Michendorf. Immer wieder Unfälle Dreieck Nuthetal

12 Dez
Unfall A10 Berliner Ring

Unfall A10 Berliner Ring

Auf der A10 Südlicher Berliner Ring gibt es seit der Riesenbaustelle Richtung Dreieck Potsdam fast täglich Unfälle. Auch heute Abend rasten wieder Autos in einander und verursachten Massenstaus. Zwischen Ludwigsfelde-West und Dreieck Nuthetal geht wieder einmal nichts mehr. Die Baustelle, die den Berliner Ring verbreitern soll wird frühestens 2018 für Entspannung sorgen. Frühestens. Die Autobahn wurde in den 1930 Jahren erbaut und 1990 auf 3 Spuren erweitert. Das Dreieck Nuthetal wird 2007 erneuert. Zuvor war es als Dreieck Drewitz bekannt.

Siehe auch Michendorf …

Reichskriegsschule Brauhausberg Potsdam

28 Nov
Reichskriegsschule Potsdam

Reichskriegsschule Potsdam © gemeinfrei

Der „Kreml“ in Potsdam, wie die Bevölkerung die alte Reichskriegsschule zu DDR Zeiten gerne nannten, wurde 1902  auf dem Brauhausberg gegenüber des heutigen Hauptbahnhofs fertiggestellt.
Ab 1902 wurden hier dann sofort preußische Offiziere ausgebildet. Mit Beginn des Ersten Weltkriegs wurde das Training verlegt und das Gebäude als Bataillonssammelstelle umfunktioniert.
Ab 1919, der Krieg war verloren und der Vertrag von Versailles in Kraft, waren jegliche Kriegsschulen in Deutschland verboten worden. Ein Archiv zog ein. Im dritten Reich wurde das Areal als Militärarchiv genutzt und 1945 bei einem Bombenangriff der Engländer auf Potsdam teilweise zerstört.
Von 1945 bis 1948 nutze die Rote Armee die ehemalige Schule.

SED Logo

SED Logo © gemeinfrei

Ab 1949 zog die SED
( Sozialistische Einheits Partei Deutschland ) ins Gebäude und damit die Landesleitung Brandenburg, später nach Abschaffung der Länder die SED-Bezirksleitung.
Das heute übermalte große Wappen auf der Vorderseite des Turmes zeugt von dieser Zeit.

Nach der deutschen Wiedervereinigung 1990 übernahm der brandenburgische Landtag bald darauf den Komplex.
Im November 2013 fand die letzte Landtagssitzung statt. Heute ist der Landtag im wieder neu erbauten Stadtschloss untergebracht.

Potsdam-Brauhausberg-Landtagsgebäude

Potsdam-Brauhausberg-Landtagsgebäude © gemeinfrei

Quelle: Wikipedia

Potsdam Belvedere auf dem Klausberg, Park Sanssouci

28 Nov
Belvedere Klausberg Potsdam

Belvedere Klausberg Potsdam © gemeinfrei 

Wintereinbruch in Potsdam. Für die kommenden Tage ist Schnee vorhergesagt und der Park Sanssouci sowie der benachbarte Klausberg bieten dem Besucher eine perfekte Winterlandschaft. Vom Klausberg und seinem Belvedere kann er halb Potsdam, den Park und die angrenzenden Weinberge überschauen. Dieser Blick mit den Sichtachsen zum Belvedere auf dem Pfingstberg und dem neuen Palais war 1770 der Grund zum Bau dieses Aussichtsgebäudes. Heute UNESCO Welterbe liegt das Belvedere auf einem malerischen Spaziergang von der Orangerie, im Norden des Parks, am Drachenhaus vorbei, bis zum Neuen Palais.
Am Ende des Zweiten Weltkriegs wurde das Belvedere durch Artillerie Feuer der roten Armee fast vollkommen zerstört.
Den Rest besorgte, laut Zeitzeugen Berichten, nach der Kapitulation ein russischer Panzer, dem die Ruine als Zielscheibe diente.
Erst in den neunziger Jahren wurde das Gebäude, finanziert durch die Messerschmitt Stiftung, wieder aufgebaut.

