Heeressportschule Wünsdorf und Stationierung der Roten Armee in Wjunsdorf (Вюнсдорф)

29 Jan
Heeressportschule Wünsdorf

Heeressportschule Wünsdorf ©eigene

Mitten im ersten Weltkrieg werden in Wünsdorf die ersten Gebäude der späteren Heeressportschule errichtet. 1924 ist es dann soweit. An der Hauptallee wird der Betrieb aufgenommen. Bis 1928 trainieren hier offenbar auch Spitzensportler der Olympiamannschaft 1928. ( Wikipedia ) Für die Olympischen Sommerspiele 1936 werden in Wünsdorf die Anstrengungen zur Sportausbildung noch einmal deutlich verstärkt.
Siehe auch : Alfred Schwarzmann, Turn-Olympiasieger

Die heute unter Denkmalschutz stehende, schlossparkartige Architektur der Anlage ist beispielhaft für die Architektur des späten Kaiserreichs in Brandenburg.

Insgesamt gibt es 5 große Gebäude. Das dreigeschossige Hauptgebäude mit angeschlossenem Diorama, dem ehemalige Kino, einem Schwimmbad, dem Konzerthaus und den nötigen Nebengebäude zur Versorgung. ( insgesamt mehr als 10.000 qm )

Die Rote Armee nutzt von 1945 bis 1994 einige Teile der Anlage, sowie die weiträumige Umgebung. Siehe Bunkerstadt Wünsdorf.

Bunkerstadt Wünsdorf

Bunkerstadt Wünsdorf © eigene

Wünsdorf 1945. Am 15. März 1945 erfolgt der letzte verheerende Luftangriff auf die militärisch wichtige Bunkerstadt, bei dem es zu über 100 Toten kommt. 5 Tage später rückt die Rote Armee ein.  Marschall Schukow ( Seelower Höhen, verheerende Verluste der Sowjetarmee ) wählt die Anlagen in Wünsdorf zu seinem Hauptquartier.

( Oberkommandos der Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland (GSSD)

Rotarmisten_vor_einem_Gehege

Rotarmisten_vor_einem_Gehege   © CC BY-SA 3.0 de

Im März 1953  werden die Wohnlagen von der Bevölkerung weitgehend geräumt, der Bahnhof militärisch genutzt und die wichtige Bundesstrasse B96 gesperrt.

30.000 sowjetische Soldaten ziehen statt dessen ein. ( Später bis 75.000 )
In den kommenden Jahren um 1970 wird Wünsdorf (Вюнсдорф) unter anderem Zentrum  für die Luftsicherheit der sowjetischen Besatzungszone, was durch die 16. Sowjetischen Luftarmee (16. LA) gewährleistet werden sollte. Für zivile Bürger der DDR ist das Gebiet Sperrgebiet. Sowjetische Einrichtungen, wie Schulen, Geschäfte, Sportstätten oder Krankenhäuser, sind für DDR-Bürger tabu. Auch heute fallen die unendlich vielen unschönen Betonabsperrungen aus dieser Zeit sofort ins Auge. Nach 1994, dem Abmarsch der Roten Armee aus Wünsdorf, wird aufgeräumt. Zurück bleiben bis heute :

260 Hektar munitionsversäuchte Flächen,
etwa 150.000 Schuss Munition jeglicher Art,
30 Tonnen Schrott aus  Bomben und Ähnlichem,
und fast 50.000 Kubikmeter Abfälle, zum Teil Astbest, Sondermüll und Gift.

Bunkerstadt Wünsdorf, Bunker Zeppelin Sperrgebiet ab 1945

16 Jun
Bunkerstadt Wünsdorf

Bunkerstadt Wünsdorf

Der Bunker Wünsdorf Zeppelin, im Auftrag de Oberkommando des Heeres in Auftrag gegeben, für die deutsche Reichspost bestimmt, wurdevon 1937-39 nördlich der Ortschaft Wünsdorf errichtet. Hier entstand die Nachrichtenzentrale  „Zeppelin“ ( Codename Amt 500 ) Der Bunker war mit leichten LKWs befahrbar und als Gebäude der Reichspost ausgestattet. Auf seiner Oberseite wurden zur Tarnung eine Landhaussiedlung errichtet. Diese wird heute, renoviert, wieder bewohnt. Damals war diese Siedlung Teil des Stabsquartier des Oberkommandos des Heeres.
„Zeppelin“ war bis 1945 der modernste und größte Nachrichten Knotenpunkt der Wehrmacht. Als die rote Armee bei Frankfurt/O die Oder überschritt und schnell nach Westen vorrückte wurde Wünsdorf besetzt. ( Siehe Armee Wenck )Der Gesamte Nachrichtenknoten gelangte unter sowjetische Kontrolle.

Die Bunker „Maybach I“ und „Maybach II“ ( Oberkommando des Heeres ) wurden 1946 gesprengt. „Zeppelin“ wurde geplündert.

1953 wurde Zossen/Wünsdorf Sperrgebiet. Das Oberkommandos der GSSD ( Gruppe der sowjetischen Streitkräfte in Deutschland ) zog ein. „Zeppelin“ wurde ausgebaut. „Rannte“ entstand. Die Nachrichtenzentrale „Ranet“ war eins in die NVA integriertes Nachrichtennetzwerk, welches letztendlich im Ministerium in Berlin endete.
Nach 1990 wurde erneut demontiert und in die Sowjetunion zurückverlegt.
Heute sind die Wohnsiedlungen renoviert und wiederbewohnt.

(Siehe auch: Zwangsarbeiter in Michendorf )

( Siehe auch Teufelsberg Berlin. Abhörstation der USA )

( Siehe auch: High Tech Schmiede Hakeburg, Fernsehtorpedos und mehr )

Verbindung zum OKLuftwaffe u Göring Bahn

 

Tarnung als Landhaus

Tarnung als Landhaus

gesprengter Maybachbunker

gesprengter Maybachbunker

 

Post rote Armee

Postausgabe der roten Armee

Eingang zum Bunker in Wünsdorf Zossen

Eingang zum Bunker in Wünsdorf/Zossen