Syrer schlagen in Frankfurts Disco „Frosch Der Club“ mit Stangen Fenster ein

4 Sep
Der Frosch Frankfurt Oder

Der Frosch Frankfurt Oder

Frankfurt letztes Wochenende:
Syrer schlagen in Frankfurts Disco „Frosch Der Club“ mit Stangen Fenster ein.

Letztes Wochenende in Frankfurt / Oder.
Zwei junge Flüchtlinge Alter von 20 und 22  geraten gegen 3 Uhr früh mit einem Gast in Streit. Der Streit wird vor dem Club fortgesetzt als weitere ( 15-20 ) weitere Ausländer mit Stangen und Messern die Türen und Fenster der Diskothek zerstören.

Auf Facebook ist nun folgendes Statement der Betreiber zu lesen:

Ihr Lieben …..

Wir, als Frosch der Club, möchten auf diesem Wege ein Statement zum vergangenen Wochenende abgeben, auch wenn es uns nicht leicht fällt ….

Es sind nun ein paar Tage vergangen, aber dieses Geschehen lässt uns weder los, noch haben wir das Gefühl die richtigen Worte zu finden. Es verfolgt uns, wie sicherlich auch die anderen beteiligten Gäste, die dieses Geschehen miterleben mussten.

Zu den ungefähren Abläufen haben wir uns ja schon geäußert, auch wenn sicherlich ein Jeder Anwesender seinen persönlichen Eindruck vom Geschehen hatte.

Der Frosch ist eine Party – Kultur – Event Location.
Wir sind ein Familien Unternehmen.
Wir sehen uns als völlig unpolitisch.
Wir können all diesem Rechts | Links Denken nichts abgewinnen und es spiegelt auch nicht unsere Lebensrealität wieder.
Der Frosch steht Jedem offen. Uns interessiert weder politische Meinung, noch Lebenseinstellung.
Wir selektieren nicht nach Groß, Klein, Hell, Dunkel, Nationalität oder Glauben.
Wir wissen auch nicht, was Jeder so zuhause treibt, oder wie seine Lebensumstände sind.
Wir bemühen uns Jeden gleich zu behandeln und so respektvoll, wie er es durch sein Auftreten bei uns verdient.
Wir können an unserem Verhalten weder eine „Linke“, noch eine „Rechte“ Verhaltensweise festmachen, sondern nur eine Normale Menschliche.

Spinner können es sich also total sparen, uns in eine „Schublade“ zu stecken, das prallt an uns ab, denn es ist Quatsch ! Jeder, der unsere Worte falsch verstehen und auslegen will – Interessiert uns Nicht ! Wir lassen uns vor keinen Karren spannen.

Wir wollen Euch ausschließlich einen tollen Abend in sicherer Atmosphäre bieten !!!

Dieses, unser Aller Sicherheitsempfinden, wurde Samstag Nacht, empfindlich getroffen und verletzt. Wir alle befanden uns in einer dramatischen Ausnahmesituation, die sicherlich keiner von uns vorher für möglich gehalten hätte.

Wir Danken EUCH ALLEN, dass Ihr so tapfer wart, wir Danken Euch, dass Ihr nicht die Nerven verloren habt …. Wir sind unendlich froh, auch wenn Leute verletzt wurden, dass keine schweren Verletzungen darunter waren. Wir wissen, wie Ihr Euch innerlich fühlt, denn wir fühlen wie Ihr. Wir fühlen mit Jenen, die es nicht in den Frosch geschafft haben, wir haben mit Euch gelitten – auch wenn Eure Erlebnisse furchtbar waren. Wir mussten uns entscheiden, die Menschen im Frosch zu schützen – diese Entscheidung quält uns und verfolgt uns in den Schlaf. Wir danken den Männern, dass ihr so besonnen wart und auf uns gehört habt, das Objekt nicht zu verlassen – nicht anzugreifen.

Wir haben Glück gehabt – allein DAS ist die Wahrheit. Und das ist eine sehr traurige und ernüchternde Wahrheit.

Wir werden auch nicht von „Männern“ sprechen, die uns angegriffen haben – und es gibt auch NICHTS zu relativieren.

Auch wenn es grundsätzlich keine Rolle spielen mag, welcher Nationalität oder Hautfarbe die Angreifer waren, so gibt es für uns aber auch keinen Grund diese zu verschweigen.
12-15 Angreifer, egal welcher Nationalität, bewaffnet, hätten uns genauso hart getroffen, wie die Angreifer dieser Nacht.
In diesem Fall handelte es sich um Attackierende mit Migrationshintergrund – sehr wahrscheinlich um Syrische Flüchtlinge, welche wir in unserer Stadt, unserem Land, Willkommen geheißen haben. Flüchtlinge darunter, welche wir auch in unserem Frosch Willkommen geheißen haben, die uns kennen.
Wir wissen manchmal nicht, worüber wir erschütteter sind, dass es diesen Angriff an sich gab, oder dass es „Leute“ waren, denen wir in unserer Stadt ein Leben in Sicherheit, Frieden und finanzieller Unterstützung geboten haben.
Dieser Angriff hatte für unsere Stadt eine völlig neue „Qualität“!

Frankfurt/Oder hat ein ernsthaftes Problem mit einer kriminellen Gruppierung von locker
30-40 Ganoven mit Migrationshintergrund. Die extremen Auswüchse Ihres Verhaltens haben wir am Samstag im Frosch erleben müssen.