Quellen : eigene

Alexandrowka in Potsdam

7 Okt
Alexandrowka_Potsdam

Alexandrowka_Potsdam ©gemeinfrei

 

Als ich vor Jahrzehnten nach Potsdam kam und die stark beschädigte Innenstadt erkundete, viel mir die Wohnsiedlung Alexandrowka sofort auf. Es sah aus, wie in einem russischen Vorort. Sofort drängte sich der Verdacht auf, die Enklave sei ein Relikt des kalten Krieges, eine Soldatensiedlung für Offiziere der Roten Armee?

Weit gefehlt: König Friedrich Wilhelm III gab 1826 den Befehl, es als Unterkunft für einen russischen Chor zu bauen, den er offenbar sehr verehrte. Weiter gehörte eine russisch orthodoxe Kirche zu der Anlage.

„Es ist meine Absicht, als ein bleibendes Denkmal der Erinnerung, an die Bande der Freundschaft zwischen mir und des hochseeligen Kaisers Alexander von Rußlands Majestät, bei Potsdam eine Colonie zu gründen, welche ich mit den, von seiner Majestät mir überlassenen, Russischen Sängern als Colonisten besetzen und Alexandrowka benennen will.“
 +++Friedrich Wilhelm III.+++

Die Grundstücke durften allerdings weden verkauft noch verpachtet werden. Das Vererben an männlichen Nachwuchs war gestattet. Bis 1945 blieb die Anlage in Privatbesitz des Hauses Hohenzollern.

Heute sind die meisten Häuser in Privatbesitz. Das Viertel beherbergt weiterhin einige Höfe und Museen, eine Touristenattraktion Potsdams.

Potsdam Park Sanssouci Belvedere Klausberg

16 Sep
Belvedere Potsdam

Uwe Wattenberg,pixelio.de

Das Weltkulturerbe Park Sanssouci bietet dem Besucher eine fast unveränderte Parklandschaft aus der Zeit des preußischen Königs Friedrich II, der auch Friedrich der Große genannte wurde. Das Belvedere auf dem Klausberg nördlich des Parks Sanssouci, das er 1770 bis 1772 erbauen lies, gehört sicherlich zu der Liste „must see“ eines jeden Potsdam Besuchers.
Das imposante Gebäude, gleich neben dem Drachenhaus, bot dem „Alten Fritz“ und heute seinen Besuchern einen Blick über den Anlagen und die Stadt Potsdam.
Der Name ist eben Programm, denn Belvedere heißt “ Schöne Aussicht“.
Über das Schicksal im 2. Weltkrieg gibt es unterschiedliche Ausführungen. Die glaubwürdigste Version ist die der Einheimischen, wonach das Gebäude im April 1945 von den besetzenden sowjetischen Truppen mutwillig zerschossen wurde und dann ausbrannte.
1990 wurde der Wiederaufbau beschlossen und bis 1993 umgesetzt.

 

Quellen: Schautafeln, Anwohner

Französische Kirche Potsdam, Brandenburg

7 Sep
Französischer Dom Potsdam, Brandenburg

Französischer Dom Potsdam, Brandenburg

In Potsdam, die Landeshauptstadt Brandenburgs, vereinten sich schon immer viele Kulturen und Architekturen. 1752 wurde die Kirche nach den Entwürfen von Knobelsdorff für die aus Frankreich vertriebenen Hugenotten errichtet und ist heute die älteste erhaltene evangelische Kirche in Potsdams Stadtgebiet. Im April 1945, in den letzten Tagen des zweiten Weltkrieges, passiert das unfassbare. Unter dem Codenamen ‚Crayfish‘ starten britische Bomber mit Ziel Potsdam um mit ihrer tödlichen Fracht die militärisch vollkommen unwichtige Stadt zu zerstören. Ziel ist das Gebiet um das Bahnhofsviertel. Angriffszeitpunkt 22:50, ein Zeitpunkt wo die Bevölkerung zu hause ist.
512 ( ! ) Lancaster Bomber machen den Stadtkern und die umliegenden Wohngebiete dem Boden gleich. Noch heute sieht man Straßenzüge in Potsdam, wo ein Haus alt, das nächste neu erbaut wurde, dann folgt wieder ein Haus aus der Jahrhundertwende. Genau das ist der Takt, in dem die Bomben die Schächte verlassen haben.
Doch die Französische Kirche bleibt weitestgehend verschont. Ein Wunder.

