Schneekatastrophe 1978 Brandenburg

28 Jul
Schneekatastrophe 1978 in Brandenburg

Schneekatastrophe 1978 in Brandenburg

Nichts geht mehr. Zum Jahreswechsel 1978/79 gibt es in Teilen Berlin ud Brandenburgs keinen Strom mehr. Grund ist eine Wetterlage, die von Schleswig Holstein über Hamburg, Anhalt bis nach Brandenburg alles einfriert und lahmlegt was für die Versorgung der Bevölkerung wichtig ist. Die Braunkohlekraftwerke der Laussitz können nicht weiter beliefert werden und schalten Gebiet für Gebiet ab. Normalerweise verlassen alle paar Minuten Züge die Kohlezechen um Spremberg, doch gefrorene Oberleitungen und verwehte Gleise bringen jeglichen Verkehr zum Erliegen.
Es ist kurz nach Weihnachten des Winters 1978. Seit den frühen Morgenstunden des 28.Dezembers schneit es unaufhörlich. Starker Wind bläst die Straßen und Autobahnen in Schleswig Holstein zu, Menschen erfrieren in ihren Autos, Räumdienste sind einfach  machtlos. Die westdeutsche Regierung, unter Helmut Schmidt, der schon die Rettungsaktionen des Hochwassers 1962 in Hamburg, als damaliger Hamburger Polizeisenator hervorragend organisierte, setzt in der Schneekatastrophe schnell die Bundeswehr ein. ( Verteidigungsminister Apfel, SPD )
Währenddessen ist in der „Aktuellen Kamera“ von den Auswirkungen auf die DDR noch nichts zu hören. Doch am 30. Dezember ist es dann soweit. Auch in Brandenburg geht nichts mehr und die Temperaturen sinken unter minus 20 Grad Celsius. Der Nahverkehr in Berlin und Brandenburg bricht komplett zusammen. Nichts geht mehr auf Straße und Schiene. Und das dann auch zu Silvester. Viele geplante Silvesterfeiern, bleiben im warsten Sinne des Wortes, in Schnee und Eis stecken.

Es sterben 5 Menschen, während in Westdeutschland 17 Menschen den Sturm nicht überlebten. Aber auch die DDR Führung setzte Räumpanzer der NVA ein.
Im neuen Jahr 1979 steht fest. Es hat nicht nur 22 Opfer unter der Bevölkerung gegeben, auch sind -zig tausende Tiere in den Wäldern und LPG´s einfach erfroren. Man spricht damals von einem Jahrhundertwintereinbruch.