IHR Angreifer habt uns mehr genommen, als nur unser ursprüngliches Sicherheitsempfinden, welches Selbstverständlich ist in einer Heimat.
IHR habt uns Unbeschwertheit genommen, Vorurteilsfreiheit, Ihr habt uns das Gefühl dafür genommen, dass IHR Dankbar seid. Wir haben in Eure Augen gesehen !

Klar wissen wir, nur IHR Angreifer seid Verbrecher – nur IHR wart bewaffnet – nur Ihr seid auf ALLE losgegangen – nur IHR habt nicht selektiert – nur IHR wolltet uns verletzen !

Und trotzdem werden wir in Zukunft zusammenzucken, wenn arabisch aussehende Gäste den Frosch besuchen wollen, wir werden Gäste nach Waffen durchsuchen müssen, wir werden lange brauchen um wieder Vertrauen aufbauen zu können – zu ganz normalen in unserer Stadt lebenden Flüchtlingen. Wie verrückt das eigentlich ist ….

Wir wissen auch, natürlich, dass es Kriminelle in jedem Land der Welt gibt.
Wir wissen auch, natürlich, dass es Ganoven schon immer gab.
Wir wissen auch, natürlich, dass IHR nur ein kleiner Prozentsatz aller hier in Deutschland lebenden Flüchtlinge oder Menschen mit ausländischen Wurzeln seid.

Aber es ist an der Zeit Euch zu stoppen.
Wir selber können das nicht und wir wollen das auch nicht.

Wir haben absolutes Vertrauen in unseren OB Rene Wilke.
Er war der Erste, den wir am Sonntag informiert haben.
Wir kennen seine Einstellung zu Verbrechen an sich und das in diesem Falle Nationalität oder Herkunft, oder persönliche Vorgeschichte, keine Rolle spielen. Wir wissen, dass er Alle Ihm möglichen Mittel und Wege ausschöpft um Frankfurt/Oder zu einem sicheren Lebensort für ALLE hier Lebenden zu machen. Er hat SOFORT reagiert und diesem Vorfall seine tatsächliche Bedeutung beigemessen. Wir sind Dankbar, dass er zu uns seit dem kurze Wege hält, informiert und ein Ansprechpartner für uns ist. Wir wissen, dass an diesem Fall hart und konsequent gearbeitet wird.

Wir sind auch in der Pflicht, richtig zu stellen, dass uns unser Zeitgefühl während der Attacke betrogen hat. Wir haben, ohne das Geschehen – auch im Nachhinein -, richtig realisiert und verarbeitet zu haben, der Polizei schwere Vorwürfe gemacht.
Durch Recherchen ergab sich, dass wir NICHT 15 Minuten versucht haben die Polizei zu erreichen, sondern nur 5 Minuten lang. Als die Warteschleife der Polizei zu hören war – gleich beim 1. Anruf, habe ich nicht realisiert, dran bleiben zu müssen, da ich ja auch in das Geschehen um mich herum eingreifen musste. Tatsächlich war ein Polizist dann anscheinend am anderen Ende der Leitung, während ich das Handy schon nicht mehr am Ohr hatte.
Das ganze 3 mal …. Erwartet hatte ich sofort einen Polizisten erreichen zu können, … was die Bandstimme sagte, hatte ich gar keine Zeit zu verstehen …

Und obwohl unser Aller Zeitgefühl uns glauben ließ, dass wir insgesamt 30 Minuten auf die Polizei warten mussten und wir, wie Viele, auch diesen Vorwurf in der Nacht und an folgenden Tagen äußerten, konnten wir mit Hilfe der Polizei nachweisen, dass das Zeitgefühl in einer solchen Situation total verrückt spielt. 9 Minuten nach dem 1.Notruf traf der erste Streifenwagen ein. Unser Zeitempfinden muss ausgesetzt haben.
Wir sagen Sorry zur Polizei und fühlen uns besser, zu wissen, Ihr kommt, wenn man Euch ruft, so schnell als Möglich !

Am Sonntag war uns klar, das Thema Frosch ist durch.
Wer soll nach solch einem Erlebnis noch zu uns kommen ?
Fühlen wir uns selber stark genug, um diesen Vorfall innerlich verarbeiten zu können ?
Können wir unbeschwert im Frosch weiter feiern ?
Werden uns unsere Gäste die Treue halten, oder den Frosch eine Zeitlang meiden ?

Ab Montag standen unsere Handys aber nicht mehr still.
Krass, wie viele tolle Nachrichten wir von Freunden, Bekannten, Gästen und Wildfremden bekommen haben. Trost, Aufmunterung, Hilfsangebote, ein
„Wir kommen jetzt erst recht zu Euch“ Tenor, der uns beruhigter in die Zukunft schauen lässt.
Unsere Gäste sind einfach cool – und wir halten zusammen !
Unsere Vermieterin des Frosches Frau Lukas und Ihr ganzes Team, besonders Frau Weichel – ein Traum !!! Danke !

Wir freuen uns auf Euch Alle am Freitag !
Wir konnten den gleichen Dj überreden noch mal zu spielen und wir wiederholen unsere 90er Jahre Party einfach noch einmal !
Wir lassen uns unsere Partys nicht kaputt machen!
Für Sicherheit ist gesorgt!