Rote Armee in Potsdam

Rote Armee in Potsdam


Am 24. April 1945 erreicht die in Zeitnot geratene Rote Armee Potsdam und versucht den Ring um Berlin zu schließen. Im Stadtzentrum kommt es zu Kämpfen, die mit dem Abzug der Garnison Potsdam zur 12. Armee Wenck enden.
Zu DDR Zeiten wird die Kirche nur sehr notdürftig und unzureichend repariert. Dadurch kommt es bis 1990 zu weiterem Verfall und schweren Schäden. Heute kann die Kirche, restauriert und modernisiert, täglich besucht werden und es werden regelmäßig Gottesdienste abgehalten.

Quellen: Anwohner, Eigene, Schilderung der Angriffe, MAZ-Online

 

Weinberg in Werder,Havel Brandenburg

1 Sep
Weinberg in Werder, Havel

Weinberg in Werder, Havel

Südlich von Berlin und Potsdam liegt die Inselstadt Werder. Vieles ist hier schon passiert und doch wartet Werder für den Besucher stets mit neuen Überraschungen auf. Neben den vielen Veranstaltungen passend zu den alljährlichen Apfel- oder Kirschernten, dem Bootssport, oder der Weinlese.

Weinlese in Brandenburg?
Schon der alte Fritz lies an seinem Schlösschen Sanssouci ( „ohne Sorge“ ) an den Terrassen Wein anbauen. Das trockene Wetter der Region und die hohen Sommertemperaturen lassen den Wein bestens gedeihen. Mit Hitzerekorden um fast 40 Grad war diese Jahr besonders heiß und auf dem Weinberg in Werder verspricht man sich einen besonderen Jahrgang.

Weinlese Brandenburg

Weinlese Brandenburg

Das Weingut Lindicke bietet neben einem atemberaubenden Ausblick auf die Havel, Werder, den Schwielowsee und die Baumgartenbrücke, bis hin zu den Glindower Alpen und dem Glindower See, eine idyllische Gastronomie und nette Leute.
Ein Online Shop macht das Bestellen von Weinen leicht.

Kontakt: weinbau-lindicke.de

postconnections.com Brandenburg

Postconnections.com Bewertung

 

Weinbau Eindicke Werder, Havel

Weinbau Eindicke Werder, Havel

Garnisonskirche Potsdam

24 Aug

Nach der Nicolaikirche und der Heiliggeistkirche in Potsdam, soll auch eine weitere Kirche in Potsdam erwähnt werden, die einmal auf der gedachten Linie zwischen den beiden Kirchen stand. Die heute nicht mehr existierende Garnisonskirche.

Garnisonkirche_in_Potsdam zeno.org - Contumax GmbH & Co. KG im Märkischen Museum Berlin

Garnisonkirche in Potsdam   Foto: zeno org – Contumax GmbH & Co.KG                          Original im Märkischen Museum Berlin

 

Sie wurde von Philipp Gerlach entworfen und von 1730 bis 1735 errichtet. Die dort vorher stehende Kirche musste abgerissen werden, weil sie im Untergrund teilweise absagte und mit Rissen einzustürzen drohte. Daher ließ König Friedrich Wilhelm I. für die Angehörigen seines Hofstates und der Garnison diese Kirche errichten. Der Turm hatte eine Höhe von über 88 Meter dessen obere Holzetage ziert an der Spitze eine Wetterfahne.

Potsdam_–_GK-Spitze Unbekannt Author wrote the Story but he used and didn't breate the fotos or pictures before

Potsdam Garnisonskirchenspitze            Unbekannter Author   wrote the Story but he used and didn’t breate the fotos or pictures before

 

In diesen Turm kam damals das, von Paul Meuer um fünf Bassglocken erweiterte, Glockenspiel der 1722 geweihten ersten Garnisonskirche.

Die neue Garnisonskirche dann wurde am 17.August 1732 geweiht und 1740 wurde die Gruft der Garnisonskirche zur letzten Ruhestätte Friedrich I. Auch sein Sohn Friedrich II. wurde in dieser Gruft beigesetzt, allerdings gegen seinen ausdrücklichen Willen. Während der Besatzung Potsdams durch Napoleon 1806 stellte dieser aus Respekt vor der Grabstätte Friedrichs des Großen, die Garnisonskirche unter seinen persönlichen Schutz und sie wurde nicht, wie die Heiliggeistkirche und die Französische Kirche, zweckentfremdet.

Nach den Befreiungskriegen gegen Frankreich, Österreich und Dänemark wurden eroberte Fahnen und Standarten in der Garnisonskirche ausgestellt. Diese verschwanden 1919 spurlos aus der Kirche, obwohl sie hätten gemäß Versailler Vertrags hätten zurückgegeben werden müssen.

