Flugplatz Berlin Tempelhof. Ein historischer Ort wird abgewickelt.

3 Aug
Berlin - Airport Tempelhof

Berlin – Flughafen Tempelhof

Innerhalb weniger Minuten war man da. Per Taxi, per Bus, Auto oder zu Fuß. Am Zentralflughafen Tempelhof, damals, 1923, als es hier los ging mit dem Flugbetrieb. Zuvor war das Gelände als Flugfeld und davor als Militärgelände genutzt worden. Um 1930 war Tempelhof die Nummer 1 des europäischen Luftverkehrs.
Im 3. Reich wurden die Infrastruktur, sowie Hallen neu gebaut und erweitert
( Ernst Sägebiel ) um für etwa 6 Millionen Passagiere pro Jahr Platz zu haben. Gleichzeitig war der Flugplatz Ort der Reichsflugschauen und Reichsflugtage.
( Film Ernst Udet “ Wunder des Fliegens „)
Bis zur Schließung, im Jahr 2008 ( politische Bewertung sparen wir uns ), hat sich die Konstruktion des überdachten Vorfelds enorm bezahlt gemacht. Hier konnten die Passagiere zu Fuß zu den Flugzeugen gelangen ohne nass zu werden, die Flugzeuge konnten aber ebenso trocken stehen, ohne dass sie später vor dem Start teuer enteist werden mussten, sobald die entsprechende Wetterlage herrschte.
Zu Kriegsende wurde der Flugplatz durch die rote Armee kampflos eingenommen. Es gibt vielerlei Gerüchte was unter dem Flugplatz sein könnte. Fest steht, dass er erheblich unterkellert ist und im 3. Reich und im kalten Krieg ein „wichtiger“ Standort war.
http://berliner-unterwelten.de/flughafen-tempelhof.319.0.html

Am 4. Juli 1945 übernahmen die Amerikaner den Flugplatz und nutzten ihn bald darauf als Militärflugplatz. 1948 kam es zur sogenannten Berlin-Blockade von Berlin. Grund hierfür war die Einführung der West Mark. Nahrungsmittel, Medikamente und Heizmaterial, sowie alle Arten von Versorgungsgütern konnten nicht mehr durch die SBZ (Sowjetische Besetzungszone), spätere DDR, gebracht werden. West-Berlin war abgeschnitten. Vom 24. Juni 1948 bis zum 27. August (Berlin-Blockade endete am 12. Mai 1949) wurden in einer unglaublichen Aktion alle Güter durch die westalliierten Besatzungsmächte durch die sogenannte Luftbrücke eingeflogen. ( Flugplätze : Tempelhof Tegel und Gatow )

1962 wurde der Passagierbetrieb wieder aufgenommen, 1975 wurde Tempelhof für den Passagierverkehr geschlossen, da der neue Flughafen Tegel fertig wurde.  Jedoch wurde er 1985 wieder für Passagierflüge genutzt und nach der Wiedervereinigung boomte der Flugbetrieb mit 400.000 Passagieren pro Jahr wieder.

Seit den Anfang 2000 Jahren gab es in Berlin einiges Geschacher um die Schließung des Flugplatzes. Auch gab es wohl einige Manöver, die ein Volksbegehren aushebeln sollte. Eine sehr unwürdige Geschichte für den legendären Flugplatz. Dazu mehr unter Wikipedia.

Tempelhof Hauptstadtflughafen

Tempelhof Hauptstadtflughafen

Flugplatz Sperenberg, der neue BER ?
Flugplatz Welzow
Letzte Schlacht um Berlin
EDAZ Fliegen in Berlin

 

Glienicker Brücke, die Agentenbrücke

21 Mai
Glienicker Brücke

Glienicker Brücke

Blick auf die Glienicker Brücken der Heilandskiche in Sacrow aus. Erbaut 1907, verbindet Berlin und die Landeshauptstadt Potsdam verbindet. Die beiderseitige Parklandschaft bis hin zum Babelsberger Schloss wurde von Lenné und Schinkel gestaltet. (UNESCO Weltkulturerbe seit 1990 ).
Aber es gab auch andere Zeiten:
Nach 1945 stellte die Glienicker Brücke die Deutsch- Deutsche Grenze dar. Sie verlief in der Mitte der Brücke. Daher rührt der unterschiedliche Anstrich. Beide Grüntöne passen dank unterschiedlicher Grundierung nicht 100%tig zusammen.
1962, 1985 und 1986 wurden auf der Brücke in filmreifen Inszenierungen internationale Agenten ausgetauscht. Ein kleiner Ausguck, die „Große Neugierde“ kurz vor der Brücke und auf Berliner Seite, war für die Presse während der Übergabe geöffnet. Allerdings hat der Name nicht mit der neugierigen Presse zu tun.
Im November 2014 waren die Kulissen dann wieder so ähnlich. Im neuen Spielberg-Film  „St. James Place“ spielt Tom Hanks einen Anwalt. Die Dreharbeiten auf der Brücke dauerten mehrere Tage.