Zum Abschluss
Versteht uns bitte richtig. Wir alle friedliebenden Menschen wollen in dieser Stadt Leben und glücklich sein. Wir lieben unsere Stadt und unsere Heimat. Wir teilen unser Zusammenleben gerne mit anderen Kulturen. Wir sind Universitätsstadt und haben eine Vielzahl an unterschiedlichen Menschen und Nationalitäten hier bei uns zu Gast.
Viele Menschen mit ausländischen Wurzeln leben und arbeiten hier. Sie wollen genauso glücklich sein, haben gleiche oder ähnliche Wertvorstellungen wie wir, gehören zu uns, sind Nachbarn, Kollegen, Bekannte, haben sich bewusst entschieden Frankfurter zu werden.
Wir essen bei Ihnen, wir kaufen bei Ihnen ein, wir Feiern zusammen, interessieren uns füreinander, sind befreundet und lieben gleichermaßen diese Stadt, die wir Heimat nennen.
GANZ NORMAL !

Wir müssen uns gegenseitig respektieren, achten und immer wieder aufs Neue die Hand reichen, wenn wir problematische Situationen zu meistern haben.
Wir ALLE sind Menschen und haben die Pflicht stets menschlich zu handeln.
Wir müssen ehrlich zueinander sein, einen gesunden Weg des Miteinander finden.
Aber wir müssen auch ehrlich zu uns selber sein und Ehrlichkeit von Allen uns Vertretenden, Repräsentierenden, erwarten können. Dinge müssen beim Namen genannt werden.
Probleme sind keine Statistiken sondern beeinflussen unser Zusammenleben.
Es gibt keinen Patent Weg dafür …. Wir zumindest kennen ihn nicht.

Wir lassen uns unser Zusammenleben nicht von Chaoten kaputt machen.
Wir vertrauen weiterhin in unsere Politik, in unsere Justiz und Sicherheitsorgane.
Ihr garantiert uns den Frieden, den wir alle für ein glückliches Leben benötigen.
Hinterfragt auch Ihr Euch!
Löst die Probleme, die wir nicht lösen können!
Greift hart und konsequent durch! Straftäter gehören ins Gefängnis!
Macht unsere Straßen wieder sicher! Habt Verständnis für unser Aller Sorgen!

Auch wir Alle müssen, selbst nach solch einem Vorfall, wieder den Weg der Normalität finden. Auch wenn es schwer ist.
Wir dürfen durch unser Leben nicht mit Hass gehen, naja, und wer Gewalt für den richtigen Weg hält, ist im Grunde nicht besser.
Wir sind aber auch keine wehrlosen Opfer für Ganoven und Banditen – und wir erwarten Schutz von unseren Sicherheitsorganen, wenn wir Schutz benötigen.

Lasst uns nicht mit solchen Vorfällen alleine. Wir zählen auf Euch !

Manja und Dirk vom Frosch

Hier ein RBB Bericht

Der Flakring um Berlin im 2. Weltkrieg Flaktürme und Bomberkrieg

25 Aug

Nach dem verlorenen 1. Weltkrieg bleibt es dem Deutschen Reich laut Versailler Vertrag verboten, Flugabwehrkanonen ( FLAK ) zu bauen oder zu besitzen.
Das OKW ( Oberkommando der Wehrmacht ) unterläuft dieses Verbot, indem sie die ersten Abteilungen als Fahrabteilungen tarnt. 1935 wird die Flak der Luftwaffen angegliedert.

Berlin 1938.
Seit Sommer laufen die Planungen für die Errichtung eines Flakrings um die Reichshauptstadt Berlin. Das gegründete Luftverteidigungskommando 1, ( später 1. Flak Division ) hat fortan die Aufgabe der Luftraumverteidigung Berlins und dem Schutz der Stadt.
Die Einheit besteht zunächst aus 60 schweren und 35 mittleren Batterien sowie den dazugehörigen Scheinwerferstellungen. Sperrballonbatterien sollen den direkten Überflug von Feindflugzeugen über das Gebiet der Reichshauptstadt verhindern. Ab 1941 erreichen schwere Bomberverbände der Alliierten vermehrt Berlin, sodass die Ausstattung der 1. Flak Division bald weit über 100 Geschütze beträgt. Flaktürme entstehen im ganzen Stadtgebiet.

deutsche 12,8 FLAK

deutsche 12,8 FLAK @ gemeinfrei

Technische Daten 12,8 cm FLAK

  • Kaliber: 128 mm
  • Länge des Kanonenrohres 7,8m
  • Reichweite 14,8 km hoch / 20,9 km weit
  • Gewicht Geschoss bis 47,7 kg
  • Gewicht 27 Tonnen
  • Feuerkraft 11 Schuss/min
Bundesarchiv Bild 101I-656-6103-09, Reichsgebiet.- Flak-Turm mit schwerer Flak

Bundesarchiv Bild 101I-656-6103-09, Reichsgebiet.- Flak-Turm mit schwerer Flak CC BY-SA 3.0 de

Das Problem dieser Waffe ist die Trefferquote. Je nach Art der Flak und der Position kommt ein Durchschnitt von etwa 5000 Schuss pro bestätigtem Abschuss der Sache wahrscheinlich recht nahe.
Nach der verhehrenden Dezimierung der deutschen Luftwaffe bleibt die Flak bis zum Kriegsende 1945 das wichtigste Mittel gegen feindliche Bomberverbände.
Die kleinste Einheit einer 8,8 cm Flak besteht aus einem Einzelgeschütz und 10 Mann für den Einsatz. Ab 1943 werden diese äußerst erfolgreichen Kanonen in Großbatterien von bis zu 12 Flakkanonen zusammengefasst.
Durch Verluste an den unterschiedlichsten Fronten werden bis 1945 immer mehr reguläre Soldaten von den Flakstellungen an die Front befohlen. Ersetzt werden sie durch Flakhelfer aus den Jugenddiensten wie die Hitlerjugend, dem BDM ( Bund deutscher Mädchen), durch freiwillige Kriegsgefangene und Volkssturm Männer.