Potsdam_Garnisonskirche_um_1900 Album von Potsdam und Umgegend. Globus Verlag Berlin, 1904 Urheber unbekannt

Potsdam Garnisonskirche um 1900     Album von Potsdam und Umgegend. Globus Verlag Berlin, 1904    Urheber unbekannt

 

Zwischen 1856 und 1918 fanden dann diverse Umbauarbeiten und Renovierungen im Inneren der Garnisonskirche statt. Der Architekt Friedrich Laske musste auch neuzeitliche Forderungen zur Beleuchtung, zur Heizung und zum Brandschutz in die optisch aufzuwertenden Umbauten mit einfließen lassen.

Karl Daubitz hatte dann von 1925 bis 1930 die Leitung der größeren äußeren Instandsetzungen.

Nach dem Reichstagsbrand 1933 fand die Eröffnungsfeier des Reichstages am 21. März 1933 in der Garnisonskirche statt, die eigentliche Eröffnungssitzung fand am gleichen Tag im Berliner Krolloper statt.

Während des Zweiten Weltkrieges 1943 wurden die Särge Friedrich I. und seines Sohnes Friedrich des Großen aus Angst vor Angriffen in einen bombensicheren Bunker evakuiert. Bei den Luftangriffen auf Potsdam am 14. und 15. April 1945 wurde die Garnisonkirche nicht getroffen, aber der lichterloh brennende benachbarten „Lange Stall“ löste auch Feuer in der Garnisonskirche aus. Sie brannte komplett aus und durch die enorme Hitze des Brandes explodierte dann auch noch ein im Kirchenschiff liegender Blindgänger. Es stand also nur noch der gemauerte Turm (ohne seine hölzerne Spitze Reste des Kirchenschiffs. Einige Gegenstände konnte noch während des Brandes vom Altar gerettet werden.

1949 wurde die Garnisonskirche zur Heilig-Kreuz-Kirche umbenannt und 1950 konnte eine im Turm eingerichtete Kapelle von der Gemeinde genutzt werden. 1967 besuchte Walter Ulbricht Potsdam und forderte die Beseitigung dieser preußischen Kriegsruine. Das geschah dann im April 1968 durch mehrere Sprengungen. 1971 wurde dann an dem Platz der Garnisonskirche das Datenverarbeitungszentrum Potsdam (DVZ) errichtet.

Garnisonkirche1966potsdam Foto Ulamm

Potsdam Garnisonkirche 1966 Foto Ulamm

 

Nach der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten gab es viel Hin und Her um einen eventuellen Wiederaufbau. Der Stiftung Garnisonskirche Potsdam hatte z.B. im Juli 2013 die Baugenehmigung für den Turm der Garnisonskirche am alten Platz. Im März 2014 startete dann ein Bürgerbegehren für ein „Potsdam ohne Garnisonskirche“ in dessen Folge die Stadtverordnetenversammlung beschloss, den Versuch zu unternehmen die „Stiftung Garnisonkirche Potsdam“ aufzulösen. Es entstand die bundesweite Initiative „Christen brauchen keine Garnisonkirche“. Es gibt also bis zum heutigen Tag keine neue Garnisonskirche in Potsdam.

Für konkretere Informationen empfehle ich Wikipedia Die Garnisonskirche (Potsdam)

Nikolaikirche in Potsdam

6 Aug
20140817_115231

Nikolaikirche 2014 … Foto-M.Friedrich

Es gibt einen Platz in Potsdam, Am alten Markt, gleich neben dem Potsdamer Stadtschloß, an dem der Besucher vor einem imposanten Gebäude stehen bleibt. Karl Friedrich Schinkel erschuf die Pläne  von 1830 bis 1837 und von 1843 bis 1850 wurde danach die evangelische Kirche St.Nikolai erbaut. Dieses 77m hohe Gebäude ragte damals weit über die Dächer von Potsdam hinaus. Diese Kirche wurde auf bereits heiligem Boden errichtet. Bereits im 14.Jahrhundert stand auf dieser Stelle eine romanische katholische Basilika. 1539 wurde dann in der Mark Brandenburg die Reformation durchgesetzt. Nun evangelisch, bekam die damalige Kirche eine Kanzel. 1563 erhielt der romanische Turm eine neue Haube.

