren und gewinnt einige Wochen später erneut die Wahl.

Gerhard Schröder Flut in Deutschland

Gerhard Schröder Flut in Deutschland

Bild : © CC BY-SA 3.0
Quellen : Eigene. Wir waren dabei …..