Das Fazit des Bomberkriegs über dem deutschen Reich ist ernüchternd.
Von 1939 bis zum Kriegsende warfen die Alliierten 3,4 Millionen Tonnen Bomben.
( Knapp 28.000 im einem Monat )
Etwa 12000 schwere Bomber wurden abgeschossen.
( Gesamtes Kriegsgeschehen )
Dabei starben etwa 100.000 Besatzungsmitglieder.
Die vierfache Zahl an Soldaten wurde verletzt, zum Teil schwer.

12,8 Flak

Die Schräg gestellten Fundamente stammen von einer befestigten Höhenflakstellung, die bis 14,8km Höhe schießen konnte……

Zum Vergeich : Normale Verkehrsflugzeuge fliegen zwischen 8500m und 13100m. Die Concorde flog zumeist in 15000m.

 

Siehe auch: Endkampf um Berlin

Quellen : Wikipedia/ eigene / Flaksoldaten

Waldbrand bei Fichtenwalde nahe Potsdam – Brandenburg ohne Löschflugzeuge

30 Jul

 

Waldbrand Fichtenwalde Brandenburg

Waldbrand Fichtenwalde Brandenburg

Der Waldbrand bei Fichtenwalde nahe Potsdam scheint nach zunächst geplanter Evakuierung der Ortschaft nun doch unter Kontrolle. Zuvor wurde die A10 und die A9 voll gesperrt, was in der Umgebung Michendorf Beelitz ein Verkehrschaos hervorrief.
Besonders kritisch stellten sich die Löscharbeiten im Knochen trockenen Fichtenwald dar, denn im Waldboden liegen hier noch unzählige Blindgänger der letzten Kriegstage 1945. Einst deckte hier die 12. Armee Wenck die Flucht der 9. Armee Busse aus dem Kessel von Halbe.
80.000 Tote mußten damals in den Wäldern um Fichtenwalde beklagt werden.
Auch heute noch ist die Gegend mit Trichtern, Kampfstellungen und Munition übersäht.

Waldbrand Fichtenwalde Brandenburg

Waldbrand Fichtenwalde Brandenburg

Bis 2014 besaß das Land Brandenburg einige Löschflugzeuge, die in Kyritz stationiert waren. Unter der von der SPD geführten Landesregierung wurden die letzten Flugzeuge verkauft.
( SPD + Linke )
Eine private Firma ( feuerloeschpanzer.de ) rüstete alte T55 Panzer zu Löschpanzern aus, die auch bei Fichtenwalde nun zum Einsatz kamen.
Ebenso wurden Bundeswehr Hubschrauber angefordert. Allerdings sind von den 40 Großhubschraubern der BW nur etwa die Hälfte einsatzbereit.
Quelle : JF 24.7.2018
Die Opposition sieht die Sache kritisch.
So fordern die AFD sowie die CDU eine Neuanschaffung dieser Flugzeuge.

Quellen: Anwohner, 
http://www.pnn.de/pm/1306041/
https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2018/waldbrandgefahr-ausruestung-und-personal-fehlen/

Fotos: gemeinfrei

 

8000 Jahre alte Gräber entdeckt

25 Jun
Groß Fredenwalde

Weinberg.gemeinfrei

Weinberg in Groß Fredenwalde, Uckermark. Wein wächst hier seit 1739 nicht mehr. Die letzten Weinstöcke wurden damals durch starken Frost vernichtet.
Nördlich von Berlin wurden bei Erdarbeiten bereits 1962 Überreste einer sehr alten Grabstätte entdeckt worden. Erdarbeiten an einem Mast führten zu dem Fund.2016 wurden die Überreste erneut untersucht mit einem erstaunlichen Ergebnis. Die Gräber stammen aus der Zeit um 6400 vor Christi und sind damit etwa 8000 Jahre alt.
Unter anderem wurde auch ein Kindergrab entdeckt. Das Kind starb vermutlich an Unterernährung.

Frankfurt (Oder) (ots) – Am frühen Dienstagmorgen stellten Bundespolizisten einen unerlaubt eingereisten Chinesen in einem polnischen Linienbus auf der Bundesautobahn 12 fest.

Die Beamten stoppten gegen 3:45 Uhr einen aus Polen kommenden Linienbus an der Anschlussstelle Frankfurt (Oder)-Mitte. Unter den Insassen stellten die Beamten einen 30-jährigen Mann fest, der lediglich einen gültigen Reisepass vorlegen konnte. Das in seinem Reisepass befindliche Visum war zeitlich abgelaufen. Einen gültigen Aufenthaltstitel für das Bundesgebiet konnte er nicht vorweisen. Weitere Ermittlungen ergaben, dass der Mann in Polen einen Aufenthaltstitel beantragt hatte, dessen Erteilung bereits im April dieses Jahres abgelehnt wurde.