Bis 1721 wurde die Kirche betrieben, wurde aber zu klein, für das immer weiter wachsende Potsdam. Sie wurde abgerissen und es wurde, auf Wunsch Friedrich Wilhelm I., eine barocke Kirche erbaut. Diese wurde dem Heiligen Nikolaus geweiht und hatte einen imposanten 85m hohen Glockenturm.  Zwei weitere Kirchen wurden noch in der Umgebung errichtet. (Garnisonskirche und Heiligengeistkirche)

Am 3. September 1795 viel diese Kirche dann einem Brand zum Opfer. Die Reste, bis auf die Fassade wurden abgetragen. 1811 wurden dann die letzte Reste dieser Fassadenruine abgetragen und eine Grünfläche angelegt.

Friedrich Wilhelm III. beauftragte dann 1826 Karl Friedrich Schinkel eine neue Kirche zu planen. Am 17.September 1837 wurde die Kirche dann feierlich eingeweiht. Bereits 1843 wurde dann mit einem weiteren Umbau begonnen. Es wurde das Dach abgetragen und das Kuppelgewölbe erbaut.

20140628_140355

Nikolaikirche, Filmmuseum, Stadtschloß 2014 … Foto-M.Friedrich

Beim Luftangriff am 14.April 1945 und der Schlacht um Berlin wurde die Nikolaikirche sehr stark beschädigt. Nach dem Krieg und wärend der DDR wurde die Kirche in einzelnen Schritten wieder aufgebaut. Im März 2010 erhielt sie auch noch 4 neue Glocken.

Das wunderschöne Gebäude fügt sich hervorragend ins Potsdamer Stadtbild ein. Selbst vom Kaiser-Wilhelm-Blick auf dem Brauhausberg ist sie noch gut zu bewundern.

[mappress mapid=“38″]

Kaiser-Wilhelm-Blick in Potsdam

4 Aug
20140818_110924-2

Kaiser-Wilhelm-Blick … Foto-M.Friedrich 2014

Eine Aussichtplattform auf dem Brauhausberg, errichtet um 1900, trägt den Namen Kaiser-Wilhelm-Blick. Ob er dort je stand und sein Potsdam bewunderte, ist nicht überliefert. Die Aussicht ist trotzdem kaiserlich. Der Blick reichte von der Heilig-Geist-Residenz über den Alten Markt  bis zum Monopteros der Stiftung Großes Waisenhaus. Sehr markant auf diesem Rundblick das Potsdamer Stadtschloß, welches in der Bombennacht im April 1945 so stark beschädigt wurde, dass es später komplett abgerissen wurde und nach der Wiedervereinigung wieder aufgebaut wurde.

Und natürlich, noch markanter, die von Karl Friedrich Schinkel entworfene und 1837 eröffnete Nikolaikirche. Diese wurde in der Bombennacht im April 1945, erstaunlicher Weise, nur leicht beschädigt. Bei den Kämpfen Ende April 1945, unter starkem Artelleriebeschuß durch die Rote Armee, stürzte dann die Kuppel ein. Brand und Einsturz hinterließen starke Schäden, ausser an Kanzel und Altar. Die Nikolaikirche wurde nach dem Krieg langwierig wieder aufgebaut und 2010 dann endlich fertiggestellt.

Dieser schöne Anblick blieb den Besuchern der Aussichtsplattform aber lange verborgen. Sie wucherte zu DDR-Zeiten immer mehr zu, dass gerade einmal noch ein paar Findlinge zu sehen waren. Es bestand von Seiten der SED auch kein Interesse, am Fuße ihrer Bezirksleitung auf dem Brauhausberg und oberhalb des Schwimmbades, Wanderer anzulocken.

20140818_110829

Namenstafel … Foto-M.Friedrich 2014

2008 wurden dann von den Stadtwerken Potsdam Mittel bereitgestellt, diesen Platz wieder zugänglich und nutzbar zu machen. Die Plattform wird durch eine Natursteinmauer begrenzt und  auch der Bodenbelag wird mit Natursteinen geplant. Das Freischneiden der Aussicht übernimmt das städtische Grünflächenamt.

Heute ist der Kaiser-Wilhelm-Blick mit Gedenkstein und Tafel ein zu empfehlendes Ziel für Wanderer.

20140818_110840

Plattform Kaiser-Wilhelm-Blick … Foto-M.Friedrich 2014

 

 Listing: http://opencaching.de/OC123F3