Die Bundespolizei leitete gegen den 30-Jährigen ein Ermittlungsverfahren wegen unerlaubter Einreise sowie unerlaubten Aufenthalts ein. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen reiste der Mann freiwillig nach Polen zurück.

Rückfragen bitte an:

Bundespolizeidirektion Berlin
– Pressestelle –
Schnellerstraße 139 A/ 140
12439 Berlin

Telefon: 030 91144 4050
Mobil: 0171 7617149
Fax: 030 91144-4049
E-Mail: presse.berlin@polizei.bund.de
http://www.bundespolizei.de

Original-Content von: Bundespolizeidirektion Berlin, übermittelt durch news aktuell

Frankfurt (Oder) (ots) – Donnerstagmittag stellte eine gemeinsame Streife von Bundespolizei und polnischem Grenzschutz ein gestohlenes Fahrzeug in Slubice / Polen sicher. Den litauischen Fahrer nahmen die Polizisten fest.

Gegen zwölf Uhr kontrollierte die Streife einen VW Multivan California an der Auffahrt zur Europastraße 30 und stellte dabei fest, dass das Türschloss beschädigt war und der Fahrer das Fahrzeug ohne Schlüssel betrieb. Die angebrachten Kennzeichen aus Frankfurt (Oder) erwiesen sich als Totalfälschungen. Die Originale aus dem Zulassungsbereich Köln entdeckten die Beamten im Kofferraum des Fahrzeugs. Ersten Ermittlungen nach wurde der Kleinbus dort am Dienstag auch entwendet.

Den 19-jährigen Fahrer nahmen die Kollegen des polnischen Grenzschutzes fest. Die Bundespolizei leitete gegen den Litauer Strafverfahren wegen des Verdachts der Hehlerei, des besonders schweren Diebstahls sowie der Urkundenfälschung ein. Die weitere Bearbeitung des Sachverhaltes erfolgt zuständigkeitshalber durch die polnische Polizei.

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Sputnik Made in Germany ? Teil 2 – mit Mirak III nach Kummersdorf

5 Mrz

Fortsetzung von Teil 1

Triebwerksprüfstand in Kummersdorf.

Triebwerksprüfstand in Kummersdorf.

Auf dem Gelände des ehemaligen preussischen Kriegsministerium wurden die MIRAK 1 und die MIRAK 2 entwickelt. Der Erststart erfolgte dort am 10. Mai 1931.
Bevor der „Verein für Raumschifffahrt“ Ende 1932 wegen Platzproblemen seinen Sitz vom Tegeler Weg / Bahnhof Jungfernheide nach Kummersdorf verlegte, begannen bereits 1930 geheime Versuche mit Raketenbrennöfen.

Unter Leitung von Walter Dornberger wurden für diese Zwecke dort Versuchsstände, Konstruktions- und Messbaracken errichtet. Ende 1930, Anfang 1931 entstand zwischen den Schießbahnen Ost und West die Versuchsstelle West.

Zuerst stand die Erprobung von der Industrie gelieferten Schwarzpulvertreibsätzen auf dem Programm.

Im August 1932 kam dann die in Reinickendorf entwickelte 3,6m lange und 20kg schwere  mit Flüssigkeitstreibstoff betriebene Rakete zur Erprobung nach Kummersdorf. Das Heereswaffenamt hatte diese schon bestellt.

Das Triebwerk in der Rakete entwickelte so viel Schub, dass sie bis 70m Höhe aufstieg, bevor sie gezielt abstürzte. Eine gefährliche Versuchsreihe in besiedeltem Gebiet.

Der Strahlteiler Kummersdorf. Hier wird der Raketenstrahl gelenkt. Die erste Startrampe der Welt

Der Strahlteiler Kummersdorf. Hier wird der Raketenstrahl gelenkt. Die erste Startrampe der Welt

Am 22.06.1932 machten sich dann Rudolf Nebel, Wernher von Braun, Beermüller und Ehmayer von Reinickendorf mit zwei Drei-Liter-Flüssigkeitsraketen vom Typ Mirak III zum Testen auf nach Kummersdorf. Wernher von Braun war von den technischen Voraussetzungen in Kummersdorf so beeindruckt, dass er am 01.10.1932 mit all seinem Wissen und seinen bisherigen Erfahrungen nach Kummersdorf wechselte. Zur selben Zeit begann auch der Bau eines 6x4m großen Prüfstandes für Pulverraketen. Zum Prüfstand gehörten auch zwei Baracken mit Werkstatt, Dunkelkammer, Arbeitszimmer und Konstruktionsraum.

Der erste Brennversuch in dem neuen Prüfstand am 21.12.1932 misslang leider. Dabei wurde fast der gesamte Prüfstand vernichtet. Er wurde wieder aufgebaut und genutzt. Wegen der hohen Auslastung dieses Prüfstandes wurde dann 1934 ein zweiter Prüfstand erbaut.

Agregat 2 Testkammer in der Heeresversuchsanstalt Kummersdorf

Agregat 2 Testkammer in der Heeresversuchsanstalt Kummersdorf ( Hinten Einschüsse russischer Angriffe Ende 1945 )

Zeitgleich 1934 wurde an den ersten kompletten mit Flüssigtreibstoff angetriebenen Raketen begonnen. Die Rakete mit einem Gewicht von 150kg sollte von einer Rinne mit dem Agregat1 (A1) gestartet werden. Dazu kam es aber nicht. Es begannen statt dessen die Arbeiten am Projekt „A2″und einem neuen Triebwerk mit 1000kg Schubkraft.

Wernher von Braun legte im Juni 1935 dem Heer und der Luftwaffe ein Konzept für eine zentrale Raketenversuchsanstalt vor. Die gesamte Entwicklung der Raketen in Deutschland sollte zentralisiert werden. „Alles unter einem Dach“ sollte die Entwicklung beschleunigen.
Außerdem war die Stadt Luckenwalde, die Ortschaften Sperenberg und auch Zossen zu dicht an den Versuchsstartrampen. Außerdem konnten bei höheren Reichweite die geheimen Labore der Vers. Gottow ( Versuchsanstalt Gottow ) getroffen werde, wo bereits  Versuche an Treibstoffen und dem so genannten N-Stoff liefen.
Dieses Konzept wurde im April 1936 angenommen und die Errichtung der „Heeresversuchsanstalt Peenemünde“ oder „HVA“ in Norden der Insel Usedom beschlossen.

Teststand V2 Triebwerk

Teststand V2 Triebwerk

Bild oben. Hinter Panzerglas beobachteten die deutschen Raketen Pioniere den Antriebsstrahl der späteren V2 Rakete. Es kam besonders auf den Startmoment an, bevor die Rakete selbst lenkend fliegen konnte.

Siehe auch :
Sarin und N-Stoff aus Falkenhagen

Quellen: © Fotos eigene.

1951 Massenabsturz 13 Ilyushin IL-10 bei Kemlitz

5 Mrz
Massenabsturz Ilyushin Il-10 bei Kemlitz 1951

Scene eines Absturzes.

Flugfeld Reinsdorf nahe Jüterbog,Brandenburg, 14.April.1951. 26 Männer der sowjetischen Luftwaffe rollen in ihren Flugzeugen auf die 1280m lange Grasstartbahn des ehemaligen „Arbeitsflugfeldes der Luftwaffenflugschule Gatow“.
Noch wenige Jahr zuvor waren hier deutsche Jäger zur „Reichsluftverteidigung“ stationiert  gewesen. Seit 1945 diente Reinsdorf als Dezentralisierungsflugplatz der sowjetischen Jagdflugzeuge aus Jüterbog.

An diesem Samstag im April 1951 ist es im Berliner Umland leicht bewölkt mit angesagten Schauern, als sich die 13 Maschinen zur Verbandsübung der sowjetischen 16. Luftarmee  in Bewegung setzen. Nach dem Start setzen sie wahrscheinlich Kurs auf das Zielgebiet in der Lieberoser Heide, dem 26 500 Hektar großen Bombenabwurf- und Schießübungsplatz, auf dem bis in die 1990ziger Jahren auf der sogenannten „Höhe 100“ tausende Tonnen an Munitionsresten abgeladen werden sollten. In seiner Ausdehnung ist die Gegend die größte wüstenartige Gegend Deutschlands.
Kurz vor der Autobahntrasse Berlin – Dresden liegt die Ortschaft Kemlitz. Beim Vorbeiflug kommt es zur bis heute ungeklärten Massenkatastrophe der Staffel. Trümmerteile verteilen sich über die gesamte Gegend und werden noch  Jahre später gefunden. Die sowjetische Armee birgt  26 tote Männer. Es gibt keine Überlebenden.

Doch warum kam es zu dem gleichzeitigen Absturz aller dreizehn  Ilyushin IL-10 Flugzeuge? Die Flugzeit von Reinsdorf nach Kemlitz beträgt nur wenige Minuten. Für die knapp 25 Kilometer lange Strecke entlang der B102 benötigt eine Ilyushin IL-10 nach dem Steigflug etwa 7 Minuten. Selbst wenn der Treibstoffverbrauch sehr hoch war, die technischen Unterlagen der IL-10 sind hier nicht eindeutig, so sind für diesen Flug etwa 10-30 Liter Treibstoff nötig. Das könnte etwa der Menge entsprechen, die sich ständig in den Treibstoff Leitungen befindet. Ist diese Menge verbraucht, kommt frischer Sprit aus den Tanks zum Motor.
Fazit : Es wäre möglich, daß sich ein falscher Treibstoff in den Tanks des mit „Superbenzin“ betriebenen Ilyushin IL-10 Motors befunden hat. Tankt man in diesem Fall z.B. JET Treibstoff, so kommt es zu dem gleichen Effekt, als würde man einen Ottomotor mit Diesel betanken.

Ilyushin Il-10

Ilyushin Il-10 in Nordkorea © gemeinfrei

Natürlich gibt es denkbar weitere Unfallursachen wie Sabotage, Staubwolken, zu enge Staffelung der Maschinen, Methangas oder ähnliche. Allerdings sind all diese Ursachen höchst unwahrscheinlich und würden den Gesamtverlust aller Flugzeuge nicht erklären.

Blick von der „Tribüne“ auf dem „Generalshügel“ in Richtung der ehemaligen Schießbahn des vormaligen sowjetischen (russischen) Truppenübungsplatzes Lieberose in der Lieberoser Heide bei Lieberose, Landkreis Dahme-Spreewald, Brandenburg, Deutschland. Von der „Tribüne“ aus verfolgten die militärischen Leitungskräfte den Ablauf der Schießübungen entlang der Schießbahn sowie die Manöver. Seit dem Abzug der Russen verfallen die Militärgebäude zunehmend bzw. wurden im Zuge der Konversion bereits abgerissen. Auch die Schießbahn ist in Folge der natürlichen Sukzession stellenweise bereits wieder recht dicht bewaldet. (Hinweis: Das Foto entstand während einer fachlich geleiteten Führung.)

Blick von der „Tribüne“ auf dem „Generalshügel“ in Richtung der ehemaligen Schießbahn des vormaligen sowjetischen (russischen) Truppenübungsplatzes Lieberose in der Lieberoser Heide bei Lieberose, Landkreis Dahme-Spreewald, Brandenburg, Deutschland. Von der „Tribüne“ aus verfolgten die militärischen Leitungskräfte den Ablauf der Schießübungen entlang der Schießbahn sowie die Manöver. Seit dem Abzug der Roten Armee verfallen die Militärgebäude zunehmend bzw. wurden im Zuge der Konversion bereits abgerissen. Auch die Schießbahn ist in Folge der natürlichen Sukzession stellenweise bereits wieder recht dicht bewaldet.

( Foto und Text: © J.-H. JanßenEigenes Werk
(Hinweis: Das Foto entstand während einer fachlich geleiteten Führung.)
( Lizenz : 
CC BY-SA 3.0 )

Quelle: eigene, Anwohner, robb Online – Lieberoser Heide.

 

 

Sputnik – made in Germany ? Teil1

21 Feb

Erste Versuche mit Pulverraketen fanden in Deutschland bereits 1914 statt.

Hermann Julius Oberth veröffentlichte 1923 eines der ersten Bücher zum Thema Raketentechnik. „Die Rakete zu den Planetenräumen“ war sein erstes Buch, 1929 erschien dann sein bedeutendes Werk „Wege zur Raumschifffahrt.“ Dieses Werk regte eine große Zahl von Forschern an. Am 05.Juli 1927 trafen sich etwas 20 begeisterte Forscher im „Goldenen Zepter“ in Breslau und gründeten den „Verein für Raumschifffahrt“ Dieser Verein wuchs bald auf 500 Mitglieder. Man experimentierte bald in der Nähe von Berlin (Tegel) mit Flüssigkeitstriebwerken.

Hermann Oberth (in der Mitte im Profil) demonstriert sein Flüssigtreibstoffrakete in Berlin im Jahr 1930. Zweiter von rechts steht der 18-järige Student Wernher von Braun.

Bildquelle: National air and space museum, Washington DC

Es wurde dabei mit Alkohol und flüssigem Sauerstoff experimentiert. Raketenpionier Johannes Winkler versuchte etwas später auf der Ostseeinsel „Oie“
( Greifswalder Bodden ) einen Test mit einer Methanrakete. Der erste Start gelang ihm dann am 21.02.1931 bei Dessau.

1929 ließ Reichswehrminister Wilhelm Groener die militärische Verwendbarkeit von Flüssigkeitsraketen durch Prof Dr. Dr. Karl Becker testen.

Zeitgleich entwarf der damals 17 jährige Wernher v. Braun seine „Theorie der Fernrakete“. Im Frühjahr 1930 wurde Dipl. Ing. Walter Robert Dornberger von der Heereswaffenanstalt als Hilfsreferent eingestellt, Später wurde er zum Generalmajor der deutschen Wehrmacht  ernannt und war für das gesamte deutsche Raketenwaffen-Programm des Heereswaffenamts verantwortlich.

Raketentestes Ostseeinsel Die ( Greifswald )

Raketentestes Ostseeinsel Die ( Greifswald ) ©Chron-Paul CC BY-SA 3.0 de

Im Juli 1930 wird erstmals, die dann 1932 patentierte Kegeldüse für Flüssigtriebwerke geprüft. 1931 suchte das Heereswaffenamt dringend tüchtige und erfahrene Mitarbeiter  für die aufzubauende Versuchsstelle für Flüssigraketen in Kummersdorf. Dazu wurden Walter Dornberger, Ernst Ritter von Horstig und Oberst Karl Becker als Zivilisten getarnt auf den Raketenflugplatz Berlin Tegel geschickt.

Nach wiederholten Besuchen der drei wurden Rudolf Nebel und Wernher von Braun Angebote zur Zusammenarbeit gemacht, die sie dann auch annahmen.

Ende 1932 verlegte dann der „Verein für Raumschifffahrt“ wegen Platzproblemen seinen Sitz von Tegel nach Kummersdorf.

Der junge Wernher von Braun übernahm die technische Leitung und Walter Dornberger die militärische Leitung.

In Kummersdorf wurden dann die Aggregate A1, A2 und A3 zwischen 1933 und 1936 entwickelt

Adolf Hitler formulierte dann, nach der Machtübernahme der NSDAP, die Aufgabe sehr konkret. Es sollte eine Rakete entwickelt werden, die eine Tonne Sprengstoff über mindestens 175km zielgenau platziert transportiert.

Fortsetzung Teil 2

Bunkeranlage Seewerk Falkenhagen N-Stoff Sarin Bunker

19 Feb
Bunker Seewerk Falkenhagen

Bunker Seewerk Falkenhagen © BEG CC BY 3.0

In Falkenhagen wurde ab 1939 eine unterirdische Bunkeranlage gebaut. Die Planungen des „Seewerkes“  wurde unter der Führung der Verwertungsgesellschaft für Montanindustrie GmbH (MONTAN) durchgeführt.
( 1916 gegründet und in Besitzt des Deutschen Reiches ).
Die MONTAN hatte die Aufgabe wichtige  Anlagen im Auftrag und mit Mitteln des Reiches zu erwerben und zu unterhalten.

Quelle Dr. H. Hofmann zu den Bezeichnungen des Werks:
Muna Ost/Buswerk Falkenhagen/M.O.,
Falkenhagen/Seewerk,
Falkenhagen/Firma Allchemie,
Turon GmbH/MONTURON Seewerk,
Falkenhagen-Briesen/N-Stoff-Werk/Großanlage Sarin II.

Gedacht als Fertigungsstätte von Raketentreibstoff, befanden sich auch weitere Laboreinrichtungen in den unterirdischen Geschossen. Nach unbestätigten Angaben, hatte die IG Farben, die wohl die Labors betrieb, dort den Auftrag, auch ein geruchloses unsichtbares Giftgas zu entwickeln. Es gelang die Herstellung von Sarin. Mitte 1945 sollte die großangelegte Produktion beginnen.

Im September 1943 übernahm die IG Farben das Werk Falkenhagen von der MONTAN.
Die „Turon GmbH“ mit Sitz in Ludwigshafen wurde gegründet und gehörte fortan zu  50% MONTAN und 50% IG Farben, der Firmensitz wechselt 1944 nach Briesen/Mark.

Der Ärger mit der WaffenSS begann ebenfalls 1944. Laut Albert Speers Aufzeichnungen geht es um die ersten Tage im Juni 1944. Hitler wollte die weitere Erprobung, sowie die Produktion des N-Stoffes der SS unter der Leitung von SS-Gruppenführer und Generalleutnant der Waffen-SS Otto Schab, deutscher Ingenieur, und Experte für Wehrwissenschaften übergeben. Zuvor hatte das  Heer der Übernahme des N-Stoffes eine Absage erteilt. Speer äußerten Bedenken und schlug stattdessen vor, daß die Produktion innerhalb der chemischen Produktion verbleiben sollte.
Daraufhin änderte Hiltler den Plan. So hatte der Reichsführer SS Himmler zunächst die Erprobung  des N-Stoffes vorzunehmen um später zu entscheiden, ob die Produktion zur SS geht oder innerhalb der MONTURON verbleibt.

Albert Speer Falkenhagen Seewerk

Bundesarchiv, Bild 183-B22744 © CC BY-SA 3.0 de

Aktenvermerke der MONTAN vom 25.07.1944:
Befehl Hitlers vom 07.07.1944 Übernahme des N-Stoff-Werkes durch die Waffen-SS.
23.07.1944  Die Waffen SS erscheint im Seewerk und verlangt die Übernahme des Werks auf Grund des Führerbefehls.
Ablehnung Speer an Himmler im Schriftwechsel vom 26.07.1944

Ende August 1944  kam es im „Schloß Glau“ zur klärenden Konferenz zwischen der WaffenSS, der  MONTURON und der IG Farben.

Ergebnis : „Falls der N-Stoff den Erwartungen entspricht, übernimmt die SS auch die kaufmännische Leitung der N-Stoff-Anlage“.

(Quelle: Florian Schmaltz, Kampfstofforschung, Major Edmund Tilley (Enemy Exploitation Section, FIAT), Report in Chemical Warfare, Based on Interrogation and Written Reports by Jürgen E. von Klenck, 6.12.1945, Bl. 13, PRO [NA, Kew] London, FO 1031/97. Himmlers Versicherung an Speer, 31.7.1944, BA Berlin, NS 19/3910, fol. 85 )

Nach dem Ende des II.Weltkrieg blieb das Areal militärisches Sperrgebiet. Die Legenden über die Nutzung zwischen 1945 und 1965 sind verschieden. Sie reichen von der Schweinezucht, Lazarett und Heilstätte bis KFZ-Instandsetzungsbetrieb. Bereits 1960 begann durch Spezialkräfte der NVA der Umbau der Bunkeranlagen. Danach soll der Bunker als Führungstelle der sowjetischen Streitkräfte genutzt worden sein. Und später dann als Gefechtsstand für die Lenkung der Truppen des Warschauer Vertrags. Es wurden aber bisher keine bestätigenden Quellen gefunden. Es bleiben also Rätsel offen.

Nach dem Abzug der sowjetischen Streitkräfte wurde das Gelände an das damalige Bundesvermögensamt übergeben, 2003 wurde es dann an einen Berliner Investor verkauft. Dieser ging Konkurs. Es wurden dann noch 2 Paintball-Großveranstaltungen ohne behördliche Genehmigung durchgeführt. Im Dezember 2012 war dann auch damit Schluß. Aus Sicherheitsgründen wurde der Zutritt zu dem 35 ha großen Gebiet gesperrt.

Weitere Quellen: Wikipedia, Zeitzeugen der NVA